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Aktuell Leserbrief

»Situation ist untragbar«

Schienenersatzverkehr zwischen Metzingen und Reutlingen (per E-Mail)

Ich wende mich als Vater von zwei Schülerinnen an Sie, die täglich von Metzingen nach Reutlingen pendeln müssen. Aufgrund des aktuellen Schienenersatzverkehrs ist die Situation am Metzinger Bahnhof morgens schlicht untragbar.

Jeden Tag stehen gefühlt 200 Personen – überwiegend Schüler und Berufspendler – am Bahnhof, um den Bus zu nutzen. Es kommt jedoch nur ein einziger Bus, der maximal 50 Personen aufnehmen kann. Der Einstieg erfolgt nach dem Prinzip »Wer zuerst kommt, fährt zuerst«. Das Gedränge ist enorm und für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen gefährlich.

Die übrigen rund 150 Personen müssen auf den nächsten Bus warten, der erst 20 Minuten später kommt. Das führt zwangsläufig dazu, dass Schüler zu spät zum Unterricht erscheinen und sich bei Lehrern rechtfertigen müssen – obwohl die Ursache eindeutig nicht bei ihnen liegt. Als Eltern sind wir fassungslos über die mangelhafte Planung der Deutschen Bahn. Es ist offensichtlich, dass hier weder die tatsächliche Nachfrage berücksichtigt wurde, noch eine angemessene Lösung bereitsteht. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass Kostenersparnis über Sicherheit und Verlässlichkeit gestellt wird.

Ich fordere die Verantwortlichen auf, sofort für eine ausreichende Anzahl von Ersatzbussen zu sorgen und die Abläufe so zu organisieren, dass Schüler und Pendler pünktlich und sicher an ihr Ziel gelangen.

Ebenso appelliere ich an alle betroffenen Eltern: Nehmen Sie diese Zustände nicht einfach hin – machen Sie Ihren Unmut deutlich. Es ist nicht normal, und wir sollten es auch nicht als normal akzeptieren. Danke.

 

Timo Hartter, Metzingen