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Stauffenberg-Erinnerungsstätte wird wiedereröffnet

Im Stuttgarter Alten Schloss wird die Erinnerungsstätte für die NS-Widerstandskämpfer Berthold und Claus Schenk Graf von Stauffenberg im neuen Stil wiedereröffnet. Sie wurde eineinhalb Jahre umgebaut. Claus Schenk hatte am 20. Juli 1944 versucht, den nationalsozialistischen Diktator Adolf Hitler mit einer Bombe zu töten und so das Regime zu stürzen. Er wurde deswegen ebenso wie sein Bruder Berthold und andere Widerständler hingerichtet.

Altes Schloss
Ein Radfahrer fährt am Alten Schloss vorbei. Foto: picture alliance
Ein Radfahrer fährt am Alten Schloss vorbei.
Foto: picture alliance

Die Erinnerungsstätte ist als Dauerausstellung konzipiert. Gezeigt werden unter anderem ein Ehrensäbel von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, ein Bronzekopf und historische Fotos. Die Familie Stauffenberg hatte von 1909 bis 1919 im Alten Schloss in Stuttgart gewohnt, da der Vater Oberhofmarschall am Hof des württembergischen Königs war. Die Ausstellung wurde vom Haus der Geschichte Baden-Württembergs erstellt. Die Wiedereröffnung ist am kommenden Sonntag (20. November).

»Wir möchten mit ,Attentat.Stauffenberg‘ erreichen, dass sich die Besuchenden auf viele Weisen in Beziehung setzen können zu den Inhalten der Ausstellung«, sagte die Direktorin des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg, Paula Lutum-Lenger, am Donnerstag in Stuttgart. Der neue multimediale Typus Erinnerungsstätte ergänze das klassische Zeigen durch Suchen, Forschen, Entdecken und selbst Gestalten. Auch Landeswissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) hofft, dass von der Ausstellung eine Botschaft ausgeht: »Die Erinnerungsstätte hilft uns, zu begreifen und zu durchdringen, was wir tun können, damit sich Ähnliches nie wieder wiederholt«, sagte sie.

Erinnerungsstätte Claus Schenk Graf von Stauffenberg

© dpa-infocom, dpa:221117-99-557872/2