Die jungen Schwarzen der Jungen Union wollen ein neues Rentensystem installieren, in das »sie« nicht einzahlen. In ein gerechtes Rentensystem zahlen alle ein: Beamte, Bundes- und Landtagsabgeordnete, Selbstständige, Freiberufler – mit einer festzusetzenden Bemessungsgrenze. Die Rentendebatte muss zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden, Gewerkschaften und Sozialverbänden geregelt werden. Dazu braucht man keine »Junge Union«. Keine längere Lebensarbeitszeit, wir haben schon drei Millionen Arbeitslose und fünf Millionen Niedriglöhner. Jetzt ist die Zeit, alles vorzubereiten bis 2030. Dann kann es eine ausreichende Rente zwischen 60 und 65 Prozent geben. Nicht abwärts, wie es die Junge Union will. Zuerst einzahlen – dann mitreden. Ein Fraktionsvorsitzender, heute 45 Jahre alt, hat vor etwa zehn Jahren schon seine zu erwartenden Rentenansprüche mit 1.400 Euro mitgeteilt. Andere europäische Länder in unserer Nachbarschaft machen es uns vor, was möglich ist, wenn man will.
Walter Reichart, Reutlingen
