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Dürr senkt wegen Lieferkettenproblemen Margenprognose

Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr senkt wegen der anhaltenden Lieferkettenprobleme seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr. Für 2022 erwartet der Vorstand nun eine operative Marge (Ebit) vor Sondereffekten von 5,0 bis 6,5 Prozent statt der bisher angestrebten 6,5 bis 7,5 Prozent, wie das Unternehmen am Montag in Bietigheim-Bissingen mitteilte.

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Das Logo der Dürr AG klebt auf einem Sealing-Roboter. Foto: Sebastian Gollnow
Das Logo der Dürr AG klebt auf einem Sealing-Roboter.
Foto: Sebastian Gollnow

Angesichts der fortgesetzten Inflation, der neuerlichen Lockdowns in China und der unsicheren geopolitischen Lage werde keine signifikante Verbesserung der Lieferkettensituation bis Ende 2022 erwartet. Die frühere Prognose habe dies jedoch im zweiten Halbjahr unterstellt.

Im ersten Quartal betrug die bereinigte Ebit-Marge vorläufigen Zahlen zufolge 4,9 Prozent, eine Verbesserung von 1,2 Prozentpunkten. Im zweiten Quartal dürften die Lockdowns in China Umsatz und Ergebnis vorübergehend beeinträchtigen. Die Prognose unter anderem für Auftragseingang und Umsatz im Gesamtjahr 2022 bleibe unverändert.

Im ersten Quartal stieg der Auftragseingang um mehr als ein Drittel auf 1,4 Milliarden Euro. Der Zielkorridor von 4,1 Milliarden bis 4,4 Milliarden Euro für 2022 erscheine weiterhin gut erreichbar. Der Umsatz nahm um 14,7 Prozent auf 905,7 Millionen Euro zu. Für das Gesamtjahr 2022 sei trotz der temporären Beeinträchtigungen in China mit weiteren Zuwächsen und dem Erreichen des Umsatzziels von 3,9 bis 4,2 Milliarden Euro zu rechnen. Das Ergebnis nach Steuern wurde im Quartal mit gut 27 Millionen Euro fast verdreifacht.

Börsenpflichtmitteilung

© dpa-infocom, dpa:220502-99-130863/2