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Aktuell Live-Ticker

650 Corona-Fälle im Kreis Tübingen, Polizei kontrolliert Einhaltung der Corona-Verordnung mit Verstärkung

Die Zahl der Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus steigt. Im Kreis Reutlingen gibt es 222 bestätigte Fälle, im Kreis Tübingen 650. Wer befürchtet, infiziert zu sein, soll nicht in eine Praxis gehen oder zu einer Abstrichstelle fahren, sondern beim Hausarzt anrufen. Bestehen keine Krankheitszeichen, Sie haben jedoch Sorge, sich angesteckt zu haben, können Sie die Nummer des Bürgertelefons anrufen: 071214804399. Dieses ist an Werktagen von 8 bis 18 Uhr besetzt, am Wochenende jetzt von 10 bis 16 Uhr.

Die neue Fieber Ambulanz bei der Abstrichstelle in Tübingen. Foto: Niethammer
Die neue Fieber Ambulanz bei der Abstrichstelle in Tübingen.
Foto: Niethammer

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Das Coronavirus beherrscht mittlerweile den Alltag aller Menschen. Es gibt tolle Hilfsaktionen für Bedürftige, wirtschaftliche und kulturelle Auswirkungen, Pressekonferenzen, Mitteilungen und viele regionale und überregionale Artikel. Wir sammeln alle Informationen rund um das Virus in diesem Live-Ticker.

Samstag, 28. März 2020

21:15 Uhr Wir beenden diesen Tag im Ticker mit einer Übersicht über die aktuellen Infektionszahlen. Das baden-württembergische Sozialministerium meldet heute, bis 16 Uhr, 10.819 registrierte Corona-Fälle - das sind 1.090 Fälle mehr als noch am Vortag. Wie bereits berichtet, sind die Zahlen wegen einem gewissen Meldeverzug nicht aktuell: Für den Kreis Tübingen beispielsweise werden noch 556 Fälle angegeben, es sind aber schon 650. Für den Kreis Reutlingen werden 249 Fälle angegeben. Das sind 27 Fälle mehr, als das Landratsamt am Freitag um 14 Uhr in seinem letzten Lagebericht vermeldet hat. Woher der Unterschied kommt, konnte noch nicht geklärt werden. Die GEA-Anfrage beim Sozialministerium läuft, das Landratsamt Reutlingen versendet am Wochenende keine neuen Zahlen. (kk) 

20:35 Uhr So merkwürdig, teilweise gespenstisch und vor allem auch beängstigend das alles ist: Haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, nicht auch das Gefühl, dass wir gegenseitig mehr auf uns achten, seit die Bedrohung durch das neuartige Coronavirus unser gewohntes Leben auf den Kopf zu stellen scheint? Und so ermuntern wir heute Sie, liebe Leser, uns an Ihren positiven Erlebnissen in diesen Krisen-Zeiten teilhaben zu lassen. Schreiben Sie uns, worüber Sie sich gefreut haben, oder geben Sie anderen Lesern Tipps, wie man das Beste aus den Einschränkungen machen kann. Wir freuen uns über eine E-Mail an die Adresse gea-forum@gea.de oder auch Briefpost an den Reutlinger General-Anzeiger Stichwort: Leserforum Postfach 1642, 72706 Reutlingen. (rh)

20:20 Uhr Wegen in der Corona-Krise verhängten Verboten ist die Polizei in Hamburg und Berlin gegen unerlaubt Demonstrierende vorgegangen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

19:13 Uhr Kindergarten und Schule sind geschlossen, Spielen mit Freunden fällt auch flach: Da kommt bei Kindern schnell Langeweile auf. Feuerwehren aus dem Kreis, darunter die Wehr aus Metzingen und die Tübinger Abteilung Derendingen, wollen mit einer Aktion Abhilfe schaffen. Sie haben auf Facebook Schwarz-Weiß-Skizzen ihrer Feuerwehrautos gepostet - diese können Kinder nun herunterladen, ausmalen und wieder einsenden, es locken eine Veröffentlichung auf Facebook und »eine Überraschung«. Mit Kreativität gegen den Corona-Lagerkoller: Schöne Idee! (kk)

Screenshot: Facebook
Screenshot: Facebook

18:36 Uhr In Wolfsburg trifft das Coronavirus die Schwächsten der Schwachen - in einem Altersheim. Die Situation in der Einrichtung für Demente wird als extrem schwierig beschrieben, zwölf Einwohner sind gestorben. (dpa)

18:30 Uhr Schlimme Nachrichten aus Italien: Dort sind seit Beginn der Pandemie nun mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.023, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Auch aus Spanien werden schlimme Zahlen gemeldet: Innerhalb von 24 Stunden wurden 832 Tote registriert, die Gesamtzahl kletterte damit bis Samstagmittag auf knapp 5700. (dpa)

17:55 Uhr Das Tübinger Landratsamt meldet die neusten Fallzahlen: Aktuell gibt es im Kreis 650 positiv auf das Coronavirus getestete Personen. Das sind 59 mehr als gestern vermeldet wurden. Das Reutlinger Landratsamt vermeldet in der Regel am Wochenende keine neuen Zahlen, gestern wurden für das Kreisgebiet 222 Infektionen gezählt. (pm/kk)

17:20 Uhr Das Coronavirus und seine Folgen wirbeln alle Lebensbereiche durcheinander. In der heutigen GEA-Ausgabe ist die Geschichte einer Betzinger Familie nachzulesen: Der Vater, ein Ingenieur, sollte ab Mai in Ungarn arbeiten. Die Familie kündigte die Wohnung in Deutschland - dann wurden wegen der Pandemie die Grenzen geschlossen und der Aulandsaufenthalt platzte. Nun sucht die Familie ein Zuhause auf Zeit. (ekü)

16:30 Uhr Kaiserwetter an diesem Samstag - doch die Menschen in Tübingen scheinen sich zum allergrößten Teil an die neuen Regeln der Corona-Verordnung zu halten, wie ein Spaziergang durch die Stadt zeigt. Viele sind alleine unterwegs, andere zu zweit oder mit der Familie. Trotzdem sind die Straßen der Innenstadt deutlich leerer, als sie es sonst an solch einem schönen Samstag wären. Am Freitag hatte die Polizei in Baden-Württemberg rund 5.000 Menschen kontrolliert, um die Einhaltung der Corona-Verordnung zu überprüfen. Dabei seien mehr als 1.000 Verstöße gegen das Bundesinfektionsschutzgesetz festgestellt worden, teilte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Samstag in Stuttgart mit. Für das Wochenende hatte das Innenministerium den regionalen Polizeipräsidien zusätzliche 500 Beamte zur Unterstützung der Kontrollen geschickt. (kk/epd)

