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Aktuell Leserbrief

»Klare Fakten ignoriert«

Zum Artikel »Für die Alte Bahntrasse« vom 19. November (per E-Mail)

Unfassbar! Mit der Entscheidung vom 18. November hat der Pfullinger Gemeinderat eine Trassenführung für die Regional-Stadtbahn beschlossen, die man nur als Fehlentscheidung bezeichnen kann. Statt eine zukunftsfähige, stadtverträgliche und teilweise finanziell verantwortbare Lösung zu wählen, wurde eine Variante (Alte Bahntrasse) durchgedrückt, die mehr Probleme schafft als löst.

Pfullinger Bürger, von Jung und Alt, sehen größtenteils eine moderne Mobilität durch die Innenstadt, statt städtebaulicher Rückschritte. Fakt ist, dass durch diese Fehlentscheidung »die grüne Lunge« Pfullingens für den Radverkehr, Spaziergänger und Tiere genommen wird. Städte und Kommunen »forsten« durch Pflanzungen von Bäumen derzeit ihre Innenstädte über Förderprogramme auf, um dem hitzigen Klimawandel entgegenzuwirken. Nicht in Pfullingen! Hier werden viele Bäume fallen, um eine »blühende« Betonlandschaft zu etablieren. Die junge Generation muss Jahrzehnte mit den Folgen leben: schlechtere Erschließung, höhere Kosten, fragwürdige Verkehrsführung, die nur einer Seite von den Pfullinger Bürgern Nutzen bringen wird. Wer eine Trasse wählt, die weder technisch sinnvoll, noch ökologisch überzeugend, noch sozial akzeptiert ist, darf sich nicht wundern, wenn das Vertrauen in die kommunale Politik weiter bröckelt.

Ein Dank gilt Bürgermeister Wörner für seinen unermüdlichen Einsatz für die Trassenführung Innenstadt! Danke an die GAL! Eine Stadtbahn sollte in erster Linie für die Pfullinger da sein und da fahren, wo der Bedarf am höchsten ist, also an Schulen, Seniorenheimen, Freibad und beim Einzelhandel in der Innenstadt! Unfassbar!

 

Marcel Modschiedler, Pfullingen