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Aktuell Leserbrief

»Wollt ihr das wirklich?«

Zum Artikel »Kommunale Flächen für Windkraft« vom 28. November (per E-Mail)

Alle Windräder auf die Alb …wollt ihr das wirklich, ihr Tübinger, Reutlinger, Stuttgarter? Wollt ihr, dass euer wunderschönes Naherholungs- und Urlaubsgebiet durch Windräder zerstört wird? Allein zwischen Pfullingen, Lautertal, Sigmaringen und Burladingen sind gut 100 Windräder geplant und zum Teil schon gebaut. Es ist bekannt, dass durch Erosion der Rotorblätterbeschichtung Mikroplastikpartikel, PFAS und Bisphenol A im Umkreis von 1.000 Meter eines Windrads verstreut werden. Dies verseucht Ackerböden und das Oberflächenwasser. In 20 Jahren Laufzeit kommen da mehrere Tonnen zusammen und es ist zu befürchten, dass die Quellen am Fuße der Alb und das Grundwasser damit kontaminiert werden und das Wasser nicht mehr als Trinkwasser gebraucht werden kann. Ideologen tun solche Bedenken gerne als Blödsinn ab, aber sollten die Verantwortlichen nicht vorher genau prüfen, was nach 20 Jahren Belastung mit Böden und Trinkwasser passiert? Möglicherweise ist das dann nicht mehr rückgängig zu machen.

Im windschwachen Baden-Württemberg ist der Wind an 148 Tagen so schwach, dass nur zwischen 0 und 18 Prozent Strom der installierten Leistung eines Windrads erbracht werden. Woher kommt an diesen Tagen der Strom, wenn die Sonne nicht scheint? Und ab 2025 gibt es bei einem negativen Strompreis keine Einspeisegebühr mehr für abgeregelte Windräder. Das waren 2024 zusammengezählt 19 Tage. Wie können die Windräder da eigentlich profitabel sein?

 

Edith Steinmaier, Trochtelfingen