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»Herzen« gewonnen: Stuttgarter Kickers stolz nach Pokalkampf

Ein Sieg war kaum zu erwarten, doch Eigenwerbung haben die Stuttgarter Kickers dennoch betrieben. »Wir wollten Herzen gewinnen, das haben wir sehr beeindruckend gemacht«, sagte Kickers-Trainer Mustafa Ünal nach einem großen Kampf des Fußball-Fünftligisten im DFB-Pokal gegen den Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt. Zwar unterlag der Tabellenführer der Oberliga Baden-Württemberg dem Champions-League-Teilnehmer am Dienstagabend verdient mit 0:2 (0:2), der deutliche Klassenunterschied war in der Zweitrundenpartie in dieser Form aber nicht zu erkennen.

Mustafa Ünal
Trainer Mustafa Ünal reagiert im Spiel. Foto: Tom Weller
Trainer Mustafa Ünal reagiert im Spiel.
Foto: Tom Weller

»Wir haben eine Superleistung gezeigt«, sagte Kickers-Präsident Rainer Lorz. »Die Mannschaft hat bis zum Schluss versucht, das Tor zu machen. Das war schon sehr stark. Und es zeigt, dass wir uns sehr weiterentwickeln.«

Mit diesem »Spirit«, wie Lorz es ausdrückte, will der frühere Bundesligist und DFB-Pokalfinalist von 1987 nun auch sein eigentliches Saisonziel erreichen: Im nächsten Frühjahr wollen die Schwaben nach dann fünf Jahren in den Niederungen der Fünftklassigkeit wenigstens wieder in die Regionalliga zurückkehren - und später vielleicht in die 3. Liga. Eintracht-Kapitän Sebastian Rode bescheinigte den Stuttgartern schon jetzt »Regionalliga-Niveau«.

»Es war ein tolles Spiel vor einer tollen Kulisse«, sagte Kickers-Sportdirektor Marc Stein. Und die mehr als 600.000 Euro, die der Einzug in die zweite Pokalrunde gebracht hat, tun dem verschuldeten Traditionsverein aus Stuttgart-Degerloch zusätzlich gut.

Kader Eintracht Frankfurt

Kader Stuttgarter Kickers

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© dpa-infocom, dpa:221019-99-177384/3