Die BI Windkraft hat an einem windarmen Herbsttag die Windräder in Magolsheim besichtigt. Danach gab es an mehreren Tagen Windgeschwindigkeiten bis 15 Meter pro Sekunde (m/sek.). Wenn die Frau, die später eine Hörprobe in Magolsheim machte, an einem dieser Tage dort war und wegen dem lauten Krach der Windräder den Autolärm nicht hörte, hat sie sich nicht verhört. Dieser Frau zu unterstellen, sie hätte ein subjektives Hörempfinden, ist grotesk. Ab 10 m/sek. Windstärke kommen die Windräder laut Datenblatt von Enercon auf 105 Dezibel (db), das ist so laut wie ein startendes Flugzeug. Für solche Fakten scheinen sich die begeisterten Windkraftbefürworter nicht zu interessieren. Es reicht ihnen, wenn Frau Schöller erklärt, dass die Windräder noch einen »Tick« lauter werden.
Windräder sollen vor allem in der Nacht Strom liefern. Schöller versprach, diese abzustellen, wenn sie zu laut werden. Auf der Alb sind die Abstände zu den geplanten Windrädern ähnlich groß wie in Gönningen. Auch die Menschen auf der Alb haben das Recht auf ruhigen Schlaf und werden die Abschaltung fordern. Wo kommt denn dann der Strom her? Und mit welchem Strom sollen dann noch mehr E-Autos und Wärmepumpen betrieben werden?
In seinem Leserbrief »Diskussion versachlichen« hat Herr Baltzer (31. Oktober) gut beschrieben, dass es ohne große Grundlastwerke nicht geht. Und dass Windenergie nicht die Lösung sei, denn sie mache nur 4,7 Prozent an der Primärenergie aus. In anderen europäischen Ländern scheint das logische Denken noch vorhanden zu sein. Dort wurde erkannt, dass Windräder nicht geeignet sind, den Strombedarf zu decken und man wendet sich nun wieder der zuverlässigen Kernenergie zu. In Deutschland muss man scheinbar zuerst Landschaften zerstören, bis der Letzte begreift, dass Solar- und Windenergie nicht den Strombedarf decken können. Die Finanzelite hat das »Geschäftsmodell Klimawandel« abgeschrieben und umgeschichtet auf fossile Energie und Kriegswirtschaft. Jetzt trauen sich endlich auch die CEOs der großen Firmen, eine andere Energiepolitik zu fordern.
Edith Steinmaier, Trochtelfingen
