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Corona-Strategie: Rosemann kritisiert Palmer

Martin Rosemann (SPD, Tübingen)
Martin Rosemann (SPD, Tübingen) Foto: Gea
Martin Rosemann (SPD, Tübingen)
Foto: Gea

TÜBINGEN. Der Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann weist Boris Palmers Kritik an der bundesweiten Corona-Strategie vehement zurück. »Man darf Bürgern keinen Sand in die Augen streuen. Eine langfristige Strategie ist nicht möglich.« Rosemann betonte, dass heute noch nicht immer im Einzelnen absehbar sei, wie die Maßnahmen wirkten. »Wir können heute auch noch nicht sagen, wann für welche Teile der Bevölkerung ein Impfstoff zur Verfügung steht«, mahnte Rosemann zur Geduld.

Rosemann äußerte sich zu einzelnen Maßnahmen jedoch ebenfalls skeptisch: Die nach Flächengröße differenzierende Auflage für die Personenanzahl pro Quadratmeter in Geschäften sei nicht begründet und zu bürokratisch. Er wünsche sich zudem klare Vereinbarungen für Wechselmodelle in Schulen ab Klasse acht.

Die Gesamtstrategie der Politik hält Rosemann jedoch für richtig. Bis der Impfstoff zur Verfügung stehe, müsse man das Virus so gut wie möglich kontrollieren. Rosemann betonte, der deutsche Weg sei bisher sehr erfolgreich gewesen. Die wirtschaftlichen Folgen und die Einschnitte in das Leben der Bürger hätten minimiert werden können. Der Abgeordnete begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, die unbürokratischen Hilfen für von Schließungen betroffene Betriebe im Dezember fortzusetzen. (eg)