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Aktuell Leserbrief

»Betzingen-Süd ist ab vom Schuss«

Regional-Stadtbahn (per E-Mail)

Die Gomaringer Spange ist ein sehr wichtiger Teil des RSB-Netzes. Für Betzingen gibt es dabei zwei Trassenvarianten. Entweder am südlichen Rand von Betzingen oder über den Bahnhof von Betzingen und die Wildermuth-Siedlung.

Zwischen Reutlingen und Mössingen ist Betzingen der größte Ort, deutlich größer als Gomaringen. Und hier soll die Bahn mehr oder weniger vorbeifahren und nur einmal halten? Südlich des Halts Betzingen-Süd wohnt niemand! Auch für die vielen Ohmenhäuser, die in Betzingen zur Schule gehen oder Erledigungen machen, ist Betzingen-Süd viel zu weit ab vom Schuss. Die Variante erschließt nach den Zahlen des Zweckverbandes viel weniger Menschen. Ein von den Schienenplanern vorgeschlagener Halt am Klärwerk ist unrealistisch.

Der bestehende Bahnhof liegt vielleicht nicht sehr zentral, aber doch in fußläufiger Entfernung vom Ortszentrum. Nur wenn auch die Bahnen aus Richtung Mössingen hier halten, wird es eine Taktverbesserung geben. Bei der Wildermuth-Variante ist außerdem ein Haltepunkt in der Jettenburger Straße vorgesehen: ein echter Gewinn für die Gegend.

Von der Grundidee her sollte also für Betzingen klar sein, dass nur eine Führung über den Bahnhof sinnvoll ist. Aber funktioniert das auch in der Praxis? Nach den am Mittwoch vorgestellten Planungen ja. Die sogenannte Wildermuth-Variante ist ohne Gebäudeabrisse möglich und der Dammweg bleibt erhalten. Wirklich tangiert werden nur brachliegende Grundstücke nördlich der Jettenburger Straße.

Sicher haben einige Anwohner ernst zu nehmende Befürchtungen und die Fachplaner stört die etwas längere Fahrzeit, aber für die Zukunft des Ortes Betzingens und auch den Bahnhof als Mobilitätsstation ist die Variante entlang der DB-Strecke ganz sicher die bessere.

 

Heinrich Konrad, Reutlingen