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Bundeswehr bereit für Einsatz in Impfzentren

Spritze vor Schriftzug »Impfung«
Eine Spritze wird vor den Schriftzug »Impfung« gehalten. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild
Eine Spritze wird vor den Schriftzug »Impfung« gehalten. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

MÜLLHEIM. Die deutsch-französische Brigade ist für einen Einsatz im Zuge der Massenimpfung gegen das Coronavirus bereit. »Wenn in den kommenden Wochen die Impfkampagne beginnt, steht die Bundeswehr selbstverständlich zur Verfügung, auch wenn wir da momentan noch keine konkreten Befehle haben«, sagte Kommandeur Peter Mirow der »Badischen Zeitung« (Samstag) in Müllheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald).

Derzeit unterstützten 570 Soldaten in 37 von 44 Landkreisen und kreisfreien Städten in Baden-Württemberg die Gesundheitsämter und seien fast ausschließlich in der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten eingesetzt. 800 Soldaten stünden seit März bereit, sagte Mirow. »Wir können aber noch mehrere Hundert weitere Soldaten zur Verfügung stellen, die kurzfristig einsatzbereit sind.«

Direkte Kritik am Tempo der Behörden äußerte der Kommandeur nicht. »Vielleicht von meiner Seite nur so viel: Es stehen seit März 800 Soldaten bei uns bereit und wie bereits erwähnt sind 570 im Einsatz. Im Freiburger Gesundheitsamt begann unser Einsatz am 6. Oktober.«

Die Soldaten fühlten sich sehr wohl, weil sie als willkommene Hilfe wahrgenommen würden, sagte Mirow der Zeitung weiter. »Sie sehen sich als Teil eines gesamtgesellschaftlichen Kampfes gegen die Pandemie.« Allerdings räumte der Kommandeur auch ein, dass sie die Aufgabe nicht bis in alle Ewigkeit machen wollten. »Dafür sind die Soldaten nicht Soldaten geworden, um im Büro zu sitzen und telefonisch Kontaktnachverfolgung zu betreiben.« (dpa)