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Warum auf einem Adventskalenderhaus in Rottenburg Kinderfotos sind

Für den Rottenburger Ernst Heimes ist Pädagogik eine Lebenseinstellung. Besonders sichtbar ist das im Advent.

Adventskalenderhaus in Rottenburg.
Adventskalenderhaus in Rottenburg. Foto: Steffen Schanz
Adventskalenderhaus in Rottenburg.
Foto: Steffen Schanz

ROTTENBURG. Ein Adventskalenderhaus mit 24 Kinderportraits gibt es in Rottenburg direkt am Neckar zu sehen. Jeden Tag wird ein Fenster mit einem Kinderportrait geöffnet. Ist Weihnachten vorbei, dann bekommen die jungen Models ihr Portrait als Geschenk. Das Haus gehört Ernst Heimes, einem 80-jährigen Sonderpädagogen im Ruhestand.

Lange war er Dozent für Soziale Arbeit. Seit fast 20 Jahren gestaltet Heimes im Advent sein Haus mit Kinderportraits. Denn Pädagogik, die Arbeit mit Heranwachsenden, das ist für Heimes keine Berufsbezeichnung, sondern eine eher Lebenseinstellung. Seit er das »Haus am Nepomuk« 2007 kaufte, kümmert er sich um zahlreiche Jugendliche – darunter auch solche jungen Männer, um die andere Senioren einen weiten Bogen machen würden, weil sie es mit den Gesetzen nicht immer ganz so genau genommen haben.

In dem Haus, einer ehemaligen historischen Mühle, die an Zehntscheuer und Priesterseminar grenzt und zuvor dem CDU-Politiker und Landessozialminister Friedhelm Repnik gehörte, finden zahlreiche öffentliche und kulturelle Veranstaltungen statt, unter anderem auch ein offenes Heiligabend-Fest für Einsame. (GEA)