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Aktuell Live-Ticker

Inzidenzen in der Region sinken, Nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte im Kreis Reutlingen bleibt zunächst

Während das Coronavirus Reutlingen und die Region Neckar-Alb weiter in Atem hält, halten wir Sie in unserem Live-Ticker über die Auswirkungen der Pandemie auf dem Laufenden.

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Seit März 2020 bestimmt das Coronavirus den Alltag der Menschen. Was darf ich, was nicht? Was darf öffnen, was bleibt geschlossen? Wie entwickeln sich die Infektionszahlen? Wie geht es mit den Impfungen weiter? Diese und mehr Fragen beschäftigen die Gesellschaft. Der GEA beantwortet viele dieser Fragen hier im Live-Ticker und versorgt Sie aktuell mit sämtlichen Informationen rund um das Thema Corona.

Sonntag, 5. Dezember

Kreis Reutlingen: Nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte bleibt zunächst

18:15 Uhr Auch wenn die 7-Tage-Inzidenz heute wieder unter den Wert von 500 gefallen ist, bleibt die nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte zunächst bestehen. Aufgehoben werden die lokalen Ausgangsbeschränkungen, wenn die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis an fünf Tagen in Folge unter 500 liegt. Nicht genesene und nicht geimpfte Personen dürfen zwischen 21 und 5 Uhr die Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen. (der)

Hospitalisierungsinzidenz sinkt, mehr Patienten auf Intensivstation

18 Uhr Die Hospitalisierungsinzidenz in Baden-Württemberg sinkt heute auf 6,11. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen beträgt 656. Das sind 15 mehr als am Vortag. Da die Auslastung der Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert 450 überschritten hat, gelten in Land derzeit die Regeln der Alarmstufe II. (GEA)

91 Neuinfektionen im Kreis Reutlingen, 35 im Kreis Tübingen

17:33 Uhr Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet für den Kreis Reutlingen für heute insgesamt 91 neue Corona-Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 im Landkreis Reutlingen seit Beginn der Pandemie auf 24.444. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Reutlingen sinkt auf 498,8. Für den Kreis Tübingen meldet das LGA 35 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen seit Beginn der Pandemie dort auf insgesamt 15.423. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Tübingen sinkt auf 361,1. (GEA)

Coronavirus

Infizierte, Geheilte und Todesfälle

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Stand:

Anzahl Infizierte absolut

Datenquelle: Landratsämter
Karte: © GeoBasis-DE / BKG 2019

Coronavirus

Entwicklung der Neuinfektionen

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Datenquelle: Landratsämter

Neue Ausnahmen von schärferen Zutrittsregeln in Baden-Württemberg

16:21 Uhr Von der seit dem Wochenende geltenden strengeren coronabedingten Zutrittsregelung soll es weitere Ausnahmen geben. Die Landregierung nimmt von der 2G-plus-Regel nicht nur wie bereits bekannt Menschen mit Boosterimpfung, sondern auch Genesene aus. Letztere müssen nachweisen, dass die Infektion maximal sechs Monate zurückliegt, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag weiter mit. Hintergrund ist, dass in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens auch Geimpfte und Genesene einen negativen Corona-Test brauchen. (dpa)

Mehr als 40.000 bei Demo gegen Corona-Maßnahmen in Wien

15:39 Uhr In Wien haben wie an den vergangenen Wochenenden am Vortag wieder mehr als 40.000 Menschen an Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen teilgenommen. In teils aufgeheizter Stimmung kam es zeitweise zu Auseinandersetzungen, wie die Polizei berichtete. Sie setzte unter anderem Pfefferspray ein. Zwei Polizisten wurden nach diesen Angaben durch pyrotechnische Gegenstände verletzt. Fünf Menschen seien festgenommen worden. Rund 1500 Menschen nahmen an einer Gegendemonstration teil. Die Maßnahmengegner kritisierten vor allem die geplante Impfpflicht. (dpa)

Protest in Österreich
Roter Rauch und Stinkefinger gegen die Polizei: Der Protest der Corona-Gegner in Wien. Foto: Florian Wieser/APA/dpa
Roter Rauch und Stinkefinger gegen die Polizei: Der Protest der Corona-Gegner in Wien. Foto: Florian Wieser/APA/dpa

Impfzentrum Mössingen startet jetzt durch

14:41 Uhr Wartende in der Impfschlange werden am Sonntag auf dem Mössinger Rathausplatz von DRK-Helfern mit Warmgetränken versorgt. Vom Montag, 6. Dezember an, werden in der ehemaligen Kreissparkasse auch Schnelltests, Antikörpertests und PCR/NAT-Tests angeboten. Die Mitarbeiter der Tübinger pharmaphant Apotheke sind durchgehend von 8 bis 18 Uhr im Einsatz und stellen die europaweit gültigen Zertifikate aus. Bei Bedarf auch länger. (mey)

Warmverpflegung für die Impfschlange in Mössingen.
Warmverpflegung für die Impfschlange in Mössingen. Foto: Jürgen Meyer
Warmverpflegung für die Impfschlange in Mössingen.
Foto: Jürgen Meyer

Einzelhandel mit Adventswochenende unzufrieden

12:36 Uhr Der deutsche Einzelhandel hat sich mit den Umsätzen am zweiten Adventswochenende unzufrieden gezeigt. Nach einem bereits schwachen Auftakt des Weihnachtsgeschäfts hätten Corona-Maßnahmen in den vergangenen Tagen für erhebliche Einbußen gesorgt, hieß es in einer Mitteilung des Handelsverbands Deutschland. »Die Einführung verschärfter Corona-Maßnahmen in Geschäften ist eine dramatische Zäsur im Weihnachtsgeschäft«, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. (dpa)

Polen und die Schweiz jetzt Corona-Hochrisikogebiete

11:08 Uhr Seit Mitternacht gelten Polen und die Schweiz wie schon fast 60 weitere Staaten als Hochrisikogebiete für eine Corona-Ansteckung. Die Einstufung nahm die Bundesregierung am Freitag vor. Das erschwert die Einreise aus diesem Ländern - auch für Deutsche, die von einem Geschäfts-, Familien- oder Urlaubsaufenthalt zurückkehren. Neu auf der Liste sind auch Liechtenstein, Jordanien und Mauritius. Schon vorher standen darauf die deutschen Nachbarländer Niederlande, Belgien, Österreich und Tschechien. (dpa)

Künftiger Minister Wissing rät von Reisen zu Weihnachten ab

10:13 Uhr Angesichts der vierten Corona-Welle rät der designierte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), an Weihnachten zu Hause zu bleiben und auf Reisen zu verzichten. »Der Winter 2021 wird dramatischer als der Winter 2020. Wir dürfen Corona nicht auf die leichte Schulter nehmen«, sagte er der »Bild am Sonntag«. »Kontaktbeschränkungen auch im privaten Bereich sind wichtig, um die Pandemie zu bekämpfen. In der aktuellen Situation scheint es sinnvoller, Weihnachten im kleinen Kreis zu Hause zu verbringen und keine größeren Reisen durchs Land zu planen.« Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus forderte eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen. (dpa)

Demonstrationen gegen Corona-Regeln in mehreren Städten

9:12 Uhr Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in verschiedenen Städten gegen die Corona-Regeln demonstriert. Allein in Hamburg gingen etwa 5000 sogenannte Querdenker und Impfskeptiker auf die Straße, wie eine Polizeisprecherin sagte. Angemeldet gewesen sei eine Teilnehmerzahl von 2000. Die seit Wochen jeden Samstag stattfindende Demonstration sei friedlich verlaufen, allerdings habe es Schwierigkeiten mit dem Abstandhalten gegeben. Proteste gab es unter anderem auch in Berlin, Potsdam, Hannover, Frankfurt und Reutlingen. (dpa)

Fast zwei Drittel für allgemeine Corona-Impfpflicht

8:34 Uhr Fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland befürworten eine allgemeine Corona-Impfpflicht, über die bald der Bundestag abstimmen wird. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 63 Prozent dafür aus, alle Menschen in Deutschland zur Immunisierung gegen das gefährliche Virus zu verpflichten. Nur 30 Prozent sind dagegen, 7 Prozent machten keine Angaben. (dpa)

Die aktuellen Zahlen der John Hopkins Universität

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 6.177.992 (gestern: 6.134.492) Menschen mit dem Coronavirus infiziert und 103.043 (102.951) sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (GEA)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

Samstag, 4. Dezember

In der Inneren Kelter in Metzingen-Neuhausen wird wieder geimpft

19:15 Uhr Ab Dienstag, 7. Dezember, impfen die Hausarztpraxis Hofbühl und das Metzinger DRK in der Inneren Kelter in Metzingen-Neuhausen gegen Corona. Verabreicht werden die Impfungen jeweils dienstags von 18 bis 21 Uhr und samstags (ab dem 11. Dezember) von 15 bis 18 Uhr. Die Stadt Metzingen unterstützt das Impfangebot und stellt die Innere Kelter samt Infrastruktur und IT zur Verfügung. Die Terminvergabe läuft online. Die Termine werden am Sonntag, 5. Dezember, ab 19 Uhr freigeschaltet und es wird nur jeweils ein Termin pro Person vergeben. Die Aufklärungs- und Einwilligungsformulare, die unter dem angegebenen Link eingestellt sind, müssen im Vorfeld unbedingt ausgedruckt und ausgefüllt mitgebracht werden. (pm)

Nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte im Kreis Reutlingen ab Sonntag

18:15 Uhr Im Landkreis Reutlingen gelten ab Sonntag Ausgangsbeschränkungen für nicht genesene und nicht geimpfte Personen, teilte das Landratsamt mit. Sie dürfen zwischen 21 und 5 Uhr die Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Das hat das Landratsamt bekanntgemacht, nachdem die Inzidenz am Samstag bei 506,4 lag. Die Corona-Verordnung des Landes sieht Ausgangsbeschränkungen für Stadt- und Landkreise vor, deren 7-Tage-Inzidenz an zwei Tagen in Folge bei mindestens 500 liegt. Am Freitag hatte das Landesgesundheitsamt einen 7-Tage-Inzidenz von 500,2 für den Landkreis errechnet. (pm)

Auslastung der Intensivstationen sinkt

17:58 Uhr Die Hospitalisierungsinzidenz in Baden-Württemberg sinkt heute auf 6,18. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen beträgt 641. Das sind 5 mehr als am Vortag. Da die Auslastung der Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert 450 überschritten hat, gelten in Land derzeit die Regeln der Alarmstufe II. (GEA)

Transparenzhinweis: Das LGA hatte zunächst falsche Werte übermittelt. 

167 Neuinfektionen im Kreis Reutlingen, 125 im Kreis Tübingen

17:41 Uhr Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet für den Kreis Reutlingen für heute insgesamt 167 neue Corona-Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 im Landkreis Reutlingen seit Beginn der Pandemie auf 24.353. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Reutlingen steigt auf 506,4. Für den Kreis Tübingen meldet das LGA 125 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen seit Beginn der Pandemie dort auf insgesamt 15.388. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Tübingen steigt auf 374,2. (GEA)

Scholz wirbt um Akzeptanz für härtere Corona-Beschränkungen

17:16 Uhr Im Kampf gegen die Corona-Welle hat der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) um Akzeptanz für härtere Einschnitte vor allem für Ungeimpfte geworben. Es hätten noch einmal »Einschränkungen für das Miteinander« festgesetzt werden müssen, die nach all der langen Zeit schwer zu ertragen seien, sagte er am Samstag in Berlin. »Aber eben weil nicht genug sich haben impfen lassen, müssen wir das noch mal machen.« Die scheidende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) rief nochmals zu Solidarität und mehr Impfungen auf: »Nehmen Sie das tückische Virus ernst.« Mindestens 13 Millionen Geimpfte haben inzwischen auch eine Auffrischungsdosis bekommen. (dpa)

Regierung prüft weitere Ausnahmen von der Testpflicht

16:44 Uhr Nach den jüngsten Erleichterungen von der Testpflicht für Menschen mit Auffrischungsimpfungen schließt die Landesregierung weitere Ausnahmen für Geimpfte und Genesene nicht aus. »Ob wir das eine oder andere machen werden, müssen wir noch überlegen«, sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) dem SWR. Nach Angaben einer Regierungssprecherin könnten zum Beispiel Menschen von der neuen strikten 2Gplus-Regel entbunden werden, die gerade erst ihre Zweitimpfung erhalten haben. Ausnahmen könne es womöglich auch für Menschen geben, die erst vor kurzem von Corona genesen seien, sagte sie zudem der dpa. (dpa)

Amateursport: Handball- und Volleyballspiele abgesagt

16:21 Uhr Der Handballverband Württemberg (HVW) hat den Spielbetrieb für dieses Wochenende abgesetzt. Wegen der »Kurzfristigkeit der Notverkündung durch die Landesregierung und der damit verbundenen 2G-Plus-Regel, nicht nur für Zuschauer sondern auch für alle beteiligten Sportler, Trainer und Schiedsrichter«, ruhe am Wochenende der Ball, steht auf der Homepage des HVW.»In der 3. Liga wird gespielt«, sagte Armin Geffke, der Handball-Abteilungsleiter des VfL Pfullingen. Höchstens 600 Zuschauer unter 2G-Plus-Bedingungen dürfen sich die Partie gegen den SV Kornwestheim anschauen. Auch der Württembergische Volleyball-Verband hat alles Spiele bis zur Oberliga an diesem Wochenende abgesagt (kre/pm)

Kretschmann: Schulschließungen nur, wenn nichts anderes mehr geht

15:47 Uhr Trotz der verschärften Corona-Lage will das Land die Schulen so lange es geht geöffnet lassen. Schulen würden erst geschlossen, »wenn gar nichts anderes mehr geht, bei Inzidenzen wie wir sie in Sachsen haben, bei etwa 2000«, sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Samstag am Rande des Grünen-Landesparteitags in Heidenheim. Derzeit liegt die landesweite Inzidenz bei 525,3 (Stand Freitag, 16.00 Uhr). Zwei Kommunen liegen laut Landesgesundheitsamt nur knapp unter der Inzidenz-Marke von 1000: der Schwarzwald-Baar-Kreis (975,7) und der Landkreis Tuttlingen (987,4). (dpa)

Reutlingen: Testpflicht in städtischen Kitas

15:08 Uhr In allen Kindertagesstätten in städtischer Trägerschaft gilt ab Dienstag, 7. Dezember, eine Testpflicht für Kinder. Durch die Maßnahme soll verhindert werden, dass die Infektion in die Einrichtung hinein- oder in die Familien hinausgetragen wird. Mit der Einführung der Testpflicht greift die Stadt den Wunsch vieler Eltern auf und möchte den Infektionsschutz erhöhen. Die von Oberbürgermeister Thomas Keck erlassene Anordnung gilt zunächst bis Sonntag, 28. Februar. Kinder müssen dann zweimal pro Woche einen negativen Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden ist, vorweisen. Testtage sind Montag und Donnerstag. (v)

Kretschmann sieht in Pandemie »Plage biblischen Ausmaßes«

14:27 Uhr Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht in der Corona-Pandemie eine »Plage biblischen Ausmaßes«. Kretschmann sagte am Samstag beim Grünen-Landesparteitag in Heidenheim: »Das ist für uns alle kaum mehr zu ertragen«. Das Gesundheitssystem stehe angesichts der gestiegenen Infektionszahlen »auf der Kippe«. Er sei in der Corona-Politik mit extremer Kritik und Erwartungen konfrontiert. »Ich bin weder der Pharao, der unterdrückt, noch der Moses, der befreit.« Kretschmann warb vor den überwiegend digital zugeschalteten Delegierten erneut für eine Impfpflicht: »Das Impfen ist der Moses, der uns aus dieser Pandemie herausführt«, sagte der 73-Jährige. Nur mit einer höheren Impfquote könne der »Teufelskreis« aus Lockerungen und Lockdowns gebrochen werden. (dpa)

Strobl fürchtet Radikalisierung von Protest bei Impfpflicht

13:12 Uhr Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl (CDU), hat vor einer Radikalisierung der Corona-Proteste im Fall einer Impfpflicht gewarnt. Nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes könne man davon ausgehen, dass »eine Impfpflicht die aggressive Haltung der Querdenker-Bewegung noch verstärkt«, sagte der baden-württembergische Innenminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. »Die Querdenken-Bewegung ist gefährlich für unsere freiheitliche Demokratie, und sie wird noch gefährlicher«, sagte Strobl.

