Logo
Aktuell Zeitung macht Schule

Wenn Kinder Kinder kriegen

REUTLINGEN. Wir sehen immer wieder junge schwangere Mädchen in Reutlingen, die unter 18 Jahre alt sind. Da fragen wir uns natürlich: Warum muss es so früh sein mit dem Kinderkriegen, wo man doch selbst noch ein Kind ist und das ganze Leben noch vor sich hat?

Der Wunsch, ein Kind zu bekommen, ist oft größer, als der Gedanken an die Folgen. Häufig liegt es an der fehlenden Verhütung, weil die jungen Mädchen nicht genug aufgeklärt sind und die Risiken des Schwangerwerdens nicht kennen oder nicht erkennen wollen. Es gibt jedoch auch junge Frauen, die hoffen, mit einem Kind eine gescheiterte Beziehung retten oder aufrechterhalten zu können. Manche wollen auch vor einer Ausbildung flüchten, oder erhoffen sich durch eine Schwangerschaft finanzielle Unterstützung vom Staat.

Doch einige wollen es einfach nur besser machen als die eigenen Eltern. Sie stellen sich häufig ein idyllisches Familienleben vor und möchten jemanden haben, den sie beschützen, versorgen und um den sie sich kümmern können. Deshalb, oder auch aus Leichtsinn, achten manche nicht auf eine zuverlässige Verhütung und werden ungewollt - gewollt schwanger.

Wenn es dann passiert ist, kann man sich die Unterstützung vom Jugendamt, oder die Hilfe von einer Hebamme in der Schwangerschaft und in der Zeit nach der Geburt holen. Es gibt auch andere Möglichkeiten, zum Beispiel ein Mutter-Kind-Heim und den ambulanten Pflegedienst, an den man sich wenden kann.

Zur Adoption freigeben?

Wenn man sich nach der Geburt doch entschließt, das Kind nicht zu behalten, kann man es zur Adoption freigeben. Allerdings benötigt man dazu - wenn man noch minderjährig ist - das Einverständnis der eigenen Eltern. Außerdem kann man sich zusätzlich noch für eine anonyme Geburt entscheiden, bei der die Mutter keine Angaben von sich machen muss. Manche geben das zu Hause geborene Kind auch an der »Babyklappe« eines Krankenhauses ab. Bei der Adoptionsfreigabe, der »Babyklappenlösung« und der anonymen Geburt hat man noch die Chance, das Kind innerhalb von vier Wochen zurückzuholen. (ZmS)



Sarah Gallik, Claudia Steinel, Laura-Schradin-Schule Reutlingen, Klasse 2BFP1/1