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Leise in Wald und Wiese

Akku statt Verbrennungsmotor: Über die neue Generation der Gartengeräte berichtet Jannes Grauer

Kommt ohne Sprit und Gestank aus: die Akku-Kettensäge.  FOTO: STIHL
Kommt ohne Sprit und Gestank aus: die Akku-Kettensäge. FOTO: STIHL
Kommt ohne Sprit und Gestank aus: die Akku-Kettensäge. FOTO: STIHL

REUTLINGEN. Seit einigen Jahren entwickelt die Firma Stihl, bekannt für ihre Forst- und Gartengeräte, Akku-Produkte. Wo am Anfang nur eine Handvoll Mitarbeiter an der Entwicklung gearbeitet haben, kümmern sich jetzt über 300 Experten um die Weiterentwicklung der Produktlinie. Doch was brachte Stihl dazu, so intensiv in die Akku-Produktion einzusteigen?

Seit 2005/2006 nimmt die Zahl der Akku-Produkte in allen Produktsegmenten auf dem Markt immer weiter zu. Durch die neue Lithium-Ionen-Akku-Technologie war es möglich, leistungsstarke Geräte mit einem Akku anzutreiben. Daher entschieden sich das Management und die Familie Stihl dafür, selbst in die Entwicklung und Produktion solcher Produkte einzusteigen.

Für Hobbygärtner und Profis

Diese Entscheidung war ein Meilenstein in der Stihl-Produktgeschichte. Zur GAFA (Gartenfachmesse) 2009 wurde eine Akku-Heckenschere entwickelt. Das Ziel ist nun, in allen Segmenten ein Akku-Produkt anzubieten. Vor welchen Schwierigkeiten steht Stihl nach zwölf Jahren Erfahrung? Die Verfügbarkeit an Akku-Zellen ist extrem knapp. Deshalb ist es für Firmen schwierig, solche zu beschaffen. »Die größte Herausforderung ist, dass wir das alles bekommen, was wir gerne hätten«, so Martin Lambe, Produktmanager für Elektro- und Akku-Produkte bei Stihl. Produziert werden die Akku-Produkte bisher bei Stihl Tirol. Verkauft wird jedoch weltweit, die Nachfrage explodiert.

Es gibt drei Produktlinien: eine für den Hobbygärtner mit kleinem Garten, eine für den Gärtner mit mittlerem bis großem Garten und eine für Profis. Werden die Akku-Produkte in fünf Jahren die Produkte mit Verbrennungsmotoren verdrängt haben? Wahrscheinlich nicht! Sie werden vermutlich neben den Verbrennungsmotoren arbeiten. Aber besonders im privaten Gebrauch werden sie viel eingesetzt werden. Profis werden in manchen Bereichen jedoch nicht auf Verbrennungsmotoren verzichten können.

Wahrscheinlich werden die jetzigen Lithium-Ionen-Akkuzellen von anderen Zellen abgelöst, aber nicht von Brennstoffzellen, die für handgetragene Geräte zu schwer sind. Vielleicht von einer noch besseren Technologie, die wir heute noch nicht kennen. (ZmS)

 

Jannes Grauer, Albert-Einstein- Gymnasium, Reutlingen, Klasse 9a

 

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