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Nach Stromio-Pleite: Auch Mössinger Stadtwerke führen zweiten Grundtarif ein

Strom ist derzeit  extrem teuer. Das macht nicht nur Verbrauchern zu schaffen, etliche Anbieter gehen in die Knie. Jüngstes Beis
Strom ist derzeit extrem teuer. Das macht nicht nur Verbrauchern zu schaffen, etliche Anbieter gehen in die Knie. Jüngstes Beispiel ist der Discounter Stromio, der die Versorgung seiner Kunden von jetzt auf nachher eingestellt hat. Foto: Adobe Stock
Strom ist derzeit extrem teuer. Das macht nicht nur Verbrauchern zu schaffen, etliche Anbieter gehen in die Knie. Jüngstes Beispiel ist der Discounter Stromio, der die Versorgung seiner Kunden von jetzt auf nachher eingestellt hat.
Foto: Adobe Stock

MÖSSINGEN. Die Stadtwerke Mössingen haben nach der Pleite des Billig-Stromanbieters Stromio 150 Kunden in die Grundversorgung aufgenommen. Allerdings müssen diese wegen der aktuell hohen Strompreise auf dem Markt einen deutlich höheren Preis zahlen als Bestandskunden.

Wie Stadtwerkechef Justus Hoffmann am Montag im Gemeinderat berichtete, wurde ein zweiter Grundtarif eingeführt. Im bisherigen kostet die Kilowattstunde 30 Cent. Für die zwangsweise aufgenommenen, neuen Kunden sind es fast 82 Cent. Das spiegele lediglich die gestiegenen Preise wieder, so Hoffmann. »Andernfalls würden wir für die neuen Kunden draufzahlen«, sagte Hoffmann.

Weil das schon bei den Bestandskunden mit alten Verträgen der Fall ist, sind derzeit bei den Stadtwerken Mössingen keine neuen Verträge möglich. »Für Menschen mit niedrigem Einkommen sind die derzeitigen Preise existenzgefährdend«, sagte Stadtrat Peter Looser (SPD). Er verstehe andererseits, dass die Stadtkasse nicht für ein mögliches Defizit aus neuen Verträgen aufkommen könne.

Von den zunächst 150 neuen Kunden, so Hoffmann, hat die Hälfte allerdings schon wieder gekündigt und ist zu einem anderen Anbieter gewechselt. (GEA)