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Tödliche Attacke in Tübingen: Verdächtiger verhaftet

Gab es einen Streit um Drogen? In Tübingen nimmt die Polizei nach einem tödlichen Messerangriff einen Mann fest. Der mutmaßliche Täter ist den Beamten bekannt - genau wie das Opfer.

Handschellen
Ein Mann trägt Handschellen. Foto: Stefan Sauer
Ein Mann trägt Handschellen.
Foto: Stefan Sauer

TÜBINGEN. Festnahme nach dem tödlichen Messerangriff in Tübingen: Ein 27-Jähriger soll einen 23-Jährigen so schwer verletzt haben, dass dieser in einer Klinik starb. Zuvor sollen sich die Männer am Donnerstag im Alten Botanischen Garten gestritten haben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilten, wird geprüft, ob ein Bezug zu einem Drogendelikt bestehen könnte. Der mutmaßliche Täter und das Opfer sind der Polizei bekannt.

Bevor der Tatverdächtige mit einem Messer auf den Jüngeren eingestochen haben soll, hat es nach den Angaben einen Wortwechsel zwischen den beiden gegeben. Trotz sofortiger Großfahndung gelang dem 27-Jährigen zunächst die Flucht.

Beweise in Tübinger Wohnung sichergestellt

Weil eine 20-köpfige Ermittlungsgruppe Bildmaterial auswerten konnte, das Zeugen zur Verfügung gestellt hatten, kamen die Beamten dem mutmaßlichen Täter jedoch einen Tag später auf die Spur. Am Freitagabend nahmen ihn Spezialkräfte des Polizeipräsidiums in seiner Tübinger Wohnung fest, wie es hieß. Dort seien Beweise sichergestellt worden, darunter auch Teile der wohl bei der Tat getragenen Kleidung. Ob es sich bei einem schon am Donnerstagabend in Tatortnähe gefundenen Messer um Tatwaffe handelt, wird noch untersucht.

Der 27-Jährige ist wegen Gewalt- und Betäubungsmitteldelikten polizeilich bekannt. Er machte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. »Daher dauern auch die Ermittlungen zum genauen Hintergrund des Streits noch weiter an«, hieß es in einer Mitteilung. Das Opfer war früher wegen Drogenhandels polizeilich in Erscheinung getreten.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen wurde der Kroate noch am Samstag dem Haftrichter vorgeführt. Mittlerweile befindet er sich in Untersuchungshaft. (dpa/pol)