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Ein Held – oder -?

REUTLINGEN.Der Film »Sully« erzählt die Geschichte von Chesley B. Sullenberger, einem Mann, der seit 40 Jahren Pilot ist, und der am 15. Januar 2009 zum Helden wurde. Aufgrund eines Vogelschlags fielen bei der Passagiermaschine, die er flog, beide Triebwerke aus. Er musste notlanden. Die Frage, die in diesem Film geklärt wird, ist: »Hätte der Pilot es bis zu einem Flughafen schaffen können?«

Denn wie wir alle wissen, entschied sich Sully dafür, auf dem Hudson River zu landen und rettete 155 Menschen. Er wird durch die Medien zu einem Helden gemacht, aber im Hintergrund gab es professionelle Nachforschungen, ob er sich nicht falsch entschieden hat. Dadurch wurde seine Karriere gefährdet.

»Die Kulisse New York ist sehr cool«

Genau darauf wirft der Film einen Blick: auf die öffentliche Anhörung, die Untersuchung und diesen Mann mittendrin, der nur seinen Job machen will. Der Film versucht auf eine heldenhafte Weise eine Geschichte über einen tatsächlichen Helden zu erzählen.

Sully wird sehr gut von Tom Hanks gespielt. Er schafft es wunderbar zu verkörpern, dass Sully ein Mann ist, der ein leidenschaftlicher Pilot ist, der seine Familie über alles liebt, und der in einer gefährlichen Situation auf seine Erfahrungen zurückgreift und immer mit Bedacht und vorausschauend handelt. Er wirkt wie ein stiller Held und das verkörpert Tom Hanks sehr gut ohne sich dabei in den Vordergrund zu spielen.

An seiner Seite ist Aaron Eckhart als Jeff Skiles, der Copilot bei diesem Flug war. Und der nicht versteht, warum man so einen Aufriss macht, wo doch ein Mann so viele Seelen gerettet hat und der stolz auf seinen Kollegen ist. Zwischen den beiden herrscht eine gute Chemie, die zeigt, dass sie sehr respektvoll miteinander umgehen, ohne gleichzeitig im Privatleben beste Freunde zu sein.

Der Film ist heldenhaft erzählt, die Kamerafahrten sehr sehr schön und dunkel und haben einen sehr echten Look. Die Kulisse New York ist sehr cool und die Musik passt zur Stimmung. Es ist sehr spannend, sich das Ganze anzuschauen – obwohl man weiß, wie es ausgeht. (ZmS)

Valentin Paulweber, Friedrich-List-Gymnasium, Reutlingen, Klasse 9a