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Neuer Fahrplan sorgt für bessere Zugverbindung zwischen Tübingen und Stuttgart

Zwischen Tübingen und Stuttgart fahren jetzt häufiger Züge. Neuer Streckenbetreiber Abellio hatte wegen fehlender Züge mit Startschwierigkeiten.

Foto: Straub
Foto: Straub

TÜBINGEN. Um 14.21 Uhr fuhr der Regionalzug aus Stuttgart im Tübinger Hauptbahnhof ein – pünktlich, Testfahrt geglückt. Seit Sonntag wird die Neckar-Alb-Bahn nicht mehr von der Deutschen Bahn, sondern vom privaten Unternehmen Abellio betrieben. Geht es nach dem Landesverkehrsministerium und Abellio, soll es für Bahnfahrer jetzt besser werden. Zuletzt waren eher Zugausfälle und Verspätungen an der Tagesordnung. Mit dem gestrigen Sonntag endeten nicht nur die Corona-Einschränkungen im regionalen Bahnverkehr, sondern Tübingen und Reutlingen werden auch besser an Stuttgart angebunden. Allerdings gibt es ein Problem: die bestellten neuen und schönen Züge sind noch nicht alle da. »Der Hersteller Bombardier hat nicht rechtzeitig geliefert«, sagte Rolf Schafferath, Geschäftsführer von Abellio in Baden-Württemberg. Etwa zwei Drittel der 50 Züge seien da, sagte Landesverkehrsminister Winfried Hermann. Wann der Rest kommt: unklar. Einstweilen fährt Abellio deshalb teilweise mit alten, wieder von der Deutschen Bahn ausgeliehenen Zügen. Wegen des zu kurzen Bahnsteigs ist dadurch in Bempflingen vorerst kein Halt möglich.

Der neue Fahrplan bringt aber insgesamt einige Verbesserungen. So verkehrt der bislang zweistündlich fahrende IRE (bis Sigmaringen) künftig im Stundentakt. Der Regionalexpress fährt künftig an allen Werktagen (an Samstagen bis 18 Uhr) im 30-Minuten-Takt. »Das ist eine runde Sache«, sagte Matthias Lieb, Vorsitzender des Fahrgastbeirates Baden-Württemberg. Er kritisierte allerdings, dass einige der schnellen IRE-Züge nur noch in Tübingen und in Reutlingen halten. »Für Metzingen und Nürtingen bedeutet das weniger Halte. Da sollte man vielleicht noch einmal nachsteuern«, sagte Lieb. (GEA)