Neckarmauer und Neckarinsel in Tübingen: Wo sich sonst bei solchem Kaiserwetter die Menschen tummeln, war heute wenig los. Foto: Kammerer
Neckarmauer und Neckarinsel in Tübingen: Wo sich sonst bei solchem Kaiserwetter die Menschen tummeln, war heute wenig los.
Foto: Kammerer

16:00 Uhr Im Landkreis Sigmaringen sind mittlerweile 302 Corona-Fälle registriert. Das sind 40 Personen mehr als gestern. (pm)

15:45 Uhr Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat den Religionsgemeinschaften in der Corona-Krise für ihren »unschätzbaren Beitrag zu unserem gesellschaftlichen Zusammenhalt« gedankt. Pfarrer und Kirchen im Südwesten finden ganz eigene Wege, um mit der Corona-Krise umzugehen: Mit einer Rockballade gegen die Angst in der Corona-Krise hat sich der württembergische evangelische Theologe und TV-Pfarrer Heiko Bräuning, der in Tübingen studiert hat, an die Öffentlichkeit gewandt. Ein Musikvideo mit dem Song »Werde ruhig«, den Bräuning selbst komponiert und getextet hat, ist auf dem Portal YouTube abrufbar. Ein virtuelles Kerzenentzünden per Mausklick bietet ein Team rund um das alte Kloster Hirsau im Nordschwarzwald auf der Seite www.amen-atmen.de an. Auch in Reutlingen haben sich die Kirchenverantwortlichen etwas einfallen lassen: Morgen um 11 Uhr strahlt der Fernsehsender Regio TV einen Gottesdienst mit Prälat Dr. Christian Rose aus. (epd/GEA)

14:30 Uhr Die Zahl der Anträge auf Corona-Soforthilfe hat im Südwesten am Samstag nach nicht einmal drei Tagen die 100 000er-Marke übertroffen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

13.40 Uhr Aufgrund der Corona-Verordnung haben auch Fitnessstudios geschlossen. Die Kette »Easy Sports« veröffentlicht auf Instagram und Youtube seitdem Videos, in denen Trainer zeigen, wie man sich auch daheim und mit Alltagsgegenständen fit halten kann. Heute wurde auf Instagram ein Workout veröffentlicht, das uns als Zeitungsverlag natürlich besonders freut: das Zeitungsworkout, selbstverständlich mit dem GEA. 

Screenshot: Instagram
Screenshot: Instagram

Trainer Ben geht hierzu zunächst in die Kniebeuge, öffnet in dieser an sich schon anstrengenden Position den zusammengefalteten GEA und beginnt mit dem Lesen. Danach folgt die zweite Position: Er geht in den Liegestütz und liest so den GEA, der nun vor ihm auf dem Boden liegt. Die Königsdisziplin folgt: Weiterhin im Liegestütz nimmt er nun eine Hand vom Boden, greift nach einer Espresso-Tasse und schlürft entspannt seinen Morgen-Kaffee. Ob das bei jedem so entspannt aussieht, wie bei Trainer Ben? Wir wissen es nicht - finden das Workout aber natürlich super. Viel Spaß beim Schwitzen und Lesen! (kk)

Screenshot: Instagram
Screenshot: Instagram

13:00 Uhr Ein Vollzugsbediensteter wurde in Rottenburg von Jugendlichen angegriffen und geschlagen. Sie hatten gegen die Corona-Verordnung verstoßen und wurden deshalb kontrolliert. Mehr zu diesem Vorfall lesen Sie hier. (pol)

12:40 Uhr Wir dachten eigentlich, dass sich die Klopapier-Hamster langsam reichhaltig eingedeckt haben. Falsch - es gibt weiterhin dreiste Diebesaktionen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

12:19 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel meldet sich in ihrem Audio-Podcast aus der Quarantäne zur Corona-Krise. Das Home-Office funktioniere bei ihr ganz gut, sagt Merkel - man könne sogar sechsstündige Konferenzen von daheim führen. Doch der Mensch brauche nunmal Nähe und Kontakt: »Ich will Ihnen damit sagen, dass mir durchaus bewust ist, wie schwer die Kontakteinschränkungen sind, die nun in Deutschland für alle gelten.« Die große Mehrheit der Deutschen halte sich mittlerweile an die Devise, unnötige Kontakte zu vermeiden: »Danke, von ganzem Herzen Danke«, sagt die Kanzlerin. Und sie appellierte an alle: »Halten Sie sich weiter an diese Regeln.« Der Audio-Podcast der Kanzlerin ist auf der Facebook-Seite der Bundesregerung zu finden, aber auch auf der Homepage der Kanzlerin. (kk) 

11:15 Uhr Auch in Reutlingen gibt es jetzt einen Gabenzaun: An dem Absperrgitter am Tübinger Tor am Trampolinplatz können Päckchen mit Lebensmitteln aufgehängt werden. Obdachlose Menschen, die besonders unter den Folgen der Corona-Krise leiden, können sich dort ein Päckchen nehmen. Initiator des Gabenzauns ist der Reutlinger Hilfsverein »Drei Musketiere«, die Idee kam vom Musketiere-Mitglied Steffi Löwl, der Inhaberin vom Vis a Vis. »Mitmachen darf und soll jeder. Drangehängt und in die Tüten gepackt werden, kann eigentlich alles. Waren die schnell verderben oder in der Sonne schmelzen, sind allerdings ungeeignet«, teilt Markus Brandstetter, der Vorstand der »Drei Musketiere« mit. Wir finden: Schöne Aktion - auch wenn Stuttgarts Sozialbürgermeisterin Alexandra Sußmann beispielsweise die Gabenzäune gestern kritisiert hat. (kk)

Auch in Reutlingen gibt es jetzt einen Gabenzaun - das Absperrgitter am Tübinger Tor am Trampolinplatz wurde kurzerhand umfunktioniert. Foto: Markus Brandstetter
Auch in Reutlingen gibt es jetzt einen Gabenzaun - das Absperrgitter am Tübinger Tor am Trampolinplatz wurde kurzerhand umfunktioniert.
Foto: Markus Brandstetter

