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Aktuell Live-Ticker

Wie sich die Corona-Lage in Reutlingen und der Region vom 15. bis zum 20. März entwickelt hat

Die Zahl der Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus steigt. Im Kreis Reutlingen gibt es 96 bestätigte Fälle, im Kreis Tübingen 144. Wer befürchtet, infiziert zu sein, soll nicht in eine Praxis gehen oder zu einer Abstrichstelle fahren, sondern beim Hausarzt anrufen. Bestehen keine Krankheitszeichen, Sie haben jedoch Sorge, sich angesteckt zu haben, können Sie die Nummer des Bürgertelefons anrufen: 071214804399. Dieses ist an Werktagen von 8 bis 20 Uhr besetzt, am Wochenende von 8 bis 16 Uhr.

Coronavirus
Eine Mitarbeiterin bereitet Proben von Menschen mit Covid-19-Verdacht in einem Labor vor. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild
Eine Mitarbeiterin bereitet Proben von Menschen mit Covid-19-Verdacht in einem Labor vor. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

KREIS REUTLINGEN. Immer mehr Veranstaltungen werden abgesagt, Ärzte und Institutionen melden sich zu Wort, manche Menschen reagieren panisch, andere mahnen vor übertriebener Hysterie. Es gibt Pressekonferenzen, Mitteilungen und viele regionale und überregionale Artikel. Alle Informationen, die zwischen 29. Februar und 15. März rund um das Virus eingegangen sind, haben wir in diesem Live-Ticker zusammengefasst. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.

Freitag, 20. März 2020

21:00 Uhr Zum Abschluss des Tages nochmal ein Bild - und zwar vom Seniorenzentrum Martha-Maria in Lichtenstein-Honau.  

Foto: privat
Foto: privat

20:50 Uhr Auch in Mössingen gab es eine »Corona-Party« - OB Michael Bulander meldet sich mit einem Video zu Wort, mahnt, dass solche Partys völlig kontraproduktiv sind und dass alle daheim bleiben sollen in diesen Zeiten. 

20:44 Uhr Die Coronakrise trifft fast alle Branchen hart - auch die Kulturszene. Was macht ein Kulturbetrieb, dem von einem Tag auf den anderen die kompletten Einnahmen wegfallen? Im Theater Lindenhof in Melchingen tagte seit letztem Mittwoch täglich der Vorstand, heißt es in einer Mitteilung. Nun hat er erste Maßnahmen beschlossen: Am kommenden Montag werden alle Mitarbeiter einen verlängerten vierwöchigen Osterurlaub antreten. Danach steht das Thema Kurzarbeit auf dem Notfallplan. Auch Entlassungen seien nicht auszuschließen, heißt es weiter. Immerhin: Am Donnerstag bekam das Theater positive Signale aus der Stadt Burladingen und den fördernden Landkreisen. Sie werden ganz unbürokratisch die Ausbezahlung der nächsten Zuschussraten vorziehen. (pm)

20:05 Uhr Über Klopapier haben wir in diesem Ticker schon viel geschrieben - aber noch nie über jemanden, der dieses doch so rare Gut verschenkt. In der Facebook-Gruppe »#Nachbarschaftschallenge Reutlingen« hat Basti Vaas ein Angebot gemacht, dass in Corona-Zeiten aufhochen lässt: Er verschenkt Klopapier an Bedürftige.

Screenshot: Facebook
Screenshot: Facebook

Er sei angenervt vom Umgang der Menschen miteinander in diesen Zeiten, schreibt Vaas: »Dass jeder nur nach sich selbst schaut.« Ein Bekannter von ihm habe einen Hausmeister-Service, ihm habe er das Klopapier zum Einkaufspreis abgekauft. Nachdem er vor einer Stunde sein Angebot in die Gruppe gepostet hat, habe ihm direkt eine Frau von einem Pflegedienst geschrieben, so Vaas: Sie wisse von einem älteren Mann, der sich mit Zeitungspapier aushelfen müsse. An genau diese Menschen verschenke er nun das Klopapier. Wir finden: Coole Idee! (kk)

19:45 Uhr Neue Zahlen vom Sozialministerium: Es gibt nun 17 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in Baden-Württemberg - das sind sechs mehr, als gestern vermeldet wurden. Die Zahl der gemeldeten Infektionen steigt weiter deutlich an, aktuell nennt das Ministerium 3.665 Infizierte. Es dürften aber deutlich mehr sein, da die örtlichen Gesundheitsämter mit dem Melden der Fälle im Verzug sind, so groß ist der Arbeitsaufwand für sie momentan. (pm)

19:40 Uhr Sportwagenbauer Porsche stoppt von Montag an die Produktion in den Werken in Zuffenhausen und Leipzig vorerst für zwei Wochen. Dies sei auf die Coronakrise sowie auf zunehmenden Probleme, die Lieferkette aufrechtzuerhalten, zurückzuführen. Von dem Stopp seien etwa 10 000 Mitarbeiter betroffen. Im Entwicklungszentrum in Weissach arbeite die Belegschaft weiter, so wie es die Schutzmaßnahmen zuließen. Dort wo es möglich sei, werde von zu Hause aus gearbeitet. Für die Schließungen habe Porsche Kurzarbeit beantragt, sagte Vorstandschef Oliver Blume. (zim)

19:33 Uhr Ab morgen gilt ein Verbot für Versammlungen von mehr als drei Personen in der Öffentlichkeit - außerdem müssen Gastronomiebetriebe endgültig schließen. Dies hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann heute verkündet. Halten sich auch alle daran? Das will die Polizei ab morgen mit der verstärkten Kontrolle von Restaurants und Cafés, öffentlichnen Plätzen und Grünanlagen sicherstellen. »Wir werden dabei von Kräften der Bereitschaftspolizei unterstützt«, so Polizeisprecherin Andrea Kopp. Das Vorgehen werde rigoroser sein als bisher - schließlich handle es sich nun um ein konkretes Verbot und nicht mehr nur eine Bitte. (kk)

18:17 Uhr Wie oft wurden Whatsapp, Facebook, Amazon und Videospiele schon schlechtgeredet. »Ich hoffe, dass alle Nostalgiker in einer Zeit, in der das gesellschaftliche Leben so gut wie runtergefahren wird, alleine zuhause mit einem Buch in der Hand glücklich sind«, schreibt GEA-Online-Leiter Kaya Egenberger in seiner Randnotiz

17:17 Uhr In Tübingen sind nun 144 Corona-Fälle bestätigt. Dies teilt das Landratsamt mit. Da es momentan offenbar einen größeren Engpass im Labor gibt, sei über das Wochenende nicht mit neuen Zahlen zu rechnen, heißt es weiter. Man könne auch nicht mehr sicher sagen, dass die Ergebnisse nach einer Woche vorliegen - die Ergebnisse vom letzten Wochenende seien noch nicht mal da. Nun wird das Gesundheitsamt dazu übergehen, sich bei allen Getesteten zu melden - ob positiv oder negativ. Bislang galt die Regelung, wer nach sieben Tagen noch nichts gehört hat, der ist negativ. (pm)

17:10 Uhr Den Großteil der Reutlinger Gastronomen überraschte es nicht mehr: Ab Morgen dürfen sie gar nicht mehr öffnen. »Dieser Schritt«, sagt Moritz Neubert von der Reutlinger Gastro-Initiative, »ist richtig und wichtig. Ja, er ist in der derzeitigen Situation sogar total gut, weil er endlich und unmissverständlich Klarheit schafft.« Eine von der Landesregierung angeordnete Zwangsschließung, so Neubert,  habe für die Betriebe –  jedenfalls dann, wenn sie gegen  derlei Ausfälle  versichert sind –  den Vorteil eines  Endes mit Schrecken. Das sei nämlich allemal besser als ein Schrecken ohne Ende beziehungsweise ein scheibchenweises Vorgehen, das Wirten keinerlei Planungssicherheiten gewährt. (ekü)

Auf dem Marktplatz einen Kaffee oder einen Aperol trinken: Ab morgen ist das nicht mehr möglich - selbst wenn 1,5-Abstand zwischen den Tischen eingehalten werden können. Foto: Markus Niethammer
Auf dem Marktplatz einen Kaffee oder einen Aperol trinken: Ab morgen ist das nicht mehr möglich - selbst wenn 1,5-Abstand zwischen den Tischen eingehalten werden können.
Foto: Markus Niethammer

17:02 Uhr Auch die Manz AG lässt ihren Betrieb an den Standorten Reutlingen und Tübingen sowie in Italien für drei Wochen ruhen. Betroffen sind rund 550 Mitarbeiter. Eine Minimalbesetzung an den beiden deutschen Standorten bleibt bestehen, um kurzfristig reagieren zu können. Martin Drasch, Vorstandsvorsitzender der Manz AG, wird in einer Pressemitteilung auf der Homepage so zitiert: »(...) Die betroffenen Standorte haben einen starken Fokus auf Forschung- und Entwicklungstätigkeiten, die sich ohne entsprechende Infrastruktur nicht effizient im Home-Office erledigen lassen.« (pm)

16:41 Uhr Bosch fährt seine Produktion in Deutschland wegen der Coronavirus-Krise weitgehend herunter. Betroffen seien rund 35 Standorte der Mobilitätssparte sowie diverse Zentralbereiche, teilte der Konzern mit. Das Herunterfahren soll am Mittwoch kommender Woche beginnen, an einigen Standorten auch schon am Montag. Die betroffenen Mitarbeiter sollen zunächst ihre Zeitkonten abbauen oder Urlaub nehmen. Spätestens vom 5. April an will Bosch dann Kurzarbeit einführen. Was das für den Standort Reutlingen bedeutet, sei aktuell noch in der Klärung, sagte eine Bosch-Pressesprecherin auf GEA-Anfrage. (dpa)

16:00 Uhr Auch Mössinger haben sich zusammengeschlossen, um Menschen, die zur Corona-Risikogruppe gehören, im Alltag zu helfen. Mehr dazu lesen Sie hier

15:35 Uhr Auch in Bussen sollte der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen zwei Personen eingehalten werden: Deshalb haben sich die Stadtwerke Tübingen (swt) die Leitlinie gesetzt, dass nicht mehr als 30 Personen in einem Gelenkbus fahren und nicht mehr als 15 Personen in einem Solobus. In den meisten Bussen gebe es Zählsysteme, so swt-Pressesprecher Ulrich Schermaul. Von der TüBus-Zentrale aus könne man dann überprüfen, ob die Zahlen eingehalten werden. »Es ist jetzt nicht so, dass der Busfahrer durchgeht, zählt und Leute rausschmeißt«, so Schermaul weiter. Aber wenn die Richtlinien überschritten werden, müsse man eben mehr Busse oder andere Busse einsetzen. Ab Montag gilt auch in Tübingen der Ferienfahrplan. (kk)

15:00 Uhr Im Kreis Reutlingen gibt es aktuell 96 laborbestätigte Covid-19-Fälle.

14:39 Uhr Das ging schneller als gedacht: Die Landesregierung hat nun zu noch härteren Maßnahmen gegriffen. Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als drei Personen sind nicht mehr erlaubt, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart sagte. Ausnahmen gebe es für Familien und Paare. Gaststätten und Restaurants werden nach Kretschmanns Worten von Samstag an schließen. Essen zum Mitnehmen sei aber weiter erlaubt. (dpa)

In eigener Sache

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

14:30 Uhr In Tübingen gilt ab heute Nacht ein Versammlungsverbot von mehr als fünf Personen - das hat OB Boris Palmer vor einer halben Stunde auf seinem Facebook-Account verkündet. Teilweise klappe die »soziale Distanzierung« ganz gut - teilweise auch nicht, schreibt er weiter: »Mich haben Berichte erreicht, die empörend waren. Ein Schuldirektor wurde von einer Gruppe feiernder junger Männer (20-30) weggejagt, als er sie aufforderte, das Gelände zu verlassen. Wir müssen also gegen die Uneinsichtigen eine Handhabe schaffen.«

Tübingens OB hat in seinem Facebook-Posting darauf hingewiesen, dass die Landesregierung heute wohl auch weitere Maßnahmen erlässt - dann entfalle die städtische Vorgabe wieder. (kk)

13:57 Uhr Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck hat sich vor einer halben Stunde in einer knapp fünfminütigen Videobotschaft an die Bürger der Stadt gewendet. »Die Lage ist ernst, viel ernster als es uns noch vor Wochen bewusst war«, sagt er. Die Geschwindigkeit mit der die Fallzahlen steigen, mache ihm Angst, so der OB. Er sei bereit, sehr drastische Maßnahmen zu ergreifen, damit die Entwicklung hier nicht einen ähnlichen Weg nimmt wie in Italien. Er sei fassungslos über all diejenigen, die immer noch »grillen und chillen als gäbe es kein Morgen«. Er hält eine Ausganssperre für unvermeidlich. (ege)

13:37 Uhr Zur weiteren Entlastung der Arztpraxen, Krankenhäuser und insbesondere des mobilen Bürgerdienstes des Gesundheitsamtes, hat das Landratsamt Reutlingen in Reutlingen auf dem Kreuzeiche-Parkplatz eine weitere zentrale Abstrichstelle zur Testung von Corona-Verdachtsfällen eingerichtet. Sie wurde gestern in Betrieb genommen. Wichtig: Getestet wird nur, wer einen Termin vom Gesundheitsamt erhalten hat. (pm)

Abstrichstelle auf dem Kreuzeiche-Parkplatz. Foto: Markus Niethammer
Abstrichstelle auf dem Kreuzeiche-Parkplatz.
Foto: Markus Niethammer

13:34 Uhr Mitarbeiter des Zentrums für Intensivmedizin des Klinikums am Steinenberg in Reutlingen, wenden sich mit einem Appell auf Facebook an die Bürger: »Wir bleiben für euch im Dienst! Bleibt ihr für uns zu Hause!«, lautet ihre Botschaft. Gefällt uns. Denn nur so kann die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. Und nur so kommen wir vielleicht noch um eine Ausgangssperre herum. Wenn überhaupt. (ege)

13:22 Uhr Vor wenigen Minuten hat das Kultusministerium darüber informiert, dass alle Abschlussprüfungen an den Schulen in Baden-Württemberg um einen Monat verschoben werden. Somit haben die Schüler mehr Zeit, sich auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Das sind die Termine: Abitur (ab 18.Mai), Real- und Werkrealschule (ab 20. Mai), Hauptschule (ab 16. Juni), Berufsschule (ab 18. Mai) (stan)

13:08 Uhr Die Schwäbischen Alb-Bahn stellt am kommenden Montag, 23. März bis zunächst zum Ende der Osterferien am 17. April auf einen modifizierte Fahrplan um. Dieser betrifft die Zugfahrten von Montag bis Freitag. An allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen gilt dagegen der reguläre Fahrplan ohne Einschränkungen.

