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Bombenanschlag auf BVB-Bus: Urteil rechtskräftig

Das Urteil gegen den Täter im Fall des Bombenanschlags auf die Mannschaft von Borussia Dortmund ist rechtskräftig.

Bei dem Attentat auf den BVB-Mannschaftsbus waren Abwehrspieler Marc Bartra und ein Polizist verletzt worden. Foto: Marcel Ku
Bei dem Attentat auf den BVB-Mannschaftsbus waren Abwehrspieler Marc Bartra und ein Polizist verletzt worden. Foto: Marcel Kusch
Bei dem Attentat auf den BVB-Mannschaftsbus waren Abwehrspieler Marc Bartra und ein Polizist verletzt worden. Foto: Marcel Kusch

DORTMUND/ROTTENBURG. Wie das Dortmunder Landgericht mitteilte, nahm die Staatsanwaltschaft die Revision gegen die Entscheidung von November 2018 zurück. Der in Russland geborenen Deutsche war wegen versuchten Mordes zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Sergej W. hatte in dem Prozess gestanden, den Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus im April 2017 verübt zu haben. Er hatte aber bis zuletzt jede Tötungsabsicht bestritten. Zehn Tage nach dem Anschlag war der junge Mann an seinem Wohnort in Rottenburg am Neckar festgenommen worden.

Seine auffälligen Finanzgeschäfte hatten die Ermittler früh auf seine Spur gebracht. Schnell war auch klar, dass er zur Tatzeit das Zimmer 402 des Dortmunder Hotels »l'Arrivée« gemietet hatte, in dem die Mannschaft von Borussia Dortmund vor dem Champions-League-Heimspiel gegen AS Monaco abgestiegen war. Als Industriemeister für Elektrotechnik besaß W. außerdem das nötige Fachwissen für den Bau und die Zündung von Sprengsätzen.

Die drei Bomben waren explodiert, als der voll besetzte Dortmunder Mannschaftsbus um 19.15 Uhr am Hotel »l'Arrivée« zum Heimspiel gegen Monaco losgefahren war. Im Inneren des Busses wurde der damalige Dortmunder Innenverteidiger Marc Bartra schwer am Unterarm verletzt. Ein Polizist, der dem Bus auf einem Motorrad vorausfahren sollte, erlitt ein Knalltrauma.

Der Beamte ist bis heute dienstunfähig. Und auch die Spieler und Verantwortlichen des Bundesligisten haben die schlimmen Momente noch lange nicht verarbeitet. »Der Anschlag hat mein Leben verändert«, sagte zum Beispiel Torwart Roman Weidenfeller als Zeuge vor Gericht.  (dpa)