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Aktuell Kartenspiel

Tübingerin hat ein Alb-Quartett gestaltet

Das Alb-Quartett mit Quiz ist das dritte Spiel von Susanne Bächer. Im Gespräch mit dem GEA erzählt die Tübingerin, wie das Kartenspiel entstanden ist.

Ein liebevoll illustriertes Kartenspiel über die Alb hat Susanne Bächer hergestellt.
Ein liebevoll illustriertes Kartenspiel über die Alb hat Susanne Bächer hergestellt. Foto: Irmgard Walderich
Ein liebevoll illustriertes Kartenspiel über die Alb hat Susanne Bächer hergestellt.
Foto: Irmgard Walderich

TÜBINGEN. Wieso heißt die Wimsener Höhle auch Friedrichshöhle? Gibt es einen Albbüffel-Stierkampf am Wochenende nach Pfingsten auf der Alb, und woher stammt das wiederentdeckte Saatgut für die Alblinsen? Susanne Bächer aus Tübingen hat ein schön illustriertes, mit pfiffigen Fragen versehenes, Alb-Quartett herausgegeben. Jeder einzelnen Karte ist anzusehen, wie sehr sich die Tübingerin mit der Alb verbunden fühlt. Und wer es spielt, weiß anschließend mehr über die Region. Denn das Quartett kann auch als Quiz gespielt werden.

»Für Freunde der Schwäbischen Alb und solche, die es werden wollen« sei das kleine Spiel gedacht, erzählt die ehemalige Kunsterzieherin. Und ganz nebenbei soll es auch die Gemeinschaft fördern und dazu anregen, mal das Smartphone aus der Hand zu legen und zu spielen. Wenn es dann noch dazu dient, die Schönheit der heimatlichen Landschaft zu erkennen und entdecken zu wollen, dann freut es sie besonders.

Nach dem Tübinger Memory und Quartett gibt es nun ein drittes Spiel von Susanne Bächer: das Albquiz
Nach dem Tübinger Memory und Quartett gibt es nun ein drittes Spiel von Susanne Bächer: das Albquiz Foto: Irmgard Walderich
Nach dem Tübinger Memory und Quartett gibt es nun ein drittes Spiel von Susanne Bächer: das Albquiz
Foto: Irmgard Walderich

Bächer ist schon oft in ihrem Leben auf der Alb gewandert. Zusammen mit drei Freundinnen hat sie sich den gesamten Nordrandweg erlaufen. Sie kennt die Wacholderheiden, den Albtrauf, die Schlösser, Burgen und Höhlen. Für das Kartenspiel hat sie auf ihren Wanderungen fotografiert und anschließend nach den Fotografien die Bilder gemalt. Entstanden sind wunderschöne kleine Porträts: Prominente Gewächse wie die Silberdistel und die Karthäusernelke sind ebenso dabei, wie die Pfullinger Unterhose, die Hohenzollern-Burg oder der Uracher Wasserfall. Das erste Bild sei vor drei Jahren entstanden, erzählt Bächer. Dazwischen hat sie immer mal wieder skizziert und gemalt. Das ganze Projekt blieb aber auch mal für ein Weilchen liegen.

Die ehemalige Kunsterzieherin liebt es, Infos spielerisch rüberzubringen. Eine nicht zu unterschätzende Arbeit sei es dabei gewesen, sich falsche Antworten für das Quiz zu überlegen, erzählt Bächer. Heißt die Karthäusernelke nun nach dem Philosophen René Descartes, der die Blume im Wappen hat, nach dem Händler Kartaus oder den Kartäuser-Mönchen? Auch falsche Antworten müssen erst mal ausgedacht werden.

Tübinger Memo in fünfter Auflage

Es ist das dritte Spiel, das die ehemalige Stadträtin entwickelt hat. Als erstes entstand das Tübinger Memo. Dieses Spiel mit Tübinger Motiven nach den Spielregeln von Memory ist nach wie vor beliebt. Gerade erst sei die fünfte Auflage erschienen, erzählt die Tübingerin. 2018 folgte dann ein Tübinger Quartett. Auch das erfreut sich große Beliebtheit. Eines der Motive aus dem Kartenspiel, das Urzeitpferdchen, ist ebenfalls in dem aktuellen Alb-Quartett enthalten.

Wo das Albquartett zu haben ist

Das Albquartett kostet 8,50 Euro und ist beim Tübinger Bürger- und Verkehrsverein zu haben. In Tübingen verkauft wird es auch im Fairen Kaufladen in der Marktgasse und im Buchladen Quichotte in der Fruchtschranne. In Bad Urach ist es in der Entdeckerwelt zu haben, in Münsingen im Biosphärenzentrum. (iwa)

Die gesamte Verantwortung für Herstellung und Vertrieb des Alb-Quiz liegt in den Händen von Susanne Bächer. Als es fertig produziert war, ist sie damit über Lande gefahren, um ihr Kartenspiel in Läden und Tourismusbüros vorzustellen. Es hat sich gelohnt. Eine ganze Menge Bestellungen seien schon eingegangen. Auch auf dem Tübinger Weihnachtsmarkt wird sie mit einem Stand vertreten sein. Und das nächste Projekt? »Ich nehm mir gerade nicht so viel vor«, sagt Bächer. Aber irgendwann kommt wieder etwas Neues, davon ist auszugehen. (GEA)