Eigentlich wollte ich – mit dem Bus, da umweltbewusst und dort schlechte Parkmöglichkeiten – meine Frau im Alten- und Pflegeheim Voller Brunnen in Reutlingen besuchen, die dort umsonst auf mich gewartet hat.
Lichtenstein am 23. September – Bushaltestelle Stetten 7.30 bis 9 Uhr. Eigentlich hätten schon mehrere Busse diese Haltestelle anfahren sollen! Eigentlich! Es warten bereits an die 15 Personen auf die Busse und es kommt nichts. Dass die Bahn Verspätung hat, ist nichts Neues, aber die Busse von der Alb nach Reutlingen nun auch. Nach über einer Stunde Wartezeit heißt es Heimweg antreten. Das Wetter ist kalt und es nieselt. Zu Hause – Anrufe bei Verkehrsämtern und Naldo. Die »wissen von Nichts« und werden nun von mir, aber nicht von den Busunternehmen informiert. Welche Verbindung kommt da nicht? Wir brauchen die Nummer der Linie, sonst können wir »nicht helfen«. Die Info, das überhaupt nichts kommt, wird ignoriert.
Die Nummern der Linien kennen natürlich alle, die mit dem Bus fahren möchten, auswendig und zu Hause ebenso die Fahrpläne. Also ohne Nummer keine Hilfe! Anruf im Polizeirevier Pfullingen, alles von zu Hause über Festnetz. Was ist da los? Aha! Bergrutsch in Honau und die Holzelfinger Steige gesperrt. Dennoch kommen laufend Laster und Pkw an der Haltestelle von Honau her an uns vorbei. Woher aber, wenn Bergrutsch und Sperre in Holzelfingen und Honau. Vermutlich haben diese Red Bull getankt und somit Flügel. Insgesamt dürften es gut 50 Personen gewesen sein, die in Unterhausen und Honau in der Kälte gewartet haben. Ich hatte kein Handy dabei, um vor Ort mich zu erkundigen. Die, die eines hatten, waren zu dämlich es zu nutzen.
Niemand weiß was, niemand informiert, niemand tut was – und das in unseren ach so modernen Zeiten! Eine Umleitung über die Genkinger Steige nach Pfullingen und von dort nach Honau – wenden und dann Richtung Reutlingen, um die wartenden Menschen zeitnah abzuholen, darauf kommt aber niemand von den Busunternehmen – und alle stehen im Regen!
Peter Leitheim, Lichtenstein
