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3:1 im Derby gegen Betzingen: SV Degerschlacht festigt Platz zwei in der A-Liga

Während der Zweitplatzierte SV Degerschlacht die gute Formkurve im Derby gegen den TSV Betzingen bestätigt, knackt Tabellenführer VfL Pfullingen II die 100-Toremarke in der Reutlinger A-Liga. Sonst punkteten vor allem Teams im Abstiegskampf.

Degerschlachts Luka Brendle (rechts) legt den Ball an Betzingens Schlussmann Leandro Libeccio zur 1:0 Führung ins Tor. Foto: Tobias Baur/Eibner
Degerschlachts Luka Brendle (rechts) legt den Ball an Betzingens Schlussmann Leandro Libeccio zur 1:0 Führung ins Tor.
Foto: Tobias Baur/Eibner

REUTLINGEN. Es ist so weit: Am 24. Spieltag der Reutlinger A-Liga knackte der souveräne Tabellenführer VfL Pfullingen II die 100-Toremarke. Beim 3:1-Auswärtssieg bei der SGM Kirchentellinsfurt/Kusterdingen musste die Mannschaft von Benjamin Hübner gegen ein regelrechtes Abwehrbollwerk anlaufen. »Es war ein Spiel auf ein Tor. K'furt hat es nur mit langen Bällen versucht, wir haben daraufhin vorne zugestellt. Ich habe ohnehin das Gefühl, dass unsere Gegner in der Rückrunde tiefer stehen als zu Beginn der Saison.« Ein Wermutstropfen bleibt: Alex-Eusebiu Ripas musste nach zehn Minuten mit gebrochener Nase ausgewechselt werden. »Theoretisch kann man auch mit Maske spielen. Aber es wird eine Weile dauern.«

Auch der Tabellenzweite SV Degerschlacht bestätigte mit einem 3:1-Auswärtssieg beim TSV Betzingen die gute Formkurve. »Jetzt wollen wir Zweiter werden. Es tut natürlich weh, dass der Platz dieses Jahr keine Relegation bedeutet«, so Degerschlachts Trainer Heiko Lichtenberger. Den größten Schritt nach vorne habe Luka Brendle gemacht. »Er ist die letzten Wochen nochmal effizienter geworden. Auch heute war er top. Es war nicht einfach, die Betzinger haben stark begonnen.« Entscheidend: Durch Luka Brendles 1:0 in der 32. Minute nahmen die Degerschlachter inmitten der Betzinger Drangphase den Wind aus den Segeln. »Wir waren effizient. Haben in der zweiten Halbzeit gut unseren Vorsprung verteidigt.«

Derby vor knapp 300 Zuschauern

»Wir sind mit dem Punkt zufrieden«, fasste Sickenhausens Trainer Nico Rauscher das 3:3 seiner Mannschaft beim TSV Sondelfingen zusammen. »Beide Teams waren spielerisch gut. Für uns heißt es in den nächsten Wochen ein gutes Gefühl für unser Pokalspiel zu gewinnen«. Am 8. Mai treten die Sickenhäuser im Bezirkspokal-Halbfinale gegen den Bezirksliga-Tabellenführer FC Rottenburg an. Mit dem guten Gefühl fingen die Sickenhäuser bereits an. Den Punkt retteten sie nämlich buchstäblich in der letzten Minute, als Lukas Kloker nach einer Ecke den Ball nur noch ins Tor schieben musste.

Vor knapp 300 Zuschauern endete das Derby zwischen dem SV Ohmenhausen und dem TSV Mähringen torlos. »Ich bin beeindruckt. Die Zuschauer waren toll, sind richtig mitgegangen. Man hat sogar Raunen gehört«, staunte Ohmenhausens Abteilungsleiter Michael Dolinsek. Auch die Partie war deutlich besser als ein 0:0 klingt. »Es gab Chancen auf beiden Seiten und es war zu keiner Zeit unfair. Ein 2:2 hätte besser gepasst.« Insgesamt ist man in Ohmenhausen zufrieden mit der Runde. »Vor der Saison haben einige mit dem Kicken aufgehört. Mit der Besetzung holen wir momentan einiges raus.«

Abstiegskandidaten gewinnen

Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit lobte Dettingen/Glems-Trainer Tiberiu Vanca nach dem 1:0-Heimsieg gegen den TSV Pliezhausen. »Wir haben es verdient, wollten unbedingt gewinnen.« Beide Teams agierten mit offenem Visier. »Die Partie war ausgeglichen, vielleicht hatten wir am Ende auch das Quäntchen Glück.« Das goldene Tor fiel in der 37. Minute. Als Sebastian Diehl einen langen Ball hinter die Pliezhäuser Abwehrkette spielte, überlupfte der SGM Kapitän Ali Blakaj den gegnerischen Torwart und schob den Ball ins Tor.

Auch der SV Croatia Reutlingen II zog nach. Der 1:0-Auswärtssieg hält die Reutlinger im Rennen. »Es war kein schönes Spiel. Wir haben uns endlich gewehrt, haben ein dreckiges Spiel angenommen«, lobte Croatias Trainer Benjamin Langner. Aufgrund fehlender Ernsthaftigkeit habe es unter der Woche Gespräche gegeben. »Die Stimmung in der Kabine war nicht gut. Wir haben uns auch personell verändert. Mein Ziel ist es jetzt die Mannschaft nach der Saison in einem guten Zustand einem neuen Trainer zu übergeben.« Ein Beispiel hierfür: Edis Pepic. »Er hat bisher kaum gespielt, es heute aber gut gemacht. In den kommenden Wochen werden die Jungs spielen, die in der Gruppe zusammen am besten funktionieren.« (GEA)