10:10 Uhr Der Bundestag hat eine Novelle des Infektionsschutzgesetzes beschlossen, die Bundesgesundheitsminister Spahn weitgehende Rechte einräumt. Im Fall einer »epidemischen Notlage von nationaler Tragweite« kann er sogar Gesetze außer Kraft setzen. Im GEA-Interview kritisiert Verfassungsrichter a.D. Ferdinand Kirchhof die Novelle als »verfassungsrechtlich bedenklich«. Mehr dazu lesen Sie hier. (cvr)

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9:45 Uhr Vor dem 20. April wird es keine Lockerung der bestehenden Maßnahmen gegen das Coronavirus geben. Das hat Kanzleramtsminister Braun klargestellt. Dennoch geht die Debatte um eine Exit-Strategie weiter. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

8:30 Uhr Das Umsonst & Draußen Festival in Mössingen ist abgesagt. Dies teilen die Veranstalter von Monokultur e.V. mit: »Da wir aktuell die Auswirkungen der Pandemie nicht abschätzen können und nicht klar ist, ob, und in welcher Form, im Juli Veranstaltungen stattfinden können, ist für uns das finanzielle Risiko bei einer Aufrechterhaltung des Veranstaltungstermins zu groß.« Auf der Homepage des Festivals hatten sich die Veranstalter zuletzt noch optimistisch geäußert im Bezug auf ein Aufrechterhalten des Termins. Verschoben wird das Festival nicht - die Planungen für 2021 laufen aber, heißt es. (pm/kk)

8:00 Uhr Wie bereits berichtet, haben viele Textilfirmen angekündigt, nun bei der Produktion von Mundschutz zu helfen. Hugo Boss aus Metzingen zieht ebenfalls nach: Auf seinem Facebook- und Instagramkanal berichtet das Unternehmen, in den kommenden Wochen 180.000 Masken am Hauptstandort Metzingen herstellen zu wollen, die an öffentliche Einrichtungen gespendet werden sollen. (kk)

7:00 Uhr Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise fliegt die Luftwaffe Patienten nach Deutschland aus. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, sollte am Samstag sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln bringen. Die Maschine sei am Morgen in Köln gestartet, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. (dpa)

Freitag, 27. März 2020

21:00 Uhr Wir beenden den Tag wieder mit einer schönen Nachricht: Der Verein Kulturscheune Oferdingen greift seit einer Woche die aus Italien stammende Idee der Balkonkonzerte auf und ruft zum gemeinsamen Singen und Musizieren (mit Abstand!) von den heimischen Balkonen, Fenstern, Türen oder Höfen auf. Seit Donnerstag lassen viele Oferdinger Bürger pünktlich um 18 Uhr »Auf der Schwäbsche Eisebahne« erklingen. Von kommenden Montag bis Donnerstag verabredet man sich dann zum gemeinsamen Singen von Nenas »99 Luftballons«. Es gehe darum, Nähe und Gemeinschaft zu stiften, gerade in diesen schweren Zeiten, in denen Sozialkontakte auf Eis liegen, betonte Mitorganisatorin Stefanie Henes. (jüsp)

Um Punkt 18 Uhr sangen und musizierten die Oferdinger auch an diesem Freitag gemeinsam - ganz nach italienischem Vorbild. Foto: Jürgen Spieß
Um Punkt 18 Uhr sangen und musizierten die Oferdinger auch an diesem Freitag gemeinsam - ganz nach italienischem Vorbild.
Foto: Jürgen Spieß

20:45 Uhr Ganz schlechte Manieren fördert die Corona-Krise bei manchen Menschen ans Licht: Es mehren sich die Meldungen, dass Menschen andere Menschen absichtlich angehustet oder angespuckt haben. (dpa)

20:15 Uhr In der Medius-Klinik in Nürtingen haben die Beatmungsplätze nicht mehr für alle Covid-19-Patienten ausgereicht. Deshalb mussten Patienten in umliegende Kliniken verlegt werden - zwei von ihnen kamen ins Tübinger Uniklinikum. Dort liegt aktuell außerdem noch ein Patient aus Friedrichshafen, teilt die Pressestelle auf GEA-Anfrage mit. Ob man Patienten aus anderen Häusern aufnehme, sei immer eine Einzelfall-Entscheidung. Gründe können sowohl eine Überlastung der jeweiligen Klinik sein, wie auch der kritische Zustand des aufgenommenen Patienten - die Auslastung mit Patienten aus dem eigenen Kreis Tübingen spiele aber auch immer eine Rolle. (kk)

19:49 Uhr Mercedes-Benz hat seine Unterstützung bei der Produktion von medizinischem Equipment angeboten. Mithilfe von 3D-Druckern können einzelne Bauteile gefertigt werden, die durch die derzeitige Covid-19-Pandemie in der Medizintechnik dringend benötigt werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: Man sei in Kontakt mit der Landesregierung. (pm)

19:22 Uhr Ein Dankeschön-Banner hing vor der Ermstalklinik in Bad Urach. »Wir wissen zwar nicht von wem, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ermstalklinik haben sich jedoch sehr darüber gefreut«, schreibt Klinik-Pressesprecher Eckhard Zieker dazu. Wir finden auch: Schöne Geste!

