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Test mit intelligenter Videoüberwachung startet in Mannheim

Mannheim (dpa/lsw) - Die Stadt Mannheim testet seit Montag eine Videoüberwachung, mit deren Hilfe Straßenkriminalität besser bekämpft werden soll. »Dabei geht es nicht um Gesichtserkennung, sondern um das Erkennen von Verhaltensmustern«, erklärte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Montag in Mannheim. Nach und nach sollen mehrere Plätze der Stadt mit dem System ausgestattet werden. Die Polizei könne auf diese Weise zielgerichtet und rasch eingreifen und so auch Ressourcen sparen, hieß es. Wird etwa ein Passant geschlagen, soll das intelligente System die Tat dem Lagezentrum der Mannheimer Polizei melden.

Strobls Angaben zufolge handelt es sich bei der algorithmenbasierten Überwachung um ein europaweit einzigartiges Projekt. Die Stadt Mannheim investiert 900 000 Euro in das System. Das Land beteiligt sich mit weiteren 700 000 Euro. Geplant sei, dass 72 Kameras verschiedene Plätze fokussieren. Das System soll nun fünf Jahre getestet werden. Weitere Plätze sollen innerhalb der kommenden Monate und Jahre mit den Kameras ausgestattet werden. Zunächst startete am Montag die Videoüberwachung am Hauptbahnhof.

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