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Heidelberg erweitert virtuelle Angebote für Bürger

Nach dem Avatar für die individuelle Beantwortung von Bürgerfragen hat die Stadt Heidelberg jetzt das »virtuelle Bürgeramt« vorgestellt. Das Angebot wird die zehn Standorte in den Stadtteilen um eine Anlaufstelle im digitalen Raum ergänzen. Bürger können dort nach weiteren Angaben der Stadt ab kommendem Dienstag ihre Anliegen im persönlichen Gespräch mit einem Sachbearbeiter oder einer Sachbearbeiterin klären - ganz bequem von zu Hause aus. Einzige Voraussetzung: ein internetfähiges Endgerät (PC, Notebook, Tablet oder Smartphone) mit Kamera und Mikrofon.

»Das Amt muss zu den Menschen kommen und nicht umgekehrt«, sagte der für Digitalisierung zuständige Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Donnerstag in Heidelberg. Das Land fördert das Vorhaben und weitere vier Digitalisierungsprojekte in der Kommune am Neckar mit insgesamt 880 000 Euro.

Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) sagte: »Was für den einen ein bequemer Weg ist, seine Anliegen zu klären, bedeutet für den nächsten einen wichtigen Schritt zur gesellschaftlichen Teilhabe.« Bei der Entwicklung zur digitalen Stadt sei es von großer Bedeutung, alle Bürger mitzunehmen.

Auf dem Weg zur Smart City führt Heidelberg zum Herbst auch einen Avatar ein, eine Figur, die in virtuellen Umgebungen einen agierenden Menschen vertritt. Ob Fragen zur Entscheidung des Gemeinderates, zur Wohnsitzanmeldung oder zum nächsten Sperrmülltermin - der virtuelle Assistent versorgt Bürger mit individuellen Antworten. Die Stadt ist eine der ersten in Deutschland, die dieses digitale Tool nutzen wird.

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