Foto: Klinik
Foto: Klinik

18:49 Uhr Die Zahlen im Kreis Tübingen steigen weiter unaufhaltsam: Das Landratsamt vermeldet 591 bestätigte Corona-Fälle. Das Sozialministerium vermeldet in seiner abendlichen Mitteilung 9.729 Corona-Fälle und 101 Corona-Todesfälle in Baden-Württemberg. Die Betroffenen sind 0 bis 99 Jahre alt, das Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre. Wie bereits berichtet, sind die Zahlen nicht ganz aktuell, aufgrund des Meldeverzugs. (pm)

18:45 Uhr Seit einigen Tagen kann man auf einem interaktiven Dashboard des Robert-Koch-Instituts (RKI) Fallzahlen und Todesfälle in Deutschland nach Bundesländern und Landkreisen aufgeschlüsselt betrachten. Wie berichtet, sind die Zahlen des RKI nicht ganz aktuell - eine Tendenz, welcher Kreis wie stark betroffen ist, lässt sich trotzdem erkennen. Tübingen liegt im Ranking auf Platz 10 deutschlandweit - 386 Fälle sind für den Kreis aufgelistet, das entspricht aber noch dem Stand von Mittwochmittag. Der Kreis Reutlingen ist auf Platz 54, hier sind 199 Fälle verzeichnet - aktuell bekannt sind im Landratsamt aber schon 222. Weitere Kreise aus unserer Nachbarschaft sind unter den Top 10 des Rankings: Esslingen auf Platz 5, Stuttgart auf Platz 7 und Ludwigsburg auf Platz 8. (kk)

18:20 Uhr Die Corona-Landesverordnung schreibt unter anderem die Schließung von öffentlichen Spielplätzen vor. Private Spielplätze, beispielsweise vor größeren Mietshäusern, können geschlossen werden - müssen aber nicht. In Tübingen werden sie gezielt von der Schließung ausgenommen. Warum? »Eine Zweiklassengesellschaft, hier die glücklichen Bewohner eines Hauses mit Garten, dort die Mietshausbewohner ohne jeden nutzbaren Freiraum, wäre nicht gerecht«, schreibt OB Boris Palmer auf Facebook. Man wisse schließlich nicht, wie lange das öffentliche Leben noch auf Sparflamme laufen muss. (kk) 

18:00 Uhr Schlimme Nachrichten aus Italien: Das Land hat an einem Tag fast 1000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Gesamtzahl stieg auf 9134, wie der Zivilschutz am Freitag mitteilte. (dpa)

17:50 Uhr Seit dem Start des Soforthilfeprogramms des Landes zur Bewältigung der Corona-Krise sind knapp 88.200 Anträge (Stand 15 Uhr) eingegangen. Dies teilt das Wirtschaftsministerium mit. Damit hat sich die Anzahl der Anträge gegenüber gestern um diese Zeit (46.400) nahezu verdoppelt. (pm)

17:40 Uhr Über 3.000 Tonnen Getreide lagern in den Silos von Rebio in Rottenburg. Damit ist die Mehl-Versorgung der Bäcker und vieler Supermärkte in der Region gesichert, sagt Daniel Schloz, Geschäftsführer von Rebio. Es bestehe kein Grund für »Hamsterkäufe«, erklärt er. Der Grund: »Nicht alle Kunden haben die Möglichkeit, das Mehl richtig zu lagern. Das ist Lebensmittelverschwendung, denn früher oder später führt es wohl bei vielen zu Schädlingsbefall.« (stan)

Über 3.000 Tonnen Getreide lagern in den Silos von Rebio in Rottenburg. Foto: Rebio
Über 3.000 Tonnen Getreide lagern in den Silos von Rebio in Rottenburg.
Foto: Rebio

17:00 Uhr Noch sind die Infektionszahlen im Landkreis Reutlingen nicht so hoch wie andernorts. Doch wenn sich das ändert, könnten die Kreiskliniken personell an ihre Grenzen kommen. Ein Aufruf, um Helfer zu finden, war erfolgreich: Bis jetzt haben sich rund 70 Menschen gemeldet, die in den Krankenhäusern mitarbeiten wollen, wenn es hart auf hart geht. Darunter sind 40 Medizinstudenten, zwei niedergelassene Ärztinnen, ein Arzt im Ruhestand, 20 Pflegekräfte und auch sieben Personen ohne medizinische Ausbildung, die einfach dort anpacken wollen, wo es nötig ist. (sä)

15:50 Uhr Im Kreis Sigmaringen sind aktuell 262 Corona-Fälle gemeldet, das sind 55 Fälle mehr als noch am Tag zuvor. 39 Personen konnten mittlerweile wieder aus der Quarantäne entlassen werden. (pm) 

15:46 Uhr Menschen in Senioren- und Pflegezentren sind durch die Corona-Krise so isoliert, wie nie zuvor. Die Eninger Häbles-Wetzer haben nun einen Aufruf gestartet: Menschen sollen Bilder malen und Briefe schreiben, und diese dann an eines der beiden Eninger Seniorenheime (St. Elisabeth und Frere Roger) senden. Die Briefe werden den Senioren dann zugestellt. Wir finden: Tolle Aktion! (pm)

15:30 Uhr Kaum ein Unternehmen im Südwesten bleibt laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern von negativen Folgen der Corona-Krise verschont: Rund 83 Prozent der befragten Unternehmen in Baden-Württemberg erwarten demnach Umsatzeinbrüche. 77 Prozent rechnen sogar mit einem Einbruch im zweistelligen Bereich. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

15:15 Uhr »Schön, dass Ihr nicht hier seid«: Mit einem Video, das nur fast leere, öffentliche Plätze im ganzen Präsidiumsbereich zeigt, wendet sich das Polizeipräsidium Reutlingen an seine Facebook- und Twittergemeinde. Von Donnerstag, 6 Uhr, bis Freitag, 6 Uhr, verzeichneten die Polizisten im Bereich des Präsidiums 52 Einsätze im Zusammenhang mit der Corona-Verordnung, sagt Polizeisprecherin Andrea Kopp. 30 davon seien Ordnungswidrigkeiten gewesen, alle hätten mit dem Verweilen größerer Gruppen (drei bis 14 Personen) im öffentlichen Raum zu tun gehabt. Ab einer Gruppengröße von 15 Personen gilt dass Verweilen im öffentlichen Raum als Straftat. Wie hoch die zu verhängenden Bußgelder bei Ordnungswidrigkeiten ausfallen, ist momentan noch nicht klar - das Sozialministerium stellt aktuell einen Bußgeldkatalog zusammen. Eine Straftat wird in Tagessätzen geahndet, die höhe dieser orientiert sich am Einkommen und der Lebenssituation der Person. (kk)

14:55 Uhr Das Land arbeitet mit Hochdruck an der Beschaffung von Schutzmasken, Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten, teilt das Sozialministerium mit. Erste Lieferungen seien gestern eingetroffen und wurden bereits verteilt, weitere sollen folgen. In den ersten Tranchen wurden über 300.000 Schutzhandschuhe sowie mehr als 300.000 Schutzmasken verschiedener Kategorien zur Verfügung gestellt. Außerdem hat das Unternehmen Daimler rund 110.000 FFP2-Masken bereitgestellt. (pm)

