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Wasser fast vollständig abgelassen: Stausee wird saniert

Ende des Monats dürfte das Wasser des Breitenauer Stausees komplett abgeflossen sein. Bis die Badegäste den See wieder nutzen können, dürfte einige Zeit vergehen.

Breitenauer See wird saniert
Aus dem künstlich angelegten Breitenauer See wurde das Wasser fast vollständig abgelassen. Foto: Andreas Rosar/Fotoagentur-Stuttgart/dpa/Archivbild
Aus dem künstlich angelegten Breitenauer See wurde das Wasser fast vollständig abgelassen. Foto: Andreas Rosar/Fotoagentur-Stuttgart/dpa/Archivbild

OBERSULM. Beinahe 2,3 Millionen Kubikmeter Wasser sind in den vergangenen Monaten aus dem Breitenauer See bei Obersulm (Kreis Heilbronn) abgelassen worden - das meiste Wasser ist inzwischen weg. Der künstlich angelegte See ist seit 1986 die größte Hochwasserschutzanlage des Wasserverbands und wird auch als Badesee genutzt. Solche Rückhaltebecken müssen alle 10 bis 20 Jahre untersucht und saniert werden. Deshalb muss alles angestaute Wasser abgelassen werden. Der letzte komplette Seeablass ist nach Verbandsangaben schon 25 Jahre her.

Bis der See völlig trockengelegt ist, dürfte es Ende April sein, wie eine Sprecherin des Wasserverbands Sulm sagte. »Die geplanten Sanierungsarbeiten, beispielsweise an den Uferbereichen, können zwischen Mai und Ende Juni vorgenommen werden.«

Damals wie heute wurde die riesige Menge Wasser in das Flüsschen Sulm abgelassen - dies aber nicht zu schnell, so dass dadurch die zahlreichen Fische und Vögel nicht gefährdet werden. Die eingewanderten Roten Amerikanischen Sumpfkrebse wurden abgefischt und umgesiedelt. Die Tiere können die für heimische Flusskrebsarten tödliche Krebspest verbreiten. Vorerst finden die Krebse jedenfalls kein Zuhause mehr in dem zeitweise stillgelegten See.

Das gilt übrigens auch für Badegäste. »Wenn es so trocken bleibt wie in den vergangenen Jahren, dürfte es längere Zeit dauern, bis das Regenwasser den See wieder vollständig aufgefüllt hat«, sagte die Sprecherin des Wasserverbands. Doch auch wenn genug Wasser im See vorhanden sei, eine Badesaison 2022 werde es wohl eher nicht geben. Dafür sei schlicht die Gefahr zu groß, dass beispielsweise sanierte Uferbereiche beschädigt werden. (dpa)