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Kriminelle haben Tübinger Seniorin um hohen Geldbetrag betrogen

Telefonbetrügereien haben im Präsidiumsbereich drastisch zugenommen. FOTO: DPA
Telefonbetrügereien haben im Präsidiumsbereich drastisch zugenommen. FOTO: DPA
Telefonbetrügereien haben im Präsidiumsbereich drastisch zugenommen. FOTO: DPA

TÜBINGEN. Kriminelle haben im Laufe des Dienstags eine Seniorin um einen hohen Geldbetrag betrogen. Bereits in der Nacht zum Dienstag riefen die Betrüger bei der Frau an und gaben sich als Kriminalbeamte aus. Sie gaukelten ihr vor, dass ihr Haus ins Visier von Einbrechern geraten und nun ihr Hab und Gut bedroht sei. Die so unter Druck gesetzte Tübingerin hob im Laufe des Dienstags eine fünfstellige Bargeldsumme bei ihrer Bank ab. Danach wurde ihr von den Betrügern vorgemacht, dass es sich bei den Scheinen um Falschgeld handle, das von der Polizei überprüft werden müsse.

Wie gefordert, übergab die Seniorin daher das Geld am Dienstagnachmittag gegen 13.30 Uhr an der Stephanuskirche an einen der Täter, von dem sie glaubte, es sei ein Polizist. Entgegen seines Versprechens, die Scheine nach einer Überprüfung zurückzubringen, brachen die Betrüger anschließend den Kontakt zu ihrem Opfer ab. Der Abholer des Geldes war zwischen 20 und 25 Jahre alt, schlank und mit etwa 160 Zentimeter Körpergröße auffallend klein. Er trug zur Tatzeit eine graue, spitz zulaufende Wollmütze und war mit grauer Jacke und Hose bekleidet. Zeugen, die am Dienstagnachmittag im Bereich der Stephanuskirche verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder den Täter gesehen haben, werden gebeten, sich unter 070719728660 zu melden.

Die Polizei rät:

- Notieren Sie die angezeigte Telefonnummer, den Namen und die angegebene Dienststelle des Anrufers und legen Sie sofort auf.

- Lassen Sie sich auf kein Gespräch ein - die Betrüger nutzen das sofort für ihre Zwecke aus!

- Nehmen Sie stattdessen Kontakt mit der Ihnen bekannten Polizeidienststelle in Ihrer Nähe auf. Wichtig: Nicht die Rückruftaste drücken, sonst landen Sie wieder bei den Kriminellen. Suchen Sie die Nummer selbst heraus oder wählen Sie den Polizeinotruf 110.

- Geben Sie nie Informationen über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse preis.

- Übergeben Sie nie einem Fremden Bargeld oder Wertgegenstände, egal mit welcher Geschichte er bei Ihnen vorspricht.

- Lassen Sie Ihr Vermögen da, wo es ist, und heben Sie kein Geld ab, um es einem angeblichen Polizeibeamten oder sonst einer angeblichen Amtsperson zu übergeben.

- Ziehen Sie einen Angehörigen oder eine Person Ihres Vertrauens zu Rate.

Weitere Tipps und Informationen zum Schutz vor diesen Betrügern finden sich auch unter www.polizei-beratung.de. (pol)