Umfrage

»Sie meint, eine voranschreitende Diktatur zu erkennen, sie meint zunehmend einen delegitimen Staat zu erkennen, gegen den Widerstand gerechtfertigt sei.« Im Kampf gegen Corona sei es aber richtig, eine allgemeine Impfpflicht einzuführen. »Auch wenn es eine zunehmende Radikalisierung geben sollte: Wir lassen uns von Extremisten, Verschwörungsideologen und Antisemiten nicht abhalten, das Richtige zu tun.« Das Thema ist umstritten - unter anderem, weil führende Politiker eine Impfpflicht lange ausgeschlossen hatten. (dpa)

Stadt Tübingen stellt Gastronomen 4.300 Corona-Tests zur Verfügung

11:58 Uhr Am Freitag wurde verkündet, dass bereits am Samstag eine Testpflicht für die Gastronomie eingeführt wird. »Aber woher jetzt die Tests nehmen? Zum Glück hat die Stadt vorgesorgt«, schreibt Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer auf seiner Facebook-Seite. Demnach stellt die Unistadt für dieses Wochenende 4.300 Corona-Tests zur Verfügung. Eine Liste mit Restaurants, an denen man sich vor Ort testen lassen kann, liefert Palmer gleich mit. Er ruft auf: »Bitte unterstützt die Gastronomie, sagt nicht ab.« (der)

Gesundheitsminister verteidigt Corona-Regeln

11:28 Uhr Nach der massiven Verschärfung einiger Corona-Regeln unter anderem für Gastronomie und Freizeitbetriebe verteidigt der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) die Einschränkungen. »Ich war den ganzen Sommer unterwegs und habe gepredigt wie der Rufer in der Wüste - vor allem auch bezogen auf unser medizinisches Personal«, sagte Lucha dem Südwestrundfunk (SWR). Er habe zum Impfen aufgerufen und vor der Belastung in den Kliniken gewarnt. »Jetzt haben wir sehr viele Ungeimpfte mit schweren Verläufen und gleichzeitig bis zu 20 Prozent weniger Personal, weil die Beschäftigten seit 20 Monaten im Dauerstress sind«, sagte er weiter.

Einzelhandel nennt neue Corona-Regel verfassungswidrig

10:53 Uhr Der Einzelhandel fühlt sich durch die landesweite Einschränkung für ungeimpfte Kunden und zusätzliche Kontrollen benachteiligt und fordert finanzielle Unterstützung. »Mit Einführung der 2G-Regel für den gesamten Einzelhandel muss der Handel in Baden-Württemberg, der in den letzten 20 Monaten bereits zahlreiche Sonderopfer für die Gesellschaft erbracht hat, einen weiteren Schlag ins Gesicht hinnehmen«, sagte Sabine Hagmann, die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW). Regel und Kontrollen seien »verfassungswidrig und nicht zielführend bei der Bekämpfung der Pandemie«. Zudem gingen sie weit über einen zumutbaren Akt der Solidarität hinaus. (dpa)

Fackel-Protest vor Haus von Sachsens Gesundheitsministerin

10:02 Uhr Gegner der Corona-Politik haben am Freitagabend vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) protestiert. Das teilte eine Sprecherin der Polizei mit. Ihren Angaben zufolge versammelten sich etwa 30 Menschen laut rufend mit Fackeln und Plakaten vor dem Haus in Grimma. Als die Polizei eintraf, seien die Menschen in mehreren Fahrzeugen geflüchtet. 15 Autos wurden demnach von der Polizei angehalten, die Identitäten von 25 Menschen wurden festgestellt. (dpa)

Neue Regeln treten in Kraft: Testpflicht in Gastro und Zoos

9:20 Uhr Auf die Gastronomen, Liftbetreiber und Kartenverkäufer im Zoo kommt ein hartes Wochenende zu: Es gelten neue und deutlich schärfere Corona-Regeln. Weil die aber erst am späten Vortag veröffentlicht wurden, dürften die Details etlichen Menschen nicht bekannt sein. (dpa)

Studie belegt sehr hohen Corona-Schutz durch FFP2-Masken

8:44 Uhr FFP2-Masken bieten einen extrem hohen Schutz vor einer Corona-Infektion, wie Forscher des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation nach einer Studie berichten. Wenn sich ein infizierter und ein gesunder Mensch in einem Innenraum auf kurzer Distanz begegnen, liegt die Ansteckungsgefahr demnach auch nach 20 Minuten bei gut einem Promille (0,1 Prozent). Voraussetzung sei der korrekte Sitz der FFP2- oder KN95-Maske, schreibt das Team um Institutsdirektor Eberhard Bodenschatz in den »Proceedings« der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (»PNAS«). (dpa)

Die aktuellen Zahlen der John Hopkins Universität

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 6.134.492 (gestern: 6.072.299) Menschen mit dem Coronavirus infiziert und 102.951 (102.573) sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (GEA)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

Freitag, 3. Dezember

Vorzeitige Winterpause für Amateur-Fußballvereine

21:32 Uhr Die Fußballverbände in Baden und Württemberg haben entschieden, sämtliche ab dem 4. Dezember bis zum Jahresende angesetzten Verbandsspiele abzusetzen und in das neue Jahr zu verlegen, teilte der Württembergische Fußballverband (WFV) mit. Die Entscheidung war erforderlich, nachdem die Landesregierung bis zum Abend weder eine neue CoronaVO noch eine CoronaVO Sport verkündet hat. Zu erwarten ist jedoch, dass jedenfalls eine Kabinennutzung ab morgen nur noch unter 2G-Plus-Voraussetzungen möglich sein wird. Möglicherweise gilt dies zudem auch für die Sportausübung. Vor dem Hintergrund dieser Rechtsunsicherheit und ganz kurzfristig zu erwartender Verschärfungen, ist eine Fortsetzung des Spielbetriebs nicht zu vertreten.

Landkreis Reutlingen: Nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte droht

20:09 Uhr Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Reutlingen hat den ersten Tag den Wert von 500 überschritten. Am Freitag lag die 7-Tage-Inzidenz laut Landesgesundheitsamt bei 500,2. Sollte der Wert am Samstag erneut mindestens bei 500 liegen, sieht die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg (gültig ab 24. November) weitergehende lokale Beschränkungen vor, teilte das Landratsamt Reutlingen mit. Vorbehaltlich möglicher Änderungen durch die neue Corona-Verordnung, die noch am Freitag verkündet werden soll, würden diese Beschränkungen ab Sonntag gelten. Die Corona-Verordnung sieht als weitergehende lokale Beschränkungen unter anderem Ausgangsbeschränkungen für nicht genesene und nicht geimpfte Personen vor. Sie dürfen dann zwischen 21 und 5 Uhr die Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen. (pm)

Teststationen in der Tübinger Innenstadt mit längeren Öffnungszeiten

19 Uhr Das Land verschärft die Corona-Regeln und weitet die 2Gplus-Regel aus, unter anderem für den Besuch von Gastronomie, Kinos und anderen Freizeiteinrichtungen. Die Stadtverwaltung Tübingen erwartet dadurch eine verstärkte Nachfrage nach Schnelltest-Angeboten am Wochenende und in den Abendstunden und hat angeregt, dass die Testanbieter ihr Angebot ausbauen, teilte die Stadtverwaltung mit. Bereits am Samstag, 4. Dezember, ist die Teststation in der Stadtbücherei bis 17 Uhr geöffnet, am Sonntag zusätzlich von 14 bis 18 Uhr. (pm)

  • Teststation Marktplatz vor dem Rathaus: Montag bis Samstag 8.30 bis 18 Uhr, Sonntag 10 bis 16 Uhr
  • Teststation Uhlandbad: Montag bis Samstag 8.30 bis 18 Uhr, Sonntag geschlossen
  • Teststation Stadtbücherei: Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 17 Uhr, Sonntag 14 bis 18 Uhr
  • Teststation Haagtorplatz: Montag bis Sonntag 10 bis 13 Uhr und 14 bis 19 Uhr

 

Auslastung der Intensivstationen sinkt

18:36 Uhr Die Hospitalisierungsinzidenz in Baden-Württemberg steigt heute auf 6,6. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen beträgt 636. Das sind 19 weniger als gestern. Da die Auslastung der Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert 450 überschritten hat, gelten in Land derzeit die Regeln der Alarmstufe II. (GEA)

Jetzt doch Vorteile für Menschen mit Impfauffrischung

18:24 Uhr Für Menschen mit Impfauffrischung soll es im Südwesten jetzt doch Vorteile bei der 2G-plus-Regel geben. Das Gesundheitsministerium teilte in einer Kehrtwende am Abend mit, dass mit der neuen Corona-Verordnung, die am Samstagmorgen in Kraft treten soll, bei der 2G-plus-Regelung die Testpflicht für Geboosterte entfalle. Amtschef Uwe Lahl erläuterte: »Personen, die bereits geboostert sind, müssen überall dort, wo die 2G-plus-Regel gilt, keinen aktuellen negativen Corona-Test mehr vorlegen – also zum Beispiel in Gaststätten, im Zoo oder bei Freizeit- und Kulturveranstaltungen.« (dpa)

312 Neuinfektionen im Kreis Reutlingen, 132 im Kreis Tübingen

17:49 Uhr Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet für den Kreis Reutlingen für heute insgesamt 312 neue Corona-Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 im Landkreis Reutlingen seit Beginn der Pandemie auf 24.186. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Reutlingen steigt auf 500,2. Es gelten 10.625 Personen als genesen. Für den Kreis Tübingen meldet das LGA 132 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen seit Beginn der Pandemie dort auf insgesamt 15.131. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Tübingen steigt auf 367,2. Es gelten 12.483 Personen als genesen. (GEA)

Apotheker dämpfen Erwartungen an schnelles Impfangebot

17:16 Uhr Die baden-württembergischen Apotheker dürfen künftig zwar nach den neuen Bund-Länder-Beschlüssen gegen das Coronavirus impfen, sie dämpfen aber bereits die Erwartungen an einen schnellen Erfolg. »Für den Moment fehlen uns noch viele Details zur fachlichen und rechtlichen Ausgestaltung dieses Vorhabens«, sagte Tatjana Zambo, die Präsidentin des Landesapothekerverbands, am Freitag. Apothekerinnen und Apotheker müssten sich für den Impfprozess qualifizieren. Die Schulungsmaßnahmen nähmen aber Zeit in Anspruch. (dpa)

Ab Montag gilt 3G-Regel für Besucher des Landratsamts

16:41 Uhr Ab Montag gilt für Besucher des Landratsamtes die Pflicht zur Vorlage eines 3G-Nachweises, teilte das Landratsamt mit. Zutritt zu den Dienstgebäuden des Landratsamtes haben nur noch Personen, die entweder vollständig geimpft, genesen oder getestet sind. Ein Test kann in Form eines Antigen-Schnelltests (24 Stunden gültig) oder eines PCR-Tests (48 Stunden gültig) erfolgen. Der Nachweis muss von einer offiziellen Teststelle sein, beispielsweise von Arztpraxen, Apotheken oder Testzentren. Ergänzend zum 3G-Nachweis ist ein Ausweisdokument erforderlich. (pm)

Keine Vorteile für Menschen mit Impfauffrischung

16:10 Uhr Vorteile für Menschen mit einer Impfauffrischung sind in Baden-Württemberg derzeit nicht geplant. Den Weg, der in Niedersachsen gerade erwogen wird, gehe das Land auch wegen der anderen Infektionslage nicht, betonte das Gesundheitsministerium am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die 7-Tage-Inzidenz liege in Niedersachsen bei 205,9, in Baden-Württemberg bei 517,6. In dem nördlichen Bundesland wird diskutiert, ob Booster-Geimpfte nur die 2G Regel beachten müssen und auf den zusätzlichen Test verzichten können. Im Stuttgarter Ministerium hieß es, auch wenn das Land keine Ausnahmen machen werde, werbe es für die Booster-Impfung und baue die entsprechenden Impf-Angebote aus. (dpa)

Polizei soll Fokus auf Kampf gegen Corona-Sünder legen

15:29 Uhr Die Polizei soll sich an vielen Orten Deutschlands angesichts der hohen Infektionszahlen nun schwerpunktmäßig auf die Durchsetzung der Corona-Regeln konzentrieren. Das gaben die Innenminister Bayerns, Niedersachsens und Baden-Württembergs, Joachim Herrmann (CSU), Boris Pistorius (SPD) und Thomas Strobl (CDU), zum Abschluss der Innenministerkonferenz in Stuttgart bekannt. Die Polizei müsse nun Prioritäten setzen, die Kontrolle von Verkehrsdelikten sei da nachrangig, sagte Herrmann. Er hält die Einhaltung der Corona-Regeln für bedeutsamer als den Kampf gegen Falschparker und Raser. (dpa)

Landtag berät über Verschärfungen der Corona-Regeln

14:51 Uhr Nach der angekündigten Verschärfung der Einschränkungen und Verbote wegen der Corona-Pandemie wird der baden-württembergische Landtag die neuen Regeln in einer Sondersitzung beraten. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wird die Abgeordneten am Dienstag kommender Woche (15 Uhr) über die Bund-Länder-Gespräche und die Konsequenzen für den Südwesten auf den aktuellen Stand bringen, wie Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) am Freitag ankündigte. Geplant ist außerdem eine Aussprache. (dpa)

Ex-Corona-Hotspot Ischgl startet in Skisaison

14:08 Uhr Bei strahlendem Sonnenschein und mit frischem Neuschnee ist die österreichische Wintersportgemeinde Ischgl am Freitag in die Saison gestartet. An den Liften in dem Tiroler Ort, von dessen Après-Ski-Szene aus sich das Coronavirus Anfang 2020 über Österreichs Grenzen in viele Länder Europas verbreitet hatte, herrschte kaum Betrieb. Rund 150 Skifahrer stiegen am Morgen in der ersten halben Stunde in die frisch desinfizierten Kabinen der Silvrettaseilbahn. 

Praxen bekommen weiter zu wenig Corona-Impfstoff

13:36 Uhr Viele niedersächsische Arztpraxen werden auch in der kommende Woche weniger Corona-Impfstoff bekommen als erwartet. Nach Schätzungen der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN) haben die Praxen eine Million Dosen der Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna angefordert. »Etwas mehr als die Hälfte der von Ärzten bestellten Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs kann durch den Bund nicht bedient werden, so dass viele Praxen erneut von Kürzungen betroffen sein werden«, teilte der KVN-Sprecher am Freitag mit. (dpa)

Polen und die Schweiz werden Corona-Hochrisikogebiete

12:48 Uhr Wegen hoher Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag Polen und die Schweiz als Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Mit der Schweiz ist ein beliebtes Winterreiseziel der Deutschen unter den neuen Hochrisikogebieten. Auch Liechtenstein, Jordanien und Mauritius werden so eingestuft. Von der Risikoliste gestrichen werden Thailand, Usbekistan und St. Vincent und die Grenadinen in der Karibik. (dpa)

»Wellenbrecher« ist »Wort des Jahres« 2021

12:13 Uhr »Wellenbrecher« ist das »Wort des Jahres« 2021. Das hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag in Wiesbaden mitgeteilt. Das Wort stamme aus dem Küstenschutz und werde mittlerweile für Maßnahmen benutzt, die zum Schutz der Bevölkerung in der Corona-Pandemie angewendet werden, erklärte GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels. (dpa)

Chef des Landestheater Tübingen fordert: Schafft das »Plus« bei 2G ab

11:44 Uhr Wer seine Corona-Impfung aufgefrischt hat, solle im Theater von der verordneten 2G-Plus-Regel ausgenommen werden, fordert Thorsten Weckherlin,  Intendant des Landestheaters Tübingen (LTT), in einer Pressemitteilung. »In vielen Bundesländern gibt es in den Theatern – auch nach dem gestrigen Corona-Gipfel – diese unsägliche 2G-Plus Regelung nicht.« Da komme man mit 2G rein. Und das sei richtig. »Ich kann doch unserem Publikum, das geboostert ist, nicht mehr abverlangen, als notwendig ist«, sagt Weckherlin. Und überhaupt: »Dieses Plus ist eine Genugtuung für die Impfgegner und ein Drangsalieren der bereits geimpften Leute.« (pm)

LTT-Intendant Thorsten Weckherlin will für die Zeit nach dem Lockdown gerüstet sein. Daher stellt das Theater derzeit – fast ohn
LTT-Intendant Thorsten Weckherlin. Foto: Klumpp/LTT
LTT-Intendant Thorsten Weckherlin.
Foto: Klumpp/LTT

Spahn erwartet »traurigen Höhepunkt« um Weihnachten

11:06 Uhr Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die beschlossenen weitreichenden Corona-Beschränkungen für Ungeimpfte im Advent gerechtfertigt. »Wären alle erwachsenen Deutschen geimpft, steckten wir nicht in dieser schwierigen Lage«, sagte der CDU-Politiker in Berlin mit Blick auf deutlich höhere Anteile Ungeimpfter an Infizierten und Intensivpatienten. Selbst wenn die Maßnahmen schon morgen volle Wirkung zeigten, würden die Klinikbelastungen aber ansteigen, sagte Spahn. Deutschland werde die Zahl von mehr als 5.000 Corona-Patienten auf den Intensivstationen in den nächsten Tagen und Wochen deutlich übersteigen. Die Lage werde »rund um Weihnachten ihren traurigen Höhepunkt erreichen«. (dpa)

Testpflicht auch für Geimpfte in Restaurants in Baden-Württemberg

10:17 Uhr Auch Geimpfte und Genesene müssen in Baden-Württemberg künftig für den Restaurantbesuch einen negativen Corona-Test vorweisen. Für die Gastronomie gelte künftig die Regel 2G plus, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr. Zudem werden Großveranstaltungen angesichts der sich zuspitzenden Corona-Krise in Baden-Württemberg untersagt. Demnach wird für sämtliche Veranstaltungen wie Fußballspiele oder Kultur- und Freizeitveranstaltungen künftig eine »harte Obergrenze« von 750 Personen gelten. Alle Veranstaltungen jeglicher Art sollen künftig nur noch maximal 50 Prozent der möglichen Besucher zulassen dürfen. Die Regeln sollen bereits am Samstag in Kraft treten. (dpa)

Israel stellt Handy-Überwachung von Omikron-Infizierten ein

9:46 Uhr Israel hat die umstrittene Handy-Überwachung von Corona-Patienten, die mit der Omikron-Variante infiziert sind, nach wenigen Tagen wieder beendet. Angesichts »der aktualisierten Einschätzung der Lage« hätten sich Ministerpräsident Naftali Bennett und Gesundheitsminister Nitzan Horowitz dazu entschieden, teilte Bennetts Büro am Donnerstagabend mit. Die Handy-Überwachung durch den Inlandsgeheimdienst Schin Bet laufe in der Nacht zu Freitag aus und werde nicht verlängert. Abhängig von den Infizierten-Zahlen werde die Maßnahme wieder in Erwägung gezogen. (dpa)

Adventskonzert in Metzingen abgesagt

9:08 Uhr Der Musikverein Neuhausen/Erms sagt das für Sonntag, 5. Dezember, geplante Adventskonzert in der Zwölf-Apostel-Kirche in Metzingen-Neuhausen ab. Aufgrund der Pandemielage und der am Samstag in Kraft tretenden neuen Landesverordnung ist es nicht mehr möglich, das Konzert auszurichten. Um den Freunden des Musikvereins die Vorweihnachtszeit trotzdem etwas zu verschönern, zeichnen die Hofbühlmusikanten ihr weihnachtliches Programm in einem Video auf, das im Internet abgerufen werden kann. (v)

Skepsis nach Bund-Länder-Beschlüssen zu Corona

8:24 Uhr Nach den jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind Forderungen nach noch schärferen Maßnahmen laut geworden. So plädierte etwa der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Gernot Marx, für stärkere Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte. Auch Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt hält die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz für unzureichend. Städte und Gemeinden bezweifeln insbesondere, dass die von der Politik angestrebte Zahl von 30 Millionen Corona-Impfungen bis Weihnachten zu schaffen ist. (dpa)

Impfstelle in Metzingen nächste Woche jeden Tag offen

7:43 Uhr Seit knapp zwei Wochen sind mobile Impfteams des Landkreises Reutlingen in der Metzinger Festkelter auf Hochtouren am Werk. Zu Ärzten und weiterem Hilfspersonal aus den vier bis fünf Personen starken Impfteams stemmen Mitglieder der DRK-Ortsgruppe Metzingen und der Metzinger Feuerwehr sowie ein Hausmeister der Stadt den Betrieb. "Ab kommender Woche wird an allen Wochentagen geimpft", kündigt Bürgermeister Patrick Hubertz an, der im Corona-Krisenstab der Stadt seit Beginn der Pandemie aktiv ist. 200 Menschen pro Tag können drankommen, wie gehabt von 10 bis 16 Uhr. Bisher waren Dienstag und Sonntag ausgenommen. Die kostenfreien Termine sind online zu buchen: unter dem neuen Link www.kurzelinks.de/impfen-kreis-rt. (pfi)

Die aktuellen Zahlen der John Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 6.072.299 (gestern: 5.999.020) Menschen mit dem Coronavirus infiziert und 102.573 (102.183) sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (GEA)

Donnerstag, 2. Dezember 

Der 7-Tage-R-Wert liegt in Baden-Württemberg weiter unter 1

18:58 Uhr In Baden-Württemberg liegt der sogenannte 7-Tage-R-Wert weiterhin unter 1. Er liegt derzeit bei 0,93, nach 0,90 gestern. Die Reproduktionszahl (R) beschreibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Wenn die Reproduktionszahl größer als 1 ist, dann steigt die Anzahl täglicher Neuinfektionen. Wenn die Reproduktionszahl unter 1 liegt, dann sinkt die Anzahl täglicher Neuinfektionen. (GEA)

Auslastung der Intensivstationen sinkt leicht

18:43 Uhr Die Hospitalisierungsinzidenz in Baden-Württemberg sinkt heute auf 6,3. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen beträgt 655. Das sind 25 mehr als gestern. Da die Auslastung der Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert 450 überschritten hat, gelten in Land derzeit die Regeln der Alarmstufe II. (GEA)

287 Neuinfektionen im Kreis Reutlingen und 181 im Kreis Tübingen

18:34 Uhr Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet für den Kreis Reutlingen für heute insgesamt 287 neue Corona-Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 im Landkreis Reutlingen seit Beginn der Pandemie auf 23.874. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Reutlingen sinkt auf 471,0. Eine weitere Person ist in Reutlingen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Für den Kreis Tübingen meldet das LGA 181 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen seit Beginn der Pandemie dort auf insgesamt 15.131. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Tübingen steigt auf 367,2. (GEA)

Testpflicht für Kinder in Reutlinger Kitas ab 7. Dezember

18:21 Uhr Ab Dienstag, 7. Dezember, gilt in allen Kindertagesstätten in städtischer Trägerschaft eine Testpflicht für Kinder. Dadurch soll verhindert werden, dass die Infektion in die Einrichtung hinein- oder in die Familien hinausgetragen wird. Zuletzt war es bei Kindern sowie Erziehrinnen und Erziehern in den Einrichtungen vermehrt zu Infektionen mit Covid-19 gekommen. Bisher konnten Eltern ihre Kinder freiwillig zu Hause testen. Mit der Einführung der Testpflicht greift die Stadt den Wunsch von vielen Eltern auf und möchte den Infektionsschutz erhöhen. (pm)

Im Landkreis Tübingen müssen ab Samstag Clubs und Diskotheken schließen

18:17 Uhr Entsprechend der heute erfolgten Bund-Länder-Beschlüsse sind in Kreisen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 350 je 100.000 Einwohner Clubs und Diskotheken in Innenräumen zu schließen. Das gilt ab Samstag, 4. Dezember, auch für den Landkreis Tübingen. Darüber hinaus gilt für private Feiern und Zusammenkünfte eine Teilnehmergrenze von 50 Personen in Innenräumen und 200 Personen im Außenbereich. Es dürfen nur geimpfte und genesene Personen teilnehmen. Nahezu alle Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dieser Inzidenz. (pm)

Erweitertes Impfangebot im Landkreis Reutlingen

17:31 Uhr Nächste Woche wird das Impfangebot im Landkreis Reutlingen erneut erweitert. Ab Montag, 6. Dezember 2021, sind zusätzliche Impfteams im Einsatz, die an den bestehenden regionalen Impfstützpunkten weitere Impftermine ermöglichen. Außerdem wird am Stadion an der Kreuzeiche ein zusätzlicher Impfstandort eröffnet, an dem ebenfalls ab Montag geimpft werden kann. Die Terminvergabe startet am Freitag, 3. Dezember 2021, um 9 Uhr. Die Termine werden hier zur Verfügung gestellt. (pm)

Omikron unter dem Mistelzweig? - Ministerin rät vom Knutschen ab

16:57 Uhr Geht es nach einer britischen Ministerin, sollte vorweihnachtliches Techtelmechtel wegen der aktuellen Corona-Lage lieber auf das nächste Jahr verschoben werden. »Wenn Sie mich fragen, sollte unter dem Mistelzweig nicht unbedingt viel geknutscht werden. Das muss nicht sein«, sagte Arbeitsministerin Thérèse Coffey am Mittwochabend in einem Interview mit dem Sender ITV. Die britische Regierung hält trotz der besorgniserregenden Omikron-Variante bislang an ihrer Linie fest, dass Weihnachtsfeiern und andere gesellige Events nicht abgesagt werden sollten. Die Ministerin sorgte mit ihrem ungewöhnlichen Ratschlag daher für Furore, legte aber auf Twitter noch einmal nach: »Küsst keine Leute, die ihr nicht kennt«. (dpa)

Lehrerverbände wollen Diskussion um Schulschließung führen

15:57 Uhr In der Debatte über Verbote und Einschränkungen wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen sollten aus Sicht der Lehrkräfte an baden-württembergischen Gymnasien auch Schulschließungen nicht mehr ausgeschlossen werden. »Jede Überlegung zur Sicherung des Schulbetriebs muss jetzt auf den Tisch«, forderte der Landesvorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg (PhV BW), Ralf Scholl, am Donnerstag. »Auch Schulschließungen dürfen angesichts der Corona-Infektionslage kein Tabu mehr sein.« Der Verband vertritt nach eigenen Angaben rund 9.000 Gymnasiallehrerinnen und -lehrer in Baden-Württemberg. (dpa)

Verfassungsschutz: Impfpflicht radikalisiert »Querdenker«

15:20 Uhr Der Verfassungsschutz beobachtet im Zusammenhang mit den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie eine zunehmende Radikalisierung bei den sogenannten Querdenkern und in der rechtsextremen Szene von Baden-Württemberg. »Die Querdenker sehen sich in ihren Befürchtungen bestätigt, wonach sich mit der drohenden Impfpflicht abermals eine ihrer prophezeiten und von der Gesellschaft als Verschwörungstheorie abgetanen Einschätzungen bewahrheitet habe«, sagte ein Behördensprecher. Dies werde als Beweis für eine Diktatur und weiteres Indiz gewertet, dem Staat nicht mehr trauen zu können. (dpa)

Starke Zuschauer-Einschränkung bei Großveranstaltungen

15:15 Uhr Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird die Teilnehmerzahl für überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen deutlich eingeschränkt. Künftig dürfen maximal 30 bis 50 Prozent der Platzkapazität genutzt werden. In Innenräumen dürfen es aber höchstens 5000 Besucher und im Freien höchstens 15 000 sein, wie Bund und Länder am Donnerstag beschlossen haben.

Strenge Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

15:13 Uhr Auf nicht gegen das Coronavirus Geimpfte kommen in ganz Deutschland strenge Kontaktbeschränkungen zu. Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, seien auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts zu beschränken, heißt es in einem Bund-Länder-Beschluss vom Donnerstag. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres seien ausgenommen. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

Maskenpflicht für Schulen soll generell gelten

15:09 Uhr Zur Eindämmung der Corona-Pandemie soll in den Schulen generell eine Maskenpflicht für alle Klassenstufen gelten, auch dort, wo das bisher nicht der Fall ist. Das beschlossen Bund und Länder bei ihren Beratungen am Donnerstag. (dpa)

Apotheker und Zahnärzte dürfen künftig impfen

15 Uhr Die ersten Beschlüsse der Corona-Konferenz zwischen Noch-Kanzlerin Merkel und den Länderchefs sind da. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen künftig auch Zahnärzte, Apotheker und Pflegefachkräfte Impfungen gegen das Virus vornehmen dürfen. Der Bund werde den Kreis der dazu berechtigten Personen deutlich ausweiten, heißt es in einem Beschluss von Bund und Ländern vom Donnerstag. (dpa)

Infektionszahlen in Afrika in einer Woche um 105 Prozent gestiegen

14:37 Uhr Getrieben von der neuen Corona-Variante Omikron nehmen die Infektionszahlen in Afrika rapide zu. Mit Botsuana, Ghana, Nigeria und Südafrika ist Omikron mittlerweile in vier Ländern des Kontinents nachgewiesen, betont John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC). In ganz Afrika sind in der vergangenen Woche 52.300 Neuinfektionen gezählt worden - ein Anstieg um 105 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. 31.000 Neuinfektionen entfielen auf Südafrika. (dpa)

Industrieländer vs. Entwicklungsländer: Wer bekommt den Impfstoff?

14:10 Uhr Vor solch einem Schreckensszenario hatten viele gewarnt: Weil der globale Süden bei der Impfstoff-Verteilung zu kurz kommt, verbreitet das CoronaVirus sich dort ungehindert, mutiert und bringt gefährliche Virustypen hervor. Dass der Worstcase mit der Omicron-Variante jetzt eingetreten sein könnte, dürfte die Debatte befeuern: Ist die Freigabe von Patenten das richtige Mittel, um die Welt gegen Corona zu impfen? Wer bekommt den Impfstoff: Entwicklungsländer oder die Industrienationen? Diese Fragen hat sich GEA-Politikredakteurin Miriam Steinrücken in ihrem Artikel gestellt. (dpa)

Corona: Kliniken im Elsass lösen Notmodus aus

13:30 Uhr Angesichts steigender Corona-Zahlen auch in Frankreich haben mehrere Krankenhäuser im Elsass in eine Art Notmodus umgeschaltet. Das Universitätsklinikum Straßburg löste am Donnerstag den sogenannten Weißen Plan (»plan blanc«) aus, wie das Krankenhaus mitteilte. Damit wolle man den Betrieb umorganisieren, um die vollen Intensivstationen zu entlasten. Die Inzidenzen seien in Straßburg und Umgebung zuletzt stark gestiegen - genau wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Covid-Patienten. (dpa)

Wolfgang Grupp und Boris Palmer sind für die Corona-Impfpflicht

12:52 Uhr Der bekannte schwäbische Unternehmer und Chef des Textilunternehmens Trigema, Wolfgang Grupp, sowie der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer haben sich für eine Corona-Impfpflicht ausgesprochen. In einer Umfrage der Bildzeitung werden sie zitiert. Wolfgang Grupp sagte: »Ich bin für die Impfpflicht, weil ich finde: Wir sind es unserem Gegenüber schuldig, uns impfen zu lassen.« Boris Palmer wird mit den Worten zitiert: »Ich bin für die Impfpflicht, weil ich in Zigtausend Diskussionen die Impfgegner nicht davon überzeugen konnte, dass 2 plus 2 nicht 7 ist.« (GEA)

Tübinger Weg geht weiter: Stadt finanziert Tests für geimpfte Schüler

12 Uhr Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat beim Land angemahnt, auch für geimpfte Schüler kostenlose Tests anzubieten. Dies wurde laut Stadt abgelehnt. Die Fraktionsvorsitzenden im Tübinger Gemeinderat haben deshalb nun zugestimmt, die Kosten zu übernehmen. In Tübinger Schulen können sich daher jetzt auch geimpfte Kinder und Jugendliche bis zu dreimal pro Woche testen. Auch für die Beschäftigten der Stadtverwaltung werden mehr Tests angeboten. Laut Gesetz müssen sich Ungeimpfte täglich vor Arbeitsbeginn testen lassen. Der Arbeitgeber ist jedoch nur verpflichtet, zwei Tests pro Woche anzubieten. Deshalb bietet die Stadt den Beschäftigten tägliche Tests an. Auch Geimpfte haben dazu Zugang. (pm) 

Resttermine für Impfaktion in Bad Urach

11:30 Uhr Für die Bad Uracher Impfaktion am Samstag, 4. Dezember in der Ermstalhalle gibt es noch Resttermine. Es werden Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen mit mRNA-Impfstoffen verabreicht. Eine Booster-Impfung erhalten nur Personen, deren vollständige Grundimmunisierung im Juni 2021 oder früher erfolgt ist. Bei einer Impfung mit Johnson & Johnson muss die Impfung bis Ende Oktober erfolgt sein. Anmeldung und weitere Infos gibt es auf der Homepage. (GEA)

Zwiefaltener Bürgermeisterin: »Pandemiejahr wie im Flug vergangen«

10:50  Uhr Nach einem grandiosen Wahlsieg bei der Bürgermeisterwahl trat Alexandra Hepp am 1. Dezember 2020 ihren Dienst im Rathaus in Zwiefalten an. Kaum hatte sie die ersten Arbeitstage im Rathaus hinter sich, folgte damals pandemiebedingt ein Lockdown. Von diesem Zeitpunkt war ein geordneter Einstieg in ihre neuen Aufgaben nicht mehr möglich. Die Bürgermeisterin blickt auf ein unglaublich anstrengendes Jahr zurück. (GEA)

Alexandra Hepp ist seit einem Jahr Bürgermeisterin in Zwiefalten
Alexandra Hepp ist seit einem Jahr Bürgermeisterin in Zwiefalten. Foto: Heinz Thumm
Alexandra Hepp ist seit einem Jahr Bürgermeisterin in Zwiefalten.
Foto: Heinz Thumm

Neue Test- und Impfmöglichkeiten in Pfullingen

10:20 Uhr In diesen Tagen gehen in Pfullingen die neuen Impf- und Testangebote an den Start, die die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Ärzteschaft, dem DRK und der Feuerwehr auf die Beine gestellt hat. Im Dienstleistungs- und Einkaufszentrum (DEZ) sind gestern rund 100 Personen geimpft worden. Benjamin Wulff, Organisator der Aktion der Pfullinger Ärzte, zeigte sich mit dem Auftakt zufrieden. (GEA)

Thüringer Innenminister: Rechtsextreme nutzen Corona-Demos

9:45 Uhr Nach Ansicht des Thüringer Innenministers Georg Maier werden die Corona-Proteste in einigen Bundesländern von Rechtsextremisten unterwandert und für ihre Zwecke ausgenutzt. »Für Thüringen kann ich sagen, dass hinter etlichen dieser Versammlungen in der Vergangenheit und wahrscheinlich auch in der Zukunft, Rechtsextremisten stehen«, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Das Thema soll auch bei der Innenministerkonferenz besprochen werden, die noch bis Freitag läuft. (dpa)

Wirtschaft in Baden-Württemberg für Impfpflicht

9:12 Uhr Wenige Stunden vor Beginn der Bund-Länder-Gespräche über schärfere Einschränkungen haben Wirtschaftsvertreter aus Baden-Württemberg eine allgemeine Impfpflicht gefordert. In einem gemeinsamen Appell verwiesen sie auf sich schneller verbreitende Virusvarianten, eine drohende Überlastung des Gesundheitssystems und eine nicht ausreichende Impfquote. Die Impfpflicht sei »die einzige Perspektive, um aus dem Kreislauf von Einschränkungen und Lockerungen auszubrechen«. (dpa)

Austausch und Seelsorge für Covid-Betroffene in Reutlingen

8:36 Uhr Für Menschen, die an den Folgen einer Covid-Erkrankung leiden, einen Angehörigen durch Corona verloren haben oder denen die Begleitung einer erkrankten Person zu schaffen macht, gibt es in Reutlingen Hilfe. Die Evangelische Bildung bietet eine Gesprächsrunde unter der Leitung von Hildegard Renovanz-Grützmacher, Klinikpfarrerin im Ruhestand, an. Das erste Treffen findet am 14. Dezember, um 19.30 Uhr im Haus der Familie statt. Anmeldung unter 07121 /29611 oder info.bildung@kirche-reutlingen.de. Weiter Infos gibt's online. (pm) 

Mehr Covid-Tote in Bundesländern mit niedriger Impfquote

8:05 Uhr In Thüringen, Sachsen und anderen Bundesländern mit niedriger Impfquote sterben derzeit im Verhältnis zur Bevölkerung erheblich mehr Menschen an und mit Corona als im besser geimpften Norden Deutschlands. In Thüringen gab es demnach im Verhältnis zur Bevölkerung in den vergangenen sieben Tagen mehr als sechsmal so viele Corona-Tote wie in Bremen, dem Land mit der höchsten Impfquote. Nachzulesen ist das auf den »Corona Maps« des Instituts für Statistik der Münchner Universität. (dpa)

Olaf Scholz ruft bei Joko und Klaas zum Impfen auf

7:30 Uhr Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz hat als Gast der ProSieben-Entertainer Joko und Klaas einen eindrücklichen Impf-Appell an die Fernsehzuschauer gerichtet. »Mir ist wichtig, dass jede und jeder, der kann, sich impfen lässt. Nur das hilft«, sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in der ProSieben-Sendung »Joko und Klaas 15 Minuten live«. (dpa) 

Die aktuellen Zahlen der John Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 5.999.020 (gestern: 5.923.564) Menschen mit dem Coronavirus infiziert und 102.183 (101.794) sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (GEA)

Mittwoch, 1. Dezember 

Bundeswehr mobilisiert Tausende Kräfte im Kampf gegen Corona-Pandemie

19 Uhr Die Bundeswehr mobilisiert Tausende weitere Soldaten, um beim Kampf gegen die heftige vierte Corona-Welle zu helfen. Bis zum kommenden Dienstag wird das Kontingent von derzeit 8000 Kräften um weitere 4000 auf dann 12 000 Soldaten aufgestockt, wie die Streitkräftebasis in Bonn am Mittwoch mitteilte. Ein Drittel der Soldaten, also 4000, haben demnach eine Reaktionszeit von nur 48 bis 72 Stunden. Für die übrigen gelten abgestufte Reaktionszeiten von 7 bis 14 Tagen. (dpa)

Auslastung der Intensivstationen steigt

18:26 Uhr Die Hospitalisierungsinzidenz in Baden-Württemberg steigt heute auf 6,4. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen beträgt 630. Das sind acht mehr als gestern. Da die Auslastung der Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert 450 überschritten hat, gelten in Land derzeit die Regeln der Alarmstufe II. (GEA)

343 Neuinfektionen im Kreis Reutlingen und 135 im Kreis Tübingen

17:47 Uhr Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet für den Kreis Reutlingen für heute insgesamt 343 neue Corona-Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 im Landkreis Reutlingen seit Beginn der Pandemie auf 23.587. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Reutlingen steigt auf 473,7. Eine weitere Person ist in Reutlingen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Für den Kreis Tübingen meldet das LGA 135 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen seit Beginn der Pandemie dort auf insgesamt 14.950. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Tübingen sinkt auf 348,8. (GEA)

In eigener Sache

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

Impfangebote im Landkreis Tübingen

17:18 Uhr Landratsamt, Universitätsklinikum und DRK Tübingen haben die Impfangebote im Landkreis Tübingen deutlich ausgebaut. Am heutigen Mittwoch, 1. Dezember 2021 ist der derzeit größte Impfstandort in der Stefan-Hartmann-Halle in Tübingen-Hirschau (Im Gehrnfeld 15) an den Start gegangen. Dort können aktuell rund 600 Impfungen täglich durchgeführt werden. Es ist geplant, die Kapazitäten auf bis zu 1.200 Corona-Impfungen täglich zu erweitern. (pm) 

Söder: Verstöße gegen etwaige Impfpflicht müssten bestraft werden

16:39 Uhr Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat empfindliche Geldstrafen für Verstöße gegen eine mögliche Impfpflicht ins Spiel gebracht. Es gebe verschiedene Pflichten im Leben, die Gurtpflicht beim Autofahren gehöre beispielsweise dazu, sagte er am Mittwoch bei der Eröffnung einer neuen Impfstelle in Nürnberg. »Alles wird im Zweifelsfall durchgesetzt, mit Zwangsgeldern, die sich dann auch steigern können«, so Söder. (dpa)

Höchste Zahl gemeldeter Corona-Toter seit Februar

15:57 Uhr Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Toten hat den höchsten Stand seit neun Monaten erreicht. Die Gesundheitsämter übermittelten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 446 Fälle von Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, wie aus RKI-Zahlen von Mittwochmorgen hervorgeht. Ein höherer Wert wurde zuletzt am 20. Februar erreicht (490). (dpa)

