Nach mehreren Anfragen aus der Bevölkerung bezüglich der Wahl zum Ortsvorsteher von St. Johann-Bleichstetten und als Reaktion auf die Presseberichte möchten wir uns ganz gezielt zu der Sache äußern.
Zunächst einmal finden wir es befremdlich, dass wir indirekt dazu aufgefordert werden, nichtöffentlich besprochene Dinge an die Öffentlichkeit zu tragen. In einer 90-minütigen Besprechung vor der konstituierenden Sitzung legten alle neu gewählten Mitglieder des Bleichstetter Ortschaftsrates – und dazu zählen nun mal auch fünf Ratsmitglieder des alten Rates – die Karten auf den Tisch. Es wurde offen diskutiert, die vergangenen fünf Jahre wurden kritisch reflektiert. Hier wurde Dieter Kröger ausführlich über die Beweggründe informiert. Diese Gründe alle öffentlich zu machen, davon wollten und wollen wir Abstand nehmen.
Ebenfalls kritisch finden wir die Tatsache, dass Fakten falsch dargestellt werden. Als banale Fehlinformation kann man den falschen Wochentag der stattgefundenen Ortschaftsratssitzung empfinden, als durchaus zu hinterfragende Fehlinformation ist das mehrfach falsch veröffentlichte Wahlergebnis zur Wahl des Bleichstetter Ortsvorstehers anzusehen. Das Protokoll lag Kröger bereits am Tag nach der Sitzung vor. Von den sechs anwesenden stimmberechtigten Ratsmitgliedern, darunter Dieter Kröger selbst, entfielen lediglich zwei Ja-Stimmen auf seine Wiederwahl. Dazu kommt eine Enthaltung und drei Nein-Stimmen.
Wir sehen uns als gewählte Vertreter der Bleichstetter Bürgerinnen und Bürger. Viele Stimmen aus der Bevölkerung sahen die Bereitschaft Krögers zur erneuten Kandidatur skeptisch. Unsere Entscheidungen und unser demokratisches Handeln im Amt sollen dem Wohl und der Weiterentwicklung unseres Dorfes dienen. Unter Demokratie verstehen wir aber auch die Durchführung einer freien Wahl. Wenn, wie in diesem Fall geschehen, das Wahlergebnis anders als von der Verwaltung gewünscht ausfällt, müssen die Grundsätze der Demokratie doch trotzdem gelten. Hat doch Bürgermeister Bauer bei einem Gespräch mit Teilen des Ortschaftsrates eine Wiederwahl Krögers selbst infrage gestellt.
Schade, dass es in der Presse seitens Dieter Kröger und Bürgermeister Bauer nun so dargestellt wird, als würde der Ortschaftsrat die Regeln der Demokratie ignorieren und willkürlich handeln beziehungsweise eine Art Verweigerungshaltung an den Tag legen. Letzterer warf unserem Gremium sogar Arbeitsverweigerung vor, da kein Stellvertreter von uns bestimmt wurde. Auch die Gründe hierfür liegen der Verwaltung vor.
Abschließend wollen wir uns ganz klar von der Aussage distanzieren, im Ort sei in den letzten Jahrzehnten nichts gemacht worden. Wir empfinden dies als einen Schlag ins Gesicht aller alten Mandatsträger. Wir haben Respekt vor der Arbeit und dem Einsatz aller ehemaligen Ortsvorsteher, Ortschaftsrätinnen, Ortschaftsräten und allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Wir sind der Meinung, alle haben tolle Arbeit geleistet. Gemeinsam mit der Bleichstetter Bevölkerung wollen wir die Zukunft unseres Ortsteils erfolgreich gestalten.
Marianne Hornung, Markus Ferruzzi, Kay Götz, Gerd Hanne und Heiko Werz, Ortschaftsräte, Bleichstetten