12:52 Uhr Ausgangsbeschränkung in Bayern: Das Verlassen der eigenen Wohnung ist von Samstag an nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt. (dpa)

12:47 Uhr Zahlreiche Bürger melden sich beim Reutlinger Polizeipräsidium bezüglich einer möglichen Ausgangssperre. Deshalb weist die Polizei in einer Meldung darauf hin, dass hierzulande derzeit noch keine Ausgangssperre besteht. Jeder könne dazu beitragen, eine solche abzuwenden, indem die Verordnung der Landesregierung zum Infektionsschutz eingehalten wird. Dazu gehören laut Polizei der Verzicht auf den Aufenthalt an frequentierten öffentlichen Orten sowie insbesondere das Fernbleiben von abgesperrten Plätzen. Aus aktuellem Anlass wird nachdrücklich darauf hingewiesen, dass Grillfeste und andere Feiern und Zusammenkünfte an öffentlichen Plätzen aufgrund des hohen Infektionsrisikos bis auf weiteres zu unterlassen sind. (pol)

12:26 Uhr Das Burladinger Textilunternehmen Trigema wird bald auch FFP-1-Masken ans Uniklinikum liefern, sagt Klinik-Chef Bamberg zum Abschluss der Pressekonferenz. Alle Pfleger arbeiten nun mit diesen Masken - auch wenn sie Patienten behandeln, die nicht mit Corona infiziert sind. FFP2- und FFP3-Masken seien momentan noch genügend vorhanden. (kk)

12:10 Uhr Wie werden die Mitarbeiter geschützt? »Wir fragen schon gar nicht mehr nach Risikogebieten«, sagt Klinik-Chef Bamberg. »Weil auch Tübingen eigentlich ein Risikogebiet ist.« Wer Symptome habe, werde heim geschickt, andere arbeiten mit Masken. Für die Phasen A und B stehen rund 180 Ärzte und mehr als 300 Krankenpfleger zur Verfügung, für die Phase C nochmal mehrere hundert Ärzte und Pfleger im vierstelligen Bereich. Ab kommender Woche werden die ersten Medizinstudenten, die sich gemeldet hatten, in den Kliniken eingesetzt: zunächst 40 bis 50. (kk)

12:05 Uhr Der Landkreis Tübingen hat viele Corona-Fälle im Vergleich zu anderen Kreisen in Baden-Württemberg. Woran liegt das? Prof. Malek kann nur spekulieren: Vielleicht liege es an einer stärkeren Testbereitschaft der Menschen hier, vielleicht auch an einer stärkeren Reisebereitschaft in dieser so international verknüpften Stadt. »Diese ganzen Zahlen haben aber eine gewisse Unschärfe.« Klinik-Chef Bamberg sagt: »In zehn Tagen werden wir sehen, wie sich die Verdopplungsrate entwickelt hat.« (kk)

12:02 Uhr: Zurück zur PK aus dem Tübinger Uniklinikum: Uhr Prof. Malek geht auf die verschiedenen Phasen ein, mit denen das Uniklinikum für eine Entwicklung der Corona-Zahlen reagieren kann. In Phase A werden Betten auf der Infektionsstation und auf der Internistischen Station bereitgestellt. In Phase B kommen Betten in der Inneren Medizin dazu - da sei man dann bei deutlich über 100 bereitgestellten Betten. Wenn auch das nicht mehr reicht, werden auch Betten auf der Chirurgie bereitgestellt - dann stünden mehrere hundert Betten für Patienten bereit. Man könne auch Patienten, die nicht an Corona erkrankt sind, auf andere Krankenhäuser umverteilen. (kk)

11:59 Uhr Ein kleiner Solo-Spaziergang weit weg von der Innenstadt und anderen Menschen wird ja wohl selbst in Zeiten drohender Ausgangssperren noch gehen. Zu sehen gibt es dennoch etwas, man muss nur mal auf den Boden der Tatsachen blicken. Lesen Sie hier ein Abenteuer ganz alleine. (zen)

11:50 Uhr Wie lange bleiben Corona-Patienten mit schwereren Verläufen im Krankenhaus? Prof. Malek sagt: »Wir haben hier eine Verweildauer von ungefähr sechs Tagen bisher, von den entlassenen Patienten musste bisher nur einer wieder aufgenommen werden, weil es ihm schlechter geht.« (kk)

11:46 Uhr Wie viele Corona-Patienten müssen denn überhaupt beatmet werden? Rosenbeger, sagt das könne man nur schätzen: »10 bis 12 Prozent der Patienten brauchen wahrscheinlich eine intensivmedizinische Behandlung, 7 bis 8 Prozent müssen vermutlich beatmet werden.« Er betont auch: »Wir müssen hier nicht davon ausgehen, dass sich Szenarien wie in Italien wiederholen.« (kk)

11:43 Uhr Prof. Peter Rosenberger, der Ärztliche Direktor der Intensivmedizin sagt: »Wir haben bislang etwa 110 Beatmungsplätze geschaffen.« Weitere Mitarbeiter würden laufend geschult für ihren Einsatz auf der Intensivstation. (kk)

11:36 Uhr Prof. Nisar Malek, der ärztliche Direktor der Medizinischen Klinik, sagt: »Wir haben aktuell nach wie vor einige Patienten auf unserer Infektionsstation mit einer durch Covid-19 ausgelösten Lungenentzündung.« Das seien zum großen Teil ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Sechs Menschen müssen momentan beatmet werden. (kk)

11:48 Uhr Diese Grafik bietet Informationen rund um das Coronavirus: Ansteckung, Inkubation, Symptome, Verhalten bei Infektionsverdacht und Maßnahmen falls Sie positiv getestet wurden:

11:30 Uhr Im Tübinger Uniklinikum beginnt eine Pressekonferenz zum Thema Corona. »Wir sind vor drei Wochen schon mal hier gesessen - ich glaube keiner hätte gedacht, dass wir uns so schnell hier wieder sehen«, sagt die Pressesprecherin des Klinikums. Per Facebook und via E-Mail können auch Zuschauer außerhalb der Klinik ihre Fragen zum weiteren Vorgehen in puncto Corona stellen. Klinik-Chef Michael Bamberg sagt: »Wir müssen davon ausgehen, dass bald viele Patienten kommen, von denen einige auch über Wochen beatmet werden müssen.« Zahlreiche Abläufe müssen verändert werden. Betten müssen frei werden, »wenn ein kleiner Tsunami« an Patienten kommt. 800 Medizinstudenten haben sich gemeldet, um mitzuhelfen. (kk)

11:08 Uhr Die Katholiken im Dekanat Reutlingen-Zwiefalten wählen am Sonntag, 22. März, ihre neuen Kirchengemeinde- und Pastoralräte. In allen 28 Gemeinden und den vier muttersprachlichen Gemeinden der italienischen und kroatischen Katholiken kann gewählt werden, nicht aber bei der Vietnamesischen Katholischen Gemeinde. Hier wird vom Bischof ein Vertretungsgremium bestellt werden. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart verfügt, dass reine Briefwahl stattfindet. Die Wahllokale bleiben geschlossen. (GEA)

10:54 Uhr Da das Reutlinger Landratsamt derzeit für den Publikumsverkehr geschlossen ist, sind die Mitarbeiter nur telefonisch erreichbar. Wer die KFZ-Zulassungsstelle anrufen möchte und bei Google nach der Telefonnummer sucht, der wird schnell fündig. Die dort angezeigte Nummer 071214804399 ist aber falsch. Die Informationshotline der Zulassungsbehörde erreichen Sie unter der Telefonnummer: 071214802036 (pm)

10:42 Uhr Nachdem das öffentliche Leben schon dramatisch heruntergefahren wurde, könnte die nächste Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus eine Ausgangssperre sein. Die Landesregierung in Baden-Württemberg will diesen Schritt noch nicht gehen. Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, bereitet man stattdessen ein Niederlassungsverbot für Gruppen auf öffentlichen Plätzen vor. Bei der Gruppengröße handle es sich um eine einstellige Zahl, das Justizministerium müsse das juristisch prüfen. Zugleich lasse Ministerpräsident Winfried Kretschmann Voraussetzungen und Regelungen einer Ausgangssperre prüfen, damit diese schnellstmöglich umgesetzt werden könnte - sollten die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin am Sonntag zum Schluss kommen, dass eine solche unabwendbar ist. (dpa)

10:22 Uhr Die Reisewarnung der Bundesregierung wegen der Corona-Krise gilt zunächst bis Ende April und betrifft damit auch die Osterferien. Das gab Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) vor einigen Minuten auf Twitter bekannt. (dpa)

9:45 Uhr Pressekonferenz im Reutlinger Landratsamt, obwohl der Landrat, der sich mit dem Coronavirus infiziert, in Quarantäne sitzt und mit ihm ein Teil der Verwaltungsspitze des Landkreises? Über diese Idee darf man sich schon ein wenig wundern, schreibt die stellvertretende Chefredakteurin Gisela Sämann in ihrem Kommentar

9:19 Uhr Brauchen wir eine Ausgangssperre, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, oder geht das auch ohne? GEA-Leser haben dazu eine klare Meinung. In einer Umfrage auf dieser Website stimmten aktuell 1.900 Menschen für eine Ausgangssperre aus. Das sind 86 Prozent der Befragten. 227 Personen sind dagegen, 87 sind unentschlossen. Auch Oberbürgermeister Boris Palmer hat das Thema heute auf seiner Facebookseite angesprochen. Seit sich die Nachricht verbreite, Freiburg habe eine Ausgangssperre verhängt, werde er von vielen Leuten bestürmt, das auch in Tübingen zu tun. Palmer sprach sich weder für noch gegen eine solche Maßnahme aus, führte jedoch an, dass die Lage in Freiburg nicht mit der in Tübingen zu vergleichen sei. So wisse er in Tübingen beispielsweise nichts von Corona-Partys  auf öffentlichen Plätzen. Die Stadt sei tags und nachts leer, wo auch immer er hinkam. Hinzu komme, so Palmer, dass die Nähe zum Elsass in Freiburg eine weitere Gefährdung darstelle. Das sei nicht auf Tübingen übertragbar. (ege)

8:55 Uhr Der mathematische Modellierer Martin Eichner von der Uni Tübingen hat zusammen mit einem Softwareentwickler und dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg ein Online-Tool entwickelt, das die Corona-Ausbreitung unter verschiedenen Maßnahmen zeigt. Anhand von Schiebereglern können die Auswirkungen von Maßnahmen wie etwa der starken Einschränkungen von Kontakten in der Bevölkerung beobachtet werden. »Solche Simulationswerkzeuge dienen dazu, bestimmte Dinge zu Ende zu denken«, sagte Eichner der Deutschen Presse-Agentur. Er warnte jedoch davor, unrealistische Bedingungen einzustellen. »Wenn man unsinnige Einstellungen zu Ende denken will, kommt auch Unsinn dabei heraus.« Das Tool sei für Entscheidungsträger entwickelt worden, für Normalverbraucher ist es etwas kompliziert zu bedienen. Wer das Tool wenigstens nicht auf Englisch bedienen möchte, kann die automatische Übersetzung des Browsers nutzen. Bei Google Chrome geht das ganz einfach: Seite öffnen, Rechtsklick auf den Seitenrand, im Menü »Übersetzen in Deutsch« auswählen. (ege/dpa)

In eigener Sache

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

8:40 Uhr Das Tübinger Landratsamt hat die Kfz-Zulassungsstelle nach draußen verlegt. Wie es dort zugeht sehen Sie im Video.

8:14 Uhr Durch die Coronavirus-Krise gibt es viele Unternehmen, die in Schwierigkeiten geraten (sind). Finanzinstitute in Reutlingen sehen sich finanziell und personell gut aufgestellt, um solche Betriebe in ihrer Zahlungsfähigkeit zu unterstützen. Dies berichten dem GEA Vertreter der Kreissparkasse, der Volksbank und der Commerzbank. Den ganzen Artikel lesen Sie hier. (rog)

7:55 Uhr  Trigema hat aufgrund der Corona-Krise seine Produktion teilweise umgestellt, wie das Burladinger Textilunternehmen auf seiner Website bekanntgab. Weil aktuell dringend Schutzkleidung benötigt werde, wolle man dem Mundschutzmangel entgegenwirken. Deshalb verkauft die Firma jetzt über ihren Onlineshop einen wiederverwendbaren Mund- und Nasenschutz. Medizinische Pflegeeinrichtungen würden vorrangig beliefert. Wie der Zollern-Alb-Kurier berichtet seien Krankenhäuser auf den T-Shirt-, Sport- und Freizeitbekleidungshersteller mit entsprechenden Anfragen zugekommen. Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) habe sich ebenfalls direkt an das Unternehmen gewandt, mit der Bitte um Unterstützung, so die Zeitung. (ege)

7:38 Uhr Bei den Herstellern von Schutzanzügen stehen daher derzeit die Maschinen nicht still. Auch nicht bei der Siebfabrik Arthur Maurer in Öschingen.

7:04 Uhr Der Reutlinger DAV kämpft mit Absagen und der ungewissen Hüttensaison. Mehr dazu lesen Sie hier.

6.30 Uhr Der Tübinger Landtagsabgeordnete Daniel Lede Abal versichert Unternehmen und Selbstständigen: »Das Sofortprogramm kommt. Wir lassen niemanden alleine und wir helfen denen, die durch die Coronakrise in eine Existenzkrise kommen.« Mehr lesen Sie hier (pm)

Donnerstag, 19. März 2020

20:57 Uhr Die Stadt Freiburg hat ein Betretungsverbot für öffentliche Orte erlassen, dieses gilt ab dem 21. März für zwei Wochen. »Anlass ist die dramatische Lage der angrenzenden Region Grand-Est, zu der auch das Elsass gehört. Freiburg und die Region liegen in einer besonders gefährdeten Region, auch die benachbarte Schweiz ist stark betroffen«, heißt es auf der städtischen Homepage. Wer sich im Freien aufhalten will, darf das nur aus wichtigen Gründen und alleine oder zu zweit, oder mit Personen, die im eigenen Haushalt wohnen. (kk)

20:50 Uhr Die Corona-Pandemie stellt die Leichtathleten vor große Trainings-Probleme. Vor allem diejenigen, die sich ganz gezielt auf ihren größten sportlichen Traum, auf die Olympischen Spiele in Tokio vorbereiten wollten. Dazu gehören von der LAV Stadtwerke Tübingen Deutschlands bester Hürdensprinter Gregor Traber, 400-Meter-Hürdenläuferin Jackie Baumann, Mittelstrecklerin Hanna Klein und 3 000-Meter-Hindernisläufer Robert Baumann. Mehr dazu lesen Sie hier. (bib)

20:42 Uhr Momentan überwiegen Nachrichten über Ansteckungen mit dem Coronavirus und Schließungen von Geschäften. Es gibt aber auch schon wieder eine Nachricht über eine Eröffnung: Die vorübergehend geschlossene Riedericher Filiale der Bäckerei Veit hat ab Samstag wieder geöffnet. Zwei Veit-Mitarbeiter hatten sich mit Corona angesteckt, andere Mitarbeiter hatten sich daraufhin aus Angst vor einer Ansteckung krankschreiben lassen oder mussten vorübergehend in Quarantäne. Nun sind alle Kontaktpersonen negativ getestet, die Filiale ist desinfiziert. (kk)

20:37 Uhr Die Pressestelle der Stadt Reutlingen weist auf ihrem Facebook- und ihrem Instagramkanal nochmals deutlich darauf hin, dass das Betreten von Spielplätzen und Sportanlagen auf Grundlage der Corona-Landesverordnung verboten ist. Gestern Nachmittag hatten sich noch dutzende Menschen beispielsweise bei der Skateanlage im Bürgerpark getummelt, heute hat die Polizei 30 Kicker beim Kreuzeiche-Stadion angetroffen. (kk)

19:54 Uhr Das Sozialministerium meldet 2.748 Corona-Fälle in Baden-Württemberg. Allein im Vergleich zum Vortag seien 564 neue Fälle dazu gekommen, heißt es in einer Pressemitteilung. Es dürften aktuell aber schon deutlich mehr Fälle sein - denn in der Liste sind auch für die Landkreise Reutlingen und Tübingen noch veraltete Zahlen vermerkt. So sind für Reutlingen 43 Fälle vermeldet - es sind aber schon 71. Für Tübingen meldet das Ministerium 93 Fälle, es sind aber schon 126.

Der Pressesprecher des Sozialministeriums, Markus Jox, hat auf GEA-Nachfrage erklärt, wieso die Zahlen so deutlich von denen abweichen, die die örtlichen Landratsämter herausgeben: »Die Gesundheitsämter vor Ort kommen nicht mehr nach mit dem Melden der Fälle.« Sie müssen jede Corona-Infektion einzeln und detailliert an das Landesgesundheitsamt melden - und von dort bezieht das Sozialministerium seine Zahlen. (kk)

19:40 Uhr Alle diskutieren mittlerweile über eine Ausgangssperre: Kommt sie oder kommt sie nicht? Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Ländern wollen nach einem Medienbericht an diesem Sonntag über Ausgangssperren in der Corona-Krise beraten. Die Städte Konstanz und Heidelberg haben mittlerweile im öffentlichen Raum Versammlungen von mehr als fünf Personen verboten. Konstanz' OB Uli Buchardt verkündete dies unter anderem auf Twitter. (kk) 

19:10 Uhr Na was gilt denn jetzt: Müssen Gastronomen, die ihr Geschäft weiter betreiben wollen, die Kontaktdaten ihrer Kunden nun sammeln - oder doch nicht? In der ersten Version der Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie standen die besagten Listen noch drin, in der überarbeiteten Version, die seit gestern gilt, schon nicht mehr. Nachfrage beim Sozialministerium: »Die Listen muss man nicht mehr führen«, bestätigt Pressesprecher Markus Jox. 

Gerd Bauer hat's vor zwei Tagen noch vorgemacht: So muss man sich in die Liste eintragen. Die Regel gilt allerdings schon nicht mehr. Foto: Stanislav Schitz
Gerd Bauer hat's vor zwei Tagen noch vorgemacht: So muss man sich in die Liste eintragen. Die Regel gilt allerdings schon nicht mehr.
Foto: Stanislav Schitz

Gerd Bauer, der Inhaber der Salat- und Suppenbar in der Wilhelmstraße wusste nicht, dass die Regel schon wieder obsolet ist: Er hatte seinen Kunden weiter die Liste hingelegt, in die sie sich eintragen müssen, wenn sie im Restaurant essen wollen. »Einige Besucher haben sich heute sogar beschwert und sind wieder gegangen, als wir sie auf diese Liste aufmerksam gemacht haben«, erzählt er. Einzutragen waren persönliche Daten wie Name, Adresse und Telefonnummer. (kk/stan)

18:48 Uhr Nach dem Saison-Abbruch in der Handball-Bundesliga der Frauen will Manager Ferenc Rot von der TuS Metzingen am liebsten auch das Final-Turnier im Pokal streichen. »So gern wir dieses Final Four spielen würden, es macht einfach keinen Sinn«, sagte der TuS-Geschäftsführer. »Wenn man dieses Jahr keinen Meister und keinen Absteiger hat, dann braucht es auch keinen Pokalsieger.«  Für das Pokal-Turnier des Deutschen Handballbundes (DHB) hatten sich Metzingen, Frisch Auf Göppingen, Borussia  Dortmund und der Thüringer HC qualifiziert. Es war für den 23. und 24. Mai in Stuttgart vorgesehen und wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. (bib)

18:10 Uhr Auch der Grünen-Politiker Cem Özdemir ist mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte er in einem Instagram-Video mit. Ihm gehe es gut, so der gebürtige Bad Uracher. Er appellierte an alle Menschen, nun daheim zu bleiben, wenn es nur irgendwie geht. »Ich mache das öffentlich, um deutlich zu machen, dass sich jeder und jede von uns anstecken kann.« (kk)

17:30 Uhr Während es auf den Straßen zunehmend ruhiger wird, treffen sich einige Menschen immer noch in Gruppen zu Picknicks, Sport und Grillpartys. Die Polizei wurde gestern und heute mehrfach von Bürgern angerufen und darauf hingewiesen - mehr dazu lesen Sie hier. (kk)

17:00 Uhr Gestern Abend wurde der erste Todesfall im Landkreis Reutlingen bekannt. Es handelt sich hierbei um eine 84-jährige Frau, die nach einer Operation gestürzt ist. An den Folgen dieses Sturzes zusammen mit der Covid-19-Erkrankung ist sie gestern Abend im Klinikum gestorben, heißt es aus dem Landratsamt. (pm)

16:51 Uhr Im Kreis Reutlingen gibt es Stand jetzt 71 bestätigte Covid-19-Fälle. Sieben Corona-Patienten befinden sich laut Landratsamt in stationärer Behandlung in den Kreiskliniken Reutlingen, einer davon ist intensivpflichtig. Landrat Thomas Reumann, der an Covid-19 erkrankt ist, befindet sich momentan in häuslicher Quarantäne. Gestern Abend hatte Herr Reumann erhebliche grippeähnliche Symptome. Heute Nachmittag geht es ihm etwas besser. Mehr dazu lesen Sie hier. (pm)

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16:40 Uhr  Derzeit werden in Tübingen Vorkehrungen getroffen, als Vorsorge falls sich die Corona-Lage verschlechtert. Um Hausarztpraxen und die Notfallambulanz der Klinik dann zu entlasten wird auf dem Festplatz in der Nähe der Teststelle eine Fieberambulanz in Containern eingerichtet. (jk/ege)

16:33 Uhr Im Kreis Tübingen gibt es aktuell 125 bestätigte Covid-19-Fälle. Das wurde bei einer Pressekonferenz des Landratsamts im Freien verkündet. Bislang seien an der mobilen Abstrichstelle und in der Klinik insgesamt etwa 1.600 Personen getestet worden. Sämtliche Labore seien aktuell überlastet. Deshalb wird nur noch getestet wer mehr als 38 Grad Fieber hat und aus einem Risikogebiet kommt oder mit einem Erkranktem Kontakt hatte. Benachrichtigt werden nur diejenigen, deren Test positiv ist. Wer nach einer Woche noch kein Testergebnis erhalten hat, könne davon ausgehen, dass sein Test negativ war. (jk/ege)

16:13 Uhr Albklinik Münsingen: Aufgrund der Entwicklung der Corona-Pandemie werden die Abteilungen für Allgemeine Chirurgie und Unfall-Chirurgie einschließlich der chirurgischen Ambulanzbereiche von Samstag, 21.März an vorübergehend geschlossen, teilt die Geschäftsführung in einer Pressemeldung mit. Die ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter werden zur Unterstützung in das Klinikum am Steinenberg Reutlingen entsandt. Die Chirurgische Praxis des Medizinischen Versorgungszentrums innerhalb der Albklinik Münsingen bleibt weiterhin von 8 bis 17 Uhr zur ambulanten chirurgischen Versorgung der Patienten geöffnet. (pm)

15:48 Uhr Auch die Polizei versucht persönliche Kontakte derzeit so gut es geht zu vermeiden. Wer eine Anzeige erstatten möchte, bei der die Polizei nicht sofort einschreiten muss, soll sich an die Onlinewache wenden. Wer sein Anliegen persönlich vorbringen will, soll sich in jedem Fall telefonisch bei der zuständigen Dienststelle ankündigen. Im Notfall ist die 110 zu wählen - Fragen zur aktuellen Situation seien jedoch kein Notfall, schreibt die Polizei bei Facebook. (ege)

15:30 Uhr Aufgrund der aktuellen Situation und daraus resultierender personeller Engpässe hat die Universitätsbibliothek Tübingen heute um 14 Uhr dichtgemacht. Damit seien die Ausleihbereiche sowie die Lese- und Lernplätze bis voraussichtlich zum 19. April nicht mehr für Publikum zugänglich, heißt es auf der Homepage. Härtefälle, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Examenskandidatinnen und Examenskandidaten, die dringend Literatur aus unseren Beständen benötigen, werden gebeten, via ausleihzentrum@ub.uni-tuebingen.de Kontakt aufzunehmen. (pm)

15:13 Uhr In einem Livestream auf Facebook beantwortet Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer Fragen der Bürger. Die Fragen können direkt in die Kommentare gepostet werden. Der OB will jedoch nur zu Tübinger Themen Stellung beziehen. (ege)

15:00 Uhr Das Sozialministerium meldet drei weitere Todesfälle in Baden-Württemberg im Zusammenhang mit Covid-19: Einen Mann und eine Frau, die über 90 waren (Kreis Emmendingen und Esslingen), sowie eine Mann über 80 (Kreis Sigmaringen). (pm)

14:12 Uhr In Baden-Württemberg wird vor dem 20. April kein Amateurfußballspiel ausgetragen werden, kündigte der Württembergische Fußballverband (WFV) an. Eine mögliche Wiederaufnahme werde den Vereinen mit einem Vorlauf von 14 Tagen angekündigt. Doch angesichts der dynamischen Lage und den immer strengeren Maßnahmen, zweifeln einige Trainer schon jetzt daran, dass die Saison zu Ende gespielt werden kann - obwohl die Europameisterschaft verschoben wurde. Eine Option, die beim WFV derzeit diskutiert werde, könnte laut GEA-Informationen so aussehen, dass die Vereine, die aktuell auf einem Aufstiegsplatz stehen, aufsteigen, es aber keine Absteiger gibt. 

Ein anderes Szenario sei, dass alle Ergebnisse der angefangenen Spielzeit hinfällig wären und die Zusammensetzung der einzelnen Ligen in der kommenden Saison gleich bleibt. Heiner Baumeister, Pressesprecher, des WFV sagte dazu: »Wir nutzen die Phase, in der nicht trainiert und gespielt werden kann, um intensiv zu prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, die Saison 2019/20 sportlich zu beenden. Natürlich ist dabei unsere oberste Prämisse, unsere Vereine bestmöglich zu unterstützen. Es lässt sich aber bereits jetzt absehen, dass sich dabei Härten ergeben werden, wie dies in allen Lebensbereichen der Fall ist.« (ege)

14:05 Uhr In Flüchtlingslagern auf der ganzen Welt leben Millionen von Menschen unter schlimmen hygienischen Bedingungen. Für sie wäre ein massenhafter Ausbruch des Coronavirus dort eine Katastrophe - mehr dazu lesen Sie hier. (GEA)

13:21 Uhr Gestern Nachmittag tobte an der Skateanlage im Bürgerpark noch das Leben - obwohl diese als Spielplatz gilt und das Betreten auf Grundlage der Corona-Landesverordnung somit vorerst verboten ist. Heute haben Mitarbeiter der Technischen Betriebsdienste nun einen Zaun um die Anlage herum aufgestellt. (kk)

Foto: Markus Niethammer
Foto: Markus Niethammer

13:08 Uhr Wafios wird von Montag an die Produktion für vorerst zwei Wochen in allen Werken ruhen lassen. Das teilt das Unternehmen mit. Zur Versorgung der Kunden in Notfällen hält das Unternehmen in dieser Zeit einen Notbetrieb aufrecht. (pm)

13:02 Uhr Der Bad Uracher Bürgermeister Elmar Rebmann befindet sich momentan in Quarantäne, teilt die Stadtverwaltung mit. Dies wurde vorsorglich angeordnet, nachdem Landrat Thomas Reumann positiv auf das Corona-Virus getestet wurde und Bürgermeister Rebmann noch vor einigen Tagen mit Landrat Reumann in Kontakt war. Symptome sind bei Elmar Rebmann aber bislang keine aufgetreten. (pm)

12:44 Uhr Der Reutlinger Uwe Grauer hat ein Video auf Instagram und Facebook veröffentlich, in dem er über seine Situation als Gastronom in der Coronakrise spricht. Zwei seiner vier Betriebe sind schon jetzt geschlossen, weil sie ein Abendkonzept haben - Gaststätten per Landesverordnung aber um 18 Uhr schließen müssen. Seine anderen beiden Betriebe machen nur noch zehn Prozent von ihrem Umsatz, sagt Grauer. Er fordert: »Wir brauchen eine ganz klare Linie, wir brauchen eine einheitliche Schließung durch das Infektionsschutzgesetz, dass für manche wenigstens eine Versicherung greift.« Grauer setzt den Hashtah #gastgeberinnot. Er sagt: »Ich hab' in diesem Jahr 850.000 Euro in meine Lokale investiert und ich hab 150 Mitarbeiter - ich hab' wirklich das Gefühl, dass wir am ausgestrecken Arm verhungern.« (kk)

11:52 Uhr Was tun, wenn wenig geht? Ganz alleine eröffnen sich in Zeiten des Coronavirus viele Abenteuer, die sonst links oder rechts liegenbleiben. Man muss nur die Augen öffnen, und sich aufmachen. Eine Geschichte über ein Abenteuer ganz alleine im Gewerbegebiet beim Schrottautos angucken. (zen)

11:36 Uhr Gomaringen bereitet eine Bürgermeisterwahl unter erschwerten Bedingungen vor. Wie das gehen soll, lesen Sie hier.

11:31 Uhr Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat eindringlich an die Bürger appelliert, sich an die Einschränkungen zur Eindämmung des grassierenden Coronavirus zu halten - und schärfere Maßnahmen bei Zuwiderhandlung in Aussicht gestellt. »An die Vorgaben muss sich jeder halten«, sagte der Grünen-Politiker heute bei einer Sondersitzung des Landtags. Ob man in Zukunft ein Ausgangsverbot erteile, wisse man nicht. Man wolle ein solches Verbot vermeiden. Aber wenn sich die Bürger nicht an die neuen Regelungen hielten, werde es wohl kommen. »Es kann nicht sein, dass jetzt junge Leute zu Corona-Partys rennen«, sagte Kretschmann. »Wenn nicht alle ihr Verhalten grundlegend umstellen, dann kommen wir um härtere Maßnahmen und Sanktionen nicht herum.« (dpa)

11:15 Uhr Dürfen Väter bei der Geburt ihres Kindes dabei sein? Diese Fragen stellen sich viele, nachdem die Kreiskliniken ankündigten, dass an den Standorten, Reutlingen, Bad Urach und Münsingen keine Besucher mehr erlaubt sind. Auf ihrer Homepage stellen die Kreisklinike klar: Eine Begleitperson darf mit in den Kreißsaal. Ausnahmen müssen individuell mit der Palliativstation, Kinderklink, Intensivstation und Geburtshilfe vereinbart werden. (ege)

11:01 Uhr Zeit spielt eine große Rolle im Kampf gegen den Coronavirus: Je langsamer sich das Virus ausbreitet, desto besser wird unser Gesundheitssystem mit der Krise fertig. Diese Webgrafik erklärt, warum.

10:52 Uhr Immer mehr Sportvereine bieten ihre Hilfe für Menschen aus der Risikogruppe an, für diese einzukaufen oder Medikamente aus der Apotheke abzuholen. So sind etwa die Angebote der Basketballer des TB Kirchentellinsfurt (Telefon: 01799769846 / E-Mail: joback@web.de) oder der Fußballer des TSV Lustnau (01717656844 / lustnau-hilft@web.de) neu dazugekommen. Gefällt uns! (der)

10:39 Uhr Gute Nachrichten: Die Bundesregierung plant in der Coronavirus-Krise ein Hilfspaket von insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro für Solo-Selbstständige und andere Kleinstfirmen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. (dpa)

10:26 Uhr Am Stuttgarter Flughafen fallen heute zahlreiche Flüge aus. Das betrifft vorallem Inlandsflüge mit Eurowings. Ein wichtiger Hinweis: Ankommende Fluggäste sollen möglichst nicht am Airport abgeholt werden. (ege)

10:19 Uhr Die Corona-Lage im Land macht sich nun auch bei der Schwäbischen Alb-Bahn (SAB) bemerkbar. Sie hat einige Maßnahmen getroffen. Vorerst bleibt der Zugverkehr nach Fahrplan bestehen, aber für den Fall, dass sich die Situation verschlimmert, seien Notfahrpläne vorbereitet, teilte die SAB mit. (pm)

9:45 Uhr Aufgrund der weltweit rasant voranschreitenden Ausbreitung des Coronavirus hat Hugo Boss zum Schutz der Öffentlichkeit einen Großteil der eigenen Geschäfte sowie Verkaufspunkte bei wichtigen Handelspartnern in Europa und Nordamerika vorübergehend geschlossen, berichtet das Unternehmen. Die eigene Produktion und der Online-Handel laufen vorerst weiter. (zim)

9:14 Uhr Der in Mössingen aufgewachsene Comedian Tedros Teclebrhan (Lohn isch da) wirbt bei Instagram dafür, dass die Menschen daheim bleiben. »Wenn wir wollen, dass diese Krise bald vorbei ist, müssen wir uns richtig zusammenreißen«, sagt er in ungewohnt ernstem Ton. »Es geht darum, dass wir unser Ego mal ganz kurz auf die Seite packen«, so »Teddy« weiter. In einem weiteren Posting gibt er bekannt: Die Doppelshow, die am 8. Mai 2020 in der Reutlinger Stadthalle über die Bühne gehen sollte, wird auf den 2. Oktober 2020, um 19 und 23 Uhr verlegt. (ege)

9:04 Uhr Wer wird getestet? Warum dauert es eine Woche, bis das Ergebnis vorliegt? Das Reutlinger Landratsamt bezieht Stellung.

8:37 Uhr Politik in Zeiten von Corona – wie geht das bei den Bundestagsabgeordneten der Region? Wie arbeiten sie seit dem Shutdown, wie schützen Sie sich vor dem Virus? Schließlich stellt sich die Frage, wie der Bundestag in solch kritischen Zeiten, in denen die sozialen Kontakte auf ein Minimum heruntergefahren werden sollen, noch handlungsfähig bleibt. Eine Zusammenfassung.

8:20 Uhr In ihrer Ansprache bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel die Corona-Krise als größte Herausforderung seit des Zweiten Weltkriegs. Zusätzliche, noch drastischere Maßnahmen wie eine allgemeine Ausgangssperre verkündete die Kanzlerin nicht. Sie sagte aber auch: »Halten Sie sich an die Regeln. ... Wir werden als Regierung stets neu prüfen, was sich wieder korrigieren lässt, aber auch: was womöglich noch nötig ist.«

7:46 Uhr Seit Tagen appelliert die Bundesregierung, auf »Hamsterkäufe« zu verzichten und »bedarfsgerecht« einzukaufen. Auch nach der neuen Verordnung des Landes Baden-Württemberg bleiben die Supermärkte offen. Kein Grund zur Sorge für die Bürger – eigentlich. Ein Blick in die Reutlinger Supermärkte zeichnet ein ganz anderes Bild: Viele Regale waren gestern bereits zur Mittagszeit wie leer gefegt. Mehr dazu lesen Sie hier. (stan)

7:35 Uhr Wie die Reutlinger Gastronomie unter der Coronakrise leidet und was unternommen wird, um die vom Land verordnenten Maßnahmen umzusetzen:

7:14 Uhr Das diesjährige Cinelatino-Festival mit dem Termin vom 22. bis 29. April in Tübingen, Stuttgart, Freiburg und Reutlingen wird bis auf weitere Ankündigung verschoben. (pm)

6:45 Uhr Der Reutlinger Landrat Thomas Reumann hat sich mit dem Coronavirus infiziert, und ist bereits erkrankt, wie das Landratsam am späten Mittwochabend meldete. Mehr lesen Sie hier

Mittwoch, 18. März 2020

21:00 Uhr Zum Abschuss des Tages mal wieder eine gute Nachricht im ganzen Corona-Trubel: Wie wir vor zwei Tagen schon berichtet haben, hat der aus Reutlingen stammende Medizinstudent Amandeep Grewal eine Facebook-Gruppe gegründet, über die sich Medizinstudenten vernetzen können, um bei Bedarf das Gesundheitssystem zu unterstützen. Die Gruppe heißt »Medizinstudierende vs. Covid-19«. Die Resonanz auf die Gruppengründung war deutlich größer, als er es sich je erträumt hätte, so Grewal: »Wir sind baff.« Aktuell hat die Gruppe schon 8.125 Mitglieder. Grewal hat gemeinsam mit vier Mitstudenten eine Website programiert, »das ist mittlerweile ein Vollzeit-Job«, sagt er. 

Verschiedene Kliniken, die Hilfskräfte suchen, hätten sich schon gemeldet. Auch Ärzte hätten ihre Dienste angeboten. Nun gelte es, alles zu koordinieren. »Wir machen das ohne jeden komerziellen Gedanken«, betont Grewal. »Wir wollen nur helfen.« Eigentlich hätte er am 31. März sein Staatsexamen in Bratislava (Slowakei) gehabt - das wird aller Voraussicht nach aber verschoben. Und aufs Lernen könne er sich gerade sowieso nicht konzentrieren, so Grewal. (kk)

20:50 Uhr Die Labore kommen wohl nicht mehr hinterher, so viele Corona-Tests gibt es. Deswegen wird aus dem Kreis Tübingen nun folgendes vermeldet: "Eine Information über ein positives Testergebnis erfolgt in der Regel nach drei Tagen. Ist das Testergebnis negativ, so erfolgt keine Information. Wer nach fünf Tagen keinen Anruf erhalten hat, kann in der Regel von einem negativen Testergebnis ausgehen." (pm)

20:44 Uhr Der Sportvorstand der Basketballer Tübinger Tigers, Robert Wintermantel, warnt im GEA-Gespräch nach dem vorzeitigem Ende der 2. Liga vor einem »großem Clubsterben«. Mehr dazu lesen Sie hier

20:10 Uhr Not macht erfinderisch: Weil manche Gastronomen die 1,5-Meter-Abstandsregel aus der Landesverordnung nicht einhalten können oder einen Kundenrückgang in ihrem Geschäft spüren, bieten sie nun einen Lieferservice an. Das Café Sommer in der Reutlinger Wilhelmstraße beispielsweise liefert von nun an Brote, Backwaren, Maultaschen und Kuchen vor die Haustüre. Auch das Gasthaus Bären in Tübingen hat das Geschäftsmodell den Umständen angepasst: Hier gibt es nun Tapas to go - für die »Schwäbische Quarantäne«, wie das Team auf Facebook wirbt. Lieferdienste wie Lieferando bieten seit einigen Tagen eine »kontaktlose Lieferung« an, auch diverse Pizzaboten rufen nun den Kunden an und stellen die bestellte Pizza einfach vor der Haustüre ab.

Für Lieferdienste gibt es keine Regelungen und sie dürfen ohne Zeitbeschränkung liefern, heißt es aus dem Sozialministerium. »Es steht ihnen frei, da flexible Lösungen zu finden«, sagt ein Sprecher auf GEA-Anfrage. Priorität habe nun, dass die Menschen, wenn nur irgendwie möglich, daheim bleiben - und dazu könne ein Lieferdienst schließlich auch beitragen. (kk)

20:00 Uhr Die Abschottung der einzelnen europäischen Länder schreitet weiter voran. Nachdem Deutschland seit Montag die Grenze zu Österreich kontrolliert, zieht die Alpenrepublik nun nach. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

19:55 Uhr Der Einsatzstab des DRK-Landesverbandes hat eine Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit sichergestellt. Aktuell sind 25 von 34 Kreisverbänden in Baden-Württemberg im Rahmen der Corona-Bekämpfung aktiv. Landesweit sind bis zu 500 Rotkreuzhelfer im Einsatz. Der DRK-Kreisverband Tübingen hat Maßnahmen ergriffen, dass Mitarbeiter, die Krankentransporte fahren und Mitarbeiter, die in der Notfallrettung im Einsatz sind, räumlich getrennt untergebracht werden.

Die Alarmierung von Helfern-vor-Ort wird kreisweit insofern eingeschränkt, dass die ehrenamtlichen Soforthelfer nur bei lebensbedrohlichen Fällen zum Einsatz kommen sollen. Die Integrierte Leitstelle wird personell aufgestockt. Die räumliche Trennung macht es erforderlich, dass der DRK-Einsatzstab vom Steinlachwasen in Tübingen nach Mössingen auf die Rettungswache verlegt wird. (mey)

19:10 Uhr Gibt's bei Bosch in Reutlingen und Kusterdingen bald Kurzarbeit? Dem GEA liegen Informationen vor, wonach ein »Projektteam Kurzarbeit« gegründet wurde, das Maßnahmen für Kurzarbeit am Standort Reutlingen koordinieren und umsetzen soll. Eine Bosch-Pressesprecherin sagt auf Nachfrage: »Momentan können wir alle Lieferketten einhalten und den Bedarf bei den Kunden decken.« Man müsse sich aber auf verschiedene Szenarien vorbereiten, eins davon sei Kurzarbeit. (kk)

Das Bosch-Werk in der Tübinger Straße in Reutlingen.  FOTO: EGENBERGER
Das Bosch-Werk in der Tübinger Straße in Reutlingen. FOTO: EGENBERGER
Das Bosch-Werk in der Tübinger Straße in Reutlingen. FOTO: EGENBERGER

18:50 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel richtet sich in einer Fernsehansprache an die Deutschen. Sie appelliert eindringlich an Solidarität und Disziplin im Kampf gegen das Coronavirus. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

18:20 Uhr Können Hunde auch Covid-19 kriegen? Muss man als infizierter Mensch befürchten, seinen vierbeinigen Liebling anzustecken oder andersherum? Die Weltgesundheitsorganisation WHO verneint  das auf ihrer Homepage: »Es gibt keinen Hinweis, dass Haustiere wie Hunde und Katzen sich infiziert haben oder das Virus weitergeben können, das Covid-19 auslöst«, heißt es dort. Weil viele Menschen das nicht wissen, würden sie aus Angst vor einer Ansteckung, vermehrt Tiere ins Heim bringen, schreibt eine Leserin dem GEA. Das Reutlinger Tierheim kann das jedoch nicht bestätigen. Aber: »Die Bereitschaft, Tiere aufzunehmen sinkt«, sagt Tierheim-Mitarbeiterin Alexandra Bailer. (sä/ege)

18:06 Uhr Im Kreis Reutlingen gibt es aktuell 49 bestätigte Corona-Fälle. Dies teilt das Landratsamt mit. Bislang liegen der Behörde 796 »begründete Verdachtsfälle« vor - es müssten sich also mehr als 800 Menschen im Kreisgebiet in angeordneter Quarantäne befinden oder bis vor kurzem befunden haben. Wie viele Menschen sich in freiwilliger Quarantäne befinden, wird dem Amt nicht gemeldet. Der erste Patient im Kreis, der 65-jährige Grafenberger, sei stabil, heißt es aus dem Landratsamt. (kk)

18:00 Uhr Gang über die obere Wilhelmstraße in Reutlingen: An den Läden hängen große und kleine Schilder - einzelne Gastronomen und alle Einzelhändler verabschieden sich von ihren Kunden. Manche Schilder sind von Hand geschrieben und mit einem Herz verziert, andere ziemlich bürokratisch gehalten. Es sind weniger Passanten unterwegs als sonst, es herrscht eine fast surreale Stimmung. Doch am Marktplatz angekommen, ist von »sozialer Distanzierung« keine Rede mehr: Im Café am Markt sitzen dutzende Menschen beieinander und genießen die Sonnenstrahlen. Haben sie keine Angst sich zu infizieren? 

Hier scheint Corona die Laune der Menschen nicht zu trüben. Foto: Markus Niethammer
Hier scheint Corona die Laune der Menschen nicht zu trüben.
Foto: Markus Niethammer

Einige Schritte weiter, bei der Skateanlage im Bürgerparkt, sieht es ähnlich aus: Dutzende Menschen genießen das schöne Wetter, sonnen sich oder brausen durch die Anlage. Das rote Schild, das seit heute quer übers Skaterpark-Schild geklebt ist, scheinen sie nicht gesehen zu haben - oder sie ignorieren es einfach. »Spielplatz gesperrt, Betreten verboten« steht darauf. 

Ein roter Aufkleber verkündete es schon Ende März, doch viele schienen es nicht zu sehen oder ignorierten es einfach: Auch die Skateanlage im Bürgerpark durfte damals eigentlich nicht mehr genutzt werden. Nun wurde sie wieder geöffnet - und der Anstrum war riesig. Foto: Kammerer
Ein roter Aufkleber verkündete es schon Ende März, doch viele schienen es nicht zu sehen oder ignorierten es einfach: Auch die Skateanlage im Bürgerpark durfte damals eigentlich nicht mehr genutzt werden. Nun wurde sie wieder geöffnet - und der Anstrum war riesig.
Foto: Kammerer

Die Mitarbeiter der Technischen Betriebsdienste (TBR) haben heute 140 Spiel- und Bolzplätze angefahren und alle mit »Betreten verboten«-Schildern beklebt - denn auch Spielplätze dürfen laut Landesverordnung vorerst nicht mehr benutzt werden. »An der Skateanlage werden morgen noch größere Schilder kommen«, sagt die städtische Pressesprecherin Sabine Külschbach auf GEA-Anfrage. »Abriegeln kann man die aber nicht.« Was, wenn trotzdem weiter Menschen das Verbot missachten? Dann greift das Infektionsschutzgesetz, so Külschbach. »Das geht von einem einfachen Bußgeld bis zur Freiheitsstrafe.« (kk)

17:56 Uhr Saison-Aus für die Handballerinnen der TuS Metzingen: Auf einer Vorstandssitzung der Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) wurde der Abbruch der Meisterschaftsrunde für die 1. und 2. Bundesliga beschlossen. Sportliche Absteiger wird es nicht geben, die Entscheidung über mögliche Aufsteiger steht noch aus. Auch über die Vergabe der internationalen Startplätze soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Die TuS Metzingen steht zum Abbruch der Saison auf Tabellenplatz drei, der zur Teilnahme am EHF-Cup berechtigen würde. Die Pokal-Endrunde Final4, für die sich die TuS qualifiziert hat, wird nicht am 23. und 24. Mai in der Stuttgarter Porsche-Arena ausgetragen. Eine Verlegung wird derzeit geprüft. (der)

17:20 Uhr  Im Kreisgesundheitsamt herrscht derzeit Hochbetrieb. »Für uns ist das eine nie erlebte Situation«, erklärt Leiter Dr. Gottfried Roller, gegenüber dem GEA. »Wir sind Tag und Nacht im Einsatz.« Der gesamte medizinische Bereich stehe angesichts der momentanen Herausforderungen vor großen Problemen. Roller vermutet, dass in absehbarer Zeit die Bestimmungen für das »Kontaktpersonen-Management« – sprich: die Auswahl der Menschen, die auf das Coronavirus getestet werden –  gelockert werden. »Wir werden diese umfangreichen Ermittlungen der Kontaktpersonen nicht mehr aufrecht erhalten können«, sagt er  und verweist auf die Stadt Stuttgart, wo schon jetzt nicht mehr in allen begründeten Verdachtsfällen Abstriche gemacht werden. Nur noch besonders gefährdete Personen würden getestet. Grund dafür sei –  neben der Überlastung des medizinischen Personals – auch, dass die Materialien für den Test ausgehen. (ps)

17:13 Uhr Vielleicht verschoben, aber ganz bestimmt nicht aufgehoben: Das »Kerngeschäft« am Reutlinger Amtsgericht läuft weiter, allerdings langsamer und unter Sicherheitsvorkehrungen. Viele Verhandlungen wurden auf einen späteren Zeitpunkt verlegt.  Etliche Richter erledigen die normale Bürotätigkeit von Zuhause aus – ganz ohne Probleme. (keg)

17:02 Uhr Lässt das Coronavirus Hochzeitspläne platzen? Viele Paare, die in den kommenden Wochen und Monaten heiraten wollten, befinden sich in der Schwebe. Eine Nachfrage bei Standesämtern zeigt: Zumindest die standesamtliche Trauung wird oft weiter vorgenommen. Aus Reutlingen heißt es: Bereits vereinbarte Trauungstermine im Rathaus und in den Rathäusern der Bezirksgemeinden finden statt. Im Trausaal dürfen sich jedoch außer dem Standesbeamten höchstens acht Personen aufhalten. Weitere Hochzeitsgäste müssen im Freien bleiben.

Sektempfang, Spaliere oder ähnliche Rituale dürfen nicht ins Rathausfoyer verlegt werden. Auch in Eningen wird die Zahl der Gäste beschränkt: Zehn Personen plus Brautpaar sind im Trauzimmer zugelassen. In Pfullingen sind zehn Personen inklusive dem Brautpaar erlaubt. Auf dem Rathaus in Lichtenstein und auf den Ortsämtern Honau und Holzelfingen sind maximal zehn Personen bei der Eheschließung zugelassen, im Trauzimmer auf Schloss Lichtenstein 15 Gäste. (hai)

16:49 Uhr Update: Heute morgen hatten wir hier im Ticker berichtet, dass die Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus bis einschließlich 14. Juni gilt. Das ist auch richtig. Aber: Einige Maßnahmen innerhalb der Verordnung gelten ausdrücklich nur bis einschließlich 19. April. Das sind:

  • Paragraph 1: Einstellung des Betriebs an Schulen, Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen
  • Paragraph 2: Der Studienbetrieb an den Universitäten, Pädagogischen Hochschulen, Kunst- und Musikhochschulen, Hochschulen für angewandte Wissenschaften, der DHBW und den Akademien des Landes
  • Paragraph 4: Schließung von Einrichtungen 
  • Paragraph 5: Einschränkung des Betriebs von Gaststätten

Welche Einrichtungen unter die einzelnen Punkten fallen, können Sie hier in der Verordnung nachlesen. (ege)

16:11 Uhr Auch in Reutlingen kontrollieren Ordnungshüter, ob sich Gastronomen an die Vorgaben der Landesregierung halten. Aktuell geht es der Ortspolizeibehörde laut Amt für öffentliche Ordnung nicht etwa darum, Geldbußen zu verhängen, die Kontrollen dienten zur Aufklärungsarbeit bei Einzelhändlern und Gastronomen, teilte die Pressestelle der Stadtverwaltung mit. Die Mitarbeiter seien unterwegs, um Fragen zu klären. Die betroffenen Betriebe müssen jetzt die notwendigen Vorkehrungen treffen. Wenn sie das in einigen Tagen immer noch nicht getan haben, drohen auch Bußgelder. (ele)

16:02 Uhr Wie die Pressestelle des Tübinger Landratsamts meldet, gibt es im Kreis Tübingen aktuell bestätigte 113 Corona-Fälle. (pm)

16 Uhr Nachdem die Geldautomaten in der Reutlinger Spardabank-Filiale in der Kaiserstraße heute Mittag kurzzeitig leer waren, sind Bargeldabhebungen nun wieder möglich. Die Filiale bleibt jedoch trotzdem geschlossen. (stan)

Foto: Niethammer
Foto: Niethammer

15:14 Uhr Gaststätten und Imbisse dürfen mit strengen Auflagen bis 18 Uhr geöffnet bleiben. Ab heute Abend wird der Kommunale Ordnungsdienst in Tübingen verstärkt in der Stadt unterwegs sein und die Einhaltung der Verordnung überprüfen. Das hat der städtische Krisenstab unter Leitung der Verwaltungsspitze in seiner heutigen Sitzung beschlossen. Dafür stockt die Stadtverwaltung die Teams auf und zieht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Bereichen ab. Auch in der Nacht sollen Streifen unterwegs sein. Oberbürgermeister Boris Palmer betont: »Wir tun alles dafür, die Sicherheit und Ordnung in Tübingen aufrechtzuerhalten. Das gilt gerade auch, wenn die Stadt in der Nacht leer ist.« (pm)

14:58 Uhr Das Verkehrsministerium verkündet, dass ab Montag, 23. März, das Angebot im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in ganz Baden-Württemberg reduziert wird. Bis dahin verkehren die Züge grundsätzlich nach dem regulären Fahrplan, heißt es weiter. Auf den Strecken im GEA-Verbreitungsgebiet ist dies allerdings nicht der Fall, das zeigte ein Blick in die Bahn-App: Auf Ammertalbahn, Ermstalbahn und Regionalbahn Tübingen-Plochingen gilt schon seit heute ein reduzierter Fahrplan. Mehr Infos zu den Bahnverbindungen gibt's hier. (kk) 

14:54 Uhr Die Tübinger Chemiefirma CHT hat für die geplante Produktion eines Desinfektionsmittels das OK der Berliner Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin bekommen. Normalerweise dauert ein solches Genehmigungsverfahren mehrere Monate. Inmitten der Coronakrise wurden die Weichen viel schneller gestellt. »Wir haben sofort mit der Produktion angefangen«,  berichtet Pressesprecherin Bianca Hauck und spricht von mehreren Tonnen, die in ein paar Tagen produziert werden können und dann in Ein- und Fünf-Liter-Kanistern zuerst an Einrichtungen in der Region ausgeliefert werden, die schon nach einem solchen Mittel bei CHT nachgefragt hatten. Konkret heißt das, das zuerst die Tübinger Kliniken, das DRK und Seniorenheime beliefert werden. An den Endverbraucher wird nicht verkauft. Da im Drei-Schicht-Betrieb produziert wird, ist man bei CHT zuversichtlich, die Nachfrage schnellstmöglich bedienen zu können. (al)

14:40 Uhr Der Eurovision Song Contest in den Niederlanden ist wegen »Unsicherheit für die Planungen durch das neuartige Coronavirus«, so die Europäische Rundfunkunion, abgesagt. (dpa)

14:29 Uhr Eine Metzgerei in Metzingen verkauft jetzt auch Klopapier. »Wir sind für euch da! Immer!«, lautet der Slogan auf dem Schild vom Notfall-Regal. (mewe)

Foto: Weber
Foto: Weber

14:25 Uhr Im Landkreis Sigmaringen haben sich Stand heute 48 Personen mit dem Coronavirus infiziert. (pm)

14:15 Uhr Der Einzelhandel in Reutlingen fährt runter. Christian Wittel, der Vorsitzende des Reutlinger Einzelhandelsverbands RT-aktiv, sprach von »nicht absehbaren Folgen« für die Händler in Reutlingen. »Was dramatisch ist, ist die lange Dauer«, sagte er. Die ersten Reaktionen der Unternehmer reichen nach seinen Worten  von Verzweiflung bis Optimismus. Besonders hart treffe es Händler mit einem hohen Warenvorrat und solche mit hohen Personalkosten. Der Handelsverband Baden-Württemberg lobte die wirtschaftlichen Erleichterungen, die die Bundesregierung gewähre, wie das jüngst verabschiedete Kurzarbeitergeld. Die Hilfen, so der Verband weiter, reichen allerdings nicht aus. Die Umsatzeinbrüche würden viele Händler in die Insolvenz treiben. (ele)

14:05 Uhr Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurde am Mittwochmorgen vom Landesgesundheitsamt und dem Gesundheitsamt Hohenlohekreis ein COVID-19-Todesfall eines über 80-jährigen Patienten gemeldet. Der Mann zählte aufgrund seiner Vorerkrankungen zu den Hochrisikopatienten. Er wurde am 15.03. positiv auf Covid-19 getestet und verstarb am Tag darauf in einem Krankenhaus. (pm)

13:45 Uhr Wer sich mit Medikamenten eindecken will, muss manchmal ein bisschen Zeit mitbringen: In Mössingen bildete sich vor der Steinlach-Apotheke eine Schlange, weil im Ladenraum nur eine Person zugelassen ist. 

Warteschlange vor der Steinlach-Apotheke: Nur eine Person darf in den Ladenraum. Foto: Jürgen Meyer
Warteschlange vor der Steinlach-Apotheke: Nur eine Person darf in den Ladenraum.
Foto: Jürgen Meyer

13:40 Uhr Zahnarztbesuch in Zeiten von Corona? »Viele Patienten sind verunsichert und fragen nach«, sagt ein Münsinger Zahnarzt. Wer nicht gerade heftige Schmerzen oder eine akute Baustelle im Mund hat, verschiebe seinen Termin auf später. Das ist auch richtig so, bestätigt Pressesprecher Florian Wahl von der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg: »Wir haben aktuell aufgrund der sich täglich ändernden Situation und den täglich neu eintreffenden Informationen empfohlen, verschiebbare Zahnarzttermine, zum Beispiel für prophylaktische Leistungen, auch tatsächlich zu verschieben, um das Infektionsrisiko für Praxispersonal und Patienten möglichst zu reduzieren.«

Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass Mund-Nasen-Schutze, Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel auf dem Markt nicht oder nur eingeschränkt erhältlich sind. Es gebe Lieferengpässe. Patienten, die am Corona-Virus erkrankt sind oder im Verdacht stehen, werden unter erhöhten Vorsichtsmaßnahmen behandelt, so Pressesprecher Wahl weiter. Dazu gehören unter anderem eine seitlich geschlossene Brille, ein langärmliger Kittel und eine Atemschutzmaske, die hohe Standards erfüllt. (ma)

13:02 Uhr »Liebe Reutlingerinnen und Reutlinger - die Coronakrise hat uns immer fester im Griff.« Oberbürgermeister Thomas Keck wendet sich per Video an die Bürger, die städtische Pressestelle hat es unter anderem auf dem Facebook- und dem Instagram-Kanal Reutlingens geteilt. Keck sagt, er könne gut verstehen, dass sich bei vielen Menschen nun große Verunsicherung breit mache. »Aber ich bin überzeugt, dass wir diese Kriese gemeinsam meistern können.« (kk)

12:26 Uhr Eine Leserin hat den GEA heute darauf aufmerksam gemacht, dass Bargeldabhebungen in der Reutlinger Spardabank-Filiale in der Kaiserstraße nicht möglich sind. Aber kein Grund zur Panik: Wie auf einem Aushang zu lesen ist, sollen die Geldautomaten noch im Laufe des Tages wieder befüllt werden. Ein Geldtransporter steht bereits vor der Bank. (stan)

Foto: Schitz
Foto: Schitz

12:00 Uhr Auf wichtigen Zugverbindungen in der Region gilt von heute an eine Reduzierung des Fahrplans. Das ändert sich:
Herrenberg - Tübingen (Ammertalbahn): Reduzierung auf einen durchgängigen Stundentakt. Die erste und letzte Zugverbindung des Tages bleibt erhalten.
Metzingen - Bad Urach (Ermstalbahn): Ausfall der Züge zwischen Metzingen und Bad Urach und Einrichtung eines Busnotverkehrs.
Regionalbahnen zwischen Tübingen - Metzingen - Wendlingen: Reduzierung des Angebots auf einen durchgängigen Stundentakt. Ausfall der Züge zwischen Wendlingen und Plochingen. Ausnahme: Die beiden ersten und letzten Züge des Tages verkehren von Tübingen bis Plochingen.
Pforzheim - Horb - Tübingen (Kulturbahn): Umstellung auf einen durchgängigen Stundentakt.

Ein Sprecher der Bahn in Berlin hatte auf GEA-Anfrage heute Vormittag mitgeteilt, dass er von den Plänen, den Betrieb in Baden-Württemberg umzustellen, nichts wisse. Das Verkehrsministerium war bislang nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, kündigte aber für heute eine Pressemeldung zu diesem Thema an. In der Bahnapp findet sich auf ausgewählten Strecken jetzte aber doch der Hinweis, dass in Abstimmung mit dem Land Baden-Württemberg seit heute der Verkehr reduziert wird. (ege)

11:36 Uhr Es vergeht in diesen Zeiten nahezu kein Tag, an dem es nichts zum Thema Klopapier zu berichten gibt. Hier zur Abwechslung nichts über Hamsterkäufe oder Menschen, die sich darum prügeln, sondern über Fußballstar Jerome Boateng, der sich mit Toilettenpapier fit hält.

11:27 Uhr Das Landratsamt Reutlingen hat alle Sammeltermine des Problemstoffmobils bis zum Ende der ersten Tour am 4. April abgesagt. Dies betrifft das Entsorgungsgebiet des Landkreises ohne die Städte Reutlingen, Metzingen und Pfullingen. (pm)

11:21 Uhr Was tun, wenn wenig geht? Ganz alleine eröffnen sich in Zeiten des Coronavirus viele Abenteuer, die sonst links oder rechts liegenbleiben. Man muss nur die Augen öffnen, und sich aufmachen. Eine Geschichte über ein Abenteuer ganz alleine auf dem Georgenberg. (zen)

10:49 Uhr Im Laufe des Tages erwarten wir Neuigkeiten über die Abstrichstelle, die voraussichtlich morgen in Reutlingen eingerichtet werden soll. An dieser Stelle nochmal der Hinweis: Diese Teststellen dürfen nur auf ausdrückliche Anweisung des Gesundheitsamts angefahren werden. Unsere interaktive Grafik zeigt, wie ein Abstrich funktioniert. (ege)

10:33 Uhr Politikredakteurin Karin Kiefhaber erklärt in ihrem Kommentar, warum sie Sätze wie »Ich fühle mich gesund und gehöre nicht zur Risikogruppe« nicht nur gedankenlos, sondern auch egoistisch findet.

9:54 Uhr Weil immer wieder Leser ungläubig fragen: Ja, die Maßnahmen der Landesregierung, die auch hier in Reutlingen gelten, werden vorerst bis einschließlich 14. Juni Bestand haben. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass das Sozialministerium diesen Termin verschiebt - nach vorne oder nach hinten. Nachlesen können Sie das auf der Website des Landes Baden-Württemberg ganz unten unter Paragraph 10. (ege)

9:34 Uhr Der Betrieb am Stuttgarter Flughafen geht weiter. Aktuell ist nur ein abgehender Flug gestrichen. Trotzdem ändert sich auch am Airport der Landeshauptstadt einiges: Neben angepassten Öffnungszeiten und diversen Schließungen bei Shops wird auch der Fernbusverkehr zum Flughafen sukzessive eingestellt. Regionalbuslinien verkehren laut einer Meldung auf der Flughafenhomepage planmäßig. Außerdem gibt es keine Nachtflugbeschränkung für Rückholflüge deutscher Staatsbürger im Ausland. (ege)

9:11 Uhr Die Gerüchte um eine vermeintliche Trump-Offerte für Curevac reißen nicht ab. Der Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Franz-Werner Haas betonte, es habe weder ein Angebot an Curevac gegeben, die Rechte an der Technologie zu sichern noch das komplette Unternehmen zu übernehmen – nicht vom Weißen Haus und auch nicht von anderen offiziellen US-Stellen. Niemand könne sich erklären, woher die Gerüchte stammten.

8:45 Uhr Ministerpräsident Winfried Kretschmann erklärt in einem Youtube-Video, warum sich die Zahl derjenigen, die sich mit Covid-19 infiziert haben, in den kommenden 10 bis 14 Tagen weiter stark steigen wird. Er bittet deshalb: »Die Kontakte, die Sie heute vermeiden, können morgen Menschenleben retten.« Außerdem sagt er, die Landesregierung bereite Direkthilfen in Milliardenhöhe vor, um kleinen und mittleren Unternehmen unter die Arme zu greifen und um eine Welle von Insolvenzen zu verhindern. (ege)

8:39 Uhr Weil die Maßnahmen, die die Bundesregierung beschlossen hat, nicht dekungsgleich mit denen der Landesregierung waren, kam es gestern bei Gastronomen zu Verwirrung. In Reutlingen reagierten sie teilweise ratlos und schockiert. Mittlerweile hat das Land seine Rechtsverordnung angepasst. Die Stadt Reutlingen hat auf ihrer Facebookseite klargestellt, was von heute an gilt. (ege)

7:52 Uhr Darf ich mit meinem Hund Gassi gehen, wenn ich in Quarantäne bin? Diese Frage haben uns einige Leser gestellt. Das Reutlinger Landratsamt beantwortet das so: Wer sich in behördlich angeordneter häuslicher Quarantäne befindet, weil er sich mit dem Coronavirus angesteckt hat, soll "für das Gassigehen ihr soziales Umfeld bzw. private Hilfsdienste in Anspruch nehmen".

Personen, die zuhause bleiben müssen, weil sie Kontakt zu infizierten Personen hatten »ist es unter Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gestattet, zu Zeiten geringen Bevölkerungsstroms und lediglich in einem zeitlich nur unbedingt notwendigen Umfang ihren Hund Gassi zu führen«. (ege)

7:13 Uhr Theoretischer und praktischre Unterricht in Fahrschulen ist bis auf Weiteres untersagt. Fahrschülern, die ihre praktische Prüfung verschieben mussten, droht das Verfallen der bereits abgelegten theoretischen Prüfung. Berufskraftfahrern, die die nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz erforderliche Teilnahme an einer Weiterbildung zum jeweiligen Stichtag nicht nachweisen können, droht das Verbot, Busse und Lkw des gewerblichen Verkehrs führen zu dürfen. Deshalb hat der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. die Landesregierung gebeten, rechtzeitig für ausgleichende Regelungen zu sorgen.

6:45 Uhr In Metzingen macht ein Laden nach dem anderen zu. Ein Rundgang.

6:30 Uhr Die Infektionen mit dem Coronavirus steigen und steigen. Bis die verschärften Maßnahmen gegen eine rasante Ausbreitung der Pandemie wirken, dauert es aber wohl bis zu zwei Wochen. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

Dienstag, 17. März 2020 

21:00 Uhr Wir verabschieden uns mit einem Corona-Erfahrungsbericht: Tom Kunze, der seinen richtigen Namen lieber nicht im Netz lesen will, hat sich mit dem Virus infiziert. Während sich das Leben draußen rasant verändert, haben er und seine Freundin das Haus seit sieben Tagen nicht mehr verlassen. Seine Erkältungssymptome sind schon wieder abgeklungen, der kurzzeitig verlorene Geschmackssinn ist auch wieder da. Wie fühlt es sich an, trotzdem weiterhin in Quarantäne zu sein? Der GEA hat mit ihm telefoniert, die ganze Geschichte lesen Sie hier. (kk)

20:50 Uhr Bislang wussten sie noch gar nichts von der sich rasant ausbreitenden Pandemie: GEA-Redakteur Denis Raiser hat zusammengefasst, wie die Big-Brother-Bewohner auf die aktuelle Corona-Nachrichtenlage reagiert haben. Mehr dazu lesen Sie hier

20:15 Uhr Der Württembergische Fußballverband hat sich entschieden, den Spielbetrieb im Amateurfußball bis zu den Verbandsligen frühestens ab dem 20. April wieder aufzunehmen. (pm)

20:11 Uhr Die Zahl der Neuinfektionen im Südwesten nimmt weiter stark zu: In Baden-Württemberg gibt es nach Angaben des Sozialminsteriums nun 1641 Corona-Fälle. Sechs Menschen im Land sind am neuartigen Virus gestorben. (pm)

20:00 Uhr Die Coronakrise macht sich nun auch bei der Schwäbischen Alb-Bahn bemerkbar: Schaffner dürfen ab sofort keine Fahrscheine mehr verkaufen und die Türen am Führerstand in den Zügen bleiben geschlossen. Die Fährgäste werden gebeten, ihre Fahrscheine vor Fahrtantritt im Internet oder per App zu erwerben. Die Verkaufsagentur mit Fahrkartenschalter im Bahnhof Münsingen bleibt bis auf weiteres geschlossen. Vorerst bleibt der Zugverkehr nach Fahrplan bestehen, aber für den Fall, dass sich die Situation verschlimmert, sind schon Notfahrpläne vorbereitet. (pm)

Foto: Cordula Fischer
Foto: Cordula Fischer

19:32 Uhr Deutschland will das weitgehende Einreiseverbot in die Europäische Union nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unverzüglich umsetzen. Dies habe die Bundesregierung mitgeteilt, hieß es am Dienstag aus EU-Kreisen. Zuvor hatte der »Spiegel« berichtet. (dpa)

19:15 Uhr Auch beim Autobauer Daimler stehen wegen des Coronavirus vorerst in vielen Werken die Bänder still. Ein Großteil der Produktion in Europa werde von dieser Woche an für zunächst zwei Wochen geschlossen, teilte der Konzern am Dienstag in Stuttgart mit. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

19:00 Uhr Ab sofort lässt Deutschland niemanden mehr von außerhalb der EU ins Land. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

18:36 Uhr Die Reutlinger Kreiskliniken weisen in einer Mitteilung dringlich darauf hin, dass an den Standorten Reutlingen, Bad Urach und Münsingen keine ambulanten Corona-Abstriche durchgeführt werden. (pm)

18:19 Uhr Nun hat die Gemeinde Eningen doch auch entschieden, die öffentliche Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 19. März, abzusagen. Zunächst war angedacht worden, das Treffen in die Grieshaber-Halle zu verlegen. »Es gab eine interfraktionelle Abstimmung«, erklärt nun aber Bürgermeister Alexander Schweizer. Das Ergebnis: Das Gremium will sich und andere keinem Risiko aussetzen. Unter anderem wäre in der Sitzung der Haushalt 2020 beraten worden. Für ihn gelte eine Interimszeit, die im Zweifel auch verlängert werden könnte, so Schweizer. Einen Nachholtermin für die Sitzung werde es frühestens nach Ostern geben. (hai)

18:11 Uhr Mittlerweile gibt es 43 bestätigte Corona-Fälle im Kreis Reutlingen. Es wurden insgesamt 598 Abstriche durchgeführt. (pm)

17:56 Uhr Wie das Reutlinger Landratsamt mitteilt, befinden sich aktuell vier Personen, die nachweislich an Corona erkrankt sind, in stationärer Behandlung im Reutlinger Klinikum am Steinenberg. Drei dieser Patienten wurden aus den evakuierten Fachkliniken Hohenurach überwiesen, eine Patientin von ihrem Hausarzt. Eine ältere Patientin mit Vorerkrankungen befinde sich in einem medizinisch kritischen Zustand. (pm)  

17:26 Uhr Aktuell sind viele öffentliche Plätze in Reutlingen wie ausgestorben. Seit der Wochenmarkt seine Stände abgebaut hat, ist auf dem Marktplatz tote Hose.

Foto: Niethammer
Foto: Niethammer

Ähnlich sieht es auch auf der Wilhelmstraße aus und das obwohl hier noch einige Geschäfte geöffnet sind.

Unnötig ist durch das Coronavirus wohl die Umweltspur auf der Lederstraße geworden. Zeitweise ist hier am Nachmittag in Richtung Pfullingen ohnehin kein einziges Fahrzeug unterwegs. Ein seltenes Bild. Die Messstation, die gewöhnlich für Schlagzeilen sorgt, wird's freuen. So gut war die Luft hier vermutlich seit Sturmtief Sabine nicht mehr. (ege)

17:24 Uhr Wer auf das neuartige Coronavirus getestet wurde, muss inzwischen bis zu fünf Tage auf das Ergebnis warten. Das teilt Landratsamts-Sprecherin Christine Schuster auf GEA-Nachfrage mit. Hintergrund sind die begrenzten Laborkapazitäten: Bisher werden die Abstriche am Landesgesundheitsamt in Stuttgart oder an einem von drei privaten Laboren im Land untersucht. »Wir sind mit weiteren Laboren im Gespräch und bestrebt, die Kapazität auszuweiten«, erklärt sie und fügt gleich hinzu: »Aber alle anderen Landkreise stehen jetzt natürlich vor dem gleichen Problem.« (ps)

17:12 Uhr Durcheinander herrscht in der Kneipen-Szene. Wer darf öffnen, wer muss dichtmachen? Grundsätzlich ist der Betrieb von Gaststätten untersagt. Ausnahmen gelten für die Speisegaststätten, wenn Tische in 1,5 Meter Abstand angeordnet sind. Aber was ist mit Imbiss-Stände, Döner-Buden, Cafés? »Diese Betriebe geben Speisen aus, also stellen sie auch Teil der Versorgungssicherheit dar, sie dürfen also geöffnet sein«, sagt Daniel Ohl, Pressesprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) im Land. Er betont aber auch, dass seine Aussage nicht rechtsverbindlich sei, sondern nur eine Interpretation der Regelung der Landesregierung. Geöffnet sein dürften seiner Meinung nach auch Cafés, die an Bäckereien angegliedert sind. Nicht aber Stehcafés oder Bars. Das seien getränke-orientierte Betriebe, für die es keine Ausnahmeregelung gebe. (oje)

16:12 Uhr Das Sozialministerium vermeldet den fünften Todesfall in Baden-Württemberg in Folge einer Corona-Erkrankung: Es handle sich um einen über-80-jährigen Mann aus dem Kreis Rottweil, der zuvor an einer chronischen Erkrankung gelitten habe. (pm) 

16:10 Uhr Die Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft ist notwendig und nachvollziehbar, schreibt GEA-Chefredakteur und Sportressortleiter Christoph Fischer in seinem Kommentar:

16:09 Uhr Für Manager Ferenc Rott von den Bundesliga-Handballerinnen der TuS Metzingen gibt es im dramatischen Überlebenskampf des Clubs in der Corona-Krise nur das Mittel, die Saison sofort abzubrechen und nicht mit einer Spielpause weiter auf Zeit zu spielen. Die wirtschaftliche Situation für die TuS-Frauen stelle sich absolut perspektivlos dar: ohne Spiele keine Einnahmen und ohne Einnahmen kein Fortbestehen. Rott: »Nie im Leben kann ich als Manager in einer Spielpause, wenn alle Sponsoren- und Ticketeinnahmen wegfallen, meinen Verpflichtungen nachkommen oder sie bewältigen.« (bib)

16:00 Uhr Die Hilfsbereitschaft ist auch in Reutlingen überwältigend: Fast im Minutentakt erhöht sich die Zahl der Mitglieder einer Facebookgruppe, die sich »#Nachbarschaftschallenge Reutlingen« nennt und von der Reutlinger Organisation Rosa initiiert wurde. In der Gruppe treffen sich Angebot und Nachfrage: Wer ist Zuhause und gehört zu einer Risikogruppe, und wer ist bereit, durch kleine Besorgungen oder Einkäufe auszuhelfen? Die Gruppe hat derzeit 910 Mitglieder. (co) 

15:49 Uhr In Metzingen hat die Metzgerei Wurz wegen der aktuellen Situation ihr Sortiment erweitert. Butter und Milch gibt es dort schon seit längerem zu kaufen, seit Montag zusätzlich auch Zucker und Mehl. »Als Lebensmittelladen möchten wir es den Kunden im Moment so einfach wie möglich machen«, sagt Geschäftsführer Michael Wurz. Das Angebot für die Grundversorgung habe man damit sinnvoll ergänzen wollen. Klopapier sei momentan noch nicht mit im Angebot, aber: »Sag niemals nie«, so Wurz. (mewe)

Die Metzgerei Wurz hat ihr Sortiment erweitert. Foto: Melinda Weber
Die Metzgerei Wurz hat ihr Sortiment erweitert.
Foto: Melinda Weber

15:33 Uhr Im Landkreis Sigmaringen gibt es nun 37 bestätigte Corona-Fälle. Aktuell sind im Kreis noch 219 Tests offen, das Gesundheitsamt rechnet mit weiter steigenden Fallzahlen. Anfang März riefen noch 20 Personen bei der Hotline des Gesundheitsamtes an pro Tag, vergangene Woche waren es im Schnitt schon 120 und am gestrigen Montag über 1500. (pm)

15:28 Uhr Im kompletten Naldo-Gebiet gilt ab Montag, 23. März, bis einschließlich Freitag, 17. April, der Ferienfahrplan. Die Nachtbusse in Reutlingen werden mit sofortiger Wirkung eingestellt, auch in Tübingen fahren keine Nachtbusse mehr. Dort sollen nach den Angaben der Stadtwerke allerdings Nacht-Sammeltaxis Abhilfe schaffen. (pm) 

14:48 Uhr Der Krise zum Trotz: Einige Tübinger lassen auf der Mauer am Neckar Seele und Füße baumeln

Foto: Gisel
Foto: Gisel

14:34 Uhr Einige Outlets hatten bereits gestern geschlossen, andere werden folgen. Der Vorstandsvorsitzende der Holy AG, Wolfgang Bauer, geht davon aus, dass im Lauf des heutigen Nachmittags weitere Läden ihre Pforten schließen werden, spätestens morgen, Mittwoch, dürfte alles zu sein. Derzeit, so Bauer weiter, warteten viele noch auf die entsprechende Verordnung der Landesregierung, die bis jetzt nicht vorliege, nachdem  Bund und Land gestern Abend entschieden haben, auch Outlets  wegen des immer mehr um sich greifenden Coronavirus schließen zu wollen. (füs)

14:32 Uhr Die UEFA verschiebt die Fußball-EM auf Sommer 2021:

14:30 Uhr Schlechte Nachrichten für alle Fans der Tigers Tübingen: Die Basketball-Saison in der 2. Bundesliga ProA ist fünf Spieltage vor Schluss vorzeitig beendet worden. Das wurde bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Clubvertreter in Frankfurt beschlossen. Absteiger wird es keine geben. Die auf Tabellenplatz eins und zwei liegenden Niners Chemnitz und Eisbären Bremerhaven erhalten das Aufstiegsrecht in die 1. Liga. Die Tigers-Spieler Tanner Graham und Sven Stammberger (beide Kanada) sowie John Jordan, Kris Davis, Diante Baldwin, Marvin Smith und Justin Strings (alle USA) sind heute bereits in ihre Heimat geflogen. (der) 

14:11 Uhr Die Tübinger Firma Curevac möchte den Impfstoff gegen das Coronavirus, der derzeit entwickelt wird, »wahrscheinlich im Juni in die erste Testphase schicken«, bestätigt Professor Peter Kremsner, der zugleich Studienleiter der Testphase sein wird. Der Tübinger Tropeninstitutsleiter Kremsner ist zugleich Vorstand des Comprehensive Infectious Disease Center des Uniklinikums Tübingen.

Das Team wird in der Testphase eng mit dem Paul-Ehrlich-Institut zusammenarbeiten. Kremsner hofft, dass der Impfstoff bereits im Winter einsetzbar ist. Außerdem startet er in der nächsten Woche mit dem Universitätsklinikum Tübingen und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf eine Therapiestudie. Dabei werden 200 ausgewählte Patienten getestet, ob die Malaria-Prophylaxe Chloroquin gegen das Coronavirus hilft. (mnk) 

14:01 Uhr Gestern erreichte den GEA die Meldung, dass beim Onlinehändler Bergfreunde.de, der seinen Sitz in Kirchentellinsfurt hat, Artikel wie Gaskartuschen und Trekking-Nahrung ausgehen würden. Diese Nachricht hat sich jedoch als Fake News herausgestellt. »Die Informationen sind falsch«, stellte ein Sprecher des Unternehmens auf GEA-Anfrage klar. »Wir raten generell von Hamsterkäufen ab«, ergänzt der Mitarbeiter. »Die Leute sollen vernünftig bleiben und nur kaufen, was sie auch brauchen.« (ege/mai)

13:43 Uhr Wie sich Reutlingens Senioreneinrichtungen der unsichtbaren Gefahr stellen lesen Sie hier:

13:33 Uhr Etwa 100 mal täglich nehmen wir unser Smartphone zur Hand. Regelmäßiges Reinigen, am besten zweimal am Tag, ist wichtig, um die Ansteckung mit dem Coronavirus zu minimieren. So geht's:
- Schalten Sie ihr Gerät aus.
- Tauchen Sie ein Mikrofasertuch in warmes Wasser und wringen Sie es aus.
- Wischen Sie die Oberfläche des Smartphones ab. Wichtig: Keinen Schwamm oder Papiertücher verwenden, diese könnten die Oberfläche zerkratzen.
- Einige Spritzer Desinfektionsmittel (ohne Bleichmittel und mit mindestens 70 Prozent Isopropylalkohol) auf ein weiches Tuch auftragen und das Handy abwischen. Am besten spezielle Desinfektionssprays für Smartphones verwenden.
- Alle zwei Tage empfiehlt sich eine Grundreinigung: Stecker, Rückseite, Zwischenräume müssen gesäubert werden. Wichtig: Nie die Handyhülle dabei vergessen. (mai)

13:25 Uhr Das Tübinger Unternehmen Curevac will am Mittwoch bei der Ethik-Kommission die Zulassung für eine klinische Studie des Corona-Impfstoffs einreichen, berichtet der SWR. Mehr dazu in Kürze hier im Ticker.

12:45 Uhr Auch die Reutlinger Arbeiterwohlfahrt (AWO) schließt wegen der Corona-Pandemie einige ihrer Einrichtungen. So bleibt der AWO-Tagestreff für Menschen in Wohnungsnot in der Aulberstraße 1 bis auf Weiteres geschlossen, ebenso das Sprach-Café »Mama lernt Deutsch« in der Rommelsbacher Straße 1. Nachdem der soziale Kleiderladen »fairKauf« schon den Betrieb eingestellt hat, bleibt ab sofort auch die Kleiderkammer in der Rommelsbacher Straße 1 zu. Die Notversorgung erfolgt über die Mitarbeiter der Fachberatungsstelle für Männer (07121 290505), ebenfalls in der Rommelsbacher Straße 1. Die Fachberatungsstelle bleibt geöffnet, allerdings wird ebenso wie in der Beratungsstelle für Frauen (Elisabeth-Zundel-Haus, Färberstraße 1, 07121 3811921) der Kontakt reduziert und auf die Möglichkeit der telefonischen Beratung verwiesen. (keg)

12:29 Uhr Das Sozialministerium vermeldet den vierten Todesfall in Folge einer Coronaerkrankung in Baden-Württemberg: Es handelt sich um eine über 80-jährige Bewohnerin eines Pflegeheimes im Landkreis Heilbronn, die zuvor an schweren Grunderkrankungen litt. (pm)

12:18 Uhr Apropos Klopapier: Die Gemeinde Fuchstal hatte 2006 versehentlich einen Klopapiervorrat für zwölf Jahre gekauft. Im März vergangenen Jahres wurde das letzte Blatt der gigantischen Lieferung abgerissen. Die Geschichte sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Ein Teil der Bestellung konnte noch rückgängig gemacht werden, sonst hätte der Vorrat für 24 Jahre gereicht. Aus heutiger Sicht wäre das gar nicht so schlimm gewesen. (ege)

12:03 Uhr Der Klopapier-Irrsinn geht weiter. Im Metro in Gomaringen wollte heute zwei Personen eine halbe Palette Toilettenpapier kaufen. Als andere Kunden sie für ihren Egoismus kritisierten, wurden diese beleidigt. Das bestätigte ein Mitarbeiter auf GEA-Anfrage. Handgreiflichkeiten gab es keine. Trotzdem bekamen die beiden Hausverbot. Da sie sich weigerten das Gebäude zu verlassen, wurde die Polizei alarmiert. Mit den Beamten legten sich die beiden Personen ebenfalls an. Gute Nachricht für die restlichen Kunden: Das Klopapier blieb da. (ege)

11:48 Uhr Auch in Lichtenstein sind Bürger derzeit dabei, einen Einkaufsdienst für alle Einwohner zu organisieren, die zu den Risikogruppen für eine Infektion mit dem Coronavirus zählen, vor allem für die Älteren. Unterstützt werden sie vom CVJM und der evangelischen Kirchengemeinde. Schüler, Studenten, aber auch Erwachsene, die Zeit haben, könnten sich dafür einbringen, schlagen die Initiatoren vor. »Jede und jeder, der sich gegen die Macht der Viren stemmen will, kann, darf und soll mitmachen«, heißt es in der Mitteilung. Infos unter 015205477746. Das Telefon ist von 8 bis 11 Uhr besetzt. (ps)

11:45 Uhr Wie geht's bei McDonalds in Reutlingen, Pfullingen und Metzingen weiter? Laut einem Mitarbeiter ist das aktuell noch völlig unklar. Man halte sich an die Abstandsregelung von 1,5 Metern zwischen den Tischen. Einige Stühle wurden weggeräumt, manche Tischgruppen sind gesperrt.

Bezüglich der Öffnungszeiten ist man bei McDonalds verwirrt. Der Grund: Angela Merkel sagte gestern, Gaststätten dürften von 6 bis 18 uhr geöffnet haben, in der Verordnung der Landesregierung war von Öffnungszeiten dagegen nichts zu lesen. Aktuell ist für die Filialen in Reutlingen, Pfullingen und Metzingen auch denkbar, dass nur noch der Verkauf über den Drive-in möglich ist. (ege)

11:35 Uhr Viele Männer werden erleichtert sein, viele Frauen nicht: Möbelhändler Ikea schließt von heute an alle 53 Einrichtungshäuser in Deutschland. Die Maßnahme gilt bis auf Weiteres. Der Online-Shop soll ebenso wie das Kunden-Servicecenter weiter geführt werden. (dpa)

11:30 Uhr Das Telefonnetz der Arbeitsagenturen und Jobcentern, darunter auch die Filiale in Reutlingen, ist überlastet Das Anrufaufkommen ist derzeit zehnmal so hoch wie gewöhlich. Deshalb soll nur in Notfällen angerufen werden. Deshalb gilt: Kunden müssen Termine nicht absagen. Es gibt keine Nachteile. Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen. Fristen in Leistungsfragen werden vorerst ausgesetzt. Die Kunden erhalten rechtzeitig eine Nachricht, wenn sich diese Regelungen ändern. (pm)

11:15 Uhr Volleyball-Bundesligist TV Rottenburg fährt gerade alle seine ausländischen Spieler zum Flughafen. »Wir haben nach dem Wochenende entschieden, die Jungs schnell heimzuschicken, weil in Deutschland gerade die Grenzen dicht gemacht werden«, sagte TVR-Manager Philipp Vollmer dem GEA. Kapitän Mitchell Penning, Karl Apfelbach (beide USA) Taichi Kawaguchi (Japan), Jared Jarvis (Kanada) und James Weir (Australien) haben sich gestern am Neckar-Ufer in Rottenburg nochmal mit ihren deutschen Teamkollegen getroffen, um sich zu verabschieden. (der)

11:01 Uhr Das Personal in der Diakonie-Sozialstation Pfullingen-Eningen wird knapp. Hier lesen Sie den kompletten Artikel:

10:43 Uhr Deutschlands größter Freizeitpark, der Europa-Park in Rust, verschiebt wegen des Coronavirus den Saisonstart. Statt am 28. März wird der Park frühestens am 19. April öffnen. Dies hänge jedoch von der weiteren Corona-Entwicklung ab. Auch die zum Park gehörende Indoor-Wasserwelt »Rulantica« bleibt bis dahin geschlossen. (dpa)

10:15 Uhr Gute Nachrichten sind aktuell selten. Umso schöner, wenn es eine zu verkünden gibt: Der ADAC leistet weiterhin Pannenhilfe. »Unsere Pannenhelfer sind unverändert in ganz Deutschland im Einsatz«, sagt der Leiter der ADAC-Pannenhilfe Thomas Reynartz. Wichtig sei, die bestmögliche Unterstützung aufrechtzuerhalten, ohne die Gesundheit der Fahrer zu gefährden. Die Fahrer seien angehalten, sich an die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Hygiene-Vorschriften zu halten. In Fällen, in denen es wegen der Ansteckungsgefahr nicht zumutbar sei, Personen in der Fahrerkabine mitzunehmen, unterstützen die Helfer vor Ort bei der schnellen Wahl einer Alternative. (pm)

9:35 Uhr Die Lage in den besonders stark von der Ausbreitung des Coronavirus betroffenen Ländern ändert sich laufend. Diese sortierbare Tabelle bietet einen Überblick, der aktuellen Fälle und ordnet sie mit Blick auf die Einwohnerzahl der jeweiligen Region ein.

9:30 Uhr Die türkische Basketball-Liga hat den Spielbetrieb noch nicht eingestellt. Der Reutlinger Mahir Agva, der früher auch bei den Togers Tübingen gespielt hat, läuft jetzt für Darüssafaka SK auf. Wie er mit der Corona-Krise umgeht, lesen Sie hier.

8:45 Uhr In Reutlingen wird derzeit eine Abstrichstelle eingerichtet. Sie soll voraussichtlich am Donnerstag in Betrieb genommen werden, wie eine eine Sprecherin des Landratsamts auf GEA-Anfrage bestätigte. Ganz wichtig: Die Abstrichstellen in Reutlingen, Münsingen und Tübingen dürfen nur auf Anweisung des Gesundheitsamts angefahren werden. (ege)

8:20 Uhr Der Reutlinger Wochenmarkt findet weiter statt, so auch heute. Nur die Kunden lassen sich nicht wirklich blicken. Dienstags ist das Gedränge nie so groß wie samstags, aber heute ist es fast gespenstisch still. (ege)

Foto: Egenberger
Foto: Egenberger

8:11 Uhr  In der Volksbank-Filiale am Marktplatz riecht es nach Desinfektionsmittel. Eine Dame reinigt nicht nur sämtliche Geldautomaten sondergn gleich die ganze Wand. Schutz vor Infektionen wird auch hier großgeschrieben. (ege)

Foto: Egenberger
Foto: Egenberger

8:05 Uhr Schon am Morgen zeigt sich in der Reutlinger Innenstadt, dass sich etwas geändert hat. Sämtliche Gesprächsschnipsel, die man aufschnappt, drehen sich um das Coronavirus. So diskutieren beispielsweise zwei Männer vor einem großen Modehaus darüber, wann hier dichtgemacht wird und was dann mit der Ware passiert.

Foto: Egenberger
Foto: Egenberger

Die Bäckerei Berger hat die Tische mit großem Abstand auseinandergestellt. Auf der Theke wurden jetzt Glasscheiben installiert, die irgendwie an schusssichere Scheiben erinnern. (ege)

7:55 Uhr Das Reutlinger Restaurant Vis-á-Vis in der Wilhelmstraße wird heute geschlossen bleiben. Wer dort schon mal essen war, weiß, im Gastraum ist es so kuschelig eng, dass die 1,5-Meter-Abstandsregelung zwischen den Tischen kaum einzuhalten wäre. »Wir werden euch vermissen und freuen uns auf das Wiedersehen«, steht in schwarzer Schrift auf einem Zettel hinter der Fensterscheibe. (ege)

Das Vis-á-Vis bleibt von heute an geschlossen. Foto: Egenberger
Das Vis-á-Vis bleibt von heute an geschlossen.
Foto: Egenberger

Viele weitere Gastronomen in Reutlingen sind von gesetzlichen Verbot der Landesregierung der Landesregierung betroffen. Sie reagieren teilweise ratlos und schockiert. Mehr dazu lesen Sie hier

7:20 Uhr Einen Tag nach Beginn der Zwangsferien für Schüler und Kindergartenkinder sind ab Dienstag in Baden-Württemberg auch so gut wie alle Freizeiteinrichtungen wegen des Coronavirus geschlossen. Wie jeden Dienstag kommt das Kabinett auch diese Woche planmäßig zusammen - allerdings wegen des grassierenden Coronavirus nur in virtueller Form. Mehr lesen Sie hier (dpa)

7:00 Uhr Newsletter aus Pfullingen: Die heute geplante öffentliche Sitzung des Gemeinderates ist abgesagt. Die Stadtbücherei Pfullingen bis voraussichtlich zum 19. April 2020 geschlossen. (pm)

Montag, 16. März 2020

21:00 Uhr Wir verabschieden uns mit einer guten Nachricht: Der aus Reutlingen stammende Medizinstudent Amandeep Grewal hat heute eine Facebook-Gruppe gegründet, über die sich Medizinstudenten vernetzen können, um bei Bedarf das Gesundheitssystem zu unterstützen. Die Gruppe heißt »Medizinstudenten vs. Covid-19« und hat acht Stunden nach ihrer Gründung bereits 204 Mitglieder. Grewal ist im 12. Semester und studiert eigentlich in Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei. Als sich die Lage bezüglich Grenzschließungen zuspitzte, beschloss er, in seine Heimatstadt zurückzukehren. Er hat viele Freunde aus Österreich und durch sie mitbekommen, wie die Krankenhäuser dort in den vergangenen Tagen verstärkt nach Medizinstudenten aus höheren Semestern gesucht haben. »Ich denke, dass es in Deutschland auch bald soweit kommt«, sagt Grewal - und dann will er helfen.

Bis dahin will er nun Kliniken anschreiben und die Gruppe bekannter machen. »Eigentlich müsste ich gerade lernen«, sagt er - am 31. März würde sein Staatsexamen anstehen. »Aber von uns kann sich gerade keiner konzentrieren.« (kk)

20:23 Uhr Ausgangssperre im Nachbarland: Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger drastisch ein. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen. »Wir sind im Krieg«, sagte Staatspräsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache. (dpa)

20:15 Uhr Nachdem die Verordnung der Landesregierung heute Mittag bekannt wurde, haben sich GEA-Redakteure auf den Weg durch die Stadt gemacht und nachgefragt: Wie gehen Gastronomen damit um? Müssen sie schließen oder können sie die 1,5-Meter-Abstandsregel einhalten? »Für uns Gastronomen ist das die härteste Krise, die wir je hatten«, sagt Moritz Neubert, der Vorsitzende der Reutlinger Gastro-Initiative (RGI). In den Kneipen und Restaurants der Stadt geht die Existenzangst um: Wirte fürchten um ihr Einkommen, Mitarbeiter um ihre Löhne.

Gerd Bauer, Inhaber der Salat- und Suppenbar in der Wilhemstraße, reagierte jedenfalls sofort und verschob noch am Nachmittag die Tische für den morgigen Arbeitstag - sodass der geforderte Abstand eingehalten wird. 

Besprechung vor der Salat- und Suppenbar: Tische müssen in Zukunft 1,5 Meter auseinander stehen, nur dann dürfen Speisegaststätten weiter geöffnet haben. Foto: Stanislav Schitz
Besprechung vor der Salat- und Suppenbar: Tische müssen in Zukunft 1,5 Meter auseinander stehen, nur dann dürfen Speisegaststätten weiter geöffnet haben.
Foto: Stanislav Schitz

Weiter unten auf der Wilhelmstraße im Bistro Visa-á-Vis zeigte sich Mitinhaberin Steffi Löwl schockiert: Mit dem in der Verordnung nun genannten Zeithorizont 15. Juni hat auch sie nicht gerechnet. Die Schließung bis Ende April wäre schon schwierig gewesen, sagt sie. »Ich hoffe, wir schaffen, das zu überbrücken. Wir hoffen auf Hilfen.« Das Alb-Gold-Restaurant Sonne in Trochtelfingen macht bis zum 19. April ganz dicht, teilen die Betreiber mit. Weitere Reaktionen von Gastronomen und Betreibern anderer Einrichtungen, die von der Landesverodnung betroffen sind, lesen Sie morgen in der gedruckten Ausgabe des GEA oder bei GEA+. (ele/stan/igl)

20:02 Uhr Im Tübinger Uniklinikum tragen alle Mitarbeiter mit Patientenkontakt ab sofort einen Mund-Nasen-Schutz. Alle öffentlichen Veranstaltungen am Klinikum bis einschließlich 19. April sind abgesagt, das Sportmedizinische Trainingszentrum schließt. (pm) 

19:55 Uhr Die Europäische Kommission will das Tübinger Unternehmen CureVac bei der Entwicklung eines Mittels gegen das Coronavirus finanziell unterstützen. Kommisionspräsidentin Ursula von der Leyen twitterte vor zwei Stunden, dass sie mit CureVac telefoniert habe - man müsse »as soon as possible« einen Impfstoff finden, der der ganzen Welt helfe. Mehr dazu lesen Sie hier. (kk)

19:30 Uhr Viele Verwaltungsgebäude in der Region schließen ab morgen für Besucher ihre Pforten: So das Landratsamt Reutlingen, das Rathaus Reutlingen, alle Reutlinger Bezirksämter, das Landratsamt Tübingen, auch das Rathaus Großengstingen sowie die Ortsverwaltungen Kleinengstingen und Kohlstetten. Alle betonen in den entsprechenden Mitteilungen, dass sie weiterhin per Telefon, Mail oder Post erreichbar sind. (pm)

19:22 Uhr Der Landkreis Tübingen hat nun 80 bestätigte Corona-Fälle. Die Corona-Hotline verzeichnete alleine heute 900 Anrufe, schreibt Pressesprecherin Martina Guizetti. Viele Menschen hätten Fragen zu Kinderbetreuung, Quarantäne und Kurzarbeitergeld gestellt. Guizetti betont: Für Fragen im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung solle man sich an seine Wohnortgemeinde wenden, bei arbeitsrechtlichen Fragen könne man sich beispielsweise auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales informieren. (pm)

19:20 Uhr Der Wochenmarkt in Tübingen findet weiter statt, teilt die Stadtverwaltung mit. Viele Bars und Clubs hatten dagegen am Wochenende zum letzten Mal geöffnet. Theo Kalaitzidis, der Pächter von »ButterBrezel«, »Collegium« und »Willi« sagt heute auf GEA-Nachfrage: »Die Situation gerade ist ein Desaster, selbst wenn man Rücklagen gebildet hat.« Die »ButterBrezel«, seinen Kellerclub, hat er bereits geschlossen. Seine beiden anderen Gaststätten dagegen sind aktuell noch geöffnet. Heute sei dort allerdings so wenig los gewesen, dass es sich eigentlich nicht lohne, den Betrieb weiter aufrecht zu erhalten – selbst wenn man es schaffe, die Abstands- und Kontaktpersonen-Regelungen der Landesregierung einzuhalten.

Aber Kalaitzidis hat viele Aushilfen, die finanziell auf die Einkünfte aus der Gastro angewiesen sind und für die eine Schließung fatal wäre, sagt er: »Mit denen bin ich gerade im Gespräch.« Morgen wolle er die Entscheidung fällen, ob er alles dicht macht – oder eine Gaststätte vorerst doch noch weiter betreibt. (kk)

Ausgestorbene Straßen am Samstagabend in Tübingen. Foto: Kammerer
Ausgestorbene Straßen am Samstagabend in Tübingen.
Foto: Kammerer

19:07 Uhr Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ruft alle Angehörigen von Corona-Risikogruppen zu besonderer Vorsicht auf: »Die Stadtverwaltung appelliert dringend insbesondere an alle Personen über 60 Jahre, zu Hause zu bleiben und alle Sozialkontakte auch zu jüngeren Familienangehörigen deutlich zu reduzieren.« Die Stadtverwaltung selbst schickt alle Beschäftigten ab 60 Jahren ins Home-Office oder bietet ihnen die Möglichkeit, kontaktlos zu arbeiten. Für Senioren wird in Tübingen ein Sammeltaxi eingerichtet, damit sie nicht mehr Bus fahren müssen. (pm) 

18:58 Uhr Die Uni-Bibliothek in Tübingen schränkt ihren Betrieb ein und wird diesen wohl im Laufe der Woche komplett einstellen. Laut Uni-Webseite wird es voraussichtlich noch bis Donnerstag (18.30 Uhr) die Möglichkeit geben, dringend benötigte Bücher in Selbstbedienung abzuholen. Die Theken sind ab sofort nicht mehr besetzt. Die Lern- und Arbeitsplätze werden gesperrt, die Buchungen der Gruppenräume storniert. Während der Schließzeit werden alle Mahngebühren ausgesetzt. Die digitalen Medien stehen weiterhin zur Verfügung. (der)

18:40 Uhr Das Landratsamt Reutlingen gibt die neusten Zahlen bekannt: Es gibt nun 34 bestätigte Corona-Fälle im Kreis. 

17:50 Uhr Nach der Verordnung der Landesregierung müssen auch die Kinobetreiber in Reutlingen morgen ihre Pforten schließen. "Für die Kinobranche ist das eine absolute Katastrophe", sagt Andreas Vogt, Geschäftsführer des Kamino in Reutlingen. Das Programmkino ist heute bereits geschlossen. Als Genossenschaftsladen hoffen wir auf die Solidarität unserer Mitglieder", sagt Vogt. Andere Kinos hätten es da noch schwerer als sie. Natürlich trage man auch im Kamino die Verordnung mit. "Dennoch ist das sehr bitter", sagt Vogt. Auch im Cineplex in Reutlingen bleiben von morgen an die Leinwände schwarz. (mai)

17:41 Uhr Wenn schon alle anderen öffentlichen Einrichtungen schließen: Der Kreistag hatte heute Nachmittag noch offen. Im wahrsten Sinn des Wortes – denn das Gremium tagte unter freiem Himmel auf dem Parkplatz hinter dem Landratsamt. Zu eng und zu schlecht belüftet wäre es im großen Sitzungssaal im Gebäude gewesen. Also raus mit den Tischen und Stühlen auf den Parkplatz, wo sich der virusgemäße Abstand leichter einhalten ließ.

Die Kreistagssitzung hat heute im Freien stattgefunden. Foto: Niethammer
Die Kreistagssitzung hat heute im Freien stattgefunden.
Foto: Niethammer

Auch wenn Veranstaltungen mit rund 80 Personen sonst absolut nicht mehr angesagt sind: Die Sitzung musste laut Landrat Thomas Reumann sein, weil die Kliniken sonst von Mai an ohne Führung gewesen wären. Der Wind verwehte so manche Sitzungsunterlage, aber nach zwei Stunden Frieren war der neue Managementvertrag für die Kreiskliniken beschlossen. Die Regionale Klinik Holding Ludwigsburg wird die drei Krankenhäuser künftig führen. (sä)

17:38 Uhr Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Montagnachmittag vom Landesgesundheitsamt 128 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus mitgeteilt. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf 1.105 an. Davon waren 613 männlich (55 Prozent). Das Durchschnittsalter beträgt 47 Jahre bei einer Spannweite von 1 bis 94 Jahren. (pm)

17:20 Uhr Je mehr sich die Coronakrise verschärft, desto größer wird auch die Solidarität. Vor allem Sportvereine gehen hier mit einem guten Beispiel voran. Nach den Handballern des TV Großengstingen (wir berichteten) hat nun auch der VfL Pfullingen seine Hilfe angeboten, ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen mit Einkaufsdiensten zu unterstützen. Der Verein ruft unter #wirfüreuch dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen. Gefällt uns. (der)

16:50 Uhr Auf Facebook nimmt der Ärger über Vorratskäufe zu. »An die Hamsterkäufer: Ihr seid echt Krank! Heute habe ich ein Verhalten erlebt, das mehr als frech und unverschämt ist«, schreibt eine Nutzerin. Dazu teilt sie ein Foto, das ein leeres Regal zeigt. »Solidarität fängt dort an, wo man den anderen etwas übrig lässt«, steht darauf. Zitat des Tages! (ege)

16:26 Uhr Von morgen an gilt in den Kreiskliniken ein Besuchsverbot. Diese Regelung betrifft bis auf weiteres die Standorte Klinikum am Steinenberg Reutlingen, Ermstalklinik Bad Urach und Albklinik Münsingen. (pm)

16:06 Uhr Die Kreistagssitzung findet aufgrund der Corona-Lage heute im Freien statt, die Gemeinderatssitzungen in Pfullingen und Lichtenstein wurden dagegen abgesagt. Der Eninger Rat tagt in der HAP-Grieshaber-Halle. (pm)

15:41 Uhr Die Mobilitätszentrale der RSV schließt ebenfalls bis zum Ende der Osterferien.

15:39 Uhr Das Hayinger Unternehmen BMW-Bayer, ein online-Shop für BMW-Motorräder, verkauft ab sofort keine Ersatzteile und Zubehör mehr in die USA. Der Grund: Donald Trumps Versuch, die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Tübinger Firma Curevac, für die USA zu sichern. »Mir geht es um das Prinzip«, sagt Inhaber Georg Bayer.

Von den über 10.000 Paketen, die der Händler jedes Jahr verschickt, gehen zwischen 200 und 300 in die USA. Dort zähle eigentlich jeder Kunde, aber: »Wenn Trump Medienberichten zufolge wirklich versucht hat, den Impfstoff nur für die USA zu kaufen, dann bleibe ich dabei. Ich verkaufe nichts mehr dort hin«, erklärt er. »Denn Trumps Angebot ist unmoralisch.« (mnk)

15:38 Uhr Auch das kirchliche Leben der Protestanten in Reutlingen wird heruntergefahren. Alle einmaligen und regelmäßigen Veranstaltungen sind bis auf weiteres abgesagt, das Haus der Familie und das Evangelische Kreisbildungswerk haben zu. Die Gemeindebüros der Kirchengemeinden und das kirchliche Dienstleistungszentrum Verwaltung im MatthäusAlber-Haus sind für den Publikumsverkehr geschlossen, telefonisch und per E-Mail jedoch erreichbar. (pm)

15:37 Uhr Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat ihre Empfehlungen für den Umgang mit Gottesdiensten in der Corona-Krise massiv verschärft. Alle öffentlichen Eucharistiefeiern und anderen Gottesdienste bis einschließlich 19. April sind abgesagt. Die Sonntagspflicht ist für diesen Zeitraum ausgesetzt. Die Kirchen in der Diözese bleiben geöffnet, um Gläubigen die Möglichkeit zum Gebet zu geben. Dies hat Bischof Dr. Gebhard Fürst zusammen mit dem von ihm geleiteten Krisenstab der Diözese am Montagvormittag beschlossen. Die Absage bis 19. April gilt auch für alle Veranstaltungen kirchlicher Träger.

15:32 Uhr Der mutmaßliche Versuch der US-Regierung, den Tübinger Impfstoff-Entwicker Curevac zu einem Standortwechsel zu bewegen, beschäftigt auch den Kreis der G7-Staaten. (dpa)

15:10 Uhr Sonnenbühl schließt ab morgen bis einschließlich 19. April ihre öffentlichen Einrichtungen, darunter auch das Ostereimuseum sowie die Bären- und Nebelhöhle. Außerdem wird von Mittwoch an im Kinderhaus Mäusenest in Genkingen eine Notfallbetreuung für Kindergartenkinder eingerichtet. Für Schüler (1. bis 6. Klasse) gibt es so ein Angebot in der Brühlschule in Genkingen. (pm)

14:51 Uhr Der Shutdown geht weiter. Von morgen an werden in ganz Baden-Württemberg, Vergnügungsstätten, Prostituionsbetriebe, Kultureinrichtungen, Bildungseinrichtungen, Kinos, Schwimmbäder, Saunen, Fitnessstudios und sonstige Sportstätten in geschlossenen Räumen dicht gemacht. Der Betrieb von Gaststätten wird ebenfalls untersagt. Vom Verbot ausgenommen sind Speisegaststätten, wenn sichergestellt ist, dass die Plätze so angeordnet sind, dass zwischen den Tischen eineinhalb Meter Platz sind. Außerdem müssen die Gastronomen gewährleisten, dass für einen Zeitraum von einem Monat mögliche Kontaktpersonen nachverfolgbar bleiben. Das geht aus einer Verodnung hervor, die die Landesregierung am Nachmittag verkündet hat Die Regelung gilt bis einschließlich 14. Juni. (pm)

14:36 Uhr Das Landratsamt Sigmaringen ist ab morgen vorerst bis zum 19. April für den Bürgerbetrieb geschlossen. Bürger können aber nach vorheriger Terminvereinbarung vorbei kommen, möglichst alle Anliegen sollen weiterhin bedient werden. Das teilt das Landratsamt Sigmaringen mit. Aktuell gibt es 28 bestätigte Fälle im Kreis. (pm)

14:18 Uhr Aus gegebenem Anlass fällt das Volleyball-Abitraining am 7. April in der Sporthalle des HAP Grieshaber Gymnasiums in Rommelsbach aus, das der GEA seit zehn Jahren gemeinsam mit dem Bundesligisten TV Rottenburg veranstaltet. Einen Ersatztermin wird es nicht geben. (der)

12:50 Uhr Der Vertrieb eines möglichen Corona-Impfstoffes des Tübinger Unternehmens CureVac ist noch völlig offen: Medienberichten zufolge hatte US-Präsident Donald Trump versucht, sich das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern. »Ein Angebot liegt uns nicht vor«, sagte ein CureVac-Sprecher der dpa am Montag. (dpa)

12:25 Uhr Von Dienstag an machen die Reutlinger Bäder dicht. Sie bleiben voraussichtlich bis nach den Osterferien geschlossen, teilten die reutlinger Stadtwerke in einer Pressemeldung mit. Eine Öffnung des Wellenfreibads werde trotzdem zum 1. Mai angestrebt. (pm)

12:20 Uhr Auch die Politiker vermeiden nun persönliche Treffen weitestgehend: Die Kabinettssitzung am Dienstag findet im Zeichen der Coronavirus-Krise nur virtuell statt, teilt die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mit. Außerdem teilte ein Regierungssprecher der dpa mit, dass die baden-württembergische Landesregierung derzeit keinen Katastrophenfall ausrufen will, wie beispielsweise Bayern. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

11:23 Uhr Der Shutdown geht weiter. Die Landesregierung will den Betrieb an allen Flughäfen in Baden-Württemberg wegen des Coronavirus einstellen. Den ganzen Artikel lesen Sie hier. (dpa)

Der Flughafen Stuttgart aus einem Flugzeug gesehen
Der Flughafen Stuttgart aus einem Flugzeug gesehen. Foto: Bernd Weissbrod/dpa
Der Flughafen Stuttgart aus einem Flugzeug gesehen. Foto: Bernd Weissbrod/dpa

10:57 Uhr Außergewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Lösungen: Um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus zu verringern, findet die heutige Kreistagssitzung auf dem Parkplatz des Landratsamtes statt. Für Besucher stehen Sitz- und Stehplätze zur Verfügung. Es wird keinen Live-Stream und keine Übertragung in den Mittleren Sitzungssaal geben. (pm)

10:35 Uhr Die Toilettenpapier-Hamsterkäufe in Reutlingen erreichen einen neuen Höhepunkt. In der Müllergalerie in der Wilhelmstraße, die heute Morgen um 9 Uhr geöffnet hat, wurde binnen eineinhalb Stunden so viel Klopapier verkauft wie sonst in einem ganzen Monat. Und das obwohl pro Einkauf nur zwei Packungen mitgenommen werden dürfen, sagt eine Mitarbeiterin. Verständnis für das Einkaufsverhalten der Menschen hat sie nicht. »Selbst wenn man in Quarantäne muss, dauert das zwei Wochen und kein halbes Jahr«, sagt sie. In einem großen Edeka-Markt in Reutlingen ist das Toilettenpapier zum selben Zeitpunkt schon ausverkauft. Trotz Mengenbegrenzung von zwei Packungen pro Einkauf und obwohl die die dreifache Menge vorrätig war, sagt ein Angestellter. Ähnlich groß sei die Nachfrage nach Mehl und Zucker. Die aktuelle Situation vergleicht der Angestellte mit einem »überstarken Weihnachtsgeschäft«. Trotzdem sei die Warenversorgung aktuell sichergestellt. (ege)

10:30 Uhr In Bayern gilt nun der Katastrophenfall: Um schnelle Entscheidungen treffen zu können, müssten Diskussionsabstimmungen verkürzt werden. Der Katastrophenfall gebe der Staatsregierung umfangreiche Steuerungs-, Eingriffs- und Durchgriffsmöglichkeiten. (dpa)

10:11 Uhr Donald Trumps Versuch, sich das medizinische Know-how des Tübinger Unternehmens Curevac exklusiv für die USA unter den Nagel zu reißen, hat für Kopfschütteln gesorgt. Politikredakteur Oliver Jirosch bezeichnet die Aktion als »moralisch zutiefst unanständiges Unterfangen«. Den ganzen Kommentar lesen Sie hier:

10:05 Uhr Die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis Sigmaringen ist auf 25 gestiegen. »Allen 25 Patienten geht es den Umständen entsprechend gut«, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie würden nur leichte Symptome wie Schnupfen, Fieber und etwas Husten zeigen. »Dennoch müssen wir uns im weiteren Verlauf auch auf schwere und kritisch verlaufende Fälle einstellen«, stellt Dr. Susanne Haag-Milz, Leiterin des Gesundheitsamts klar. Es wurden insgesamt 316 Personen getestet, 112 Personen aus dem Landkreis sind negativ getestet, 170 Befunde stehen aus. (pm)

9:11 Uhr Am Sonntag war in vielen Presseberichten zu lesen, dass die Bahn am Dienstag oder Mittwoch den Regionalfahrplan herunterfährt. Wie der Spiegel aus Bahnkreisen erfahren haben will, geschehe das, »weil man erwarte, dass viele Bahn-Mitarbeiter wegen der Betreuung ihrer Kinder nicht die Arbeit antreten können«. Auf GEA-Anfrage machte ein Bahnsprecher jedoch klar, dass der Verkehr in Baden-Württemberg nicht seitens DB Regio eingeschränkt wird. Das entscheiden die sogenannten »Aufgabenträger« also letztendlich die Verkehrsministerien. Ob in Baden-Württemberg Einschränkungen geplant sind und was das für die Strecke Tübingen - Stuttgart bedeutet, ist derzeit noch nicht klar. Der GEA hat eine entsprechende Anfrage beim Verkehrsministerium gestellt. (ege)

Foto: Egenberger
Foto: Egenberger

8:31 Uhr Die Coronakrise hat dramatische Auswirkungen für die gastronomischen Betriebe. Uwe Grauer, Pächter des vor wenigen Tagen neu eröffneten Alexandre am Marktplatz spricht über Umsatzeinbußen und Kurzarbeit. Mehr dazu lesen Sie hier.

8:10 Uhr Wer zwischen 8 und 10 Uhr sein Frühstück in der Bäckerei Berger in der Reutlinger Wilhelmstraße kaufen möchte, muss gewöhnlich etwas Zeit mitbringen. An der Theke stehen Kunden oft dicht bis an die Schiebetür, so dass diese überhaupt nicht mehr schließt, während vier Verkäuferinnen auf der anderen Seite versuchen, zu erkennen, wer denn nun als nächstes dran ist. Aber nicht heute. Auch die Bio-Bäckerei bekommt die Auswirkungen der Corona-Lage zu spüren. Kurz nach 8 Uhr ist kein einziger Kunde in der Filiale in der Innenstadt. So leer ist es sonst nie. »Die haben Angst«, sagt eine Verkäuferin. (ege)

7:20 Uhr Angesichts der derzeitigen Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus verschiebt die Erzeugergemeinschaft Albkorn ihre Feier zum 25-jährigen Bestehen, die am 29. März hätte stattfinden sollen. (pm)

7:15 Uhr Tübinger Tafel erklärt in einer ausführlichen Stellungnahme, wieso sie schließen muss. Mehr lesen Sie hier. (pm)

Sonntag, 15. März 2020

19:52 Uhr Gammertingen greift durch. Von Montag an sind alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern untersagt; Veranstaltungen mit Teilnehmerzahlen zwischen 20 und 50 müssen vorab im Rathaus gemeldet werden. Außerdem werden sämtliche städtische Einrichtungen geschlossen. Bürgermeister Holger Jerg begründet die Maßnahmen so: »Wir müssen solidarisch sein mit unseren älteren und kranken Mitbürgern. Wir müssen eine Überforderung unserer Krankenhäuser und des Gesundheitswesens vermeiden! Wir müssen die Ausbreitungsgeschwindigkeit reduzieren.« (pm)

19:14 Uhr Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am heute vom Landesgesundheitsamt (LGA) 150 weitere Fälle von bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet Die Zahl der Infizierten im Land steigt damit weiter an auf insgesamt 977. (pm)

19.10 Uhr In Pfullingen, Eningen und Lichtenstein gibt es eine Notfallbetreuung für Kinder. Welche Kinder infrage kommen und wie man sie anmelden kann, lesen Sie hier.

18:15 Uhr Der VfB Stuttgart führt wegen der Ausbreitung des Coronavirus derzeit keine Stadion-Touren mehr durch. Außerdem bleibt das Fan-Center geschlossen. (dpa)

17:49 Uhr Die neuesten Zahlen aus dem Kreis Tübingen: Es gibt nun 70 bestätigte Fälle, heißt es aus dem Landratsamt. Auf dem Festplatz, bei der Drive-in-Teststation sei auch am Sonntag wieder viel los gewesen. Wie der SWR fast gleichzeitig  vermeldet, gibt es in Stuttgart nun 150 bestätigte Fälle - die Zahl der Infizierten hat sich somit innerhalb eines Tages von 80 auf 150 fast verdoppelt. (GEA)

17:46 Uhr Es gibt einen Corona-Fall am Bad Uracher Graf-Eberhard-Gymnasium. Deshalb wird die Schule schon ab Montag geschlossen. Auch die Geschwister-Scholl-Realschule bleibt ab Montag geschlossen aufgrund der räumlichen Nähe. Das teilt die Uracher Stadtverwaltung mit. (pm)

17:09 Uhr Tübinger Nachtleben: Am Samstag war deutlich weniger los als sonst, manche Clubs hatten schon gar nicht mehr geöffnet. Um 1.15 Uhr wird im »Schwarzen Schaf« die Musik leise gedreht, das Licht geht an - das hat es dort an einem Samstagabend noch nie gegeben. (kk)

17:00 Uhr Der Wannweiler Bürgerbus bietet einen Einkaufs-Notdienst für alle, die lieber Zuhause bleiben möchten. Mehr lesen Sie hier (pm)

16:30 Uhr Ein Exklusivvertrag etwa mit den USA für einen Corona-Impfstoff kommt für das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac nicht in Frage. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

15:25 Uhr Deutschland schließt wegen Corona teilweise seine Grenzen. Mehr dazu hier 

14:45 Uhr Der kommunale Kindergarten in Ödenwaldstetten muss bereits ab Montag, 16.03. geschlossen werden. Die kommunalen Kindergärten in Eglingen und Meidelstetten haben an diesem Tag noch geöffnet. In begründeten Fällen haben Eltern aus Ödenwaldstetten die Möglichkeit, ihr Kind am Montag in diesen Einrichtungen betreuen zu lassen. (pm)

13:05 Uhr Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Tagen ihren Regionalverkehr deutlich einschränken. Damit reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise. Mehr lesen Sie hier (dpa)

12:07 Uhr Das Landratsamt Reutlingen aktualisiert die Zahl der laborbestätigten Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen auf 30. Angesichts von Autoschlangen vor dem Abstrichzentrum in Münsingen betont die Behörde: Das Zentrum ist nicht für die Öffentlichkeit geöffnet, sondern nur für geplante Abstriche des Kreisgesundheitsamts. (pm)

12:01 Uhr Zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus und in Anlehnung an das Vorgehen der vhs Reutlingen setzt auch die Partnervolkshochschule Gomaringen alle Kurse und Veranstaltungen ab Montag, 16. März, bis Sonntag,19. April 2020, aus. (pm)

12:00 Uhr Lange Autoschlangen am Abstrichzentrum Münsingen. Unsere Kollege Joachim Lenk hat sich das vor Ort angeschaut. Mehr lesen Sie hier

10:47 Uhr Schon vergangene Woche gab es Gerüchte, dass die Tübinger Firma Curevac, die eine Niederlassung in Boston hat, komplett in die USA zieht. Ein Unternehmenssprecher dementierte das auf GEA-Anfrage und sagte: »Tübingen bleibt Hauptsitz.« Zu den aktuellen Meldungen, dass sich die USA die Arbeit der Tübinger Wissenschaftler für viel Geld sichern wollen, gibt es aktuell kein Statement von Curevac. Auf GEA-Anfragen gibt es bislang noch keine Rückmeldung. (ege)

10.30 Uhr Nach Berichten, wonach sich die USA den bei CureVac in Tübingen entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus sichern wollen, fordert die Tübinger Linken-Fraktion eine verbindlichen Zivilklausel für alle Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen in der Unistadt. Mehr lesen Sie hier. (pm)

9:45 Uhr Aktuelles aus dem Tierheim Reutlingen: Auch hier wurde der Ostermarkt abgesagt, Besucher werden geben nur zu kommen wenn es wirklich sein muss. Fund- und Abgabetiere können weiterhin gebracht werden. (pr)

9:15 Uhr Ab Montag 16. März 2020 gibt es einen Corona-Andachts-Newsletter der Reutlinger Jubilategemeinde. Pfarrerin Silke Bartel wird täglich bis Ostern Gedanken, Gedichte, Gebete oder Lieder schreiben und sprechen, die jeder per Mail erhalten kann und als Audio-Datei im Netz findet: https://www.jubilatekirche-reutlingen.de/. (pr)

8:45 Uhr Das Pfullinger Hallenbad (Echazbad) ist ab heute bis auf Weiteres geschlossen.  (pr)

8:00 Uhr Zwischen Deutschland und den USA gibt es einem Bericht der »Welt am Sonntag« zufolge Auseinandersetzungen um ein Tübinger Unternehmen, das an einem Impfstoff gegen das Coronavirus arbeite.  Mehr lesen Sie hier (dpa)

7:00 Uhr Notfallpraxen unter Notfallnummer nur per Festnetz erreichbar: Wer wegen des Verdachts auf eine Coronavirus-Infektion eine Notfallpraxis erreichen will, darf die Notfallnummer nur vom Festnetz aus anrufen. Die Nummer laute 116 117 und habe keine Vorwahl, teilte die Kassenärztliche Vereinigung mit. Anrufe von einem Mobiltelefon aus würden aus technischen Gründen über ein bundesweites Call-Center geleitet, das wegen des großen Andrangs jedoch völlig überlastet ist. (dpa)

3:18 Uhr Dan Shi-Härle ist Geschäftsführerin des deutsch-chinesischen Unternehmens Grace Deutschland, das eine Zentrale in Pfullingen hat. Wie sie sich der Coronakrise stellt, lesen Sie hier.

2:27 Uhr In der Tübinger Innenstadt war Samstagnacht deutlich weniger los, als sonst: Im »Bären« bekam man problemlos einen Platz, der »Altstadt-Besen« war nicht voll, das Collegium lies nur eine begrenzte Zahl an Gästen rein. Das »Schwarze Schaf« in der Mühlstraße war der einzige Club, der noch geöffnet hatte. Die Tische auf der Tanzfläche, die normalerweise irgendwann zur Seite geräumt werden, blieben den ganzen Abend stehen. Der Andrang war auch hier sehr gering. Um 1.15 Uhr schloss der Club - das war an einem Samstag noch nie vorgekommen. (kk)

Alle Informationen, die zwischen 29. Februar und 15. März rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier.