Logo
Aktuell Live-Ticker

24 Neuinfektionen im Kreis Reutlingen, 23 in Tübingen, sechs Tote in Seniorenheim in Laichingen

Das Coronavirus hat auch Reutlingen und die Region Neckar-Alb in Atem gehalten. Eine Zeit lang ist die Zahl der Neuinfektionen gesunken, jetzt steigt sie wieder an. Wer befürchtet, infiziert zu sein, soll nicht direkt in eine Praxis gehen, sondern erst bei seinem Hausarzt anrufen. Wenn dieser den Corona-Abstrich nicht selbst vornehmen kann, wird der Patient an eine der Coronaschwerpunktpraxen im Kreisgebiet oder an die Abstrichstelle in Reutlingen verwiesen.

Corona-Tests
Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Seit März bestimmt das Coronavirus den Alltag vieler Menschen. Zu Beginn der Pandemie änderte sich die Lage fast jeden Tag. Einrichtungen, Behörden und Betriebe mussten schließen. Es gab immer mehr Verbote und Regeln. Bis hin zum Shutdown. Zwischenzeitlich befand sich Deutschland wieder auf dem Weg zurück zur Normalität, doch aktuell ändert sich das wieder. Der GEA hält Sie hier im Live-Ticker mit sämtlichen Informationen rund um das Thema Corona auf dem Laufenden.

Mittwoch, 21. Oktober

18:22 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Mittwoch 24 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 2.299 bestätigte Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 61,3. (pm)

Coronavirus

Entwicklung der Neuinfektionen

Gesamt:
Stand:
Datenquelle: Landratsämter

18:16 Uhr Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 63.118 gestiegen. Das sind 1.438 Menschen mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom Mittwoch hervorgeht. 49.767 Menschen gelten demnach als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um vier auf 1.950. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Landesgesundheitsamt bei 1,14. Dieser gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 53,4 Infizierten pro 100.000 Einwohner. (pm)

17:45 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Mittwoch 23 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.864 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 69,7. Bei den genannten Fällen handelt es sich hauptsächlich um Kontaktpersonen bekannter Fälle. Teilweise sind noch Ermittelungen von Infektionsquellen im Gange, teilte das Landratsamt mit. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). (pm)

Coronavirus

Infizierte, Geheilte und Todesfälle

Gesamt:
Stand:

Anzahl Infizierte absolut

Datenquelle: Landratsämter
Karte: © GeoBasis-DE / BKG 2019

17:02 Uhr Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Spahn habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, bislang hätten sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt, hieß es weiter.

16:55 Uhr Nach dem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Laichingen (Alb-Donau-Kreis) sind zwei weitere Bewohner gestorben. Insgesamt sind seit vergangener Woche 41 Bewohner und 22 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden, sechs Bewohner starben bislang in Folge der Infektion, wie eine Sprecherin der Einrichtung am Mittwoch mitteilte. Betroffen seien drei von vier Wohnbereichen. Seit vergangener Woche sei das gesamte Heim für Besucher geschlossen. Eine Ausnahme gelte jedoch für Angehörige von Erkrankten in kritischem Zustand, erklärte die Sprecherin. (dpa)

16:40 Uhr Behörden im Südwesten setzen zunehmend auf die Bundeswehr im Kampf gegen das Coronavirus - 136 Soldaten unterstützen derzeit Gesundheitsämter, um Kontakte nachzuverfolgen. In den nächsten Tagen folgen weitere und insgesamt könnten 266 Mitarbeiter der Wehr zum Einsatz kommen, sagte Oberstleutnant Markus Kirchenbauer vom Landeskommando Baden-Württemberg am Mittwoch in Stuttgart. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

16:29 Uhr Schüler ab der 5. Klasse müssen in Nordrhein-Westfalen nach den Herbstferien auch an ihrem Sitzplatz im Unterricht wieder Maske tragen. Die Regelung soll bis zu den Weihnachtsferien gelten, teilte das Schulministerium am Mittwoch mit. Zudem kündigte das Land ein Sonderprogramm an, um die Belüftung an Schulen zu verbessern. Das Land wird dafür laut NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) 50 Millionen Euro für mobile Lüftungsanlagen zur Verfügung stellen. (dpa)

16:18 Uhr Neun Städte und Landkreise in Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts derzeit nicht in der Lage, den vorgeschriebenen Infektionsschutz in der Corona-Pandemie vollständig zu leisten. Die Engpässe umfassten zum Beispiel die Ermittlung von Fällen und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen, teilte Sprecherin Susanne Glasmacher am Mittwoch mit und bestätigte einen Bericht der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. Welche Regionen genau betroffen sind, könne die Behörde nicht sagen. Dazu seien Anfragen in den einzelnen Bundesländern nötig. Bekannt sind Engpässe zum Beispiel aus dem Berliner Bezirk Neukölln. (dpa)

15:46 Uhr Bei Bundesregierung und Länderregierungschefs nimmt nach einem Medienbericht die Verärgerung über Durchstechereien etwa bei gemeinsamen Konferenzen über die Corona-Pandemie zu. Daher werde über schärfere Regelungen nachgedacht, wie solche »Lecks« zu stopfen seien, berichtete der Sender RTL/ntv am Mittwoch. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte dazu, sie könne solche Pläne nicht bestätigen. »Ich kann Ihnen aber sehr wohl berichten, dass die Bundeskanzlerin sich ganz grundsätzlich an die Vertraulichkeit solcher internen Beratungen hält«, sagte sie. Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), sagte dem Sender: »Diese Durchstechereien während der MPK (Ministerpräsidentenkonferenz) sind ein großes Ärgernis. Sie blockieren unsere Arbeit, kosten Zeit und verhindern gute, sachgemäße Ergebnisse. Aber: Ich bleibe Optimistin, auch wenn es mich nervt, und hoffe, dass das in der nächsten Runde vertrauensvoller läuft.« (dpa)

eporter beobachten die Ankünfte zur Ministerpräsidentenkonferenz am Kanzleramt. Foto: Kappeler/dpa
eporter beobachten die Ankünfte zur Ministerpräsidentenkonferenz am Kanzleramt.
Foto: Kappeler/dpa

15:29 Uhr Mehrere Abgeordnete und Mitarbeiter der AfD-Fraktion im Bundestag wollen ab der kommenden Woche im Parlament keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Sie haben deshalb Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble über einen Anwalt eine Abmahnung mit der Aufforderung geschickt, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Schäuble soll sich damit verpflichten, die Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht wieder aufzuheben. Dem CDU-Politiker wird dafür ein Ultimatum bis Freitag, 8 Uhr gesetzt. Im Schreiben des Anwalts, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, Schäuble habe zwar im Bundestag das Hausrecht. Dieses erstrecke sich aber nicht auf die Frage, in welcher Bekleidung die Abgeordneten ihr Mandat ausübten. Alleine der Gesetzgeber wäre ermächtigt gewesen, eine Maskenpflicht in den Räumen des Parlaments verbindlich anzuordnen. (dpa)

14:46 Uhr Nach dem Corona-Fall Serge Gnabry kann das Champions-League-Duell des FC Bayern München der UEFA zufolge am heutigen Mittwoch (21.00 Uhr/Sky) gegen Atlético Madrid stattfinden. »Das Spiel läuft wie geplant ab«, teilte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union (UEFA) der Deutschen Presse-Agentur wenige Stunden vor dem Anstoß auf Anfrage mit. Weitere Details wurden nicht genannt. Die Münchner hatten am Dienstagabend bei Nationalspieler Gnabry (25) einen positiven Corona-Test öffentlich gemacht. Der Offensivspieler befindet sich in Quarantäne. Anschließend wurden am Mittwoch weitere Tests bei den Münchnern angeordnet. (dpa)

14:12 Uhr Der kritische Wert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche ist auf die gesamte Bundesrepublik bezogen überschritten worden. Der Wert gilt als eine wichtige Schwelle für strengere Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl am Mittwoch mit 51,3 an, am Vortag lag sie bei 48,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des RKI vom Mittwochmorgen 7.595 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert bleibt damit knapp hinter der Höchstmarke von 7.830 vom Samstag zurück, liegt aber deutlich über den 5.132 gemeldeten Neuinfektionen vom vergangenen Mittwoch. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

13:10 Uhr. Zu einem großflächigen Stillstand in Deutschland wie im Frühjahr wird es nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der jetzigen Corona-Situation nicht kommen. »Einen zweiten Lockdown, so wie er immer gemeint wird, den sehe ich nicht«, sagte Spahn auf die entsprechende Frage eines Nutzers der Social-Media-App Jodel. Dort hatten sich auch in der Vergangenheit bereits Spitzenpolitiker, unter anderem Kanzleramtschef Helge Braun (CDU), Fragen von Nutzern gestellt. Spahn begründete seine Aussage damit, dass man wisse, dass es beispielsweise im Einzelhandel, bei Friseuren und in anderen Bereichen momentan keine Ausbrüche gebe, wenn auf die sogenannte AHA-Regel - Abstand, Hygiene, Alltagsmaske - geachtet werde. »Also wir haben Bereiche, von denen wissen wir heute besser als im März, wo die Risiken händelbar sind, und deswegen würde man sie auch nicht wieder schließen müssen.« (dpa)

12:03 Uhr Der FC Bayern muss nach dem positiven Corona-Test von Serge Gnabry bis heute um 15.00 Uhr die negativen Tests derjenigen Profis vorweisen, die in der Champions-League-Partie am Abend gegen Atlético Madrid (21.00 Uhr/Sky) spielen sollen. »Die Mannschaften und getesteten Personen müssen sicherstellen, dass die UEFA rechtzeitig Zugang zu den individualisierten negativen Testergebnissen erhält«, schreibt die Europäische Fußball-Union (UEFA) in ihrem Corona-Protokoll vor, das für den Europapokal maßgebend ist. Die Ergebnisse müssen »bis spätestens sechs Stunden vor der Anstoßzeit (Ortszeit am Spieltag)« vorliegen. (dpa)

11:38 Uhr  Der Bund unterstützt die unter der Corona-Krise leidenden privaten Theater mit bis zu 30 Millionen Euro. Dazu kündigte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) das Programm »Neustart Kultur« an, das den mehr als 200 Bühnen helfen soll. Gefördert werden laut der Mitteilung bis zu 80 Prozent der Ausgaben für das künstlerische Personal in der Spielzeit 2020/2021. Der Zuschuss könne maximal 140 000 Euro betragen. »Wir wollen alles tun, damit die deutschen Privattheater diese schwierige Zeit überstehen«, erklärte Grütters am Mittwoch. (dpa)

10:41 Uhr Weit weniger als jeder Hundertste der gemeldeten Corona-Infizierten in Deutschland ist zuletzt an oder mit Beteiligung der Infektion gestorben. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagabend hervor. Demnach liegt der Anteil Verstorbener an allen laborbestätigten Sars-CoV-2-Infektionen seit der Kalenderwoche 34 (17.8. bis 23.8.) bei deutlich unter einem Prozent. Der überwiegende Teil (85 Prozent) der mehr als 9.800 Corona-Toten seit Beginn der Pandemie war laut RKI 70 Jahre oder älter. Unter 50 Jahre alt waren 130 Betroffene, was 1,3 Prozent aller Corona-Toten entspricht.

Zuletzt hatte eine Studie zur Infektionssterblichkeit in einem Magazin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Aufsehen gesorgt, wonach in den meisten Weltregionen vermutlich weniger als 0,2 Prozent aller Corona-Infizierten sterben. Der Autor John Ioannidis von der kalifornischen Stanford University betont jedoch darin, dass die Sterblichkeit sehr stark von verschiedenen Faktoren abhänge – insbesondere der Altersstruktur in einer Gesellschaft und davon, wie sehr es gelinge, verletzliche Gruppen vor einer Infektion zu schützen. (dpa)

10:11 Uhr Der Reutlinger Weihnachtsmarkt ist abgesagt. Dies teilte der Veranstalter Markt-Werk-Stadt in einer Pressemitteilung mit. »Die geänderten Coronabedingungen mit den maximal 100 Personen je Zone/Platz sind in dieser Form nicht einzuhalten«, heißt es in der Mitteilung. Das gemeinsam mit der Stadt entwickelte »Platzkonzept« wäre mit maximal 500 Personen optimal umsetzbar gewesen. Besonders in den Bereichen Marienkirche und Albtorplatz – mit den Schulen- und Vereinshütten – sei die Grenze von 100 Personen utopisch. Nachdem nicht zu erwarten ist, dass die Corona-Fallzahlen in den nächsten Tagen drastisch sinken und die Grenze wieder auf 500 Personen gesetzt wird, muss der Veranstalter die Reisleine ziehen und den Markt absagen. Ob das Riesenrad im Bürgerpark unabhängig von der Absage in der Weihnachtszeit stehen kann, wird derzeit noch geprüft. (pm)

9:52 Uhr Die Corona-Pandemie hat die Veränderung der Jobs und Arbeitsmärkte nach einer Analyse des World Economic Forum (WEF) beschleunigt. Die Vernichtung von Arbeitsplätzen durch Automatisierung und Digitalisierung beschleunige sich, die Schaffung neuer Arbeitsplätze habe sich dagegen verlangsamt, sagte Saadia Zahidi, Geschäftsführerin beim WEF am Mittwoch in einer Online-Konferenz zum neuen WEF-Bericht »Die Zukunft der Arbeit 2020«. Nach wie vor gehe das WEF aber davon aus, dass mehr Arbeitsplätze geschaffen als vernichtet werden. Schlüsselwort sei die Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für neue Aufgaben. Den WEF-Analysen zufolge werden bis 2025 in mittleren und großen Unternehmen in 26 untersuchten Ländern rund 85 Millionen Arbeitsplätze zerstört. (dpa)

9:21 Uhr Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat zu einer »nationalen Kraftanstrengung« im Kampf gegen die Corona-Krise aufgerufen. Deutschland habe bei der Bewältigung der Pandemie derzeit kein logistisches, sondern ein »politisch-mentales« Problem, sagte Söder am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. »Seit Monaten wird das Thema zerredet, kleingeredet, es wird schöngeredet«, sagte Söder. Es sei aber wichtig, die Pandemie wieder als Herausforderung zu verstehen. »Wir brauchen jetzt einen Gemeinschaftsakt - genauso wie bei der ersten Welle.« (dpa)

8:47 Uhr Der Seniorchef des Spitzenhotels »Traube Tonbach« in Baiersbronn, Heiner Finkbeiner (71), wünscht sich von der Politik mehr Klarheit und Einheitlichkeit in der Corona-Krise. Mit Blick auf das Hin und Her bei verschiedenen Maßnahmen, etwa dem Beherbergungsverbot, sagte er: »Ich weiß gar nicht, wie ich darauf reagieren soll.« Sein Unternehmen sei sehr gut über den Sommer gekommen. Die Ferienhotellerie und naturnahe Hotels hätten es im Vergleich zu Stadt- und Businesshotels leichter. Aber: »Der Herbst wird eine neue Herausforderung«, sagte Finkbeiner. Die Unsicherheit werde größer. Nach dem Großbrand im Januar soll das neue Stammhaus der »Traube Tonbach« mit dem Restaurant »Schwarzwaldstube« Anfang 2022 fertiggestellt sein. (dpa)

8:10 Uhr Nach Einschätzung des Virologen Jonas Schmidt-Chanasit kann der Champions-League-Auftakt des FC Bayern gegen Atlético Madrid trotz der Corona-Infektion des Fußball-Nationalspielers Serge Gnabry heute (21.00 Uhr/Sky) stattfinden. »Mit einer regelmäßigen Testung, jeden Tag, kann man ausschließen, dass dort ein infektiöser Spieler teilnimmt. So lange alle negativ bleiben, kann man mit einer täglichen Testung ausschließen, dass dort Infektionen stattfinden«, sagte Schmidt-Chanasit vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin dem Sender Sky in einem Interview. Mehr dazu lesen Sie hier

Serge Gnabry
Bayern-Profi Serge Gnabry ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Foto: Sven Hoppe/dpa
Bayern-Profi Serge Gnabry ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Foto: Sven Hoppe/dpa

7:37 Uhr Deutsche Soldaten könnten während der zweiten Welle der Corona-Pandemie zu Kriseneinsätzen in andere Nato- und Partnerländer geschickt werden. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der dpa auf Anfrage bestätigte, hat die Bundesregierung der Nato Unterstützung für deren Notfallplan »Allied Hand« zugesagt. Demnach würden bei Bedarf medizinisches Personal, Pioniere und Experten aus der Truppe für die Abwehr von atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren für Auslandseinsätze bereitgestellt. Insgesamt soll die Entsendung von rund 160 Spezialisten möglich sein. Hinzukommen könnten Soldatinnen und Soldaten, die den jeweiligen Einsatz von Deutschland aus unterstützen, heißt es aus dem Ministerium von Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 385.591 (gestern: 377.068) Corona-Infizierte, 9.882 (9.842) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 299.743 (296.672) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Dienstag, 20. Oktober 2020

22:02 Uhr Der Fußball-Oberligist SSV Reutlingen darf den Ticket-Vorverkauf für das Spiel gegen die Stuttgarter Kickers am Samstag (15.30 Uhr) nun doch fortsetzen. Das bestätigte am Dienstagabend Karsten Amann. Der Vorsitzende der SSV-Fußballabteilung ist aufgrund der aktuellen Corona-Situation in enger Abstimmung mit dem Reutlinger Amt für Öffentliche Ordnung und dem Landratsamt. »Stand jetzt dürfen wir nach der Corona-Verordnung Sport am Samstag doch 460 Zuschauer im Kreuzeiche-Stadion zulassen«, sagte Amann. »Damit geht unser kurzfristig gestoppter Ticket-Vorverkauf nun weiter.« (GEA)

19:22 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Dienstag 37 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 2.275 bestätigte Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 59,9. (pm)

19.20 Uhr In einem Seniorenheim in Laichingen (Alb-Donau-Kreis) haben sich 41 Bewohner und 21 Mitarbeiter der Einrichtung mit dem Coronavirus infiziert. Vier Senioren seien in Folge der Infektion gestorben, teilte das Landratsamt Alb-Donau-Kreis am Dienstag mit. Auch aus einem weiteren Seniorenzentrum im Landkreis waren zuvor mehrere Infektionen gemeldet worden. Der Ausbruch in den Einrichtungen schlage sich in den Infektionszahlen des Landkreises nieder: Dort liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nach neusten Angaben aus dem Landesgesundheitsamt bei 89,8. Der Wert zeigt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich mit dem Virus anstecken. (dpa)

18:54 Uhr In Baden-Württemberg wurde die Pandemie Stufe 3 ausgerufen und die fünfte Corona-Verordnung veröffentlicht. Durch die zusätzliche Verordnung »Studienbetrieb und Kunst« dürfen Veranstaltungen in Kunst- und Kultureinrichtungen mit bis zu 500 Besuchern weiter stattfinden, wenn ein genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Deshalb kann das Konzert des Vogler Quartetts am Donnerstag um 20 Uhr in der Stadthalle Reutlingen stattfinden, teilt die Stadt Reutlingen mit. Allerdings dürfen lediglich noch bis zu vier Personen ohne Abstand zusammensitzen und das nur, sofern die Tickets unter der gleichen Rechnungsadresse bestellt werden. Bis zum Sitzplatz besteht in der gesamten Stadthalle Reutlingen die Pflicht, eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen. Aus gegebenem Anlass gibt es derzeit auch keine Garderobe und keine Pausenbewirtung. (pm)

18:42 Uhr Die Coronapandemie beeinflusste am heutigen Dienstag auch die Stimmung der Händler auf dem Mössinger Krämemarkt. Die Händler  sprachen fast ausschließlich über ihre Zukunftssorgen, die sie wegen der Pandemie plagten. Immer mehr Krämermärkte werden so aktuell in Baden-Württemberg abgesagt. Michael Haller, Bezirksvorsitzender  für den Bereich Südwürttemberg-Hohenzollen im Landesverband Schausteller und Marktkaufleute Baden-Württemberg, erklärte am Rande des  Mössinger Marktes das Problem der Märkte mit der Corona-Verordnung:  »Bislang waren öffentliche Veranstaltungen mit 500 Personen per Verordnung erlaubt. Seit dem 19.10. sind es nun 100 Personen und selbst die Rathäuser sind uneins darüber, ob wir als festgesetzte Veranstaltung unter die Regel fallen«, sagte Haller. »Die Städte meinen dann, sie müssten gewährleisten, dass nie mehr als 100 Personen gleichzeitig auf dem Markt  sind.«  Ohne kostspielige Bauzäune und Sicherheitspersonal wäre das jedoch nicht machbar. Viele der Händler auf dem Krämermarkt freuten sich daher darüber, dass wenigstens in Mössingen am Dienstag der Markt noch stattfinden konnte und zeigten sich gegenüber der Stadt dankbar.  Die Besucher des Marktes gaben sich derweil gelassen und von Corona nahezu unbeeindruckt: Keiner der befragten Kunden befürchtete, sich bei dem Markt mit dem Virus zu infizieren. (mai)

Trotz Maske sind Doris und Hartmut Hildebrandt (links) auf den Krämermark in Mössingen gekommen. Angst vor einer Infektion haben sie nicht. Foto: Mareike Inhoff
Trotz Maske sind Doris und Hartmut Hildebrandt (links) auf den Krämermark in Mössingen gekommen. Angst vor einer Infektion haben sie nicht.
Foto: Mareike Inhoff

18:25 Uhr Angesichts steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen führt die Stadt Stuttgart eine Sperrstunde ein. Demnach ist der Betrieb von Gaststätten zwischen 23 Uhr abends und 6 Uhr morgens untersagt, teilte die Stadt am Dienstag mit. Damit werden Maßnahmen umgesetzt, die in der vergangenen Woche von Bund und Ländern beschlossen worden waren. Außerdem werde der Verkauf von Alkohol weiter eingeschränkt und damit der Ausschank von alkoholischen »To-go«-Getränken im gesamten Stadtgebiet ganztägig verboten. Die Regelungen gelten den Angaben zufolge von diesem Donnerstag an und sollen zunächst bis 8. November andauern. »Wir führen die Sperrstunde ein, weil sie ein weiteres Instrument ist, vor Infektionen zu schützen«, sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne). Ausnahmen von der Sperrstunde soll es für die Bewirtung von Übernachtungsgästen geben, sofern nur Speisen und alkoholfreie Getränke abgeben werden. (dpa)

18:11 Uhr In der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten haben sich mittlerweile mehr als fünf Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Bis Dienstag wurden dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) insgesamt 5.039.783 Fälle aus dem Europäischen Wirtschaftsraum zuzüglich Großbritannien gemeldet. Das sind rund 130.000 mehr als am Vortag, wie aus einer täglich aktualisierten Übersicht des ECDC hervorgeht. Die mit Abstand meisten Corona-Fälle haben demnach Spanien (974.449), Frankreich (910.277) und Großbritannien (741.212) verzeichnet. (dpa)

17:56 Uhr Nach Innenminister Thomas Strobl (CDU) befindet sich nun auch Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) in Corona-Quarantäne. Ein erster Corona-Test bei der Ministerin sei jedoch negativ gewesen, teilte eine Sprecherin am Dienstagnachmittag mit. (dpa)

17:40 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Dienstag 17 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.841 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 66,81. Bei den genannten Fällen handelt es sich hauptsächlich um Kontaktpersonen bekannter Fälle. Teilweise sind noch Ermittelungen von Infektionsquellen im Gange, teilte das Landratsamt mit. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). Darüber hinaus gibt es weitere Corona-Fälle an Schulen im Landkreis Tübingen: Am Quenstedt-Gymnasium in Mössingen und am Wildermuth-Gymnasium in Tübingen sind Corona-Fälle aufgetreten. Die betroffenen Klassen sind in Quarantäne geschickt worden. (pm)  

17:35 Uhr Die für Ende Januar 2021 geplante Stuttgarter Reisemesse CMT (Caravaning, Motor, Touristik) fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Das bestätigte eine Messe-Sprecherin am Dienstag auf Anfrage. Wann die Veranstaltung nachgeholt werden soll, stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. »Es gibt Überlegungen, aber noch kein konkretes Datum«, sagte die Sprecherin dazu. Zuerst hatte der SWR über die Absage berichtet. Die CMT bezeichnet sich als weltweit größte Publikumsmesse für Tourismus. Im Januar dieses Jahres kamen nach Veranstalterangaben rund 300.000 Besucher zur CMT. (dpa)

Reisemesse CMT
Wohnmobile stehen auf der Reisemesse CMT. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild
Wohnmobile stehen auf der Reisemesse CMT. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

17:20 Uhr Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 61.680 gestiegen. Das sind 972 Menschen mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom Montag hervorgeht. 49.220 Menschen gelten demnach als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 10 auf 1.946. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Landesgesundheitsamt bei 1,21. Dieser gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 48,8 Infizierten pro 100.000 Einwohner. (pm)

17:02 Uhr Die Landesregierung hat die Bürger im Südwesten eindringlich zur Vermeidung von Kontakten aufgerufen. Die Bürger müssten nun diszipliniert sein, sonst werde man auf einen Lockdown zurückgreifen müssen mit enormen Kollateralschäden, warnte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Man habe nicht mehr viele Dinge im Köcher bis zu dieser großen Maßnahme, sagte er mit Blick auf Beschränkungen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

16:53 Uhr Wer sich nicht auf Corona testen lässt, muss in Quarantäne: Die slowakische Regierung hat am Dienstag ein drastisches Vorgehen bei ihren geplanten Corona-Massentests angekündigt. Der Regierungsplan sieht vor, dass an den kommenden drei Wochenenden jeweils von Freitag bis Sonntag alle über zehn Jahre alten Bewohner des Landes einem Antigen-Schnelltest unterzogen werden sollen. Das Vorgehen sorgte für Irritation und Rätselraten in den Medien. Der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic hatte das Vorhaben am Wochenende überraschend angekündigt, ohne vorher seine Koalitionspartner zu informieren. Obwohl bereits am kommenden Freitag die erste Phase der Massentests beginnen soll, beantwortete Matovic erst am Dienstag die Frage, ob die Tests freiwillig oder verpflichtend sein sollten: »Die Tests werden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit freiwillig sein - aber mit der Einschränkung, dass jeder, der keinen negativen Test vorweisen kann, für die nächsten zehn Tage in Quarantäne gehen muss.« (dpa)

16:24 Uhr Bei Basketball-Bundesligist Alba Berlin sind sechs Profis positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das für Donnerstag angesetzte Euroleague-Spiel des deutschen Meisters und Pokalsiegers gegen Baskonia Vitoria-Gasteiz wurde abgesagt. (dpa)

16:05 Uhr Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die bislang geltenden Beherbergungsbeschränkungen für Urlaubsgäste aus Corona-Risikogebieten gerichtlich gekippt worden. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald gab am Dienstag den Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben statt, die gegen die geforderten Corona-Negativtests geklagt hatten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Urlaubsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler, teilte das Gericht zur Begründung mit. (dpa)

15:36 Uhr Heute war Wochenmarkt – und die Marktbeschicker waren zumindest um 9 Uhr ziemlich unter sich. Von Gedränge keine Spur und trotzdem haben sich nahezu alle Passanten  an die Maskenpflicht gehalten. Es gab kaum jemanden, der nicht mit Mund-Nasen-Schutz an den Ständen stand. Aber unabhängig davon, ob viel oder wenig auf dem Wochenmarkt los ist und der Mindestabstand bei wenig Betrieb möglicherweise problemlos eingehalten werden kann, appelliert Albert Keppler, Leiter des Reutlinger Ordnungsamts, in jedem Fall einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Es könne nämlich nicht immer der vorgeschriebene Sicherheitsabstand garantiert werden, beispielsweise in einer Schlange - auch wenn sie noch so kurz ist. Im Übrigen sind auch die Marktbeschicker angehalten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Händler waren heute um 9 Uhr allerdings mehrheitlich ohne Maske unterwegs. (GEA)

15:03 Uhr Die CoronaVO Sport, die den Trainings- und Spielbetrieb in Baden-Württemberg regelt, bleibt vorerst unverändert. Zwar wurde die grundsätzliche Maximalzahl der Teilnehmer am Trainingsbetrieb auf 10 Personen reduziert. Für den Trainingsbetrieb im Fußball gilt eine Ausnahmeregelung, nach der die Mindestzahl überschritten werden darf, teilt der Württembergische Fußballverband mit. (pm)

14:53 Uhr Kunststaatssekretärin Petra Olschowski (Grüne) hält die bestehende Teilnehmergrenze von 500 Besuchern in Kultureinrichtungen trotz steigender Infektionszahlen für berechtigt. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen spreche das Publikum etwa im Theater nicht. Aufgrund der geltenden Abstandsregeln gebe es aber ohnehin »kein Haus, das eine 500er-Besetzung tatsächlich realisieren kann«, sagte Olschowski am Dienstag in Stuttgart. Die Kultureinrichtungen sind vorerst nicht von den neuen Einschränkungen der Landesregierung in Baden-Württemberg wegen steigender Infektionszahlen betroffen. (dpa)

14:06 Uhr Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Beschränkung der Teilnehmerzahl für Trauergottesdienste und Bestattungen im Freien verteidigt. »Eine Trauerfeier mit 100 Personen ist jetzt nicht gerade an der Grenze der Pietät«, sagte er am Dienstag in Stuttgart. »Es muss ja niemand Angst haben, dass wir auf Friedhöfe gehen und sagen: Du darfst da nicht stehen.« Die Landeskirchen und Diözesen seien gut organisiert. »Da haben wir uns über nichts zu beschweren.« Die Probleme lägen bei muslimischen und freikirchlichen Trauerfeiern, wo sich Hunderte Personen treffen würden. »Das sind die Problemzonen«, sagte Kretschmann. »Da wir das immer für alle gleich machen müssen, sind wir aufgrund solcher Vorkommnisse leider dazu gezwungen.« Ausnahmegenehmigungen seien zudem möglich, sofern ein Konzept vorliege. 

Für religiöse Veranstaltungen im Freien gilt grundsätzlich die Grenze von 500 Personen. An Trauerfeiern und Bestattungen im Freien dürfen wegen der sich ausweitenden Corona-Pandemie in Baden-Württemberg nur noch 100 Personen teilnehmen. (dpa)

13:43 Uhr Der österreichische Wintersportort Ischgl, im März Hotspot bei der Verbreitung der Corona-Pandemie, will in der bevorstehenden Saison eines der sichersten Ziele im Alpenraum sein. »Die Erfahrungen des vergangenen Winters bestimmen unser Handeln für die Zukunft«, betonten die Tourismus- und Seilbahn-Verantwortlichen am Dienstag. So habe die Silvrettaseilbahn AG zuletzt rund 700 000 Euro in Gesundheits- und Sicherheitsstandards investiert. Kameras sollen sofort über Gruppen-Bildung beim Anstehen aufklären. Zudem sollen Wartezeiten vorhergesagt und mit Kaltvernebelungsgeräten die Seilbahn-Kabinen desinfiziert werden. (dpa)

12:51 Uhr Italiens Regierung hat sich an das bekannteste Influencer-Paar des Landes gewandt, um die Corona-Ansteckungen unter jungen Leuten in den Griff zu bekommen. Der Rapper Fedez (31) erzählt dazu in einem am Montag veröffentlichten Video auf Instagram, Regierungschef Giuseppe Conte habe ihn und seine Frau Chiara Ferragni (33) um Hilfe gebeten. Es sei ein »sehr unerwarteter« Anruf gewesen. Im selben Film startet Fedez einen Aufruf, sich an die nationale Maskenpflicht zu halten. Andere Politiker lobten das Paar am Dienstag. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

11:54 Uhr Irland verschärft seine Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie drastisch. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag tritt für sechs Wochen die höchste von fünf Maßnahmen-Stufen in Kraft, wie der irische Premierminister Micheál Martin in einer Rede am Montagabend ankündigte. Wer kann, muss bis zum 1. Dezember von zu Hause aus arbeiten. Nur für das tägliche Leben unverzichtbare Geschäfte wie Supermärkte dürfen noch geöffnet bleiben. Treffen mit anderen Haushalten zu Hause oder selbst im heimischen Garten sind untersagt. Um einen kompletten Lockdown handelt es sich jedoch nicht. Die Schulen und Kindergärten im Land bleiben geöffnet. Sport im Freien darf in einem Radius von fünf Kilometern betrieben werden. Pubs, Restaurants und Cafés können zumindest Lieferdienste anbieten. (dpa)

11:24 Uhr Die Zahl der Corona-Toten im Iran ist nach Angaben aus dem Krisenstab des Landes mehr als doppelt so hoch wie vom Gesundheitsministerium angegeben. »Die amtliche Statistik müsse mit 2,5 multipliziert werden, um an die realen Zahlen zu kommen«, sagte Massud Mardani, Mitglied des iranischen Corona-Krisenstabs. Nach dieser Berechnung läge die Zahl der Corona-Todesfälle bei mehr als 840 pro Tag – und nicht wie vom Gesundheitsministerium angegeben bei 337. (dpa)

10:33 Uhr Im Frühjahr führte Deutschland wegen der beginnenden Corona-Pandemie eilig Grenzkontrollen wieder ein. Chaos an den Grenzübergängen war die Folge. Ob es wegen der zweiten Corona-Welle eine Neuauflage geben könnte, darüber ist man sich selbst in der CSU uneins. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

9:55 Uhr Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält die Corona-Warn-App bislang für praktisch wirkungslos. »Die App ist leider bisher ein zahnloser Tiger. Sie hat kaum eine warnende Wirkung«, sagte der CSU-Chef. »Daher braucht es ein digitales Update, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit die Corona-App wirksam wird.« Wie genau dieses Update aussehen soll, ließ Söder offen. (dpa)

8:49 Uhr Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat Ländern und Kommunen einen widersprüchlichen Umgang mit den Corona-Regeln für Schulen vorgeworfen. Der Regelbetrieb laufe vielerorts weiter, obwohl in Städten und Regionen immer häufiger der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten werde, sagte Meidinger. »Bei diesem Wert müsste es eigentlich eine Rückkehr zum Wechselbetrieb mit halbierten Klassen geben.« Er kenne aber kaum eine Kommune, die entsprechend handele. »Es sorgt uns, dass diese Richtwerte für verschärfte Hygieneschutzmaßnahmen an Schulen komplett ignoriert werden, um Schulen auf Teufel komm raus offen zu halten.« (dpa)

Grundschüler nutzen ein Tablet. Viele Schulen stehen bei der Digitalisierung des Lernens erst am Anfang. Doch das Coronavirus ha
Grundschüler nutzen ein Tablet. Viele Schulen stehen bei der Digitalisierung des Lernens erst am Anfang. Doch das Coronavirus hat diese Entwicklung befördert. FOTO: WEIGEL/DPA
Grundschüler nutzen ein Tablet. Viele Schulen stehen bei der Digitalisierung des Lernens erst am Anfang. Doch das Coronavirus hat diese Entwicklung befördert. FOTO: WEIGEL/DPA

8:27 Uhr Im Kampf gegen das Coronavirus greift Bayern wegen ungebremster Infektionszahlen im Kreis Berchtesgadener Land zu drastischen Maßnahmen. Von heute an ab 14 Uhr gelten in der Region an der Grenze zu Österreich die ersten Ausgangsbeschränkungen seit dem Lockdown im Frühjahr. Die Menschen dürfen die eigene Wohnung dann nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen, Veranstaltungen werden untersagt. Der Landkreis lag bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - am Montagabend bei 272,8. Das ist bundesweiter Spitzenwert. Die Beschränkungen gelten vorerst für 14 Tage. (dpa)

8:16 Uhr Der Berliner Virologe Christian Drosten und andere Kollegen stellen sich entschieden gegen Forderungen, Corona-Beschränkungen aufzuheben und gleichzeitig den Schutz besonders gefährdeter Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. »Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstarken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natürliche Durchseuchung großer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität setzen«, heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie (GfV) mit Sitz in Heidelberg, an der auch Drosten beteiligt war. Herdenimmunität bedeutet, dass ein großer Teil der Bevölkerung nach einer Infektion oder Impfung immun geworden ist, und sich das Virus dadurch nicht mehr so gut ausbreiten kann. (dpa)

7:35 Uhr Die Landesregierung will einem Bericht zufolge die Corona-Testkapazitäten ausbauen. Das Landesgesundheitsamt (LGA) und das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) sollten dadurch in die Lage versetzt werden, zusammen täglich 900 Proben zu analysieren. Um die Kapazitäten auszubauen, sollten neue Geräte angeschafft und auch neue Stellen geschaffen werden. Mehr als 3,7 Millionen Euro seien dafür in diesem und im kommenden Haushaltsjahr zusätzlich vorgesehen. In der vorvergangenen Woche hatte es laut Bericht landesweit mehr als 144.000 Corona-Tests gegeben, die meisten davon in privaten Labors sowie in Universitätskliniken und Krankenhäusern. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 377.068 (gestern: 368.671) Corona-Infizierte, 9.842 (9.798) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 296.672 (293.447) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Montag, 19. Oktober 2020

19:17 Uhr Fußball-Oberligist SSV Reutlingen hat den Ticket-Vorverkauf für das Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr, Kreuzeichestadion) gegen die Stuttgarter Kickers vorsorglich ausgesetzt, weil derzeit noch unklar ist, wie viele Zuschauer zugelassen sind. Die Nullfünfer warten die aktualisierte Corona-Verordnung Sport ab. (eye)

18:48 Uhr Im Zuge der Überschreitung der kritischen 7-Tages-Inzidenz von 50 Fällen/100.000 Einwohner hatte der Landkreis Tübingen am vergangenen Samstag eine Allgemeinverfügung in Kraft gesetzt. Zwischenzeitlich hat das Land Baden-Württemberg die Pandemiestufe 3 ausgerufen und in diesem Zusammenhang die Corona-Verordnung des Landes angepasst. Somit setzt der Landkreis Tübingen seine Allgemeinverfügung noch heute außer Kraft, es gelten die Vorgaben der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg. 

Abweichend von den Regelungen der Allgemeinverfügung gilt für private Feiern in privaten Räumlichkeiten laut Corona-Verordnung, dass auch dort bis zu zehn Personen zusammenkommen dürfen (auch wenn diese aus bis zu zehn verschiedenen Haushalten kommen). Es dürfen im privaten und öffentlichen Raum mehr als zehn Personen sein, wenn es sich insgesamt um maximal zwei Haushalte handelt oder alle Personen eng miteinander verwandt sind. Eine Sperrzeit für Gastronomiebetriebe und auch ein Außen-Abgabeverbot von Alkohol ist entsprechend der Corona-Verordnung aktuell im Landkreis Tübingen nicht vorgesehen. (pm)

18:25 Uhr Der Landkreis Reutlingen ist seit Samstag Risikogebiet, seit heute gelten neue Regeln. Beispielsweise eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen, auf Märkten und bei kulturellen Events. Private Versammlungen, darunter geburtstagsfeiern und Hochzeiten wurden auf zehn Teilnehmer begrenzt. Mehr Infos zu den neuen Regelungen finden Sie hier. (ege)

18:16 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Montag dreizehn Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 2.238 bestätigte Fälle. Die Zahl der Toten im Kreis in Zusammenhang mit Covid-19 liegt weiter bei 90. 1.963 Personen gelten als genesen, das sind 91,39 Prozent (Todesfälle nicht eingerechnet). Damit sind aktuell 185 aktive Corona-Fälle bekannt. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 56,4. (pm)

18:11 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Montag 15 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.824 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 64. Bei den genannten Fällen handelt es sich hauptsächlich um Kontaktpersonen bekannter Fälle und familiäre Häufungen. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). Darüber hinaus gibt es weitere Corona-Fälle an Schulen im Landkreis Tübingen: An der Anne-Frank Schule in Dußlingen und der Freien Evangelischen Schule Dußlingen (Realschule) sind Corona-Fälle aufgetreten. Die betroffenen Klassen sind in Quarantäne geschickt worden. (pm)  

17:19 Uhr Das Derby der »TusSies« gegen das Top-Team SG BBM Bietigheim am Mittwoch (19.30 Uhr, Öschhalle) muss nach Abstimmung mit den zuständigen Behörden ohne Zuschauer über die Bühne gehen. Mehr dazu lesen Sie hier. (eye)

16:59 Uhr Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 60.708 gestiegen. Das sind 669 Menschen mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom Montag hervorgeht. 48.815 Menschen gelten demnach als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg auf 1.936. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Landesgesundheitsamt bei 1,21. Dieser gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. (pm)

16:25 Uhr Am Sonntag ist das Spiel desv SV Bronnen in der Fußball-Kreisliga B3 (Bezirk ) gegen den TSV Neufrag aufgrund eines Corona-Verdachtsfall im Team von Bronnen abgesetzt worden. »Der Spieler hat soebend ein negatives Testergebnis erhalten«, teilte Dominik Brillert, stellvertretender Abteilungsleiter des SV Bronnen, mit. (der)

16:12 Uhr Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen und der Ausrufung der Pandemiestufe 3 durch das Land Baden-Württemberg reagieren die Kliniken Landkreis Sigmaringen ab sofort wieder mit einem Besuchsstop. Dies gilt an allen drei Standorten in Sigmaringen, Bad Saulgau und Pfullendorf. Vom Besuchsverbot ausgenommen sind lediglich Angehörige, die einen im Sterben liegenden Patienten besuchen wollen, eine Begleitperson, welche eine Schwangere bei der Geburt begleiten möchte und die Begleitperson eines minderjährigen Kindes. Dies wird in einer Zugangskontrolle geprüft. Alle Patienten werden auf eine mögliche Covid-19-Infektion getestet. Patienten mit Verdacht auf eine Infektion und infizierte Patienten werden ausschließlich im SRH Krankenhaus Sigmaringen behandelt. (pm)

16:03 Uhr Im Kampf gegen die sich zuspitzende Corona-Pandemie gelten seit Montag nochmals strengere Regeln in ganz Baden-Württemberg - die Opposition kritisiert den Kurs der Landesregierung aber als unverständlich und verwirrend. So sei etwa unklar, wann die verschärfte Maskenpflicht im öffentlichen Raum nun gelte, sagte FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke am Montag. Die Landesregierung müsse die Regeln konkretisieren, um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften. Auch die SPD fordert eindeutigere Regeln zur Frage, wann Masken getragen werden müssen. (dpa)

15:32 Uhr Die Kreiskliniken Reutlingen reagieren auf die steigenden Corona-Zahlen im Landkreis Reutlingen mit einem Besucherstopp. »Da im Landkreis Reutlingen die Inzidenz den kritischen Schwellenwert von 50 überschritten hat, müssen wir zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter alles tun, um die Infektionsgefahr in unseren Krankenhäusern so gering wie möglich zu halten«, begründete Geschäftsführer Dominik Nusser in einer Pressemitteilung die Entscheidung, die drei Standorte der Kreiskliniken Reutlingen im Landkreis Reutlingen für Besucher zu schließen. Betroffen sind das Klinikum am Steinenberg Reutlingen, die Ermstaklinik Bad Urach und die Albklinik Münsingen. Der Besucherstopp wird wieder aufgehoben, sobald der Inzidenzwert von 50 wieder unterschritten wird. Ausnahmen des Besucherstopps werden beispielsweise gemacht für Angehörige eines Patienten, der im Sterben oder auf der Palliativstation liegt, Väter oder Begleitpersonen bei der Geburt und die entbundene Partnerin mit Kind, Patienten der Notaufnahmen, kranke Kinder oder ältere, gebrechliche oder demente Patienten. Aktuell findet laut Mitteilung in allen drei Standorten der Kreiskliniken Reutlingen die Versorgung von Notfällen und allen medizinisch notwendigen Behandlungen weiterhin vollumfänglich statt. Auch das Elektivprogramm, also die Durchführung geplanter Operationen und Eingriffe, wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht reduziert. (pm)

15:23 Uhr Unicef will noch in diesem Jahr 520 Millionen Spritzen für eine mögliche Corona-Impfung in Lagern deponieren. »Damit soll sichergestellt werden, dass die notwendigen Spritzen in den Ländern vorhanden sind, bevor die Impfstoffe eintreffen«, teilte das UN-Kinderhilfswerk mit. »Weltweit gegen Covid-19 zu impfen wird eine der größten Anstrengungen in der Menschheitsgeschichte werden«, erklärte Unicef-Direktorin Henrietta Fore. Man werde genauso schnell reagieren müssen, wie die Impfstoffe hergestellt würden. Auch für 2021 gibt es den Angaben zufolge schon Pläne. Unter der Voraussetzung, dass genügend Covid-19-Impfstoff zur Verfügung stehe, plant Unicef dann die Beschaffung von mehr als einer Milliarde Spritzen - zusätzlich zu den 620 Millionen, die das Kinderhilfswerk für Impfprogramme gegen andere Krankheiten wie Masern oder Typhus bereitstellt. (dpa)

14:42 Uhr Im britischen Großraum Manchester können einem Medienbericht zufolge die ersten Kliniken keine Covid-19-Patienten mehr aufnehmen. Zwölf Krankenhäuser seien bereits voll, zitierte der »Guardian« aus einem internen Dokument des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS). Bürgermeister Andy Burnham forderte am Montag erneut von Premier Boris Johnson mehr finanzielle Unterstützung für die Menschen und Firmen in der Region. Der Nordwesten Englands gehört zu den besonders stark von der Corona-Krise betroffenen Regionen im Vereinigten Königreich. (dpa)

14:33 Uhr Wegen steigender Corona-Zahlen schließen die Finanzämter von Dienstag an erneut ihre Servicezentren für Besucher. Dies gelte bis auf Weiteres, teilte die Oberfinanzdirektion am Montag in Karlsruhe mit. In dringenden Fällen hätten die Bürger die Möglichkeit, Termine für Telefonberatungen zu vereinbaren. Auch Kontaktformulare, Erklärvideos und ein sogenannter Steuerchatbot stünden im Netz zur Verfügung. In besonderen Ausnahmefällen seien auch Termine im Finanzamt möglich. Die Oberfinanzdirektion Karlsruhe hat die Aufsicht über die 65 Finanzämter in Baden-Württemberg. (dpa)

14:20 Uhr Die umstrittenen Beherbergungsverbote in der Corona-Krise werden zum Fall für das Bundesverfassungsgericht. Kläger aus Tübingen hätten einen Eilantrag gegen die in Schleswig-Holstein geltenden Vorschriften eingereicht, sagte ein Gerichtssprecher in Karlsruhe. Wie schnell die Verfassungsrichter darüber entscheiden werden, war zunächst nicht absehbar. Im Landkreis Tübingen treten im Moment viele neue Corona-Fälle auf. Ein wichtiger Grenzwert ist überschritten, damit zählt Tübingen zu den deutschen Risikogebieten. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

14:02 Uhr Hamburg hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Die Gesundheitsbehörde gibt den Wert für den Stadtstaat mit 50,6 an. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

13:31 Uhr Weil auch in Reutlingen die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschritten wurde, besteht für die Markt-Werk-Stadt GmbH, die den Reutlinger Weihnachtsmarkt veranstaltet, Handlungsbedarf. Nach Auskunft von Norbert Brendle, Geschäftsführer der Markt-Werk-Stadt, werde geprüft, ob der Markt wie ursprünglich gedacht vom 25. November, bis Sonntag, 20. Dezember, zum Teil auch im Bürgerpark über die Bühne gehen kann. Die baden-württembergische Coronaverordnung hatte bis vor wenigen Tagen als Obergrenze für Veranstaltungen 500 Personen  festgelegt  – eine Zahl, die angesichts steigender Coronafälle Makulatur ist. Jetzt ist die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen auf 100 begrenzt. In enger Absprache mit der Stadtverwaltung werde deshalb eruiert, ob der Weihnachtsmarkt auch bei dieser Beschränkung stattfinden könne, sagte Norbert Brendle. »Wir sind dabei, die veränderte Situation neu zu bewerten.« Zeit für diese Entscheidung bleibt bis längstens Montag, 26. Oktober. Aus organisatorischen Gründen könnten bis zu diesem Datum potenzielle Aussteller ins Boot geholt werden. Norbert Brendle rechnet mit einer Entscheidung bis Mitte dieser Woche. (ass)

Lichterglanz rund um die Marienkirche.
Lichterglanz am Reutlinger Weihnachtsmarkt 2019 rund um die Marienkirche. (Archivbild) Foto: Frank Pieth
Lichterglanz am Reutlinger Weihnachtsmarkt 2019 rund um die Marienkirche. (Archivbild)
Foto: Frank Pieth

13:07 Uhr Das Jubiläumskonzert der Württembergischen Philharmonie Reutlingen diesen Montagabend in der Reutlinger Stadthalle kann trotz der neuen Corona-Beschränkungen des Landes stattfinden. Zwar hatte das Land die Besucherzahl bei Veranstaltungen auf 100 begrenzt. Eine Ausnahme gilt jedoch für Veranstaltungen »in Kunst- und Kultureinrichtungen sowie in Kinos«, wenn ein Hygienekonzept und ein fester Bestuhlungsplan mit Abstand vorliegen. In diesem Fall erhöht sich die zulässige Besucherzahl auf 500. Das war bereits bisher die geltende Obergrenze. Nachzulesen sind die genauen Bestimmungen in Paragraf 2, Absatz 3 der Landescoronaverordnung. Die Neuerungen darin sind unter anderem auf der Homepage der Württembergischen Philharmonie zu finden. (akr)

12:13 Uhr In den Kliniken der Region befinden sich weiterhin kaum Patienten wegen schwerer Covid-19-Symptome in stationärer Behandlung. Im Uniklinikum Tübingen ist es aktuell ein Patient, im Kreisklinikum Reutlingen sind es zwei. Keiner von ihnen wird intensivmedizinisch behandelt, niemand muss beatmet werden. Eine Sprecherin der Tübinger Uniklinik weist darauf hin, dass es bereits seit Monaten wenige Patienten gibt, die wegen einer Covid-19-Erkrankung eingeliefert würden. Auch seien seit einiger Zeit keine neuen Todesfälle im Zusammenhang mit Corona hinzu gekommen. Intensivbetten stünden ausreichend zur Verfügung. (rr)

11:52 Uhr Am Wochenende machten auf diversen Fußballplätzen in der Region Gerüchte die Runde, dass es sich wegen der ansteigenden Infektionszahlen vorerst um den letzten normalen Spieltag handeln könnte. Bezirksspielleiter Wolfgang Rieker, der für den Bezirk Alb verantwortlich ist, gibt jetzt Entwarnung. »Ich gehe davon aus, dass der Spielbetrieb weitergeht, wie bislang«, sagt er auf GEA-Anfrage. Auf dem Platz sei das Ansteckungsrisiko deutlich geringer, als wenn man vor oder nach den Partien zusammensteht. Deshalb gebe es aktuell keinen Grund, den Fußball zu pausieren. Überlegungen diesbezüglich habe es bislang überhaupt nicht gegeben. (ege)

11:27 Uhr Der baden-württembergische Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Ralf Kusterer, befürwortet angesichts der Corona-Infektionen in den Nachbarländern stärkere Kontrollen an den Grenzübergängen. »Wer die Grenzen offenlässt zu Stark-Risikogebieten, da kann nur eines gelten: Stärkere Kontrollen an den Grenzen, Einreisebestimmungen überwachen. Nur so können wir vermeiden, dass wir da mehr ins Land bekommen, als wir möchten«, sagte er am Montag. Zudem beklagte er eine zu »lasche Verfahrensweise« in den vergangenen Monaten bei der Kontrolle von Corona-Auflagen. So sei die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr nicht streng genug kontrolliert worden. »Da hat sich etwas eingeschlichen, was jetzt ganz schwierig ist, wieder zurückzuholen«, sagte er. Eine deutliche Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Bürgern und Polizei wegen der Corona-Krise sehe er aber nicht. (dpa)

10:47 Uhr CSU-Chef Markus Söder fordert eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. »Wir brauchen eine allgemeine Maskenpflicht national«, sagte der bayerische Ministerpräsident vor einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und in Schulen gelten, sagte Söder, in Grundschulen und Horten ab der Marke 50. Und: Söder forderte bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 eine bundesweite Maskenpflicht auch am Arbeitsplatz, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können. (dpa)

10 Uhr Einer Umfrage zufolge will sich rund jeder zehnte Verbraucher in Deutschland in den kommenden Wochen verstärkt mit Toilettenpapier, Nudeln und anderen Waren des täglichen Gebrauchs eindecken. Das ergab eine repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter knapp 6000 Menschen Mitte Oktober. Demnach antworteten neun Prozent der Teilnehmer auf die entsprechende Frage mit »ja« oder »eher ja«. Fast zwei Drittel (64 Prozent) schlossen derartige Hamsterkäufe dagegen ausdrücklich aus. Vor allem jüngere Menschen wollen sich der Umfrage zufolge mit mehr Toilettenpapier und Nudeln eindecken: Am häufigsten beantworteten Menschen zwischen 25 und 34 Jahren die Frage mit »ja« oder »eher ja« (15 Prozent). In den vergangenen Tagen hatten Politiker bereits auf vereinzelte Meldungen über eine steigende Nachfrage nach einigen lagerbaren Produkten reagiert. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appellierte an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. »Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund«, sagte sie der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. (dpa)

9:35 Uhr Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die Länder zu einem einheitlichen Vorgehen bei Verstößen gegen Corona-Regeln aufgefordert. Dort, wo Regeln missachtet würden, müsse auch »durchgegriffen« werden, sagte Altmaier am Montag bei einer Wirtschaftskonferenz in Berlin. Er würde sich wünschen, dass sich die Länder über die Höhe von Bußgeldern verständigen. Es sei wichtig, ein »klares Signal« zu setzen, sagte Altmaier. Die übergroße Mehrheit der Menschen nehme die Vorschriften sehr ernst. Aber viele Hotspots gingen auch darauf zurück, dass vorgeschriebene Schutzmaßnahmen nicht respektiert würden. (dpa)

8:55 Uhr Das Gastgewerbe in Deutschland hat sich im August in kleinen Schritten weiter aus dem Corona-Tief gearbeitet. Die preisbereinigten Umsätze (real) lagen 5,5 Prozent über dem Wert vom Juli, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau vom Februar klafft allerdings immer noch eine Lücke von 23,3 Prozent. Mit den starken Einbrüchen aus der Zeit der strengen coronabedingten Einschränkungen ab Mitte März bis Mitte Mai liegt die Branche in den ersten acht Monaten um 35 Prozent hinter den preisbereinigten Umsätzen des Vorjahreszeitraumes. Besonders hart trifft es Hotels und andere Beherbergungsbetriebe, deren Erlöse real um 41,7 Prozent einbrachen. Gaststätten, Restaurants und andere Verpflegungsdienstleister verzeichneten ein Minus von 31,2 Prozent in den ersten acht Monaten. (dpa)

8:31 Uhr Der Run auf Supermärkte in der Corona-Krise hat die Umsätze mit Lebensmitteln nach Einschätzung des Herstellerverbands insgesamt nicht erhöht. »In der Summe haben wir nicht mehr umgesetzt unter Corona, weil wir das, was wir beim Endverbraucher gewonnen haben, in der Gemeinschaftsverpflegung verloren haben«, sagte der Präsident des Lebensmittelverbands Deutschland, Philipp Hengstenberg, den Stuttgarter Nachrichten. Nicht nur der Einbruch in der Gastronomie habe die erhöhte Nachfrage im Einzelhandel wieder ausgeglichen. Auch seien durch die Virus-Pandemie die Kosten gestiegen: »Alle Betriebe mussten ihre Arbeitsprozesse umstellen, also zusätzliche Hygienemaßnahmen umsetzen, Schichten neu zusammenstellen oder teilweise auf Homeoffice setzen«, sagte Hengstenberg. »In der Landwirtschaft hatten wir zwischenzeitlich die Sorge, nicht genügend Erntehelfer mobilisieren zu können.« (dpa)

8:02 Uhr Für die durch die Corona-Pandemie existenzbedrohten Thermal- und Mineralbäder im Südwesten ist Hilfe in Sicht. Das auch für den Tourismus zuständige Justizministerium arbeitet gerade an einer Kabinettsvorlage für ein Hilfsprogramm. Mit 15 Millionen Euro sollen durch Corona verursachte Umsatzeinbußen von kommunalen Thermal- und Mineralbädern abgemildert werden, erläuterte ein Sprecher von Ressortchef Guido Wolf (CDU). »Die kommunalen Bäder sind bislang durchs Raster gefallen sind.« Es sind 35 an der Zahl. Und die haben Unterstützung dringend nötig. Laut dem Heilbäderverband summieren sich die Einnahmeausfälle seit Krisenbeginn auf durchschnittlich 1,2 Millionen Euro pro Therme. (dpa)

7:36 Uhr  Thomas Hitzlsperger, der Vorstandsvorsitzende des Bundesliga-Aufsteigers VfB Stuttgart, hat eingeräumt, dass das Thema Gehaltsverzicht weiter aktuell bleibt, wenn wegen der Corona-Pandemie weiterhin nur wenige oder gar keine Zuschauer in die Stadien kommen. »Alle haben bisher mitgezogen. Aber wir haben auch gesagt, wenn die Pandemie länger anhält, wenn wir keine Zuschauer im Stadion haben, werden wir nochmals sprechen müssen«, sagte Hitzlsperger am Sonntag in der Sendung »SWR Sport«. Und er fügte hinzu: »Das betrifft uns alle, das wird auf uns zukommen.« (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 368.671 (gestern: 364.664) Corona-Infizierte, 9.798 (9.785) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 293.447 (291.129) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Sonntag, 18. Oktober 2020

18:55 Uhr Das Landratsamt Reutlingen gibt bekannt, dass über das Wochenende insgesamt 44 Corona-Fälle im Landkreis dazugekommen sind und sich die Gesamtzahl auf 2.225 erhöht hat. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 54,3. (pm) 

17 Uhr Seit Samstag sind 674 neue Corona-Infektionen in Baden-Württemberg gemeldet worden. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle im Land auf 60 039 (Stand: 16 Uhr), wie das Landesgesundheitsamt am Sonntag mitteilte. Der Warnwert stieg den Angaben zufolge von 42,9 auf 46,3 Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen erhöhte sich um 4 auf 1932. Als genesen gelten geschätzt 48 544 Menschen - 308 mehr als am Vortag. (dpa)

16:12 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Sonntag 23 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.809 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 71,9. Bei den gemeldeten Fällen handelt es sich laut Landratsamt hauptsächlich um Kontaktpersonen bekannter Fälle, insbesondere im Zusammenhang mit Familienfeiern. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). (pm) 

15:34 Uhr Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will die Corona-Übernahmeprämien für Auszubildende aus insolventen Betrieben um ein halbes Jahr bis Ende 2021 verlängern. Die Prämie von 3.000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen soll dafür sorgen, dass mehr Auszubildende aus Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, ihre Lehre in einem anderen Betrieb fortsetzen können. Karliczek sagte dem »Handelsblatt«, da das Insolvenzrecht derzeit wegen der Pandemie teilweise ausgesetzt ist, sei es auch »sinnvoll, diese Ausbildungsprämien bis zum Ende des nächsten Jahres zu verlängern«. »Denn erst nach dem Auslaufen der Insolvenzrecht-Sonderregelungen wird sich zeigen, wie viele Auszubildende einen neuen Ausbilder brauchen, um ihre Ausbildung sicher beenden zu können.« (dpa) 

14:46 Uhr Gestern hat der Landkreis Reutlingen mit 51,2 die 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschritten. Heute sollte eine Allgemeinverfügung erlassen werden, teilte das Landratsamt gestern mit. Weil das Land Baden-Württemberg eine Verschärfung der Corona-Verordnung angekündigt hat, die weitergehende Maßnahmen enthalten und landesweit gelten wird, wird in Reutlingen nun aber doch keine Verfügung erlassen, gab die Behörde heute bekannt. Welche regeln in Baden-Württemberg von morgen an gelten, lesen Sie hier. (GEA)

14:14 Uhr Der Auftakt des BBL-Pokals wird vom positiven Corona-Test eines Berliner Profis geprägt. Dabei sollte das Turnier ein kleiner Schritt zurück in die Normalität werden. (dpa)

13:27 Uhr In der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten sind mittlerweile mehr als 200.000 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Wie am Sonntag aus den täglich aktualisierten Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervorging, gab es im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) einschließlich Großbritannien bei nunmehr knapp 4,8 Millionen bestätigten Corona-Infektionen bislang 200 587 gemeldete Todesfälle. Die meisten der Toten wurden im Vereinigten Königreich (43.579), in Italien (36 474), Spanien (33.775), Frankreich (33.392), Belgien (10.392) und Deutschland (9.777) registriert. Unter den 15 Ländern des Raums mit den meisten Gesamtinfektionen hat Deutschland auf die Bevölkerung gemessen in den vergangenen 14 Tagen gemeinsam mit Schweden die mit Abstand niedrigsten Infektionszahlen und Todesraten. (dpa)

12:48 Uhr Nach dem Kontakt mit einem infizierten Personenschützer ist Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das sagte ein Sprecher am Sonntag. Strobl bleibe aber vorerst in der Quarantäne. Er sei zu Hause voll arbeitsfähig. Über das weitere Vorgehen, inwieweit weitere Tests und Quarantänemaßnahmen notwendig seien, werde nun mit den Ärzten beraten. Strobl hatte sich in Quarantäne begeben und alle Termine abgesagt, nachdem ein Personenschützer, der mit ihm zusammen im Auto unterwegs war, positiv getestet worden war. (dpa)

11:52 Uhr Überlebende des Holocausts sollen in der Corona-Krise mehr als eine halbe Milliarde Euro an zusätzlichen Hilfen von der Bundesregierung bekommen. Eine entsprechende Vereinbarung habe das Finanzministerium mit der Claims Conference, einem Zusammenschluss jüdischer Organisationen, getroffen, erklärte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Demnach können rund 240 000 Opfer des NS-Regimes weltweit über zwei Jahre 2400 Euro erhalten. Zuvor hatten internationale Medien berichtet. Überlebende der deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager im Nationalsozialismus gehören oft zur Corona-Risikogruppe - zum einen wegen ihres Alters, aber auch, weil sie durch ihre Zeit in den Lagern häufig gesundheitliche Probleme haben. Die Pandemie treffe sie besonders hart, erklärte das Finanzministeri. (dpa)

11 Uhr Der Automobilclub ADAC hat seine für Ende November geplante Hauptversammlung wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Das hat das Präsidium des Verbandes am Freitag entschieden, wie der ADAC am Samstag in München mitteilte. Die jährlich tagende Hauptversammlung ist das oberste Organ des ADAC. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Coronavirus-Ausbreitung und der damit einhergehenden Verschärfung der Kontakt- und Reisebeschränkungen könne das Treffen bedauerlicherweise nicht stattfinden, sagte ADAC-Präsident August Markl. Die Abstimmungen zur Feststellung des Jahresabschlusses 2019, zur Entlastung des Präsidiums sowie zum Wirtschaftsplan 2020 würden nun im Umlaufverfahren realisiert. (dpa)

10:18 Uhr Wegen der Corona-Pandemie haben etliche Paare ihre Trauungen in Baden-Württemberg verschoben. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Stuttgart wurden in Baden-Württemberg zwischen Januar und August etwa 29.000 Ehen standesamtlich geschlossen. 2019 gaben sich demnach in derselben Zeit 34.000 Menschen das Ja-Wort. Die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verhängten Einschränkungen haben nach Angaben der Statistiker vor allem im April und im Mai zu einem deutlichen Rückgang der Eheschließungen geführt. Die anschließenden Lockerungen hätten dann eine gewisse Normalisierung der Hochzeitszahlen gebracht. (dpa)

9:35 Uhr Randale, Pöbeleien und mitunter auch heftige Gewaltausbrüche: Seit April gilt vielerorts die Maskenpflicht. Doch nicht jeder will sie im Alltag akzeptieren. Laut Polizeigewerkschaften beginnt die Akzeptanz der Corona-Regeln zu schwinden. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

8:47 Uhr Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind einer Umfrage zufolge mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung tendenziell zufrieden. 68 Prozent der Befragten beurteilten die Führung in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag von »Bild am Sonntag« als »eher gut«. Für 27 Prozent ist sie »eher schlecht«. 4 Prozent antworteten mit »weiß nicht«. Die Ausweitung der Maskenpflicht auf alle öffentlichen Orte in Risikogebieten, in denen nicht konsequent Abstand gehalten werden kann, finden 89 Prozent der Befragten richtig, 10 Prozent falsch und 1 Prozent antwortete »weiß nicht«. Die in Risikogebieten geltende Beschränkung für private Feiern auf zehn Teilnehmer aus maximal zwei unterschiedlichen Haushalten finden 74 Prozent richtig und 22 Prozent falsch. 4 Prozent antworteten »weiß nicht«. Eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein generelles Ausgabeverbot von Alkohol ab 23 Uhr in Risikogebieten befürworten 70 Prozent. 27 Prozent lehnen diese Maßnahmen ab, drei Prozent antworteten mit »weiß nicht«. (dpa)

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 364.664 (gestern: 359.802) Corona-Infizierte, 9.785 (9.767) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 291.129 (289.027) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Samstag, 17. Oktober 2020

21:20 Uhr Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg hat dem Landratsamt Reutlingen am Samstagabend mitgeteilt, dass mit 51,2 die 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschritten wurde. Mit Überschreitung des Grenzwertes werden nun weitere Maßnahmen und Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in Kraft treten. Zuständig dafür ist das Landratsamt Reutlingen, das eine Allgemeinverfügung auf Grundlage des Erlasses des Ministeriums für Soziales und Integration vom 16. Oktober 2020 erlassen wird. Der Entwurf der Allgemeinverfügung wurde den Städten und Gemeinden im Landkreis Reutlingen noch am Samstagabend mit der Möglichkeit zur Stellungnahme bis Sonntag, 12 Uhr übersandt, so dass die Allgemeinverfügung noch am Sonntag veröffentlicht werden kann. Die Regelungen der Allgemeinverfügung werden am Montag, den 19. Oktober in Kraft treten. Die konkreten Regelungen der Allgemeinverfügung wird das Landratsamt Reutlingen am Sonntag bekannt geben. (pm)

17 Uhr Dutzende Bundesliga-Profis waren zuletzt mit ihren Nationalteams unterwegs, teils auch in Corona-Risikogebieten. Einige kehren verletzt oder krank zurück - das sorgt für Ärger bei den Vereinen. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

16:24 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Samstag neun Neuinfektionen gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.786 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt damit weiterhin bei 68. Bei diesen Fällen handelt es sich laut Landratsamt hauptsächlich um Kontaktpersonen bekannter Fälle, bei einigen ist die Infektionsquelle noch unklar. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). (pm) 

15:30 Uhr Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Bevölkerung angesichts der dramatischen Entwicklung der Corona-Pandemie vor einem erneuten Lockdown und drastischen Einschränkungen des Alltags gewarnt. Am Samstag beschloss das grün-schwarze Kabinett die Ausrufung der höchsten Corona-Warnstufe. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

14:51 Uhr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Samstag in Quarantäne begeben. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin mitteilte, ist ein Personenschützer des Staatsoberhauptes positiv auf das Coronavirus getestet worden. (dpa)

14:28 Uhr Aus der CDU kommt Kritik an der Ausweitung des Kurzarbeitergeldes in der Corona-Krise. Dadurch werde »dem Missbrauch Tür und Tor« geöffnet, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

13:30 Uhr Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs beim Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten auf. Nach wochenlangem Streit und wenige Tage vor einem dazu erwarteten Gerichtsurteil einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche am Samstag darauf, dass für Urlaub im Nordosten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht. Die bislang geforderte mehrtägige Quarantäne und ein folgender zweiter Test entfallen somit. (dpa)

11:42 Uhr Gewerbesteuereinbruch, Haushaltssperre, Coronakrise – die Reutlinger Finanzsituation ist alles andere als rosig. Und doch: Für 2020 lautete die Botschaft von Stadtkämmerer Frank Pilz im jüngsten Finanzausschuss, dass die Stadt dank eingeleiteter Konsolidierungsmaßnahmen sowie Finanzhilfen von Bund und Land zur Kompensierung der coronabedingten Mindereinnahmen mit einem blauen Auge davonkommen dürfte. (rh)

11:35 Uhr Der Automobilclub ADAC hat seine für Ende November geplante Hauptversammlung wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Das hat das Präsidium des Verbandes entschieden, wie der ADAC mitteilte. Die jährlich tagende Hauptversammlung ist das oberste Organ des ADAC. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Coronavirus-Ausbreitung und der damit einhergehenden Verschärfung der Kontakt- und Reisebeschränkungen könne das Treffen bedauerlicherweise nicht stattfinden, sagte ADAC-Präsident August Markl. (dpa)

10:44 Uhr Grüne und FDP im Bundestag fordern von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) weitere Einreiseerleichterungen für unverheiratete Paare in der Corona-Krise. Die Grünen-Abgeordnete Franziska Brantner warf Seehofer vor, er erschwere »mit seinen bürokratischen Hürden unnötig das Wiedersehen Tausender unverheirateter Paare«. Konstantin Kuhle von der FDP nannte die deutschen Regelungen »borniert und weltfremd«. »Viele binationale unverheiratete Paare haben sich seit Monaten nicht gesehen und können in Corona-Zeiten nicht füreinander da sein.« Das Bundesinnenministerium wies die Kritik zurück. (dpa)

10:02 Uhr Großen Andrang vermeiden, Händlern eine Perspektive bieten: In der Politik mehren sich Vorschläge, das Weihnachtsgeld für Beschäftigte früher als üblich auszuzahlen. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

9:34 Uhr Die Niederlande sind besonders hart getroffen von der zweiten Corona-Welle. Regeln befolgen die Bürger kaum. Nun verhängte Premier Mark Rutte den »Teil-Lockdown«. Es ist die letzte Warnung. (dpa)

8:48 Uhr Die große Mehrheit der Verbraucher in Deutschland rechnet nicht mit einem raschen Ende der coronabedingten Einschränkungen. Gut zwei Drittel gingen davon aus, dass die Einschränkungen im Alltag noch mindestens sechs Monate dauerten, berichtete die Unternehmensberatung McKinsey gestützt auf eine repräsentative Umfrage unter 1053 Bundesbürgern. »Die Auswirkungen von Covid-19 auf das Verbraucherverhalten sind weiterhin sehr präsent«, betonte der McKinsey-Experte Jesko Perrey. »Es ist weniger ein Krisenmodus als vielmehr eine aktive Anpassung an eine neue Normalität.« Mehr lesen Sie hier. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

8:25 Uhr Bei allen Differenzen in praktischen Fragen ist klar, dass keine Zeit mehr zu verlieren ist, will man horrende Krankenstände und harte Lockdowns noch vermeiden. Realistischerweise kann sich niemand sicher fühlen, nicht einmal die Jungen und Gesunden. Sie trifft vielleicht kein schwerer Krankheitsverlauf, aber sie können Verwandte und Freunde anstecken – und sie würden unter den langfristigen wirtschaftlichen Folgen leiden, falls die Lage weiter eskaliert, kommentiert Politikredakteur Emanuel K. Schürer. (eks)

7:37 Uhr In Paris kommt die Ausgangssperre, in Warschau werden Hochzeitsfeiern verboten, in Prag baut die Armee ein Lazarett. Am Samstag treten in vielen Ländern neue Corona-Maßnahmen in Kraft. Und für deutsche Touristen schrumpft die Zahl möglicher Auslandsziele deutlich. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

7:05 Uhr Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat im Kampf gegen die in die Höhe schnellenden Corona-Infektionszahlen eine bundeseinheitliche Linie gefordert. »Alles andere ruft momentan nicht nur große Irritation in der Bevölkerung hervor - es behindert ein konsequentes, gebündeltes Vorgehen gegen Corona«, schrieb der CDU-Politiker in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Brief an die Abgeordneten von CDU und CSU. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 359.802 (gestern: 352.107) Corona-Infizierte, 9.767 (9.739) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 289.027 (286.137) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Freitag, 16. Oktober 2020

19:13 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Freitag insgesamt 23 Neuinfektionen gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.777 Fällen. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). Die 7-Tages-Inzidenz liegt damit bei 68. Bei diesen Fällen handelt es sich hauptsächlich um Kontaktpersonen der Fälle aus Familienfeiern und um sonstige Kontaktpersonen von bereits bekannten Fällen. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). Auch sind weitere Fälle an Schulen im Landkreis Tübingen zu verzeichnen: Am St. Meinrad-Gymnasium in Rottenburg am Neckar ist ein Corona-Fall aufgetreten. Betroffene Schülerinnen und Schüler wurden teilweise in Quarantäne geschickt. Ob Lehrkräfte hiervon auch betroffen sind, wird noch geklärt. An der Merian-Gemeinschaftsschule Dußlingen ist ein Corona-Fall aufgetreten; die betroffene Klasse wurde in Quarantäne geschickt. Lehrkräfte sind nicht betroffen. Nachdem am Karl-von-Frisch-Gymnasium Dußlingen ein weiterer Corona-Fall aufgetreten ist, wurde eine weitere Klasse in Quarantäne geschickt. (pm)

19 Uhr Corona-Risikogebiet heißt nicht gleich Grenzschließung. Kretschmann und Kollegen beruhigen. Elsässer decken sich dennoch in Baden ein. Und im Südwesten ist ein Artikel wieder gefragt: Toilettenpapier. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

18:47 Uhr Die sogenannte 7-Tages-Inzidenz hat im Landkreis Tübingen seit Donnerstag, 15. Oktober 2020, mit 64,3 die kritische Marke 50 deutlich überschritten. Das hat zur Folge, dass der Landkreis nun eine Allgemeinverfügung mit entsprechenden Maßnahmen erlässt, die sich an den Beschlüssen der Bundeskanzlerin mit den Ländern vom vergangenen Mittwoch (20. Oktober 2020) orientiert.Die Allgemeinverfügung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft, also am Samstag, 17. Oktober 2020. (pm)

18:18 Uhr Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg nimmt weiter deutlich zu. Im Vergleich zum Vortag kamen 1.198 hinzu, wie das Landesgesundheitsamt am Freitag mitteilte. Damit liegt die Zahl der bestätigten Fälle nun bei 58.640. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 7 auf 1.927. Als genesen gelten laut Behörde 47.818 Menschen. Im Schnitt haben sich in den vergangenen sieben Tagen 42,2 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus angesteckt. Im Landkreis Esslingen war der sogenannte Inzidenzwert mit 89,3 am höchsten. In Stuttgart ging er leicht auf 79,6 zurück. Über der kritischen Schwelle von 50 lagen auch der Alb-Donau-Kreis (51,2) die Landkreise Ludwigsburg (67,7), Schwäbisch Hall (54,4), Tübingen (66) sowie der Schwarzwald-Baar-Kreis (61,2). Auch die Städte Mannheim (58,3), Baden-Baden (54,4), Heilbronn (74,3) und Ulm (50,5) überschritten den Wert. (dpa)

17:41 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Freitag 31 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 2.181 bestätigte Fälle. Die Zahl der Toten im Kreis in Zusammenhang mit Covid-19 liegt weiter bei 90. 1.930 Personen gelten als genesen, das sind 92,34 Prozent (Todesfälle nicht eingerechnet). Damit sind aktuell 161 aktive Corona-Fälle bekannt. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 47,0. (pm)

 

17:26 Uhr Die hohe Streikbereitschaft trotz Corona kam für die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst wohl überraschend. Nun legten sie ein Angebot vor. Die Arbeitgeber bieten für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen an. Die Gewerkschaften halten das für unzureichend. Sie wollen ihre Warnstreiks auch in der kommenden Woche fortsetzen. (dpa)

16:55 Uhr Das vom 5. November 2020 bis 31. Januar 2021 geplante Popup-Store-Fest in der Tübinger Altstadt ist abgesagt. Zwar hatten sich 50 Interessierte mit kreativen Ideen bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen (WIT) für die Veranstaltung angemeldet, aber nur ein Vermieter war bereit, seine Fläche für das Projekt zur Verfügung zu stellen. Um das Event erfolgreich umzusetzen, wären mindestens vier Flächen nötig gewesen. Die WIT hatte, unterstützt durch Oberbürgermeister Boris Palmer, bei 30 Eigentümerinnen und Eigentümern leerstehender Gewerbeflächen in der Tübinger Altstadt angefragt. Auf den Flächen hätten Existenzgründerinnen und -gründer, Startup-Unternehmen, Einzelhändlerinnen und -händler sowie Kulturschaffende die Chance erhalten, innovative Ladenkonzepte temporär umzusetzen. (pm)

15:34 Uhr Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen steht Baden-Württemberg vor der Ausrufung der höchsten Corona-Alarmstufe - und vor weiteren Einschränkungen des Alltags. Ab kommender Woche gilt die Maskenpflicht an weiterführenden Schulen auch im Unterricht. »Die Erweiterung der Maskenpflicht ab Klasse 5 auf den Unterricht gilt ab einer landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von über 35«, teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums am Freitag mit. »Wir werden heute die Schulen darüber informieren, dass dies dann ab kommenden Montag zu beachten ist.« (dpa)

13:41 Uhr Im Kampf gegen die Corona-Pandemie fiel es den EU-Staaten bislang schwer, sich auf eine gemeinsame Linie zu verständigen. Bringt nun die zweite Welle einen Kurswechsel? Beim EU-Gipfel in Brüssel wird zumindest guter Wille beteuert. (dpa)

12:49 Uhr Die Tübinger Kinder- und Jugendbuchwoche, die vom 18. bis 24. Oktober 2020 stattfinden sollte, wird wegen der Corona-Pandemie komplett abgesagt. »Die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen macht diese kurzfristige Entscheidung nötig. Die Gesundheit unserer Gäste und der Besucherinnen und Besucher geht vor«, sagt Martina Schuler, Leiterin der Tübinger Stadtbücherei. Schulen, die bereits Tickets für Lesungen reserviert hatten, werden noch direkt informiert. (pm)

11:53 Uhr Durch die aktuell rasant steigenden Coronazahlen hat sich die Stadt Pfullingen entschlossen, zum Schutz der Bevölkerung den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr abzusagen. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern des Gemeinderates und der Stadtverwaltung, ist derzeit dabei, für die Adventszeit eine mögliche Alternative auszuarbeiten, die den Bürgern die vorweihnachtliche Stimmung optisch vermitteln soll. (pm)

11:32 Uhr Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, »wir belassen es dabei«, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag. (dpa)

Warnstreik im öffentlichen Dienst
Warnstreik in Meersburg am Bodensee. Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst bieten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt an - weniger als von den Gewerkschaften verlangt. Foto: Felix Kästle/dpa
Warnstreik in Meersburg am Bodensee. Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst bieten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt an - weniger als von den Gewerkschaften verlangt. Foto: Felix Kästle/dpa

11:27 Uhr Das Berliner Verwaltungsgericht hat die wegen der Corona-Pandemie vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Hauptstadt gekippt. (dpa)

10:51 Uhr Angesichts schärferer Corona-Maßnahmen in vielen Teilen des Landes muss das Londoner Parlament bis auf Weiteres nüchtern bleiben. Die Pubs und Bars des Parlaments dürfen ab Samstag keinen Alkohol mehr ausschenken. In Regionen mit der höchsten Corona-Warnstufe wie Liverpool müssen Pubs und Bars geschlossen bleiben, sofern sie keine Hauptmahlzeiten anbieten. Außerhalb des Parlaments darf in London bis zur Sperrstunde um 22 Uhr weiterhin getrunken werden – ab Samstag allerdings nur noch mit Mitgliedern des eigenen Haushalts. (dpa)

9:57 Uhr Das Beherbergungsverbot ist nicht nur juristisch nicht haltbar, sondern widerspricht auch dem gesunden Menschenverstand. Das Urteil wird Reisende wie Hoteliers aller Art erfreuen, und es erleichtert die Ausbreitung der Pandemie nicht. Aber es wirft auch Fragen an die Politik auf, schreibt GEA-Politikredakteur Oliver Jirosch in seinem Kommentar. (GEA)

9:16 Uhr Deutsche Musiker machen in der Corona-Pandemie gerade vor allem mit Verschwörungstheorien auf sich aufmerksam. Urgestein Peter Maffay hält das für gefährlich. (dpa)

8:43 Uhr Die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hat laut einer Umfrage zugenommen. 43 Prozent der Menschen in Deutschland haben »sehr große« oder »eher große Angst«; im Juli waren es 40 Prozent gewesen. Knapp die Hälfte der Befragten gab an, keine Angst zu haben. Das geht aus dem aktuellen YouGov-Covid-19-Tracker hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde. 72 Prozent glauben zudem, dass die Coronavirus-Lage in Deutschland derzeit schlimmer wird. Auch die globale Krise sehen die meisten noch nicht beendet. 75 Prozent der Befragten glauben an eine Verschlechterung; Ende Juli waren es 66 Prozent gewesen. (dpa)

8:18 Uhr Der Kindergarten in Kleinengstingen ist aufgrund eines Corona-Falls seit Dienstag geschlossen. Das teilte Bürgermeister Mario Storz in der Sitzung des Gemeinderats mit. Eine Mitarbeiterin sei positiv auf das Virus getestet worden. »Derzeit werden die Kontaktpersonen vom Kreisgesundheitsamt ermittelt und nachverfolgt«, so Storz. Die Eltern der Kinder werden vom Gesundheitsamt telefonisch kontaktiert und von der Kindergartenleitung über das weitere Verfahren informiert. Sicher ist schon jetzt: Für diese Woche bleibt der Kindergarten zu. Betroffen sind 41 Kinder, die von acht Erzieherinnen betreut werden. (ma)

7:52 Uhr Zur Eindämmung der Corona-Pandemie schließt der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, eine Abriegelung von Risikogebieten nicht mehr aus. »Vor neun Monaten habe ich in einem ähnlichen Interview gesagt, dass ich mir das nicht vorstellen kann. Inzwischen kann ich mir vorstellen, dass solche Maßnahmen durchgeführt würden«, sagte Wieler am Donnerstag dem Fernsehsender Phoenix. (dpa)

Ein Gast füllt an der Rezeption eines Hotels einen Anmeldeschein aus
Ein Gast füllt an der Rezeption eines Hotels einen Anmeldeschein aus. Foto: dpa
Ein Gast füllt an der Rezeption eines Hotels einen Anmeldeschein aus.
Foto: dpa

7:31 Uhr Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht nun auch auf Distanz zu dem bundesweit umstrittenen Beherbergungsverbot für Urlauber aus Corona-Hotspots. Die Einschränkungen für Reisende aus Gegenden mit besonders hohen Infektionszahlen seien im Kampf gegen die Seuche »in der Tat nicht das Wichtige. Das wird jetzt auch Stück für Stück auslaufen«, sagte der CSU-Chef am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung »Markus Lanz«. Das liege auch daran, dass Gerichte die Verbote teilweise kassieren. Söder sagte mit Blick auf Bayern: »Auch bei uns wird das so sein, dass wir das Stück für Stück auslaufen lassen« - Voraussetzung sei aber, dass die Menschen sich an die neuen, strengeren Kontaktbeschränkungen hielten. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 352.107 (gestern: 344.487) Corona-Infizierte, 9.739 (9.716) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 286.137 (283.656) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Donnerstag, 15. Oktober 2020

19 Uhr Fenster auf! Frischluft! Es zieht! Womöglich kaum ein Phänomen ist so deutsch wie das Lüften. Das spricht sich in Corona-Zeiten auch im Ausland herum. Briten lernen den Unterschied zwischen Stoß- und Querlüften kennen. (dpa)

18:37 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind um Donnerstag insgesamt 46 Neuinfektionen gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.754 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 63,4 und damit deutlich über der kritischen 50er-Marke. Das Landesgesundheitsamt hat die Inzidenz bereits bestätigt. Damit geht der Erlass einer Allgemeinverfügung in die Zuständigkeit des Landkreises über. Diese Allgemeinverfügung wird voraussichtlich am morgigen Freitag (16. Oktober) veröffentlicht und tritt dann am Samstag (17. Oktober) in Kraft. Die Verfügung orientiert sich an den Beschlüssen, die in der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ländern gefasst wurden. Bei den genannten Fällen handelt es sich hauptsächlich um Fälle, die aus Familienfeiern resultieren und um Kontaktpersonen von bereits bekannten Fällen. Neue direkte Fälle im Zusammenhang mit der Häufung in einem Fitnessstudio sind nicht zu verzeichnen. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). (pm)

18:25 Uhr Der deutsche Aktienmarkt ist unter der Last steigender Corona-Infektionen eingeknickt. Der Leitindex Dax reagierte darauf am Ende mit einem Minus von 2,49 Prozent auf 12.703,75 Zähler. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel verlor 1,53 Prozent auf 27.462,63 Punkte. War der Oktober bis zum Vortag noch ein erfolgreicher Börsenmonat für den Dax, steht inzwischen seit Monatsanfang ein Minus zu Buche. (dpa)

17:05 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Donnerstag 15 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 2.150 bestätigte Fälle. Die Zahl der Toten im Kreis in Zusammenhang mit Covid-19 liegt weiter bei 90. 1.915 Personen gelten als genesen, das sind 92,96 Prozent (Todesfälle nicht eingerechnet). Damit sind aktuell 145 aktive Corona-Fälle bekannt. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 39,7.(pm)

16:55 Uhr Im Zusammenhang mit der auf Facebook publizierten Behauptung des Tübinger Oberbürgermeisters, wonach ein Besucher eines Tübinger Fitness-Studios das Studio trotz verhängter Quarantäne aufgesucht habe, werden dem Tübinger Gesundheitsamt Versäumnisse bezüglich der Information von Personen vorgeworfen, die an einem Kurs am 1. Oktober teilgenommen haben. Dazu nimmt das Landratsamt Tübingen jetzt Stellung. (pm)

15:48 Uhr Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat das Beherbergungsverbot des Landes für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots in einem Eilverfahren für rechtswidrig erklärt. Der Beschluss sei unanfechtbar, teilte das Gericht am Donnerstag in Lüneburg mit. Geklagt hatte der Betreiber eines Ferienparks. Die Beherbergungsbetriebe, beispielsweise Hotels und Pensionen, müssen sich »mit sofortiger Wirkung« nicht mehr an die entsprechende Verordnung halten, wie das Lüneburger Gericht mitteilte. Bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren in der Sache könne es noch Monate dauern, sagte eine Sprecherin des Gerichts. (dpa)

15:35 Uhr Die Notierungen am deutschen Aktienmarkt sind am Donnerstag unter der Last steigender Corona-Infektionen eingebrochen. Nach den strengeren Vorschriften in zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, schließen Marktexperten inzwischen auch einen erneuten Lockdown in Europa nicht mehr aus. Der Dax reagierte darauf am Donnerstag mit deutlichen Verlusten von zuletzt minus 2,92 Prozent auf 12.647,42 Zähler. Zeitweise war er knapp unter die Marke von 12.600 Punkten gefallen. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel verlor 1,99 Prozent auf 27 333,03 Punkte. Auch europaweit notierten die Börsen tief im Minus: Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone büßte 2,82 Prozent auf 3.181,08 Zähler ein. An der Wall Street zeichnete sich zuletzt ein ebenfalls schwächerer Auftakt ab. (dpa)

15:04 Uhr Die Pop-Sängerin Nena (60) hat mit einem rätselhaften Post auf Instagram kontroverse Diskussionen um mögliche Verschwörungstheorien ausgelöst - als Corona-Leugnerin will sie aber nicht verstanden werden. »Ich habe meinen gesunden Menschenverstand, der die Informationen und die Panikmache, die von außen auf uns einströmen, in alle Einzelteile zerlegt«, schrieb die Hamburgerin am Mittwoch auf der Internetplattform. So sei es ihr möglich, sich »nicht hypnotisiert von Angst in die Dunkelheit ziehen zu lassen«. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

14:45 Uhr Telefonische Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden sind ab kommendem Montag wegen der Corona-Lage wieder bundesweit möglich. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschusses im Gesundheitswesen am Donnerstag. Die Regelung soll zunächst bis zum Jahresende gelten. Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung könne telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden, hieß es in einer Mitteilung. Der Gemeinsame Bundesausschuss ist mit Vertretern von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen besetzt. Er ist das höchste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen. (dpa)

14:22 Uhr   Angesichts des starken Anstiegs von Corona-Fällen auch in Bayern sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine täglich wachsende Gefahr für einen erneuten Lockdown. »Die Lage ist leider ernst, und sie wird jeden Tag ernster«, sagte er am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Corona sei immer dramatischer in ganz Europa aktiv. Auch wenn es keinen Grund zur Panik gebe, sei die Situation sogar deutlich komplexer als im vergangenen Frühjahr. Denn jetzt stehe der Winter vor der Tür, und zugleich »explodieren die Zahlen in ganz Europa«. Söder betonte, dass sich Bayern auf Anfrage aus Tschechien bereit erklärt habe, Intensivpatienten aufzunehmen. Landesweit sei die Auslastung bei den Intensivbetten bereits bei mehr als 40 Prozent. (dpa)

14:06 Uhr Die Tübinger Stadtverwaltung zieht eine positive Bilanz der bundesweit einmaligen Teststrategie in Alten- und Pflegeheimen in den vergangenen vier Wochen. In dieser Zeit wurden 1.051 Corona-Tests beim Personal inklusive der mobilen Altenhilfe durchgeführt. Nur ein einziger Test war positiv, glücklicherweise bei einer Hauswirtschaftskraft, so dass das Virus nicht an Heimbewohnerinnen oder Bewohner weitergegeben wurde, teilte die Stadt mit. Das Projekt war eine Gemeinschaftsleistung aller Altenpflegeeinrichtungen, des DRK, der Diagnostik-Firma Cegat und der Stadtverwaltung. Der Gemeinderat hatte 250.000 Euro bereitgestellt, um die Finanzierung bis zum Jahresende zu sichern. Bisher sind Kosten von etwa 50.000 Euro für die Stadtkasse entstanden. Die restlichen Mittel werden voraussichtlich nicht benötigt. Denn auf Anordnung des Landratsamtes werden die regelmäßigen Tests nun im ganzen Kreis Tübingen durchgeführt und damit auch vom Gesundheitsfonds finanziert.

13:52 Uhr Sachsen hebt das Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Risikogebieten auf. Das kündigte die Regierung am Donnerstag nach einem Gespräch mit Landräten und Bürgermeistern aus dem Freistaat an. Die Regelung soll ab Samstag gelten. »Wir werden also in den Herbstferien kein solches Verbot mehr haben«, sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Zugleich appellierte sie, sich an die Regeln zu halten. (dpa)

13:33 Uhr Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sieht die neu aufgestellten Corona-Regelungen der Bund-Länder-Runde als unzureichend an. »In den kommenden Tagen und Wochen kann die Eindämmung der Pandemie nur noch dann gelingen, wenn die Bundesländer verpflichtende und einheitliche Schutzmaßnahmen vereinbaren und durchsetzen«, sagte der Präsident der Leopoldina, Gerald Haug, am Donnerstag in Halle. Dazu gehöre, bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tagen strengere Maßnahmen verpflichtend einzuführen. Bislang sei dies als Empfehlung formuliert. Ziel sei, einen erneuten Lockdown zu verhindern. »Nur so wird das Vertrauen in die politischen Entscheidungen und die Einsicht in die Notwendigkeit der Maßnahmen gestärkt«, teilte die Leopoldina mit. (dpa)

13:09 Uhr Dass in Sölden die Weltcup-Saison beginnt, könnte eine der wenigen Konstanten in diesem Winter bleiben. Wegen Corona steht der Ski-Zirkus vor ganz neuen Herausforderungen. Auch sportlich sind kaum sichere Prognosen zu treffen. Im deutschen Team ist einer gefordert. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

12:27 Uhr Im Kreis Schwäbisch-Hall hat es Verwirrung um den Sieben-Tage-Inzidenz-Wert gegeben. Das Landesgesundheitsamt (LGA) hatte den Wert am Mittwochabend mit 50,3 angegeben. Dies hätte normalerweise strengere Maßnahmen zur Folge. Doch das Landratsamt korrigierte die übermittelten Fallzahlen noch am Abend, da sich eine Infizierte aus dem Landkreis derzeit im Ausland befindet, wie ein Sprecher des Landratsamts am Donnerstag sagte. Durch diese Änderung liege der Inzidenz-Wert dann bei 49,9. Am Donnerstag würden zudem 19 Infizierte aus der Berechnung des Inzidenz-Werts herausfallen, da ihre Infektion länger als sieben Tage her sei, so der Sprecher. Der Wert würde deshalb auch am Donnerstag nicht auf über 50 steigen, dafür müssten sich mindestens 22 Menschen neu mit dem Coronavirus infizieren. (dpa)

12:11 Uhr Der Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg hat mit Beschluss vom Donnerstag einem Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot in dem Bundesland stattgegeben. Dieses gilt bislang für Gäste aus deutschen Regionen, in denen 50 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen registriert wurden. Der Antragsteller kommt aus Nordrhein-Westfalen und hatte einen Urlaub im Kreis Ravensburg gebucht. Das Beherbergungsverbot ist in Baden-Württemberg damit vorläufig mit sofortiger Wirkung außer Vollzug gesetzt, wie das Gericht am in Mannheim mitteilte. Es können aber Rechtsmittel eingelegt werden. Mehr dazu lesem Sie hier. (dpa)

12:04 Uhr  In der britischen Hauptstadt London gelten ab Samstag schärfere Corona-Regeln. Angesichts rapide steigender Infektionszahlen dürfen sich Angehörige verschiedener Haushalte in Innenräumen nicht mehr miteinander treffen, wie der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan am Donnerstag bekannt gab. Auch Treffen in Pubs oder Restaurants sind nicht erlaubt. (dpa)

11:51 Uhr Der Einsatz von Schnelltests soll sich zunächst wie angekündigt auf den Gesundheits- und Pflegebereich konzentrieren. Für den privaten Bereich, etwa um sich »freizutesten« oder gar für Selbsttests, seien sie nicht gedacht, machte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin deutlich. Die neue Testverordnung ist seit diesem Donnerstag in Kraft. (dpa)

11:45 Uhr Nachdem der Landkreis Reutlingen den kritischen 7-Inzidenz-Wert von 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner überschritten hat, wandte sich Reutlingens OB Thomas Keck an die Bürger. (der)

Umfrage

11:40 Uhr Neuzugang Mattéo Guendouzi vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC ist mit dem Coronavirus infiziert. Ein Test des 21 Jahre alte Franzosen vom Dienstagnachmittag fiel positiv aus. Ein zweiter am Mittwoch ebenfalls, teilte der Berliner Club nun mit. Guendouzi sei isoliert worden und befände sich nun für zehn Tage in Quarantäne, hieß es von der Hertha. Er zeige keine Symptome und es gehe ihm gut. Weitere Maßnahmen seien nicht notwendig, teilte der Tabellen-13. mit. Guendouzi habe bisher keinen Kontakt mit der Hertha-Mannschaft gehabt oder anderen Mitarbeitern.

11:16 Uhr Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will das wegen Corona geltende Beherbergungsverbot etwas lockern. Er sagte am Donnerstag in Stuttgarter Landtag, man werde grundsätzlich daran festhalten - mit einer Ausnahme. Für Geschäftsreisen solle es aufgehoben werden. Die Ausnahmeregelung soll bis zum 8. November gelten. Bei ihrem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch in Berlin konnte sich die Runde der Regierungschefs auf keinen einheitlichen Kurs beim Thema Beherbergungsverbot einigen. Es soll nach den Herbstferien erneut diskutiert werden. Bund und Länder hatten sich aber unter anderem auf eine Ausweitung der Maskenpflicht, eine Begrenzung der Gästezahl bei privaten Feiern, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und eine Sperrstunde für die Gastronomie verständigt. (dpa)

10:49 Uhr In der Gemeinde St. Johann hat sich die Zahl der Coronafälle innerhalb einer guten Woche um 10 auf jetzt insgesamt 32 erhöht. Zurückzuführen sind die Neuinfektionen vermutlich auf eine Konfirmation, wie Bürgermeister Florian Bauer auf Nachfrage berichtete. Zwei positiv getestete Schüler gibt es auch an der Werkrealschule St. Johann in Würtingen. Die Klassen fünf und neun sind deshalb bis zu den Herbstferien in Quarantäne. (dew)

10:14 Uhr Europas größter Billigflieger Ryanair streicht seinen Winterflugplan wegen der verschärften Reisebeschränkungen in der Corona-Krise weiter zusammen. Von November bis März werde Ryanair voraussichtlich nur rund 40 Prozent so viele Flüge anbieten wie im vergangenen Winter, teilte das irische Unternehmen in Dublin mit. Bisher hatte das Management rund 60 Prozent angepeilt. Ryanair begründete die Kürzung damit, dass sich der Rückgang der Ticketbuchungen für November und Dezember verschärft habe. Ryanair hatte das Flugprogramm schon für Oktober auf 40 Prozent zusammengestrichen. (dpa)

9:29 Uhr Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat sich über Kritik an neuen Corona-Kontrollen in Tübingen verärgert gezeigt, von denen Menschen mit der Corona-Warn-App ausgenommen sind. Dort darf das Ordnungsamt seit vergangener Woche an öffentlichen Plätzen Personalien von Gruppen mit mehr als zehn Personen aufnehmen, die die App nicht auf dem Handy haben. Baden-Württembergs Datenschutzbeauftragter Stefan Brink hält das Vorgehen für falsch. Die Freiwilligkeit müsse bei der App bewahrt werden. Druck durch Vergünstigung dürfe nicht entstehen. (dpa)

9:01 Uhr Der Sommer war eine Atempause: Die Fallzahlen waren niedrig, es ging bergauf. Doch mit dem Herbst klettern die Corona-Zahlen immer schneller. Die Politik stemmt sich mit neuen Auflagen dagegen - und warnt selbst, es könnte nicht ausreichen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

8:25 Uhr Die Zahl der binnen eines Tages mit dem Coronavirus neu infizierten Menschen in Deutschland ist erneut sprunghaft gestiegen und hat damit einen Rekordwert erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts 6.638 Neuinfektionen - rund 1.500 mehr als am Mittwoch. Bislang waren Ende März mit knapp 6.300 Neuinfizierten die meisten registriert worden. Allerdings sind die jetzigen Werte nicht mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. (dpa)

7:31 Uhr Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält die Verabredungen von Bund und Ländern zur Eindämmung des Coronavirus für einen Erfolg. Es seien große Fortschritte erreicht worden, sagte der Grünen-Politiker am Mittwochabend nach mehrstündigen Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. In einer Reihe von Fragen seien »drastische Einschnitte« beschlossen worden. »Das wird uns alle sehr treffen«, sagte Kretschmann. Ob die Maßnahmen genügten, würden die nächsten Tage zeigen. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 344.487 (gestern: 337.314) Corona-Infizierte, 9.716 (9.682) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 283.656 (280.533) gelten als wieder geheilt. (GEA) 

Alle Informationen, die zwischen 8. Oktober und 14. Oktober rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier