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Aktuell Leserbrief

»Die Fakten sprechen für sich«

Zum Leserbrief »Nachteile ausgeblendet« vom 27. Dezember (per E-Mail)

Im Leserbrief ist von einer »erheblichen« zusätzlichen Lärmbelastung durch die Stadtbahn die Rede. Da es sich hierbei um eine physikalische Größe handelt, ergänzend zu dem Leserbrief einige Fakten.

Bei der Bewertung des »Lärms« werden die Schallimmissionen zugrunde gelegt. Bei Neubauten ist die BimSchV (Verkehrslärmverordnung) die Grundlage für den Bau und die Zulassung, in diesem Falle der Stadtbahn. Die darin enthaltenen Grenzwerte sind einzuhalten.

Diese sind an Schulen und Altenheimen von 6 bis 22 Uhr 57 dB(A), von 22 bis 6 Uhr 47 dB(A), in Wohngebieten jeweils 2 dB(A) mehr. Diese Werte sind abnahmerelevant und müssen vor einer Inbetriebnahme gemessen, protokolliert und dokumentiert werden.

Die geplanten Fahrzeuge tragen diesen Werten Rechnung durch entkoppelte Fahrgastzellen, Räder mit Dämpfung (Gummieinlage vor dem äußeren Laufring) sowie einer integrierten Schienenschmierung. Damit werden die Grenzwerte eingehalten. Durch den elektrischen Antrieb entstehen im Vergleich zu verbrennerbetriebenen Fahrzeugen (zum Beispiel Regionalbus, Pkw) systembedingt geringere Immissionen. Als Vergleich: 40 bis 45 dB entsprechen einer ruhigen Büroumgebung oder einem leisen Gespräch. Typische Lärm-pegel im Straßenverkehr: an stark befahrenen Straßen bis über 70 dB(A). In Wohn-gebieten unter 55 bis 60 dB(A) am Tag.

Fazit: Unter Berücksichtigung der Messergebnisse im Rahmen des Pfullinger Lärmschutzplanes ist die Stadtbahn im Vergleich zum aktuellen Verkehrsgeschehen ein deutlich geringerer Schallemittent. In Kombination mit der Optimierung der Verkehrsströme (siehe Mobilitätskonzept) ergibt sich aus den Fakten ein klarer Vorteil für die Stadtbahn in der Innenstadt. Die Fakten sprechen für sich.

 

Reinhard Schneider, Pfullingen