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Ostermärsche gegen militärische Aufrüstung

Mit Kundgebungen und Aktionen haben Hunderte Menschen in zahlreichen Städten in Baden-Württemberg für Frieden demonstriert.

Ostermarsch in Stuttgart
Zahlreiche Menschen versammeln sich in der Stuttgarter Innenstadt zu einem Ostermarsch für Frieden und Gerechtigkeit. Foto: Christoph Schmidt
Zahlreiche Menschen versammeln sich in der Stuttgarter Innenstadt zu einem Ostermarsch für Frieden und Gerechtigkeit. Foto: Christoph Schmidt

STUTTGART. Anhänger der Friedensbewegung gingen am Samstag für militärische Abrüstung auf die Straße. Zum Ostermarsch in Stuttgart unter dem Motto »Abrüsten statt Aufrüsten« kamen nach Angaben der Veranstalter rund 2500 Menschen, in Mannheim versammelten sich nach Polizeiangaben etwa 800 Teilnehmer. Ostermärsche gab es auch in Ellwangen und Offenburg. Am Gründonnerstag und Karfreitag hatten laut dem Netzwerk Friedenskooperative bereits erste Ostermärsche in Biberach und Ulm stattgefunden. Am Montag sollen zum Abschluss noch Ostermärsche in Konstanz/Kreuzlingen und Müllheim folgen.

Im Fokus des Protests steht unter anderem die Aufkündigung des Vertrages über den Verzicht auf landgestützte nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) zwischen den USA und Russland. Damit drohe wie in den 1980er Jahren erneut die Aufstellung atomarer Mittelstreckenraketen, teilte das Friedensnetz Baden-Württemberg mit, das die Ostermärsche im Südwesten koordiniert.

Die Wurzeln der Ostermärsche liegen im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. In den 1950er Jahren gingen erstmals Pazifisten in England auf die Straße. Zum ersten Ostermarsch in der Bundesrepublik kamen 1960 etwa 1000 Menschen. Einen Höhepunkt erreichte die Bewegung in den 1980er Jahren, als insgesamt Hunderttausende gegen den Nato-Doppelbeschluss und eine Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland protestierten. (dpa)

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