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Aktuell Freizeit

Kulturprogramm vor der Tübinger Kinderklinik

Abwechslung zur besseren Krankheitsbewältigung für kleine Patienten während der Corona-Pandemie

Die wöchentlichen Auftritte (hier die Bam-Bam-Band) vor der Kinderklinik bedeuten für die kleinen Patienten Abwechslung vom Kli
Die wöchentlichen Auftritte (hier die Bam-Bam-Band) vor der Kinderklinik bedeuten für die kleinen Patienten Abwechslung vom Klinikalltag und bilden einen wichtigen Baustein auf ihrem Weg zur Genesung. FOTO: UKT/KAROLINE NIETHAMMER
Die wöchentlichen Auftritte (hier die Bam-Bam-Band) vor der Kinderklinik bedeuten für die kleinen Patienten Abwechslung vom Klinikalltag und bilden einen wichtigen Baustein auf ihrem Weg zur Genesung. FOTO: UKT/KAROLINE NIETHAMMER

TÜBINGEN. Die Coronakrise hat zahlreiche Einschränkungen mit sich gebracht – insbesondere auch für die kleinen Patienten der Uni-Kinderklinik Tübingen: Sie durften kaum mehr Besucher empfangen, zeitweise konnte nur ein Elternteil beim Kind bleiben und Angebote wie das Comic-Zeichnen oder der Besuch der Spielzimmer fielen weg. Die Stiftung Hilfe für kranke Kinder hat deshalb eine Aktion gestartet, bei der einmal wöchentlich Künstler aus der Region vor der Kinderklinik auftreten und so den Kindern etwas Unterhaltung und Abwechslung vom tristen Krankenhausalltag bieten.

»Wir hatten das Glück, das Projekt in Zusammenarbeit mit der Stadt Tübingen umsetzen zu können – so konnten wir herausfinden, ob das Konzept aufgeht«, erklärt Margret Schill, die als Projektmanagerin der Stiftung in der Kinderklinik die Aktionen koordiniert. Das Konzept ging auf – und wird deshalb von Hilfe für kranke Kinder weitergeführt.

Mit dabei waren bisher namhafte regionale Künstler wie der Liedermacher Hans Spielmann, Clown Fanelli und Clownin Mimi, die Bam-Bam-Band und der langjährige Leiter des Jungen LTT, Michael Miensopust. Er hatte – ebenfalls inspiriert durch die Corona-Einschränkungen – mehrere Kindertheaterstücke in Tübinger Innenhöfen aufgeführt, um den Familien die Zeit der Isolation zu erleichtern. Über sein »Innenhof-Spektakel« konnte er zudem Kolleginnen und Kollegen gewinnen, die sich an den Auftritten beteiligten.

»Die Kinder in der Tübinger Klinik sind ohnehin belastet. Sie sind oft über mehrere Wochen in der Klinik. Da sind Angebote zur Krankheitsbewältigung und Abwechslung vom Klinikalltag, wie wir sie fördern, ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Genesung«, betont Thomas Hassel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Hilfe für kranke Kinder. »Durch Corona konnten unsere Partner nicht mehr in die Klinik kommen, selbst Besuche der Familien und Freunde waren stark eingeschränkt. Wir sind deshalb froh, auch während dieser schwierigen Zeit einen Weg gefunden zu haben, den Kindern zu helfen.«

Ein großer Vorteil dabei sei es, dass die Geschäftsstelle der Stiftung direkt in der Kinderklinik verortet ist: Das Team sieht unmittelbar, welche Hilfen gebraucht werden und was umsetzbar ist. »Toll ist, wie flexibel die Kinderklinik hier ist: Die Geschäftsführung, das Gebäudemanagement, alle haben geholfen, dass wir schnell und unkompliziert loslegen konnten mit den Auftritten«, erzählt Schill. Sie freue sich besonders, dass bereits jetzt der ganze September mit wöchentlichen Aufführungen abgedeckt sei. »Danach müssen wir sehen, was wetterbedingt noch möglich ist.«

Die Stiftung Hilfe für kranke Kinder ist die zentrale Spendenorganisation der Tübinger Uni-Kinderklinik. Ihr Ziel ist die bestmögliche Behandlung, Beratung und Begleitung schwer kranker Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien – unabhängig von der Art der Erkrankung. Dafür arbeitet sie mit den Eltern- und Fördervereinen der Kinderklinik eng zusammen. Wer kranke Kinder und ihre Familien unterstützen möchte, kann an die Bankverbindung von Hilfe für kranke Kinder unter DE61 6415 0020 0000 5548 55 spenden. (em)

 

www.hilfe-fuer-kranke-kinder.de