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Polizei will Einbruchskriminalität stärker bekämpfen

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Ein Polizist steht vor einem Polizeifahrzeug. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv
Ein Polizist steht vor einem Polizeifahrzeug. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv
REUTLINGEN. Mit Beginn der Winterzeit am kommenden Sonntag, 25. Oktober, und den länger werdenden Nächten haben Einbrecher wieder Hochkonjunktur. Sie nutzen gerade nach der Zeitumstellung die frühe Dunkelheit in den Abendstunden aus, um auf Beutezug zu gehen. Obwohl die Fallzahlen des Wohnungseinbruchs im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen seit dem Höchststand im Jahr 2014 mit 1.153 Fällen auf 702 im vergangenen Jahr deutlich reduziert werden konnten, ist die Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität weiterhin einen der Schwerpunkte der polizeilichen Arbeit.

Insbesondere durch offene Präsenz, Streifentätigkeit, Intensivierung der Fahndungsmaßnahmen, bei denen auch zivile Kräfte zum Einsatz kommen, sowie Kontrollen, insbesondere an Ausfallstraßen, sollen potenzielle Täter abgeschreckt und Hinweise für die Aufklärung zurückliegender Einbrüche gewonnen werden. Da ein Großteil der Wohnungseinbrüche in den Nachmittags- und frühen Abendstunden verübt wird, wird die Polizei ganz besonders in diesen Zeiten verstärkt präsent sein. Doch die Polizei allein kann Einbrüche nicht gänzlich verhindern. Sie ist auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, sei es durch Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge oder durch eigene Vorsichtsmaßnahmen der Bürger. Denn viele Einbrüche können durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik verhindert werden.

Für die Einbrecher ist es wichtig, dass alles möglichst schnell geht. Leisten Fenster und Türen erheblichen Widerstand geben die Ganoven ihr Vorhaben schnell auf. Schon durch einfache Maßnahmen kann jeder etwas für seine Sicherheit tun und seine Wohnung oder sein Haus sicherer machen. Deshalb bietet die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Reutlingen Haus- und Wohnungsbesitzer Beratungen über die richtigen Sicherungsmaßnahmen an. Auf Wunsch kommt ein Berater vor Ort, um maßgeschneiderte Vorschläge zu unterbreiten, wie Haus oder Wohnung wirksam sichern können. Sämtliche Beratungen sind kostenlos. Termine können telefonisch oder per Mail vereinbart werden. Infos gibt es auch auf der Internetseite www.k-einbruch.de.

Die Polizei rät, die Haus- und Wohnungstüre auch bei kurzer Abwesenheit abzuschließen. Auch über gekippte Fenster kommen Einbrecher schnell ins Haus. Balkon- und Terrassentüren sollten mit mechanischen Sicherungen versehen sein. Schlüssel sollten darüber hinaus niemals außerhalb der Wohnung versteckt werden.

Achten Sie auf verdächtige Personen, Fahrzeuge oder Fremde auf dem Nachbargrundstück. Sprechen Sie die Personen aber nicht an. Rufen Sie stattdessen bei verdächtigen Wahrnehmungen oder bei Gefahr (Hilferufe, ausgelöste larmanlage) sofort über Notruf 110 die Polizei.

Beratungsangebot: Die Spezialisten der Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Reutlingen und in Balingen stehen Ihnen am Tag des Einbruchschutzes, am Sonntag, dem 25. Oktober, zwischen 10 Uhr und 15 Uhr für telefonische Beratungsgespräche zur Verfügung.

Für einen Besuch der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle am Sonntag,

25.10.2020 ist eine vorherige Terminabsprache unter der Rufnummer 07121/942-1224 oder Email reutlingen.pp.praevention.@polizei.bwl.de bis spätestens Freitag, 23. Oktober notwendig.

Zudem erreichen Sie unsere Berater in den beiden kommenden Wochen vom 26.10. bis zum 6.11.2020, jeweils Montag bis Freitag, zwischen 8 Uhr und 18 Uhr unter unserer Beratungshotline 07121/942-1224. (pol)