Bislang knapp 60 Omikron-Infizierte in der EU erfasst

15:22 Uhr Mindestens elf EU-Staaten haben bislang das Auftreten der Coronavirus-Variante Omikron gemeldet. Wie die EU-Gesundheitsbehörde ECDC in einem Omikron-Update schrieb, gab es bis zum Mittwochmittag 59 erfasste Infizierte. Die in Stockholm ansässige Behörde listete dabei 16 Fälle in den Niederlanden, 14 in Portugal und 9 in Deutschland auf. Hinzu kamen gemeldete Infizierte in Italien, Dänemark (jeweils 4), Schweden, Österreich (jeweils 3), Belgien, Spanien (jeweils 2), Tschechien (1) sowie eine auf der zu Frankreich zählenden Insel Réunion. (dpa)

Studie: Corona gibt Rechtspopulisten europaweit Rückenwind

14:47 Uhr Die Corona-Pandemie dient Rechtspopulisten als Katalysator und hat ihnen in ganz Europa Rückenwind verschafft. Das ist ein zentraler Befund einer Studie des Mercator Forums Migration und Demokratie (Midem) an der Technischen Universität Dresden. Wissenschaftler hatten dafür Beiträge populistischer Parteien in zwölf Ländern quantitativ und qualitativ analysiert. (dpa)

Tübinger Uniklinik landet mit Corona-Video im ZDF »Heute Journal«

14:02 Uhr Die Uniklinik Tübingen hat bereits vor einem Jahr ein Video über die Behandlung von Corona-Intensivpatienten gedreht. Jetzt hat das ZDF »Heute Journal« den Clip in seiner Nachrichtensendung vorgestellt - und auch auf Instagram stößt der Clip auf große Resonanz. Mehr dazu lesen Sie hier. (mai)

Bund: Genug Dosen für Corona-Auffrischimpfungen

13:22 Uhr Für die bis Jahresende geplante Beschleunigung von Corona-Auffrischimpfungen ist laut Bundesgesundheitsministerium genug Impfstoff verfügbar. Aktuell würden bis einschließlich nächster Woche 28 Millionen Dosen ausgeliefert, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin. Eine Knappheit sei nicht zu sehen. Es hänge aber auch vom Bestellverhalten von Praxen und Impfstellen ab, dass Impfstoff sie erreiche. (dpa)

Schnelltestzentrum in Lichtenstein öffnet

12:47 Uhr Das Schnelltestzentrum der Gemeinde Lichtenstein nimmt am 3. Dezember wieder seinen Betrieb auf. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Bürger, die keine Covid-19-Symptome aufweisen und auch nicht in Kontakt zu einem positiv gemeldeten Coronafall stehen. Die Tests werden freitags von 16 Uhr bis 17 Uhr im Foyer der Lichtensteinhalle (Rathausplatz 30, Lichtenstein-Unterhausen) vom DRK Ortsverein Lichtenstein durchgeführt. Bei Interesse an einer Testung, muss vorab ein Termin über die Homepage der Gemeinde Lichtenstein gebucht werden.

BGH: Bei Geschäftsmiete im Lockdown keine Pauschallösung

12:01 Uhr Einzelhändler, die mit ihrem Vermieter über die Miete im Corona-Lockdown streiten, können voraussichtlich nicht auf eine pauschale Halbe/Halbe-Regelung hoffen. Das zeichnete sich am Mittwoch in einer Verhandlung des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe ab. (dpa)

Ärzteverband fordert Impfangebote in den Krankenhäusern

11:13 Uhr Den Krankenschwestern, Pflegern und Medizinern in Krankenhäusern sollte nach Ansicht des Ärzteverbands Marburger Bund an ihrem Arbeitsort eine Corona-Impfung angeboten werden. »Die Beschäftigen in den Kliniken, egal ob Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte oder Reinigungskräfte, müssen sich größtenteils selbst um Impftermine kümmern«, kritisierte der baden-württembergische Landesverband am Mittwoch in Freiburg. Die Termine seien aber meist ausgebucht, außerdem fehle es nach wie vor an Impfstoff. Der Impfappell der Politik laufe ins Leere, wenn es keinen niedrigschwelligen Zugang zum Impfstoff gebe. »Wir fordern das Land auf, hier zusätzlich Impfangebote vor Ort in den Kliniken anzubieten, um das Klinikpersonal schnell und unkompliziert durchzuimpfen«, sagte der zweite Landesvorsitzende des Marburger Bundes, Jörg Woll. (dpa)

In eigener Sache

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

Impftermine beim Engstinger DRK

10:26 Uhr Bereits im Juni gab es in Engstingen einen Impftermin. »Wir sind also schon erprobt«, sagt Nico Bayer, Bereitschaftsleiter des DRK-Ortsvereins Engstingen-Hohenstein. Da die Nachfrage nach Impfterminen derzeit so groß sei, die Hausärzte auf Wochen ausgebucht und in den Impfstationen momentan keine Termine verfügbar sind, organisieren die Engstinger DRK-ler einen Termin in der Freibühlhalle in Großengstingen. Sie haben eine Ärztin aus Genkingen dafür gewinnen können. Die Impfaktion ist am Samstag, 11. Dezember, von 9 bis 13 Uhr in der Freibühlhalle, Churstraße 38, in Großengstingen. Termine können ab sofort online gebucht werden. Zum Impftermin müssen mitgebracht werden ein gültiges Ausweisdokument, der Impfpass, die Krankenversicherungskarte, ein Medikamentenplan (wenn vorhanden), der ausgefüllte Anamnese-Bogen mit Einwilligungserklärung. Geimpft wird mit Moderna. (dpa)

Straßburg verschärft Regeln für Weihnachtsmarkt

9:36 Uhr Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen haben die Behörden im Elsass für den Straßburger Weihnachtsmarkt strikte Auflagen erlassen. Von Freitag an schließt der Weihnachtsmarkt bereits um 20 Uhr, verfügte die Präfektur nach Beratungen mit der Stadt am Dienstagabend. Außerdem sind der stark frequentierte Bereich zwischen den Plätzen Broglie und Kléber sowie Abschnitte mit Gastronomie von Freitag an nur noch mit dem Gesundheitspass, einem Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test, zugänglich. Die Kontrollen werden intensiviert und Verstöße rigoros bestraft. Für viele Corona-Verstöße greift in Frankreich eine Strafe von 135 Euro. (dpa)

Tübinger Notärztin Federle: »Sofort Beschränkungen einführen«

8:43 Uhr Die Tübinger Notärztin Lisa Federle hat sich in einem Interview mit dem Fernsehsender phoenix für harte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland ausgesprochen. Zu der Frage, ob ein neuer Lockdown nötig sei, antwortete Federle: »Wir kommen gar nicht darum herum.« (dpa)

Umfrage

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt zweites Mal in Folge

7:57 Uhr Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist zum zweiten Mal in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 442,9 an. Am Montag war ein Höchstwert von 452,4 erreicht worden, am Dienstag hatte der Wert leicht darunter bei 452,2 gelegen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 404,5 gelegen (Vormonat: 118,0). (dpa)

Die aktuellen Zahlen der John Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 5.923.564 (gestern: 5.854.884) Menschen mit dem Coronavirus infiziert und 101.794 (101.350) sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (GEA)

Dienstag, 30. November 

Der 7-Tage-R-Wert liegt in Baden-Württemberg unter 1

18:56 Uhr In Baden-Württemberg sinkt derzeit der sogenannte 7-Tage-R-Wert. Er liegt derzeit bei 0,89, nach 0,95 gestern. Die Reproduktionszahl (R) beschreibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Wenn die Reproduktionszahl größer als 1 ist, dann steigt die Anzahl täglicher Neuinfektionen. Wenn die Reproduktionszahl unter 1 liegt, dann sinkt die Anzahl täglicher Neuinfektionen. (GEA)

Scholz für allgemeine Impfpflicht bis spätestens Anfang März

18:31 Uhr Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz plädiert dafür, dass in Deutschland ab spätestens Anfang März eine allgemeine Impfpflicht gilt. »Mein Vorschlag ist ja, dass der Zeitpunkt, bis zu dem dann jeder und jede sich hat impfen lassen, auch nicht allzu fern liegt, also mein Vorschlag: Anfang Februar oder Anfang März«, sagte Scholz am Dienstag nach einer Bund-Länder-Konferenz beim Fernsehsender Bild. Er machte aber klar, dass die Entscheidung über eine Impfpflicht beim Bundestag liegt. (dpa)

Auslastung der Intensivstationen steigt leicht

18:05 Uhr Die Hospitalisierungsinzidenz in Baden-Württemberg steigt heute auf 6,3. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen beträgt weiterhin 622. Keine neuen Patienten sind demnach seit gestern auf Intensivstationen eingeliefert worden. Da die Auslastung der Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert 450 überschritten hat, gelten die Regeln der Alarmstufe II. (GEA)

233 Neuinfektionen im Kreis Reutlingen und 166 im Kreis Tübingen

17:40 Uhr Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet für den Kreis Reutlingen für heute insgesamt 233 neue Corona-Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 im Landkreis Reutlingen seit Beginn der Pandemie auf 23.244. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Reutlingen sinkt auf 435,5. Zwei Menschen sind in Reutlingen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Für den Kreis Tübingen meldet das LGA 166 Neuinfektionen und einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen seit Beginn der Pandemie dort auf insgesamt 14.815. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Tübingen sinkt auf 355,8. (GEA)

Erste Fälle der Omikron-Variante in Baden-Württemberg nachgewiesen

16:43 Uhr Das Gesundheitsamt Alb-Donau-Kreis hat heute vier Menschen gemeldet, die nachweislich mit der Corona-Variante Omikron (B.1.1.529) infiziert sind. Drei der Infizierten sind am 26. November und 27. November von einer Geschäftsreise aus Südafrika zurückgekehrt, die vierte Person kommt aus dem familiären Umfeld eines der Reiserückkehrer. Das teilt das Gesundheitsministerium in Stuttgart mit. Alle vier sind vollständig geimpft. Eine vom Landesgesundheitsamt durchgeführte Mutationsanalyse hat bestätigt, dass alle mit der neuen, besorgniserregenden Variante infiziert sind. Die Infizierten leben im Alb-Donau-Kreis sowie im Stadtkreis Ulm und befinden sich zusammen mit ihren Haushaltangehörigen in häuslicher Isolation. Alle vier mit Omikron infizierten Menschen weisen moderate Symptome auf. (pm/GEA)

Bund-Länder-Beratungen: Corona-Impfpflicht rückt näher

16:37 Uhr Angesichts der dramatischen Corona-Lage soll der Bundestag möglicherweise über eine allgemeine Impfpflicht abstimmen. Der voraussichtliche neue Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sprach sich in einer Bund-Länder-Schaltkonferenz am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur für eine entsprechende Abstimmung im Parlament ohne die sonst übliche Fraktionsdisziplin aus. Die von Union und Grünen geführten Länder forderten den Bund dort auf, die »Vorbereitungsarbeiten zur Einführung einer allgemeinen Impflicht zügig einzuleiten«. Die Impfpflicht könnte ab Anfang Februar greifen, wie aus von der SPD-Seite vorgelegten Vorschlägen hervorgeht. (dpa)

PCR-Abstrichstelle an der Kreuzeiche erweitert Testzeiten

15:58 Uhr Die PCR-Abstrichstelle an der Kreuzeiche erweitert ihre Testzeiten und öffnet ab sofort auch mittwochs von 13 bis 16 Uhr. Weiterhin werden PCR-Tests am Samstag und Sonntag jeweils von 14 bis 17 Uhr gemacht. (pm)

Südwest-Wirtschaft lehnt erneute Grenzschließungen ab

15:02 Uhr In der neu aufgeflammten Corona-Krise lehnt die Südwest-Wirtschaft die Schließung von Grenzen in Europa ab. »Erneute Grenzschließungen wären für die Unternehmen nur sehr, sehr schwer zu verkraften«, erklärte der Dachverband Unternehmer Baden-Württemberg am Dienstag in Stuttgart. Lieferketten in der Wirtschaft seien bereits weltweit beeinträchtigt, erklärten die beiden Verbandsgeschäftsführer Wolfgang Wolf und Peer-Michael Dick. Den Betrieben fehlten deshalb Vorprodukte. In der Autobranche macht beispielsweise der Mangel an Halbleitern erhebliche Sorgen. Zu Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr waren die Grenzen zwischen Baden-Württemberg und den Nachbarn Frankreich und Schweiz nahezu dicht gewesen. (dpa)

Aiwanger will Testpflicht für geimpfte Schülerinnen und Schüler

14:13 Uhr Der Parteichef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, will angesichts der hohen Infektionszahlen in Bayern Testlücken in Schulen schließen. Bereits geimpfte Schüler müssten sich derzeit nicht zwingend dem strikten Testregime unterziehen, das in den Schulen gelte - drei Mal wöchentliche Schnelltests für weiterführende Schulen und zwei Mal wöchentliche PCR-Pooltests in Grundschulen. Sie könnten aber als Geimpfte dennoch infiziert sein und das Virus auch weitergeben. »Wenn wir wegen der Corona-Pandemie schon vorgezogene Ferien diskutieren und die Schüler mit Maske im Klassenzimmer sitzen, ist es auch dringend nötig, alle Schüler zu testen, auch die Geimpften«, sagte Aiwanger am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Junge, fitte, geimpfte Menschen hätten oft im Falle einer Infektion kaum Krankheitssymptome. Deshalb könnten sie die Krankheit weitertragen, ohne es zu wissen. Aiwanger sprach sich gegen verlängerte Weihnachtsferien aus. Unkontrollierte Treffen mit Freunden ohne regelmäßige Tests seien ebenfalls nicht ohne Gefahren. (dpa)

Clubs und Weihnachtsmärkte sollen schließen

13:45 Uhr Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage eine scharfe Einschränkung öffentlicher Veranstaltungen angekündigt. Die Entscheidung darüber wurde zwar um einen Tag verschoben, Kretschmann kündigte aber an, dass Fußballspiele und Sportgroßveranstaltungen nur noch ohne Publikum stattfinden können. Freizeitbetriebe wie Clubs und Diskotheken werde man schließen. Weihnachtsmärkte sollen verboten werden. Auch die Abgabe von Alkohol im öffentlichen Raum soll untersagt werden, sofern sich die Lage auf den Intensivstationen nicht bessert. Kretschmann sagte, dass man diese weitergehenden Maßnahmen in dieser Woche beschließen wolle. Die neue Verordnung solle am Donnerstag in Kraft treten. (dpa)

Fast 55 Millionen Erwachsene haben vollständigen Impfschutz

12:59 Uhr In Deutschland sind mittlerweile knapp 55 Millionen Erwachsene vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht einer Impfquote von 79,1 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahre, wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht. »Von diesen 55 Mio hat mehr als jeder Sechste (9,66 Mio) den empfohlenen Booster bereits erhalten«, twitterte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag. Bei den 12- bis 17-Jährigen beträgt die Quote der vollständig Geimpften nach RKI-Angaben 46,1 Prozent. (dpa)

Schärfere Corona-Regeln in Baden-Württemberg aufgeschoben

11:45 Uhr Die baden-württembergische Landesregierung will nun doch nicht wie angekündigt bereits am Dienstag schärfere Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschließen. »Mit Blick auf die ja sehr kurzfristig angesetzte Schalte zwischen Bund und Ländern werden wir erst im Nachgang dazu die konkreten Maßnahmen für das Land festzurren«, teilte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte am Montag angekündigt, Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen wegen der sich zuspitzenden Pandemie verbieten oder zumindest erheblich beschränken zu wollen. Das sollte das Kabinett am Dienstag eigentlich beschließen. An den Verschärfungen wolle aber man festhalten, sagte die Sprecherin. Sie sollen vermutlich am Mittwoch per Umlaufverfahren beschlossen werden. (dpa)

Karlsruhe billigt »Notbremse«-Maßnahmen aus dem Frühjahr

10:53 Uhr Der Bund durfte in der dritten Pandemie-Welle im Frühjahr über die sogenannte Corona-Notbremse Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verhängen. Die Maßnahmen hätten in erheblicher Weise in verschiedene Grundrechte eingegriffen, seien aber »in der äußersten Gefahrenlage der Pandemie« mit dem Grundgesetz vereinbar gewesen, teilte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Dienstag mit. (dpa)

Söder will mindestens für Bayern Geisterspiele

10 Uhr Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will im Fußball Geisterspiele auch dann durchsetzen, wenn sich Bund und Länder nicht auf ein einheitliches Vorgehen wegen der angespannten Corona-Situation verständigen können. »Es macht auf absehbare Zeit keinen Sinn, wieder Zuschauer zuzulassen«, sagte er dem Bayerischen Rundfunk. »Es ist eine wichtige Forderung, dass wir heute bundeseinheitlich beschließen, dass wir künftig keine Zuschauer mehr machen. Wenn das auf Bundesebene nicht funktioniert, würden wir das für Bayern allein machen.« In Sachsen wird bereits ohne Zuschauer gespielt. (dpa)

Nervosität an Aktienmärkten steigt

9:12 Uhr Die neue Corona-Variante Omikron hat den Aktienmarkt im Griff. Nach skeptischen Aussagen von Moderna-Chef Stephane Bancel zur Wirksamkeit der bisherigen Impfstoffe gegen Omikron stieg am Dienstag die Nervosität der Anleger. Der Dax sank in der ersten Handelsstunde um 1,23 Prozent auf 15.092,56 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Börsenwerte ging es um 0,22 Prozent nach unten auf 33.976,70 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone notierte 1,4 Prozent tiefer. (dpa)

Baden-Württemberg will heute schärfere Regeln beschließen

8:20 Uhr Größere Menschenansammlungen in der Öffentlichkeit soll es angesichts rasant steigender Corona-Neuinfektionen und überlasteter Krankenhäuser in der Adventszeit im Südwesten nicht geben. Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen sollen in Baden-Württemberg wegen der sich zuspitzenden Pandemie verboten oder zumindest erheblich beschränkt werden, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Montag mitteilte. Sein Kabinett will heute deutlich schärfere Regeln beschließen. Im Anschluss an die Kabinettssitzung (12 Uhr) will er mit Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) die Beschlüsse erklären. (dpa)

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 452,2

7:53 Uhr Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erstmals seit mehr als drei Wochen wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 452,2 an. Am Montag war ein Höchstwert von 452,4 erreicht worden. Vor einer Woche hatte der Wert bei 399,8 gelegen (Vormonat: 153,7). (dpa)

Die aktuellen Zahlen der John Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 5.854.884 (gestern: 5.804.139) Menschen mit dem Coronavirus infiziert und 101.350 (100.960) sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (GEA)

Montag, 29. November

Auslastung der Intensivstationen steigt weiter

19 Uhr Die Hospitalisierungsinzidenz in Baden-Württemberg steigt heute auf 6,2. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen beträgt 622. Das sind 5 Patienten mehr als am Vortag. Da die Auslastung der Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert 450 überschritten hat, gelten die Regeln der Alarmstufe II. (GEA)

364 Neuinfektionen im Kreis Reutlingen und 68 im Kreis Tübingen

18:25 Uhr Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet für den Kreis Reutlingen für heute insgesamt 364 neue Corona-Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 im Landkreis Reutlingen seit Beginn der Pandemie auf 23.011. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Reutlingen steigt auf 459,8. Drei Menschen sind in Reutlingen seit Sonntag an oder mit dem Coronavirus gestorben. Für den Kreis Tübingen meldet das LGA 68 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen seit Beginn der Pandemie dort auf insgesamt 14.649. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Tübingen sinkt auf 372,5. (GEA)

Stiko appelliert abermals an Ungeimpfte

18 Uhr Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihre wissenschaftliche Begründung zu Auffrischimpfungen für alle Erwachsenen vorgelegt und einen Impfaufruf an Ungeimpfte gerichtet.Die Zahl der Covid-19-Krankenhausaufnahmen sei bei ihnen je nach Alter und Region 5- bis 15­fach höher als bei Geimpften, heißt es. Die Zahl der noch nicht geimpften Erwachsenen in Deutschland wird mit 15 Millionen angegeben. Dies trage maßgeblich zur vierten Welle bei, schreibt das Gremium. (dpa)

25.000 Zuschauer haben am Freitag in der Mercedes-Benz-Arena den 2:1-Sieg des VfB Stuttgart über FSV Mainz 05 gesehen.
25.000 Zuschauer haben am Freitag in der Mercedes-Benz-Arena den 2:1-Sieg des VfB Stuttgart über FSV Mainz 05 gesehen. Foto: Tom Weller/dpa
25.000 Zuschauer haben am Freitag in der Mercedes-Benz-Arena den 2:1-Sieg des VfB Stuttgart über FSV Mainz 05 gesehen.
Foto: Tom Weller/dpa

Landkreis Reutlingen baut Impfangebot aus: 1.600 Impfungen täglich

17:20 Uhr Der Landkreis Reutlingen hat für sein Impfkonzept am Freitag den Zuschlag des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration erhalten. Mit der Zusage des Landes kann das Impfangebot erheblich ausgebaut werden. Insgesamt sollen elf Impfteams im Landkreis Reutlingen zum Einsatz kommen, die zusammen täglich etwa 1.600 Impfungen anbieten können. Die Impfteams sollen Impfungen zunächst an den bereits bekannten regionalen Impfstützpunkten durchführen, ein weiterer Stützpunkt wird in Reutlingen an der Kreuzeiche eingerichtet. (pm)

Arztpraxen: Zweitstärkste Impfwoche gegen Corona

16:40  Uhr Mit weit mehr als 3,1 Millionen Corona-Impfungen war die vergangene Woche in Deutschlands Arztpraxen die zweitstärkste Impfwoche aller Zeiten. Das teilte das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Berlin mit. Die Zahl von 3.161.348 Schutzimpfungen wurde demnach lediglich in der 23. Kalenderwoche im Juni dieses Jahres übertroffen, als die niedergelassenen Ärzte rund 3,38 Millionen Menschen gegen Covid-19 geimpft hatten. Die Hausarztpraxen übernehmen den Angaben zufolge mit 75 Prozent den Löwenanteil aller Impfungen. (dpa)

Biontech arbeitet an Impfstoff-Anpassung

15:53 Uhr Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech arbeitet neben laufenden Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante Omikron auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs - vorbeugend für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte. »Um keine Zeit zu verlieren, gehen wir diese beiden Aufgaben parallel an, bis die Daten vorliegen und wir mehr Informationen darüber haben, ob der Impfstoff angepasst werden sollte oder nicht«, teilte eine Biontech-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit. Die beiden Arbeitsgänge decken sich laut Biontech teilweise. (dpa)

Freizeit- und Kulturveranstaltungen sollen untersagt werden

15:16 Uhr Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen in Baden-Württemberg sollen wegen der sich zuspitzenden Corona-Pandemie verboten oder zumindest beschränkt werden. Die Kontakte müssten radikal reduziert werden, kündigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Montag beim Besuch eines Impfzentrums in Stuttgart an. Leider gelte das auch für Geimpfte, weil der Impfschutz nach vier bis sechs Monaten nachlasse. (dpa)

Länder beraten am Dienstag mit Merkel und Scholz über Corona-Krise

14:52 Uhr Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder wollen an diesem Dienstag mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem wohl künftigen Kanzler Olaf Scholz (SPD) über die Corona-Krise beraten. Bei der für 13 Uhr angesetzten telefonischen Abstimmung solle die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur sogenannten Bundesnotbremse besprochen werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen. (dpa)

Kartenrückgabe bei der Württembergischen Philharmonie Reutlingen

14:31 Uhr Mit dem Eintreten der Alarmstufe II in Baden-Württemberg gilt auch bei Konzerten der Württembergischen Philharmonie Reutlingen (WPR) die 2G-Plus-Regel. Das heißt, dass ausschließlich Geimpfte und Genesene Zutritt haben, die zudem einen negativen Antigen-Schnelltest nachweisen können. Zudem darf nur noch die Hälfte der im Saal verfügbaren Plätze belegt sein. Um Stornierungen seitens der WPR zu vermeiden, werden Karteninhaber für das Sinfoniekonzert am 6. Dezember, die ihre Tickets nicht in Anspruch nehmen können oder möchten, dringend gebeten, diese dort zurückzugeben, wo sie erworben wurden. Abonnenten und Käufer von Online-Tickets wenden sich direkt an die Württembergische Philharmonie (071218201226). (eg) 

Lucha will wegen Corona-Lage Bundesnotbremse in dieser Woche

13:56 Uhr Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) fordert die erst vor kurzem ausgelaufene »epidemische Lage nationaler Tragweite« noch in den kommenden Tagen zurück, um in der Corona-Lage über schärfere Maßnahmen entscheiden zu können. Er sprach sich am Montag zudem dafür aus, eine Bundesnotbremse, wie sie von Ende April bis Ende Juni 2021 in Kraft war, ebenfalls in der laufenden Woche zu verhängen. »Dann wäre für alle klar, was gilt«, sagte Lucha am Montag dem Deutschlandfunk. Nur in einer erklärten Notlage können Landesregierungen auf einfachem Verordnungsweg weitreichende Maßnahmen ergreifen. Der Minister erwartet auch weitere Verschärfungen in Baden-Württemberg. (dpa)

Neuer Corona-Krisenstab soll badmöglichst starten

13:10 Uhr Der von den voraussichtlichen Koalitionspartnern SPD, Grüne und FDP geplante neue Corona-Krisenstab soll nach Angaben der geschäftsführenden Bundesregierung »baldmöglichst« starten. Über die Einsetzung und die Aufgabenstellung stehen die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) in engem Kontakt, wie Regierungssprecher Steffen Seibert sagte. Es gehe dabei auch um Abstimmung mit den Ländern, dazu gebe es ebenfalls Gespräche. Als eine wichtige Aufgabe des Gremiums nannte Seibert, die Impfkampagne stärker voranzutreiben. (dpa)

Wegen voller Stadien: Profi-Fußball unter Druck

12:33 UhWenige Tage vor dem Bundesliga-Gipfel Dortmund gegen Bayern wächst der Corona-Druck auf den Profifußball immer mehr. »Auch wenn ich Fußball-Fan bin: In den Größen, in denen die Stadien jetzt besetzt sind, geht das nicht«, sagte FDP-Chef Christian Lindner in der ARD. Spitzenpolitiker aus anderen Parteien sprachen sich bereits ebenfalls gegen voll ausgelastete Stadien aus. In einzelnen Bundesländern wird bereits nachgeschärft. (dpa)

Dax erholt sich von Omikron-Schock

12 Uhr Nach dem Ausverkauf wegen einer neuen Coronavirus-Variante hat sich der Dax am Montag wieder gefangen. Börsianer wägten ab, wie groß die Gefahr der Omikron-Variante tatsächlich werden wird - und bauten ein Stück weit auf die Unterstützung der Notenbanken. Weiter rege nachgefragt blieben die Impfstoffwerte angeführt von Biontech. Davon profitierte auch die Aktie des Kooperationspartners Dermapharm, der den mRNA-Impfstoff des Mainzer Unternehmens mitproduziert. (dpa)

13 Omikron-Fälle bei Portugal-Nationalelf

11:34 Uhr Auch in Portugal ist erstmals die neue Corona-Variante Omikron festgestellt worden. Das Virus sei bei 13 Spielern und anderen Mitgliedern des Erstliga-Fußballclubs Belenenses SAD festgestellt worden. Die Betroffenen seien isoliert worden und nicht schwer erkrankt, teilte die Generalsekretärin der Gesundheitsbehörde, Graça Freitas, mit, wie die Zeitung »Público« berichtete. Um eine Ausbreitung der neuen Virusvariante zu stoppen, habe die Gesundheitsbehörde in diesen Fällen strengere Quarantäneauflagen und weitere Tests angeordnet. Noch bevor bekannt wurde, dass es sich um Fälle von Omikron handelt, hatten besonders viele Corona-Fälle bei Belenenses am 27. November schon zu einem Eklat geführt. Weil das Schlusslicht der Liga gegen den Stadtrivalen Benfica Lissabon nur noch sechs Spieler aufbieten konnte, war die Partie in der 48. Minute beim Stand von 0:7 abgebrochen worden. (dpa)

VfB-Boss Hitzlsperger warnt vor Geisterspielen: »Dramatisch«

10:49 Uhr Thomas Hitzlsperger sieht die wahrscheinliche Rückkehr von Geisterspielen in Baden-Württemberg mit großer Sorge. Sollte eine entsprechende Ankündigung der Landesregierung umgesetzt werden, hätte das finanziell »große Auswirkungen« auf den VfB Stuttgart, sagte der Vorstandschef des Fußball-Bundesligisten im SWR. »Wir sind ein großer Verein. Wir haben eine große Stadionkapazität und sind auch abhängig von den Ticketing-Erlösen. Wenn die wegbrechen, dann spüren wir das sehr deutlich. Deswegen sind Geisterspiele für uns wirklich auch dramatisch«, sagte der 39-Jährige. »Ich kann natürlich verstehen, dass es dafür Gründe gibt, aber ich würde schon hoffen, dass es auch noch etwas dazwischen gibt, zwischen Vollauslastung und Spielen ohne Zuschauer.« Am Montag und Dienstag sollten Beratungen über weitere Corona-Verschärfungen stattfinden, hatte Regierungssprecher Arne Braun am Sonntag gesagt. »Aber es ist klar, dass im Profifußball Geisterspiele kommen«, sagte Braun. (dpa)

Krankenhausgesellschaft: Laufen in Katastrophen-Medizin hinein

9:57 Uhr Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, warnt vor harten Triage-Entscheidungen in Krankenhäusern. Mit Blick auf die zahlreichen Covid-Patienten auf den Intensivstationen sagte er am Montag im Deutschlandfunk: »Das findet jetzt auch aktuell statt, um sich auf noch schwierigere Lagen vorzubereiten. Wir laufen langsam, aber sicher in eine Art Katastrophen-Medizin hinein.« Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, welchen Patienten sie zuerst helfen. Schon jetzt würden Intensiv-Patienten früher »als medizinisch vertretbar« auf Normalstationen verlegt werden, erklärte Gaß. »Man weiß: Wir können nicht mehr allen Patienten die bestmögliche Behandlung ermöglichen, (...) die wir im Regelfall zur Verfügung haben.« Das sei schon eine Art von Triage. (dpa)

Japan will Einreise von Ausländern vorerst unterbinden

9:04 Uhr Japan will wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus erneut die Einreise von Ausländern verbieten. Er habe beschlossen, »als Notfallmaßnahme« von Dienstag an die Einreisebeschränkungen für Ausländer aus aller Welt wieder in Kraft zu setzen, sagte Ministerpräsident Fumio Kishida laut dem Sender NHK World am Montag. Ziel sei es, die schlimmste Situation für das Land zu verhindern. Die Maßnahme soll zunächst solange gelten, bis genauere Informationen über die neue Corona-Mutante vorliegen. (dpa)

Omikron breitet sich aus - G7-Gesundheitsminister beraten

8:18 Uhr Die Ausbreitung der neu entdeckten Omikron-Variante des Coronavirus sorgt weltweit für Beunruhigung. Um die aktuellen Entwicklungen zu diskutieren, hat Großbritannien für heute ein außerplanmäßiges Treffen der G7-Gesundheitsminister einberufen, wie die britische Regierung mitteilte. Mittlerweile sind in etlichen Ländern - darunter auch Deutschland - Fälle der Variante aufgetaucht. Am Wochenende wurde sie in München vom Max-von-Pettenkofer-Institut bei drei Reisenden nachgewiesen. In Hessen bestätigte sich laut Sozialministerium der Fall eines weiteren Reiserückkehrers aus Südafrika. In Nordrhein-Westfalen gibt es in Essen und in Düsseldorf erste Verdachtsfälle. Auch Großbritannien, Kanada, Dänemark, Belgien, Tschechien und Italien meldeten Fälle. In den Niederlanden wurden bei 13 Reisenden Omikron-Infektionen festgestellt. (dpa)

Inzidenz mit 452,4 auf erneutem Höchstwert

7:37 Uhr Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen und hat einen Höchststand erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 452,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 446,7 gelegen, vor einer Woche bei 386,5 (Vormonat: 64,3). (dpa)

Die aktuellen Zahlen der John Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 5.804.139 (gestern: 5.780.814) Menschen mit dem Coronavirus infiziert und 100.960 (100.887) sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (GEA)

Sonntag, 28. November

Auslastung der Intensivstationen steigt weiter

17:30 Uhr Die Hospitalisierungsinzidenz in Baden-Württemberg steigt heute minimal auf 5,94. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen beträgt 617. Das sind 14 Patienten mehr als am Vortag. Da die Auslastung der Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert 450 überschritten hat, gelten die Regeln der Alarmstufe II. (GEA)

285 Neuinfektionen im Kreis Reutlingen und 61 im Kreis Tübingen

16:55 Uhr Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet für den Kreis Reutlingen für heute insgesamt 285 neue Corona-Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 im Landkreis Reutlingen seit Beginn der Pandemie auf 22.647. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Reutlingen steigt auf 391,3. Für den Kreis Tübingen meldet das LGA 61 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen seit Beginn der Pandemie dort auf insgesamt 14.581. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Tübingen sinkt auf 374,2. (GEA)

Handelsverband zieht schlechte Bilanz nach erstem Adventssamstag

16 Uhr Die Geschäfte am ersten Adventssamstag sind in Baden-Württemberg nach Auskunft des Handelsverbands außerordentlich schlecht gelaufen. »Unsere Befürchtungen sind leider wahr geworden. Die gültigen Corona-Regeln sorgen für Verunsicherung. Die Kunden kommen nicht, sondern bestellen im Netz«, sagte Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW) am Sonntag in Stuttgart. Eine Umfrage des HBW habe ergeben, dass der Samstag in Bezug auf Umsatz und auf die Kundenfrequenz von knapp der Hälfte der Händler als mangelhaft oder ungenügend bezeichnet worden sei. »Der Blick nach vorne ist düster«, sagte Hagmann. (dpa)

Bad Uracher Grünen-Politiker Özdemir: Impfpflicht darf kein Tabu sein

15:10 Uhr Der voraussichtliche Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) hat sich in der Corona-Pandemie offen für eine Impfpflicht gezeigt. »Das Tabu Impfpflicht kann kein Tabu sein«, sagte er am Sonntag im Deutschlandfunk. Denen, die sich nicht impfen lassen wollen, sage er, Freiheit gehe auch einher mit Verantwortung. »Wir werden nicht zulassen, dass diejenigen, die sich diszipliniert verhalten, die an Wissenschaft glauben, die nicht dran glauben, dass die Erde eine Scheibe ist, dass die weiterhin leiden müssen unter denjenigen, die glauben, dass sie Sonderrechte genießen.« (dpa)

Verdacht auf Infektion mit Omikron-Variante in Hessen bestätigt

14:22 Uhr In Hessen ist ein Fall der neuen Coronavirus-Variante Omikron nachgewiesen worden. Die Sequenzierung habe die Variante bei dem am Samstag bekanntgegebenen Verdachtsfall bestätigt, teilte Hessens Sozialminister Kai Klose am Sonntagmittag auf Twitter mit. Bei der betroffenen Person handelt es sich den Angaben zufolge um einen Reiserückkehrer aus Südafrika. (dpa)

Niederlande ab heute im Abend-Lockdown

13:50 Uhr Die Niederlande gehen mit einem abendlichen Lockdown gegen einen Anstieg der Corona-Infektionen und eine drohende Überlastung der Krankenhäuser vor. Ab heute müssen Geschäfte, Kulturstätten, Gaststätten und Sportclubs spätestens um 17 Uhr schließen. Die verschärften Maßnahmen gelten zunächst für drei Wochen. Ob sie Erfolg haben und zu einer spürbaren Senkung der Infektionszahlen beitragen, soll Mitte Dezember geprüft werden. (dpa)

Omikron - Warum die WHO Nu und Xi übersprang

12:54 Uhr Die neue Corona-Variante Omikron bereitet nicht nur wegen ihrer Ausbreitung, sondern auch wegen des Namens Kopfzerbrechen. Nun erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf, warum sie gerade diesen griechischen Buchstaben als Bezeichnung für die Variante B.1.1.529 wählte, als sie sie als besorgniserregend einstufte: Es gehe darum, Missverständnisse und Stigmatisierungen zu vermeiden. Mehr dazu lest ihr hier. (dpa)

Neue Corona-Variante Omikron: Israel macht Grenzen dicht

12:06 Uhr Um die Ausbreitung der neuen Omikron-Variante des Coronavirus einzudämmen, schließt Israel seine Grenzen für Ausländer. Diese und weitere Beschränkungen beschloss das Coronavirus-Kabinett laut israelischen Medienberichten am Samstagabend. Die neuen Beschränkungen sollen an diesem Sonntagabend in Kraft treten. Derzeit ist demnach in Israel ein Omikron-Fall bestätigt, sieben Fälle werden untersucht. (dpa)

Steinmeier fordert Bürger zu Kontaktbeschränkungen auf

11:24 Uhr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürger eindringlich dazu aufgerufen, einen Lockdown durch freiwillige Kontaktbeschränkungen zu verhindern. »Wichtig ist, dass wir jetzt alle gemeinsam handeln«, schrieb Steinmeier in einem Gastbeitrag für die »Bild am Sonntag«. »Halten wir uns an die Regeln, reduzieren wir noch einmal unsere Kontakte. Tun wir es, damit Schulen und Kitas nicht wieder schließen, damit wir das öffentliche Leben nicht wieder vollständig herunterfahren müssen.« (dpa)

Großer Andrang beim landesweiten Corona-Impftag im Südwesten

10:36 Uhr Die niedergelassenen Ärzte in Baden-Württemberg haben bei einem landesweiten Corona-Impftag am Samstag viele Corona-Impfungen verabreicht. Es habe einen großen Andrang gegeben, sagte ein KVBW-Sprecher. Der Impftag ist zugleich Abschluss einer Aktionswoche der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW). In vielen Praxen im Land wurden bereits die ganze Woche über Sondersprechstunden angeboten und auch außerhalb der Praxen gab es eine Reihe von Aktionen vor Ort. (dpa)

Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland erreicht erneut Höchststand

9:45 Uhr Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen und hat einen Höchststand erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 446,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 444,3 gelegen, vor einer Woche bei 372,7 (Vormonat: 130,2). (dpa)

Omikron-Patienten bislang nicht in Lebensgefahr

8:52 Uhr Die bislang mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron infizierten Menschen in Südafrika sind nach Angaben der dortigen Mediziner-Vereinigung (SAMA) bislang nicht schwer erkrankt. Die Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, Angélique Coetzee, sagte der BBC, dass die bisher in ihrem Land festgestellten Fälle nicht schwerwiegend seien. Allerdings seien die Untersuchungen zu dieser Variante noch in einem sehr frühen Stadium. In dem Land seien nur rund 24 Prozent der Menschen vollständig geimpft.

Die aktuellen Zahlen der John Hopkins Universität

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 5.780.814 (gestern: 5.735.837) Menschen mit dem Coronavirus infiziert und 100.887 (100.783) sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (GEA)

Samstag, 27. November

Auslastung der Intensivstationen steigt weiter

18:07 Uhr Die Hospitalisierungsinzidenz in Baden-Württemberg sinkt heute auf 5,93. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen beträgt 603. Das sind 31 Patienten mehr als am Vortag. Da die Auslastung der Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert 450 überschritten hat, gelten die Regeln der Alarmstufe II. (GEA)

165 Neuinfektionen im Kreis Reutlingen und 112 im Kreis Tübingen

17:05 Uhr Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet für den Kreis Reutlingen für heute insgesamt 165 neue Corona-Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 im Landkreis Reutlingen seit Beginn der Pandemie auf 22.362. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Reutlingen sinkt auf 339,1. Für den Kreis Tübingen meldet das LGA 112 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen seit Beginn der Pandemie dort auf insgesamt 14.520. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Tübingen sinkt auf 382,1. (GEA)

Tübinger Theologin: »Impfpflicht wäre gerechtfertigt«

16:15 Uhr Darf der Staat den Menschen vorschreiben, ob sie sich gegen Corona impfen lassen oder nicht? Der Deutsche Ethikrat hat sich in dieser Frage noch nicht geäußert. Die Tübinger Theologin Elisabeth Gräb-Schmidt, seit 2018 Mitglied in diesem Gremium, kommt nach gründlicher Abwägung zum Schluss: »Eine Impfpflicht wäre gerechtfertigt«. Wie sie das begründet? Das lest ihr hier. (jk)

Landkreise wollen Schulschließungen vermeiden

15:26 Uhr Erneute Schul- und Kitaschließungen müssen aus Sicht des Landkreistags von Baden-Württemberg unbedingt verhindert werden, da sie Kindern und Jugendlichen massiv schaden würden. »Ich appelliere an die Verantwortlichen in Bund und Land, alle Maßnahmen der Pandemiebekämpfung, die in dieser vierten Corona-Welle zur Entscheidung anstehen, konsequent an einem Oberziel auszurichten: Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten sowie die Kindertagespflege müssen regulär offengehalten werden«, sagte Landkreistagspräsident Joachim Walter mit Blick auf die angespannte Pandemiesituation.

Mehr als zehn Prozent der Deutschen mit Booster 

14:30 Uhr In Deutschland haben mehr als zehn Prozent der Bevölkerung mittlerweile eine Auffrischungsimpfung erhalten. 8,6 Millionen Menschen haben bisher eine sogenannte Booster-Impfung bekommen, wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hervorgeht. In den vergangenen Tagen gab es rund 2,7 Millionen Booster-Impfungen, wie der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) twitterte. Allein am Freitag kamen laut RKI 582.000 hinzu. (dpa)

Eninger Gemeinderat tagt wieder online

12:58 Uhr In der Sitzung des Eninger Gemeinderats am Donnerstag war auch die aktuelle Corona-Situation Thema. Bürgermeister Alexander Schweizer informierte darüber, dass ab Montag für Besucher des Rathauses die 3G-Regel gilt. Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, benötigen dann für einen Besuch einen Schnell- oder PCR-Test. Außerdem teilte Schweizer mit, dass das Gremium in diesem Jahr nicht mehr in Präsenz zusammenkommen wird. Bis auf Weiteres sollen die Sitzungen wieder online stattfinden. (dpa)

Hongkongs Omikron-Infizierte weisen ungewöhnlich starke Viruslast auf

12:02 Uhr Die zwei bestätigten Omikron-Infizierten in Hongkong weisen offenbar eine sehr schnell ansteigende Viruslast auf. Die PCR-Tests der zwei Männer, die wenige Tage zuvor noch negativ ausfielen, enthielten einen Ct-Wert von 18 und 19. »Das ist wahnsinnig hoch, insbesondere wenn man bedenkt, dass die zwei bei den letzten PCR-Tests noch negativ waren«, schreibt der Epidemiologe Eric Feigl-Ding, der lange Zeit an der Universität Harvard forschte. Es sehe so aus, als ob die Variante dem Impfschutz tatsächlich entgehen könnte, so Feigl-Ding weiter. Laut Angaben der Hongkonger Regierung wurde die Omikron-Variante des Coronavirus von einem Reisenden aus Südafrika eingeschleppt, der sich seit seiner Ankunft am 11. November in einem Quarantäne-Hotel befand. Am 13. November wurde er dann positiv getestet. (dpa)

Omikron-Variante wohl in Deutschland angekommen

11:10 Uhr Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose »mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit« in Deutschland angekommen. Das teilte der Grünen-Politiker am Samstagmorgen auf Twitter mit. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika seien mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden worden. »Es besteht also ein hochgradiger Verdacht, die Person wurde häuslich isoliert. Die vollständige Sequenzierung steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus«, twitterte der in Hessen auch für Gesundheit zuständige Minister. Nach Angaben des Ministeriums in Wiesbaden reiste die Person über den Frankfurter Flughafen ein. (dpa)

Clubvereinigung warnt vor Feiern im privaten Umfeld

10:35 Uhr Wegen steigender Infektionszahlen gehen mittlerweile immer weniger Menschen im Südwesten in die Clubs und die ersten Betreiber schließen ihre Diskotheken wieder. "Junge Menschen brauchen einen Freizeitausgleich und unsere Befürchtung ist, dass sich das Feiern ins Private verlagert, was nicht gut wäre", sagte der Sprecher der Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg, Simon Waldenspuhl, in Stuttgart. Auch junge Menschen beobachteten das Pandemiegeschehen. "Die Lust sinkt, sich mit anderen Menschen auswärts zu treffen. Die ausgelassene Partystimmung ist verloren gegangen." (dpa)

Lauterbach geht von weiteren Corona-Einschränkungen aus

9:42 Uhr Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht angesichts der vierten Corona-Welle und dem Auftauchen einer möglicherweise besonders gefährlichen neuen Virusvariante von weitergehenden Einschränkungen aus. »Tatsächlich ist das Infektionsgeschehen aggressiver als gedacht«, sagte er in den ARD-»Tagesthemen« am Freitagabend. Zwar hätten die Maßnahmen gewirkt, die Kontakte gingen etwas zurück. »Aber es ist noch nicht da, wo es sein müsste, und es wird auf jeden Fall notwendig werden, dass wir nachschärfen, davon gehe auch ich aus.« (dpa)

Inzidenz in Deutschland erreicht mit 444,3 neuen Höchststand

8:55 Uhr Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen und hat einen Höchststand erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 444,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 438,2 gelegen, vor einer Woche bei 362,2 (Vormonat: 118,0). (dpa)

Die aktuellen Zahlen der John Hopkins Universität

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 5.735.837 (gestern: 5.670.253) Menschen mit dem Coronavirus infiziert und 100.783 (100.480) sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (GEA)

Freitag, 26. November

Strobl und Hermann pochen auf konsequente Corona-Kontrollen

19 Uhr Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) haben gemeinsam für die Einhaltung der Corona-Regeln in der Öffentlichkeit geworben. Sie kündigten konsequente Kontrollen etwa im Nahverkehr und auf Weihnachtsmärkten an. Die beiden Minister begleiteten am Freitag eine gemeinsame Kontrollaktion der Polizei und der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) in einer U-Bahn in Stuttgart. Strobl kündigte Dutzende Schwerpunktkontrollen auf Weihnachtsmärkten und im Nahverkehr an. »Wenn jemandem aus Versehen die Maske ein bisschen unter die Nase rutscht, wird nicht sofort ein Bußgeld verhängt werden«, sagte er. Aber bei denen, die sich hartnäckig weigerten und vorsätzlich andere gefährdeten, sei ein konsequentes Einschreiten notwendig. »Im Zweifel gibt es auch spürbare Sanktionen.« (dpa)

Planbare Operationen an der Tübinger Uniklinik werden verschoben

18:37 Uhr Aufgrund der aktuellen Entwicklungen werden am Uniklinikum Tübingen ab Montag, 29. November, elektive, also planbare und nicht dringend notwendige Operationen, Eingriffe und Behandlungen verschoben. Betroffene werden durch die Klinik informiert.

Auslastung der Intensivstationen steigt weiter

18:11 Uhr Die Hospitalisierungsinzidenz in Baden-Württemberg sinkt heute auf 6,2. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen beträgt 572. Das sind 30 Patienten mehr als am Vortag. Da die Auslastung der Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert 450 überschritten hat, gelten die Regeln der Alarmstufe II. (GEA)

273 Neuinfektionen im Kreis Reutlingen und 126 im Kreis Tübingen

17:52 Uhr Das Landesgesundheitsamt (LGA) meldet für den Kreis Reutlingen für heute insgesamt 273 neue Corona-Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 im Landkreis Reutlingen seit Beginn der Pandemie auf 22.197. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Reutlingen steigt auf 352,4. Es gelten 19.409 Personen als genesen. Für den Kreis Tübingen meldet das LGA 126 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen seit Beginn der Pandemie dort auf insgesamt 14.408. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Tübingen steigt auf 390,4. Es gelten 12.309 Personen als genesen. (GEA)

2GPlus: Frust bei Veranstaltern und Publikum in der Region

17:05 Uhr Die verschärften Corona-Regeln machen Kultureinrichtungen zu schaffen. Bei den Veranstaltern in der Region ist der Ärger groß: Testpflicht und halbierte Saalbelegung verringern die Einnahmen, erhöhen die  Kosten, schrecken Publikum ab. (dpa)

Warten auf den PCR-Test: Labore im Südwesten am Limit

16:24 Uhr Weil Labore für PCR-Corona-Tests im Südwesten überlastet sind, müssen Getestete teils länger auf Ergebnisse warten. Die Auslastung von 24 Laboren in Baden-Württemberg lag in der Vorwoche bei rund 115 Prozent, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Freitag in Berlin mit. Höher war die Belastung für Labore demnach deutschlandweit nur in Sachsen und im Saarland. Zunächst hatte der SWR berichtet. (dpa)

2G+ in den Tübinger Clubs: Ab sofort zwei Teststationen für Feiernde 

15:53 Uhr Nachdem das vergangene Wochenende zu einem Ansturm bei der Teststation der Pharmaphant-Apotheke am Europaplatz geführt hat, reagieren die Betreiberinnen und Betreiber der Clubs und Bars. Die Teststation am Europaplatz verlängert diesen Freitag und Samstag ihre Öffnungszeiten und es gibt eine weitere Teststation im Café Willi. Wer einen Nachweis von einer anderen Teststation hat, kann direkt die Clubs und Bars Schwarzes Schaf, Friedrichs, Butterbrezel und Collegium besuchen. Neu hinzugekommen ist der Club Escape in der Haaggasse, für den dieselben Regeln gelten. Die Teststation in der Pharmaphant-Apotheke am Europaplatz hat am Freitag, 26. November, und Samstag, 27. November, von 20 bis 1 Uhr geöffnet. Die Tests sind hier kostenlos. Zusätzlich gibt es eine weitere Teststation im Café Willi in der Wilhelmstraße. (pm)

Spahn: Es ist nicht fünf nach zwölf, es ist halb eins

15:31 Uhr Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat eindringlich massive Kontaktreduzierungen gefordert, um eine Corona-Katastrophe in Deutschland abzuwenden. »Die Lage ist dramatisch ernst. So ernst wie noch zu keinem Zeitpunkt in dieser Pandemie«, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. »Vorletzte Woche haben wir gesagt, es ist fünf nach zwölf. Letzte Woche haben wir gesagt, es ist zehn nach zwölf. Es ist mittlerweile halb eins, aber der Weckruf ist noch immer nicht überall angekommen.« Man sei in einer »nationalen Notlage«. Doch zu wenig passiere, und oft zu spät. »Wir müsse jetzt diese Welle stoppen«, mahnte Spahn. Zugleich zeigte er sich besorgt wegen der in Südafrika aufgetauchten neuen Variante des Coronavirus (B.1.1.529). (dpa)

Belgien registriert ersten Fall mit neuer Coronavirus-Variante

14:44 Uhr Belgien hat als erstes Land in Europa einen Fall der neuen, zunächst im südlichen Afrika festgestellten Corona-Variante B.1.1.529 registriert. Das gab der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke bei einer Pressekonferenz am Freitag bekannt. Der belgische Premierminister Alexander De Croo kündigte zudem Reisebeschränkungen für Einreisende aus Ländern im südlichen Afrika an . Es sei Vorsicht erforderlich, aber keine Panik, sagte Vandenbroucke. (dpa)

Kretschmann will frühere Bund-Länder-Runde: »Schnell handeln«

14:16 Uhr Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) dringt wegen der rasant steigenden Corona-Zahlen nun auch auf eine vorgezogene Bund-Länder-Runde. »Ich plädiere sehr für eine rasche Ministerpräsidentenkonferenz«, sagte Kretschmann am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. »Die neue Virusvariante, die sich zuspitzende Lage auf den Intensivstationen in vielen Regionen, das weiter nicht gebremste exponentielle Wachstum - all das macht schnelles Handeln notwendig.« Der Grünen-Politiker betonte, dass der 9. Dezember als Termin für das nächste Krisentreffen zu spät sei. »Und es zeigt sich immer deutlicher, dass die Länder dringend das volle Instrumentarium für weitgehende Beschränkungen brauchen.« (dpa)

Etwa 400 Urlauber aus Deutschland derzeit im südlichen Afrika

13:31 Uhr  Nach der Einstufung Südafrikas als Virusvariantengebiet werden deutsche Veranstalter nach Angaben des Branchenverbandes DRV Reisen ins südliche Afrika stornieren oder umbuchen. Die betroffenen Gäste würden entsprechend informiert, erklärte der DRV am Freitag auf Anfrage. »Reiseveranstalter gehen verantwortungsvoll mit der neuen Situation um und werden ihre Gäste aktiv informieren und wenn von den Kunden gewünscht auch vorzeitig zurück nach Deutschland bringen«. Aktuell befinden sich nach Schätzung des DRV lediglich bis zu 400 Gäste mit deutschen Reiseveranstaltern im südlichen Afrika. (dpa)

Kliniken im Land durch Pandemie in finanzieller Schieflage

12:28 Uhr Die Krankenhäuser in Baden-Württemberg klagen über eine schwierige finanzielle Lage durch die Belastungen der Corona-Pandemie. Etwa 65 Prozent der Kliniken im Land rechnen mit Verlusten in diesem Jahr, wie die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG) zu einer Befragung der Kliniken am Freitag in Stuttgart mitteilte. Eine solch hohe Defizitquote gab es bei der Umfrage der BWKG den Angaben zufolge noch nie. (dpa)

Wieler: Neue Corona-Variante noch nicht in Deutschland festgestellt

11:44 Uhr Die in Südafrika festgestellte neue Corona-Variante B.1.1.529 ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bisher noch nicht in Deutschland entdeckt worden. »Bis halb 10 ist mir nicht bekannt, dass in Europa oder in Deutschland diese Variante bislang gefunden wurde«, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in der Bundespressekonferenz in Berlin. Zugleich betonte er: »Wir sind tatsächlich in sehr großer Sorge.« Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte: »Das ist das Letzte, was wir jetzt in unserer momentanen Lage noch brauchen können, dass in die Welle hinein noch eine zusätzliche Variante kommt.« Spahn rief alle Menschen, die in den vergangenen Tagen aus Südafrika nach Deutschland gekommen sind, dazu auf, sich mit einem PCR-Test auf das Virus testen zu lassen. (dpa)

Deutschland erklärt Südafrika zum Virusvariantengebiet

10:54 Uhr Deutschland wird Südafrika wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung trete in der Nacht zum Samstag in Kraft, Fluggesellschaften dürften dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern, teilte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitagmorgen mit. Gegebenenfalls seien auch Nachbarländer Südafrikas betroffen. (dpa)

Lufthansa fliegt vorerst weiter nach Südafrika

10:28 Uhr Die deutsche Lufthansa hält die Flugverbindungen in das Virusvariantengebiet Südafrika vorerst aufrecht. »Wir setzen die Vorgaben um und werden weiter fliegen, auch um Menschen nach Hause zu bringen und Fracht zu transportieren«, sagte ein Lufthansasprecher am Freitagmorgen auf Anfrage. Lufthansa beobachte die Lage intensiv und halte sich an alle gesetzlichen Auflagen und Regeln. Zuvor hatte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mitgeteilt, Deutschland werde Südafrika wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. (dpa)

Luftwaffe startet mit Corona-Hilfsflügen

9:23 Uhr Wegen der drohenden Überlastung des Gesundheitswesens in einigen Regionen Deutschlands hilft nun die Luftwaffe bei der innerdeutschen Verteilung von Patienten. Das ist eine neue Stufe in der Corona-Amtshilfe. Ein Airbus A310 MedEvac sollte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um 14.00 Uhr auf dem bayerischen Flughafen Memmingen landen und Schwerkranke nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen fliegen. Die Ankunft der Maschine wurde für den frühen Abend geplant. Schnelle Transportkapazitäten mit Flugzeugen sollen eingesetzt werden, um Intensivpatienten bei einer regionalen Überlastung von Krankenhäusern in Regionen mit freien Kapazitäten fliegen zu können. (dpa)

Neue Corona-Supervariante im Süden Afrikas

8:41 Uhr Die Ausbreitung einer neuen möglicherweise gefährlicheren Variante des Coronavirus im südlichen Afrika hat international Besorgnis ausgelöst. Experten befürchten, dass die Variante B.1.1.529 wegen ungewöhnlich vieler Mutationen hoch ansteckend sein könnte und zudem den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte. Großbritannien und Israel schränkten deswegen vorsorglich den Flugverkehr in die Staaten der Region ein. Der geschäftsführende Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) rechnet damit, dass auch in Deutschland »in Kürze« der Flugverkehr ins südliche Afrika unterbrochen werden muss. (dpa)

Italiens Verband denkt über Impfpflicht für Fußballer nach

7:31 Uhr In Italien wird über eine Impfpflicht für Fußballer nachgedacht. Nach einer Sitzung des Verbandsvorstandes sagte Präsident Gabriele Gravina am Donnerstag nach Medienberichten, diese Option sei im Kampf gegen Corona möglich. Etwa vier bis fünf Prozent der Profis hätten noch keinen gültigen Impfnachweis - unter anderem, weil sie ein nicht in der EU anerkanntes Vakzin erhalten hatten. (dpa)

 Die aktuellen Zahlen der John Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 5.670.253 (gestern: 5.595.674) Menschen mit dem Coronavirus infiziert und 100.480 (100.123) sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (GEA)

Alle Informationen, die zwischen 11. November und 26. November 2021 rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier.