Nein. Nicht das geringste Übel soll es sein, dazu ist die Stadtbahn zu sehr zukunftsweisend und zukunftsprägend! Mit dem Mobilitätskonzept 2035 will Pfullingen als Stadt die verkehrspolitischen Weichen – zu der die Stadtbahn gehört – für die kommenden Jahre stellen (Homepage Stadt Pfullingen). Auch wenn noch immer einige Gemeinderäte Zweifel haben und hadern: Es ist beschlossen, die Stadtbahn kommt!
Nun entscheidet am 18. November! Aber entscheidet auch und vor allem für die nächste Generation, die die Stadtbahn vor allem nutzen wird. Caleb Maier setzt sich als Vorsitzender des Jugendgemeinderats (unterstützt unter anderem von jüngeren gewählten Gemeinderäten) für die Belange seiner Generation ein. Die Jugendvertreter möchten die Stadt mitgestalten und plädieren mit guten Argumenten für die Innenstadttrasse. Wichtiges Argument: die Nutzung auf der zentralen Trasse, da die entsprechenden Haltestellen in der Nähe der Freizeiteinrichtungen (Freibad, Pfullinger Hallen …) und den großen Schulen liegen mit zusammen mehr als 1.600 Schülerinnen und Schülern. Am Lindenplatz, in der Nähe des Marktplatzes, halten sich viele junge Menschen vor und nach der Schule auf, kommen nach Pfullingen, fahren von dort weiter.
Die Bedenken, es werden zu wenige Pfullinger die Stadtbahn nutzen, wird eine Fehlanzeige sein. Prof. Dr. Bernecker vom Zweckverband geht davon aus, dass die Prognosen übertroffen werden, so wie es auch in zahlreichen Projekten ähnlicher Art der Fall war. Viele, die es sich nicht vorstellen konnten, nutzen sie.
Moderne Städte setzen mit gutem Grund und auf die Zukunft gerichtet weiter auf (modernisierte) Stadtbahnen, als wichtige Säule des Nahverkehrs, da der (Auto-)Verkehr stetig zunimmt und eine Verkehrswende für das Klima festgeschrieben ist. Es kostet die Autofahrer Zeit und macht einfach keinen Spaß, im Stau zu stehen. Die Menge der Autos beziehungsweise die Zahl der (Auto-)Fahrten muss reduziert werden. Auch in Pfullingen wünschen wir uns einen weiteren Schub hin zu (noch) mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität. Deshalb ist es ganz besonders wichtig, dass die Stadtbahn in Pfullingen dort fährt, wo sich die Menschen aufhalten, beziehungsweise wo es wünschenswert ist, dass sich zukünftig noch mehr Menschen im Zentrum der Stadt aufhalten, wo die Infrastruktur vorhanden ist und das Geschäftsleben profitiert.
Wir sollten es uns nicht erlauben, die Stadtbahn und damit eine Entwicklungschance eher »randständig« vorbeifahren zu lassen! Springen wir auf, und holen sie ins Zentrum des Geschehens! Dazu ist sie zu wichtig für die Entwicklung und die Anbindung unserer Stadt! Pfullingen liegt im Netzwerk der Region und ist verbindendes Element, nicht Durchgangsstation!
Annedore Zeller, Pfullingen
