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Aktuell Kreis Tübingen

Zarenurkunde geht zurück an Ukraine

Das Land Baden-Württemberg und die Uni Tübingen geben eine Urkunde Peters des Großen an die Ukraine zurück: Die Originalurkunde war seit den 1950er-Jahren im Bestand der Bibliothek des Instituts für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde.

An der Uni Tübingen, hier die Neue Aula, freut man sich darüber, dass drei der fünf beantragten Froschungscluster den Exzellenz-
Die  Neue Aula der Uni Tübingen. Foto: Privat
Die  Neue Aula der Uni Tübingen.
Foto: Privat

TÜBINGEN.  Eine deutsch-ukrainische Forschungsgruppe ermittelte, dass die für die ukrainische Kirchengeschichte äußerst bedeutsame Urkunde mit höchster Wahrscheinlichkeit 1941 als Kriegsbeute aus Kiew entwendet wurde. Mit der Urkunde von 1708 bestätigte der russische Zar die Ernennung des Metropoliten (Erzbischof) von Kiew.

Tübinger Osteuropa-Forscherinnen hatten im Frühsommer 2016 ein Projekt zur Erforschung der Herkunft der Urkunde initiiert. Aufgrund der Indizien hat Landes-Wissenschaftsministerin Theresia Bauer in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt und der Uni Tübingen entschieden, die Restitution der Ernennungsurkunde an die Ukraine einzuleiten. Gestern wurde sie im Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes an den Botschafter der Ukraine, Dr. Andrij Melnyk, übergeben. (a)