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Aktuell Prozess

Trick mit dem falschen Polizisten: Geständnis abgelegt

Angeklagter in Betrugsprozess legt Geständnis ab. Er gehört zu den Hintermännern der Bande

Justitia
Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archiv
Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archiv

TÜBINGEN. In Deutschland hat der Trick mit dem falschen Polizisten inzwischen  den »Enkel-Trick« weitgehend abgelöst. Bei der neuen Betrugsmasche gaukelt ein angeblicher Polizeibeamter am Telefon seinen Opfern vor, ihr Besitz sei wegen Einbrechern in Gefahr und um das Vermögen zu retten, müssten sie sofort alles, Bargeld und Schmuck, der Polizei übergeben. Die Beute, die die Gauner dabei machen, geht nach den Erkenntnissen der Polizei inzwischen in die Hunderttausende.

Vor dem Tübinger Landgericht steht derzeit einer der Hintermänner der Bande. Er rief seine Opfer aus speziellen Call-Centern in der Türkei an. Meist handelte es sich bei den Opfern um gutgläubige, ältere Frauen. In Tübingen sind nun fünf Taten angeklagt. Dies ist aber sicher nur die Spitze des Eisbergs.

Der 31-Jährige gab am Montag alle Taten zu. Unter den Betrogenen war auch eine Frau aus Mössingen, die rund 30 000 Euro verlor. Bei einer Frau in Tübingen ging der Trick schief, weil die Täter zuvor gefasst worden waren.

Der 31-Jährige kann nun mit einer milderen Strafe rechnen. Nach einer  Verständigung mit Staatsanwaltschaft und Verteidigung bot ihm das Gericht für sein Geständnis eine Haftstrafe zwischen viereinhalb und fünfeinhalb Jahren an. (GEA)