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»Traumfrau«-Trick: Senior überweist Zehntausende Euro

Eine vermeintliche Traumfrau hat einen Senior in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) um mehrere Zehntausend Euro gebracht. Der 84 Jahre alte Mann wurde im vergangenen Jahr über ein soziales Netzwerk kontaktiert, nach Auskunft der Polizei vom Montag wurden Fotos ausgetauscht - ob es sich bei dem Betrug aber tatsächlich um eine Frau gehandelt hat, ist noch fraglich.

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Ein Schild mit der Aufschrift »Polizei« hängt an einem Polizeipräsidium. Foto: Roland Weihrauch
Ein Schild mit der Aufschrift »Polizei« hängt an einem Polizeipräsidium.
Foto: Roland Weihrauch

Nachdem sich der Senior verliebt hatte, bat ihn die Frau ihr vorübergehend einen größeren fünfstelligen Geldbetrag auf ein Konto im Ausland zu überweisen. Bei einem zweiten Versuch, den Mann abzuzocken, funkte der Filialleiter des Geldinstituts dazwischen. Er schöpfte Verdacht und verhinderte weitere Überweisungen in Höhe von mehr als 20.000 Euro.

Laut Polizei gehen die Täter immer gleich vor. Das Opfer hofft bald, den Traumpartner im Netz gefunden zu haben - ohne die Person je gesehen zu haben. In der nächsten Stufe werden gemeinsame Treffen vereinbart, zu denen es nie kommt. Sobald ein Vertrauensverhältnis aufgebaut ist, kommen Geldforderungen. »Solange bis Sie Verdacht geschöpft haben oder Ihr Geld komplett weg ist«, schrieb die Polizei in ihrem Bericht.

© dpa-infocom, dpa:221031-99-328927/4