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Aktuell Polizeimeldung

Reutlinger durch falsche Gewinnversprechen betrogen

Das Versprechen angeblich hoher Gewinne ist eine Masche, die Betrüger in den unterschiedlichsten Varianten anwenden. Das Ziel ist jedoch immer das gleiche: Die Betrüger wollen an das Geld ihrer Opfer gelangen.

Geldnoten
Banknoten von 50, 20 und 10 Euro. Foto: Jens Wolf/Archiv
Banknoten von 50, 20 und 10 Euro. Foto: Jens Wolf/Archiv

REUTLINGEN. Vor einer Gewinnübergabe werden diese dazu aufgefordert, eine Gegenleistung zu erbringen, beispielsweise in Form einer »Gebührenzahlung«. Die Anrufer geben sich nicht selten als Rechtsanwälte aus, täuschen seriöse Rufnummern vor, geben klare Zahlungsanweisungen oder drohen zur Einschüchterung gar mit einer Strafanzeige. Eine Auszahlung des Gewinns erfolgt jedoch nie. Die Opfer müssen meist mit weiteren Anrufen und Forderungen rechnen.

So ist es in den vergangenen Tagen einem 71-Jährigen aus Reutlingen ergangen, der von Betrügern um mehrere tausend Euro gebracht worden ist. Der Mann erhielt einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter eines Gewinnspielunternehmens, der ihm vorgaukelte, er habe eine fünfstellige Summe gewonnen. Für deren Erhalt müsse er allerdings vorab noch Transportkosten sowie die Versicherungskosten für den Werttransport bezahlen. Der Mann kaufte weisungsgemäß mehrere Wertkarten und gab dem betrügerischen Anrufer die zum Einlösen des Guthabens benötigte Zahlenkombination durch.

Erst zu spät bemerkte er, dass er Betrügern aufgesessen ist.

So schützen Sie sich vor Betrug am Telefon:

 

   - Schenken Sie telefonischen Gewinnversprechen keinen Glauben -

     insbesondere wenn die Einlösung des Gewinns an Bedingungen

     geknüpft ist!

 

   - Bei echten Gewinnen müssen Sie kein Geld im Voraus überweisen!

     Lassen Sie sich von niemandem, auch nicht von angeblichen

     Amtspersonen am Telefon unter Druck setzen. Angehörige deutscher

     Strafverfolgungsbehörden würden Sie niemals am Telefon zu einer

     Geldüberweisung nötigen!

 

   - Geben Sie telefonisch keine persönlichen Informationen weiter,

     keine Telefonnummern, Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen,

     Kreditkartennummern, Karten-Codes oder Informationen zum

     persönlichen Umfeld!

 

   - Informieren Sie im Zweifelsfall immer vorher die Polizei und

     nehmen Sie etwaige Warnungen von Banken vor Geldtransfers ernst!

 

   - Holen Sie vorher Auskünfte über Personen oder Firmen im Internet

     oder bei den Verbraucherzentralen ein.

Weiter Informationen finden Sie im Internet unter:

www.polizei-beratung.de oder unter www.pfiffige-senioren.de.