Zuerst konnte ich nicht glauben, was ich hier auf der Titelseite des GEA vom 19. Dezember las. Hier ist zu lesen, dass die Grünen und die Linke allen Ernstes im Jahre 2026 Ersatzfeiertage fordern – für die Feiertage, die im nächsten Jahr auf einen Samstag oder Sonntag fallen. Nach deren Ansicht, hat wohl die arbeitende Bevölkerung, zu der ich auch gehöre, ein Recht auf diese Feiertage. Sind diese Leute blind und taub für die Realität, oder einfach nur dumm? Seit Jahren kämpft die deutsche Wirtschaft um Wachstum und Erhalt der Wirtschaftskraft. Hier wird seit Wochen und Monaten darüber diskutiert, auf einen Feiertag im Jahr zu verzichten, da dieser angeblich ein Wachstum von 0,1 Prozent beziehungsweise 8,6 Milliarden Euro generiert – siehe hierzu den Kommentar von Ulrich Häring im GEA vom 19. Dezember. Diesem Kommentar schließe ich mich vollinhaltlich an. Hier bietet sich gerade die kalendarische Möglichkeit, durch 2,4 zusätzliche Arbeitstage im Vergleich zu 2025 rund 20 Milliarden Euro zum Bruttosozialprodukt beizutragen. Das wäre für die deutsche Wirtschaft ein Segen! Und nun kommen diese Ahnungslosen daher und fordern tatsächlich Ersatzfeiertage. Hier ist weder ein Studium der Betriebswirtschaft, noch eine derartige Professur vonnöten, um das zu begreifen. Hier reicht die Volksschule.
Mit keinem Wort werden die viel zu hohen Sozialausgaben, die hohe Anzahl von Krankentagen erwähnt, bei denen Deutschland Spitzenreiter ist.
Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl hat bereits vor etwa 25/30 Jahren den Begriff der Spaßgesellschaft geprägt. Dafür wurde er gerügt und sogar beschimpft. Und der Mann hatte sooo Recht. Es ist leider noch viel schlimmer gekommen, als damals angenommen. Armes Deutschland!
Horst Siewert, Wannweil
