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GRAFENBERG. Florian Pacher und Dennis Tetting von der Schönbein-Realschule Metzingen, Klasse 8d, interessieren sich für die Arbeit der Feuerwehr. Deshalb haben sie sich mit Kai Schellig (21) von der Freiwilligen Feuerwehr Grafenberg unterhalten. Die Truppe wurde am 18. Mai 1886 gegründet. Die Freiwillige Feuerwehr gibt es seit 27. April 1929. Sie besteht aktuell aus drei Abteilungen: Einsatzleitung, Jugendfeuerwehr und Altersabteilung. Die aktive Wehr besteht aus 43 Männern und sechs Frauen.

Ein Bild von der Großübung der Jugendfeuerwehr Grafenberg und Metzingen am 9. November. FOTO: FEUERWEHR
Ein Bild von der Großübung der Jugendfeuerwehr Grafenberg und Metzingen am 9. November. FOTO: FEUERWEHR
Ein Bild von der Großübung der Jugendfeuerwehr Grafenberg und Metzingen am 9. November. FOTO: FEUERWEHR

ZmS: Kai, seit wann bist Du bei der Freiwilligen Feuerwehr?

Kai Schelling: Im Januar 2009 bin ich zur Grafenberger Jugendfeuerwehr. Seit Juli 2013 bin ich bei den Aktiven und leite mit drei anderen Kameraden die Jugendfeuerwehr, was mir auch sehr viel Spaß macht.

Und wie bist Du auf die Feuerwehr gekommen?

Schelling: Im Juli 2008 habe ich am Sommerferienprogramm bei der Grafenberger Feuerwehr teilgenommen und war so begeistert, dass ich im Jahr darauf in die Jugendfeuerwehr eingetreten bin.

Wie oft hast Du Einsätze und auch Übungen?

Schelling: Ich war dieses Jahr bei etwa zehn Einsätzen dabei. Übungen haben wir jeden Montag um 19.30 Uhr.

Muss man immer erreichbar sein?

Schelling: Eigentlich immer, außer im Urlaub. Jeder hat einen Melder, der bei einem Einsatz Alarm schlägt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Schelling: Man wird in Grafenberg sieben bis acht Jahre in der Jugendfeuerwehr darauf vorbereitet. Die Grundausbildung ist ab 17 und dauert zwei Monate, die an den Wochenenden abgeleistet werden.

Ab wann kann man zur Feuerwehr?

Schelling: Der Jugendfeuerwehr kann man bereits ab zehn Jahren beitreten und der Erwachsenenfeuerwehr mit 17 bis 18 Jahren.

Müssen bei einem Einsatz alle Feuerwehrmänner kommen?

Schelling: Es gibt einen Klein-, Mittel- und Großalarm. Davon ist die Größe des Einsatzes und der Personenbedarf abhängig.

Macht es Dir Spaß, anderen Menschen zu helfen?

Schelling: Ja, auf jeden Fall!

Was war Dein schlimmster beziehungsweise schönster Einsatz?

Schelling: Im Juli 2013 war der größte Hageleinsatz. Grafenberg und die umliegenden Ortschaften wurden besonders schwer getroffen. Es war aber auch ein schönes Gefühl, sich mit seinen Kameraden verbunden zu fühlen.

Wie lange dauert es, bis Ihr vor Ort seid?

Schelling: Das erste und auch wichtigste Fahrzeug – das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, kurz: HLF – fährt nach sechs bis acht Minuten raus. Es muss alles sehr schnell gehen.

Wer wartet Eure Fahrzeuge?

Schelling: Wir haben bei uns zwei Fahrzeugwarte, diese warten und pflegen die Fahrzeuge und das Zubehör.

Was sind Eure Einsatzschwerpunkte in Grafenberg?

Schelling: Vorwiegend Verkehrsunfälle auf der B313, aber auch größere Industriebetriebe vor Ort.

Vielen Dank für das Interview, Kai, wir hoffen, dass der heilige Florian Euch immer beschützt. (ZmS)

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