Nicht ganz überraschend für mich kam die Trainerentlassung beim Oberligisten SSV Reutlingen nach der 1:5-Niederlage beim Tükischen SV Singen. Hat man doch auch in den vorigen Spielen mehrfach eine Führung aus der Hand gegeben und stand danach mit leeren Händen da. Dazu kam noch eine erhebliche Verletztenliste von Leistungsträgern, die bis aktuell anhält.
Die Kritik von Besserwissern und selbst ernannten »Fußballexperten« am Trainer, Team und Verein mag sicherlich teilweise berechtigt sein, aber auf dem Platz steht neben den Spielern auch ein Schiedsrichtergespann des WFV, von dem man auch eine oberligareife Leistung und vor allem »Fair Play« in der Spieleleitung erwarten darf. Was einem insbesondere bei den letzten Spielen des SSV Reutlingen auffällt, ist, dass die Schiedsrichter den SSV durch Platzverweise und Elfmeterentscheidungen, die sehr fragwürdig waren, auf die Verliererstraße brachten! Auffällig hierbei, dass diese zum Teil krassen Fehlentscheidungen stets zu einem Zeitpunkt kamen, wo das Team in Führung lag oder es nach einer Punkteteilung aussah. Plötzlich saßen die Karten locker und die Elfmeter gegen den SSV häuften sich auffällig. Zudem wurden Nachspielzeiten auffällig lang, bis die Tore gegen das dezimierte Reutlinger Team doch noch fielen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Der SSV ist keine »Kloppertruppe«, sondern ein junges Team mit einigen erfahrenen Führungsspielern, dass sich noch entwickeln wird. Dem WFV ist zu empfehlen, seinen Schiedsrichtern mehr Objektivität beizubringen. Sicherlich ist das Schiedsrichtersein keine leichte Aufgabe – es sind ja auch nur Menschen. Aber solche krassen Fehlentscheidungen hinterlassen ein Gschmäckle. Also nicht nur auf Trainer und Team herumhacken, sondern auch die Schiedsrichterentscheidungen hinterfragen!
Valentin Dürr, Reutlingen
