Volleyball - Mehrere Angebote für den Rottenburger Kapitän und Publikumsliebling, der künftig »gern international spielen will«. Auch ein Wechsel ins Ausland möglich
Was macht Pompe?
VON MICHAEL GRIMM
ROTTENBURG. Unlängst hatte Hans Peter Müller-Angstenburger, Cheftrainer des Volleyball-Bundesligisten EnBW TV Rottenburg seine Sorge geäußert, dass durch die großartigen Erfolge der Mannschaft Begehrlichkeiten bei anderen Klubs geweckt werden könnten, die ihm die Spieler wegkaufen. Diese Furcht vor einem Aderlass ist begründet. Denn allen voran Kapitän Matthias Pompe steht auf der Wunschliste einiger Vereine. Das bestätigte der neunfache Nationalspieler gegenüber dem GEA. Zurzeit sondiert der Außenangreifer den Markt.
»Es ist definitiv eine schwierige Angelegenheit. Wichtig ist für mich, international zu spielen. Ich werde bald 26, muss nach vorne schauen und würde gern mal auch ins Ausland gehen. Das wird sicher jeder verstehen«, sagt der gebürtige Leipziger, der die bisher beste Saison seiner Karriere spielt und dessen Vertrag bei den Domstädtern mit Rundenschluss ausläuft. Pokert Pompe oder nimmt sein Wechsel nach fünf Jahren in Rottenburg Konturen an?
»Dass ich nicht wegen ein Euro fünfzig woanders hingehe, ist auch klar«
Der 1,98 Meter große Volleyball-Profi, der Sportmanagement studiert hat, will sich nicht in die Zocker-Ecke drängen lassen. »Dass ich an Rottenburg hänge, ist doch bekannt. Und dass ich nicht wegen ein Euro fünfzig woanders hingehe, ist doch klar. Aber die Geldfrage ist natürlich auch wichtig«, betont der Publikumsliebling und verdeutlicht damit, dass ein Verbleib ebenso denkbar ist. Eine möglicherweise entscheidende Frage wird daher sein, »welche Ziele sich der Verein steckt. Mir ist es deshalb wichtig zu wissen, wer bleibt und wer kommt«, sagt Pompe, wohl wissend, dass die Rottenburger nicht zu den finanzstärksten Vereinen zählen.
Im Volleyball werden im Allgemeinen die Spieler-Verträge oft erst sehr spät geschlossen. Es kann also durchaus Frühsommer werden, bis die Klubs ihren Kader beisammen haben. Auf den TV Rottenburg wartet jedenfalls viel Arbeit, denn nur Zuspieler Michael Neumeister, Außenangreifer Dirk Mehlberg und Mittelblocker Hans Cipowicz sind bis 2011 an den Klub gebunden. (GEA)