14:20 Uhr »Was tun im Frühling, zu zweit und mit viel Freizeit?« Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer postet ein Video von zwei »Turteltauben« auf Facebook und vermutet, »dass die Geburtenzahlen in neun Monaten sprunghaft in die Höhe gehen.« Für die Corona-Boomer-Generation könne man dann schon die Kitas planen. Während die einen Facebook-Nutzer den OB für seinen Humor feiern, betrachten andere die Sache ernster und vermuten, dass durch Quarantäne und Kontaktsperre eher die Scheidungszahlen und die häusliche Gewalt zunehmen. GEA-Politikredakteurin Karin Kiefhaber hat eine Sozialpädagogin aus dem Kreis interviewt, die in Schulschließungen in Kombination mit Home-Office auch eher ein Problem sieht: »Auch in Elternhäusern, die normalerweise in Ordnung sind, brennt vielleicht dem einen oder anderen mal eine Sicherung durch«, meint die Frau, die anonym bleiben will. Die ganze Geschichte lesen Sie in der morgigen Print-Ausgabe und bei GEA-Online. (kk/geu)

14:15 Uhr Auch die Jugendhäuser sind wegen der Corona-Krise vorerst geschlossen. In Reutlingen haben sich die Fachkräfte haben sich neue Formen der Jugendarbeit überlegt: Das Jugendhaus Bastille beispielsweise postet auf Sozialen Netzwerken Kochrezepte, virtuelle Spaziergänge und Fitnessvideos. Beim Jugendhaus Orschel-Hagen können Gesellschaftsspiele und Bücher nun auch virtuell ausgeliehen werden. (pm) 

14:10 Uhr Die Landesgartenschau in Überlingen wird wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant am 23. April eröffnet. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest, teilte der Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister Jan Zeitler am Freitag mit. (dpa)

13:48 Uhr Es gibt aktuell 222 laborbestätigte Corona-Fälle im Kreis Reutlingen, außerdem sind fünf Todesfälle im Zusammenhang mit Corona bekannt. Dies vermeldet das Landratsamt. Sieben Personen aus dem Kreis sind genesen. (pm)

12:35 Uhr Mit einem Sondertarif für Dauerparker in den Innenstadtparkhäusern wollen die Tübinger Stadtwerke Klinikbeschäftigte unterstützen. (pm) 

12:22 Uhr Der britische Primerminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Dies teilte er in einem Video auf Twitter mit. In den vergangenen 24 Stunden habe er milde Symptome wie erhöhte Temperatur und leichten Husten entwickelt - und sich dann testen lassen. (dpa)

12:14 Uhr Vor allem zum Schutz der überwiegend älteren Mitarbeiter ist die Reutlinger Tafel seit Mitte März geschlossen. Ab kommendem Dienstag wird ein Lieferservice für Tafelkunden über 60 Jahren etabliert. Von den aktuell 550 Tafelkunden betrifft dies rund 200. Wer den Lieferdienst in Anspruch nehmen will, kann sich unter der Handynummer 0176 42796221 melden, oder per Mail an rt-tafel@diakonie-reutlingen.de. Für alle Tafelkunden unter 60 Jahren wird es vereinfachte Einkaufsmöglichkeiten geben ab Freitag, 7. April. In Tüten gepackte Lebensmittel werden immer  dienstags und freitags von 9 bis 16 Uhr vor der Tafel abgegeben. Die erste Öffnungsstunde ist Menschen mit Beeinträchtigungen vorbehalten. Am 7. und 17. April ist ebenfalls geöffnet, ab dem 21. April dann regelmäßig. (pm) 

Die guten ins Körbchen, die schlechten in die Tonne: Die Fahrer der Tafel nehmen nur gute Ware mit.
Die Reutlinger Tafel reagiert mit einem neuen Angebot auf die Corona-Pandemie. Foto: Norbert Leister
Die Reutlinger Tafel reagiert mit einem neuen Angebot auf die Corona-Pandemie.
Foto: Norbert Leister

11:00 Uhr Die Corona-Pandemie ist so verheerend, dass Liedparodien und andere musikalische Reaktionen immer auch riskant sind. Während vor einigen Wochen in Videoclips noch gejuxt wurde, sind jetzt andere Töne zu hören: Ernsthaftigkeit, Empathie, Solidarität, Trauer. (dpa)

10:20 Uhr Bad Urach hat sich entschlossen, in Zeiten der Corona-Krise ein Angebot zu schaffen, dass sich zur Abwechslung mal nicht um das Thema Corona dreht, sondern das zum Zeitvertreib und zur Hebung der allgemeinen Stimmung beitragen möchte.In den kommenden Tagen und Wochen des Zuhausebleibens bietet der neue Audio-Podcast »Radio Urach« ein buntes und abwechslungsreiches Programm. (pm)

10:15 Uhr Die Bad Uracher Stadtverwaltung setzt die Gebühren für Kindertagesstätten, für die »Verlässliche Grundschule« und die Ganztagesbetreuung im April 2020 aus. (pm)

10:00 Uhr Trotz leicht sinkender Neu-Infektionen mit dem Coronavirus ist Norditalien nach Einschätzung eines Experten noch nicht über den Berg. (dpa)

9:45 Uhr Die USA haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt. (dpa)

9:30 Uhr Zwangspause statt Saisonstart mit Hochzeiten und Urlaubern: Alb-Gastgeber über Sorgen und Lösungen. Mehr lesen Sie hier. Auch das Hofgut Hopfenburg ist von der Corona-Krise nicht verschont geblieben - ein Video finden Sie hier. (GEA) 

8:15 Uhr Soziale Kontakte einschränken, nicht trainieren können, auf dem Sofa sitzen statt mit Freunden aktiv zu sein – für sportbegeisterte Jugendliche keine sonderlich erfreuliche Situation. Doch der Gomaringer Leichtathletik-Nachwuchs will dazu ermuntern, sich im Interesse aller Mitmenschen an die Regeln zu halten. (pp)

Ein Collage als Mutmacher: zum Mitmachen empfohlen.  FOTOS: PRIVAT
Ein Collage als Mutmacher: zum Mitmachen empfohlen. Foto: Privat
Ein Collage als Mutmacher: zum Mitmachen empfohlen.
Foto: Privat

8:00 Uhr Gegen Corona sind selbst Superhelden wie Batman oder Spiderman machtlos: Superman und Wonder Woman (DC Comics) haben Hausarrest, The Avengers und Die Fantastischen Vier (Marvel) können nicht mehr im Team gegen das Böse kämpfen. Verlage in Deutschland blicken nach einem positiven Verkaufsjahr nicht nur wegen Corona skeptisch in die Zukunft. Mehr dazu lesen Sie hier. (mey)

7:45 Uhr Angesichts der aktuellen Infektionslage weist die Gemeinde Gomaringen nun aber alle Wahlberechtigten ausdrücklich darauf hin, dass Briefwahlunterlagen für die Bürgermeisterwahl am 5. April beantragt werden können. 

7:40 Uhr Im Kampf gegen die rasche Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 würden Politiker der Union gerne möglichst bald eine App einsetzen, die Bürger freiwillig auf ihrem Handy installieren können. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

7:30 Uhr Erstmals in seiner Geschichte hat der Rat der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Reutlingen eine Entscheidung digital im Umlaufverfahren getroffen. (jsn)

40 Hunde aller Rassen, Farben und Größen werden derzeit im Tierheim beherbergt. Außerdem 25 Katzen und 80 Kleintiere. FOTOS: KÜS
40 Hunde aller Rassen, Farben und Größen werden derzeit im Tierheim beherbergt. Außerdem 25 Katzen und 80 Kleintiere. Foto: Gabriele Küster
40 Hunde aller Rassen, Farben und Größen werden derzeit im Tierheim beherbergt. Außerdem 25 Katzen und 80 Kleintiere.
Foto: Gabriele Küster

7:20 Uhr Sie sind Alltagshelden, finden die SSV Reutlingen Eagles. Und deshalb gehören die Mitarbeiter des Reutlinger Tierheims zu denen, die von dem Footballverein im Zuge der Coronakrise ein Essen spendiert bekommen haben. Denn auch sie haben unter erschwerten Bedingungen zu leiden, seitdem das Virus die Welt lahmlegt und die Menschen zur Distanz zwingt. Für das Tierheim bedeuten die Kontaktbeschränkungen mehr Arbeit und weniger Einnahmen, erläutert Heidi Renner, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. (ele)

7:00 Uhr Schnapsbrenner in Baden-Württemberg helfen in Not geratenen Krankenhäusern in der Corona-Krise mit Alkohol. (dpa)

Donnerstag, 26. März 2020

21:00 Uhr Wir verabschieden uns für heute mit einer guten Nachricht: Die Kriminalität in Reutlingen und der Region ist in den vergangenen Tagen zurückgegangen. Was Corona damit zu tun hat, lesen Sie hier. (ege)

20:53 Uhr Helfen Handydaten bei der Klärung von Infektionsketten? Bei den Beratungen zwischen Bundesregierung und den Ministerpräsidenten über eine Zeit nach Corona, in der man weiter gegen das Virus kämpfe, das öffentliche Leben aber schrittweise normalisiere, soll diese Frage Thema sein, schreibt die Deutsche Presse-Agentur in einem Artikel. Tübingens Oberbürgermeister meint dazu auf Facebook: »Wenn es helfen würde, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Einschränkungen anderer Freiheitsrechte zu verringern, wäre ich gerne bereit, dafür meine Handydaten auswerten zu lassen.« Seiner Meinung nach sei das Handy eine Gedächtnisstütze und Schutz für sein persönliches Umfeld, da er sich im Falle einer Infizierung mit dem Coronavirus gar nicht mehr an alle Kontaktpersonen der vergangenen 14 Tage erinnern würde. (ege)

20:27 Uhr In Reutlingen rollt derzeit kein Fahrschulauto durch die Straßen. Auch für Fahrschulen gilt die Verordnung der Landesregierung zur Eindämmung des Coronavirus. Unterricht ist untersagt, doch was passiert eigentlich mit den Lastwagen- und Busfahrern, die alle fünf Jahre eine Schulung machen müssen? Der GEA hat nachgefragt. (mnk)

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

20:01 Uhr Die Zahl der positiv auf Corona getesteten Fälle steigt im Landkreis Tübingen auf 524 an, meldet das Landratsamt. In den letzten Tagen wurde in Tübingen nur eingeschränkt auf Coronavirus getestet. Dies lag auch an den teilweise eingeschränkten Laborkapazitäten - vor allem im Zusammenhang mit den stark verzögerten und widersprüchlichen Ergebnismitteilungen des Labors, die für große Verunsicherung bei den Betroffenen sorgten (wir berichteten). Zwischenzeitlich haben Landkreis und DRK-Vorsitzende Dr. Lisa Federle zwei weitere Labore in Stuttgart und Düsseldorf als Partner gewinnen können, so dass hiermit eine gute Alternative zu den bisherigen Möglichkeiten besteht. (pm)

19:48 Uhr Hinter einem Sportheim in der Heinrich-Schliemann-Straße in Reutlingen hat sich heute gegen 18 Uhr eine Gruppe von sieben bis acht Jugendlichen zum Grillen getroffen. Eine Anwohnerin beobachtete das Ganze und alarmierte die Polizei. Als die Beamten eintrafen, waren noch fünf Personen vor Ort, sie erhielten Platzverweise, bestätigte ein Sprecher der Reutlinger Polizei. Zur Erinnerung: Nach einem Beschluss der Landesregierung darf man im öffentlichen Raum nur noch alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands unterwegs sein. Diese Regelung gilt vorerst bis Sonntag, 5. April. Der Vorstand der Sportfreunde, Hermann Rist, legt Wert darauf, dass keine Sportfreunde an der Party beteiligt waren. Der Club will Anzeige erstatten. (ege)

Foto: Privat
Foto: Privat

19:23 Uhr Der Verein Kulturscheune Oferdingen greift  die aus Italien kommende Idee der Balkonkonzerte auf und ermuntert zum gemeinsamen  Singen und Musizieren von den heimischen Balkonen, Fenstern oder Türen. Bis Sonntag, 29. März, singen und spielen die Oferdinger immer  um 18 Uhr »Auf der Schwäbsche Eisebahne«. Von Montag, 30. März, bis Donnerstag, 2. April, lassen sie dann  Nenas »99 Luftballons« steigen. (pm)

18:59 Uhr In Baden-Württemberg gibt es weitere 1.189 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus, meldet das Gesundheitsministerium. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf 8.441 an. Das Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 98 Jahren. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle stieg auf insgesamt 76 an. (pm)

18:20 Uhr Jeden Tag setzen sich Menschen in Reutlingen und der Region dafür ein, den Laden am Laufen zu halten. In der GEA-Video-Serie »Helden der Krise« stellt der GEA in losen Abständen einige davon vor. Im heutigen Clip: Ein junger Mann, der Blut spendet:

17:46 Uhr Die Corona-Soforthilfe ist bei der Industrie-und Handelskammer Reutlingen angelaufen. Bis 16 Uhr wurden auf bw-soforthilfe.de fast 2.500 Anträge eingereicht. In der Nacht und am Morgen war die Webseite, zeitweise überlastet. Im Schnitt sind heute pro Minute 250 bis 300 Anträge hochgeladen worden, heißt es in einer Pressemeldung der IHK. Soloselbstständige, gewerbliche Unternehmen und Sozialunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten ebenso wie Angehörige der Freien Berufe oder Künstler, die unmittelbar durch die Corona-Krise wirtschaftlich geschädigt sind, können ihren Antrag auf Soforthilfe hier stellen. (pm)

17:07 Uhr Im Landkreis Reutlingen liegen aktuell 206 laborbestätigte Corona-Fälle vor, meldet das Landratsamt. Außerdem sind bislang vier Personen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die gute Nachricht: Sieben Personen gelten als genesen. (pm)

17:01 Uhr Die Stadt Metzingen und alle anderen Träger von Metzinger Kindertageseinrichtungen werden die Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung im April aussetzen. Das gilt für Einrichtungen folgender Träger: die evangelische Kirchengemeinde Metzingen, die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius, die Körperbehindertenförderung (KBF), den Naturkindergarten Grashüpfer und die Kindergruppe Sonnenschein. Die Entscheidung der Stadtverwaltung gilt auch für die kommunale Ganztagesbetreuung in den Metzinger Grundschulen. Auch in Bad Urach setzt die Stadtverwaltung die Gebühren für Kindertagesstätten, für die »Verlässliche Grundschule« und die Ganztagesbetreuung im April aus. (pm)

16:32 Uhr Kaum ein Tag, an dem sich nichts ändert: Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg hat heute um 11.30 Uhr die Liste mit den Geschäften, die offen und geschlossen bleiben dürfen, aktualisiert. Sie steht hier zum Download bereit. (ege)

16:01 Uhr Heiraten ja, aber ohne Gäste: Eheschließungen sind beim Standesamt Reutlingen nach wie vor möglich, allerdings darf im Standesamtsbezirk Reutlingen nur noch das Brautpaar zur Eheschließung kommen. Gäste können nicht mehr an der Eheschließung teilnehmen und können sich auch nicht im Rathaus aufhalten. Ebenso dürfen Trauzeugen, die seit 1998 für die Eheschließung nicht mehr vorgeschrieben sind, nicht mehr anwesend sein. Die auf drei Personen reduzierte Trauung mit Brautpaar und Standesbeamten gilt bis auf Weiteres. (pm)

15:41 Uhr Die Zahl derer, die im Landkreis Sigmaringen positiv auf das Corona Virus getestet wurden, steigt immer stärker an. Heute sind es 207 Personen, meldet das Landratsamt. Das sind 44 Personen oder 21 Prozent mehr als gestern. Die Zahl der Infizierten hat sich in den vergangenen fünf Tagen verdoppelt. Erfreulich ist aber, dass es nun auch immer Personen aus der Quarantäne entlassen werden können. Heute waren es 32, gestern noch 13. (pm)

15:29 Uhr In der Reutlinger Innenstadt waren heute um die Mittagszeit ungewöhnlich viele Menschen zu beobachten, die etwas unter dem Arm trugen, das derzeit in den meisten Supermärkten als Mangelware gilt: Toilettenpapier. Vor ein paar Wochen hätte das niemanden interessiert, heute schon. Vereinzelt blieben Passanten stehen, drehten sich um, tuschelten. »Schau mal, die haben noch was bekommen«, sagte eine junge Frau zu ihrer Freundin. Wer in die Richtung läuft, aus der die stolzen Klopapier-Träger kommen, findet schnell ihre Quelle. Ein riesiger Toilettenpapier-Haufen im Verkaufsraum eines Drogeriemarkts. Wann der wohl abverkauft ist? (ege) 

Wie lange es wohl braucht bis dieser Haufen Klopapier weggekauft wird? Foto: Egenberger
Wie lange es wohl braucht bis dieser Haufen Klopapier weggekauft wird?
Foto: Egenberger

14:36 Uhr So merkwürdig, teilweise gespenstisch und vor allem auch beängstigend das alles ist: Haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, nicht auch das Gefühl, dass wir gegenseitig mehr auf uns achten, seit die Bedrohung durch das neuartige Coronavirus unser gewohntes Leben auf den Kopf zu stellen scheint? Und so ermuntern wir heute Sie, liebe Leser, uns an Ihren positiven Erlebnissen in diesen Krisen-Zeiten teilhaben zu lassen. Schreiben Sie uns, worüber Sie sich gefreut haben, oder geben Sie anderen Lesern Tipps, wie man das Beste aus den Einschränkungen machen kann. Wir freuen uns über eine E-Mail an die Adresse gea-forum@gea.de oder auch Briefpost an den Reutlinger General-Anzeiger Stichwort: Leserforum Postfach 1642, 72706 Reutlingen. (rh)

14:11 Uhr Wie müssen Abfälle aus Haushalten mit positiv auf Covid-19 getesteten oder unter Quarantäne gestellten Personen entsorgt werden? Das und was Sie sonst noch  zur Abfallwirtschaft im Kreis Reutlingen wissen müssen lesen Sie hier.

13:49 Uhr Seit letzter Woche sind die Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen und die Eltern stehen vor der Herausforderung die betreuungsfreie Zeit aufzufangen, zu überbrücken und das Zusammenleben neu zu gestalten. Die Erziehungsberatungsstellen des Landkreises Reutlingen haben Tipps zusammengestellt, wie der Familienalltag in dieser Situation gestaltet werden kann. Damit Eltern im Kreis nicht so gestresst enden wie diese Mutter:

13:05 Uhr Die Corona-Pandemie verändert das Land - und auch die Kriminalität. Betrüger versuchen, Profit aus der Ausnahmesituation zu schlagen. Und zu Hause gibt es mehr Konfliktpotenzial. Wie sich die Kriminalität in Corona-Zeiten verändert, lesen Sie hier.

12:45 Uhr Die aktuelle Corona-Lage trifft viele Unternehmen hart. Vor allem Gastronomen. Der Reutlinger Uwe Grauer ist einer von ihnen. Wie viele seiner Kollegen hat er darauf vertraut, dass der Staat ihnen jetzt finanziell unter die Arme greift. Bund und Land hatten Soforthilfen angekündigt. Wer sie in Anspruch nehmen möchte, muss Bedingungen erfüllen. Eine davon ist laut Wirtschaftsministerium: »Vor Inanspruchnahme der Soforthilfe ist verfügbares liquides Privatvermögen einzusetzen.« Einen Screenshot davon postete Grauer heute bei Facebook. Viele der Kommentatoren halten die Bedingung für ungerecht, auch Grauer. »Ich habe ein gesundes Unternehmen, weil ich gut gewirtschaftet habe. Es gibt aber andere Reutlinger Lokale, die haben es schwerer«, sagt er dem GEA. Aktuell geht der Gastronom davon aus, dass er keine Soforthilfe bekommt. Ein bisschen Privatvermögen habe er, damit müsse er aber auch vier Betriebe retten. Wie lange das klappt? »Eine gewisse Zeit habe ich Luft, aber nicht ewig«, so Grauer. Er verspricht: »Solange ich noch Privatvermögen habe, lasse ich keines meiner Lokale hopsgehen.« (ege)

12:09 Uhr Bosch hat einen vollautomatisierten Covid-19-Schnelltest hergestellt, wie das Unternehmen auf seiner Homepage mitteilte. In Deutschland soll er bereits im April verfügbar sein. »Mit dem Schnelltest wollen wir einen Beitrag zur möglichst raschen Eindämmung der Corona-Pandemie leisten. Infizierte Patienten können schneller identifiziert und isoliert werden«, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Das Produkt sei in nur sechs Wochen entwickelt worden. Von der Entnahme der Probe bis zum Ergebnis dauere es nur laut Bosch nur zweieinhalb Stunden. Zehn Test innerhalb von 24 Stunden seien mit dem Gerät möglich, verspricht das Unternehmen. Mit der gleichen Probe könnten zudem weitere neun Atemwegserkrankungen wie Influenza A und B untersucht werden. (ege)

Foto: Bosch
Foto: Bosch

11:38 Uhr  Der Autobauer Daimler beantragt wegen der massiven Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie Kurzarbeit. Sie solle zunächst vom 6. bis zum 17. April gelten und einen Großteil der Produktion von Autos, Vans und Nutzfahrzeugen sowie ausgewählte Verwaltungsbereiche betreffen, teilte Daimler am Donnerstag mit. Dringend benötigte Bereiche sowie die Arbeit an wichtigen Zukunftsprojekten blieben davon ausgenommen. Der Konzern beschäftigt in Deutschland rund 170.000 Menschen. Wie viele davon in Kurzarbeit gehen, ist nicht bekannt. Man reagiere damit auf die weitreichenden Auswirkungen des Coronavirus und daraus resultierende zunehmend schwierige wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen. (dpa)

11:15 Uhr Am Stuttgarter Flughafen sollen die Beschäftigten wegen des drastischen Einbruchs der Flugzahlen in der Corona-Krise von April an in Kurzarbeit gehen. Den ganzen Artikel lesen Sie hier (dpa)

10.45 Uhr Die aktuellen Entwicklungen zum neuen Coronavirus führen auch zu Auswirkungen auf die Entsorgung von Abfällen. Das Abfallwirtschaftsamt des Landkreises Tübingen gibt Informationen zum Umgang mit Müll aus Haushalten, in denen Menschen leben, die positiv gestestet oder unter Quarantäne gestellt sind. Grundlage sind die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zu Hygienemaßnahmen.

10.30 Uhr Katastrophenmediziner haben sich im Auftrag des baden-württembergischen Innenministeriums ein Bild von der Lage in Straßburg gemacht - und berichten über dramatische Zustände an der Grenze zu Deutschland. (dpa)

9:30 Uhr Warum der DRK Kreisverband Reutlingen Einsatzwagen mit Besatzung nach Pfullingen und innerhalb Bad Urachs verlegt hat lesen Sie hier

9:00 Uhr In einer Mitteilung an die Pfullinger Bürger informiert Bürgermeister Michael Schrenk über die aktuelle Lage und die Unterstützungsmöglichkeiten, die die Stadt für betroffene Bürger und Betriebe anbietet: Pfullingen kommt Bürgern bei Steuern und Gebühren entgegen.

8.25 Uhr Die Corona-Krise trifft auch den Wohnungsmarkt: Besichtigungen finden nicht mehr statt, Käufer dürften sich aus Sorge um ihre Jobs und Einkommen zurückhalten. Sind kräftig steigende Mieten und Kaufpreise Geschichte? Mehr lesen Sie hier (dpa)

7:05 Uhr Zwei Produkte des Einzelhandels stehen in Zeiten der Coronakrise besonders im Fokus. Viele Menschen lagern Toilettenpapier und Nudeln in großen Mengen zu Hause ein. Für die beiden großen Nudelhersteller der Region, Tress in Münsingen und Alb-Gold, bedeutet die sprunghaft gestiegene Nachfrage deutliche Mehrarbeit in der Produktion, die jetzt auf Hochtouren läuft. (zim)

7:00 Uhr Die Corona-Krise bringt den Milchmarkt durcheinander - Supermärkte kämpfen mit Rekordnachfrage, gleichzeitig brechen an den internationalen Agrarmärkten die Preise für Milcherzeugnisse ein. Was da los ist lesen Sie hier (dpa)

6:50 Uhr Allgemeiner Shut-Down, aber das Bauprojekt Stuttgart 21 läuft zunächst weiter. Trotz aller Einschränkungen und Verbote bleibt unklar, wie sich die Corona-Krise auf das milliardenschwere Bauprojekt Stuttgart 21 auswirken wird. (dpa)

Alle Informationen, die zwischen 20. und 26. März rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier.