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Aktuell Leserbrief

»Fixes Medikamentengeld zugeben«

Rente und Gesundheit (per E-Mail)

Eine Anmerkung zu der Forderung einer Altersgrenze für teure Medikamente von CDU-Politiker Hendrik Streeck und die leidige Rentendiskussion. Nachdem ich die Aussage von Hendrik Streeck gelesen hatte, machte ich mir ebenfalls Gedanken und bin für mich zu folgendem Schluss gekommen: Ich denke, man sollte Menschen, die in Rente gehen, ein fixes Medikamentengeld zugeben und dadurch das Gesundheitssystem entlasten. Dieses Geld kann man nach der im Leben geleisteten Arbeitszeit staffeln.

Das hätte drei große Vorteile für die Gesellschaft. Erstens: Die arbeitende Bevölkerung würde es sich ernsthaft überlegen, ob diese wirklich schon nach 45 Beitragsjahren oder noch früher in Rente gehen will. Zweitens: Durch die längere Lebensarbeitszeit würde die Rentenkasse signifikant entlastet, was natürlich damit den nachfolgenden Rentner zugutekommen würde, vorausgesetzt sie wollen überhaupt in Rente gehen – siehe erstens. Drittens wäre dem Fachkräftemangel, den Politik und die Wirtschaft trotz 3 Millionen Arbeitsloser so schwer beklagen, Einhalt geboten.

Zudem weiß ich nicht, ob Herr Streeck hier die Pensionäre in seine Betrachtungsweise einbezogen hat, da diese ja in der gesamten Rentendiskussion von der Politik ausgeblendet werden. Wer es im politischen Umfeld bisher vergeigt hat, das Geld des gemeinen Bürgers sauber zu verwalten, sollte – anstatt auf den Einzahler einzuschlagen – vorher in sich kehren und den Anteil der Rentenausgaben am BIP (2024 bei 9,2 Prozent, 2018 bei 9,4 Prozent) anschauen. Das BIP bleibt nicht hoch, wenn Steuern für Großunternehmen gesenkt und dann doch Betriebe verkleinert werden und die Mittel- und Geringverdiener nichts davon haben. Aktuell sollte sich auch die JU Gedanken zu ihren Forderungen bei der Rente machen. Vielleicht werden die auf die Rentner einschlagenden politischen »Eliten«, oder sind es Misanthropen, mit den genannten Ideen das Rentenproblem mithilfe von Soylent Green lösen. Damit ließen sich in Zukunft weitere Bürger- und Sozialkosten wie Rente oder Sozialhilfe sparen.

 

Daniel Rischke-Preyer, Trochtelfingen