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Aktuell Leserbrief

»Eine Förderung gegen die Natur«

Skimatten (per E-Mail)

Vor Kurzem berichtete der GEA kritiklos von der Förderung von Skimatten an den Skiclub in Trochtelfingen durch das LEADER-Programm. Nun kann man von Skibegeisterten vielleicht nicht erwarten, dass sie die ökologischen Auswirkungen dieser Technik in Betracht ziehen. Doch wäre es von Institutionen wie dem Landratsamt und der Unteren Naturschutzbehörde durchaus zu erwarten gewesen.

Man stelle sich eine große Kunststofffläche vor, die von scharfen Metallkanten in der Natur abgehobelt wird. Das Ergebnis ist der Eintrag von feinem Plastik in die Natur – und dies gefördert durch den Steuerzahler!

Inzwischen sollte es doch bekannt sein, dass wir alle durch Mikroplastik verseucht sind, und man dieses im Gehirn, in der Placenta und damit schon bei Säuglingen vorfindet, die besonders sensibel sind. Außerdem wird die Vegetationsphase durch das Abdecken verkürzt und damit wichtige Funktionen des Bodens beeinträchtigt.

Da langfristig das Skifahren auf der Alb nicht befriedigt, steht dann die Fahrt in die Alpen an, wo mit Kunstschnee und Dieselmotoren die Umwelt belastet wird, nachdem sie schon zuvor für den Skisport zurechtgestutzt wurde. Dies können sich auch nur die sozial besser gestellten Menschen leisten – also eine Förderung der Wohlhabenden gegen die Natur. Manchmal kann man sich nur wundern.

 

Dr. med. Thomas Goerlich, BUND Ortsverband Reutlinger Alb, Trochtelfingen