Triathlonliga - Ex-Reutlinger Vuckovic siegt mit Crailsheim. Dettinger Männer erleben kleine Enttäuschung
Zeiler geht erfolgreich fremd
Von Frank Wild
TÜBINGEN. Alle zwei Jahre trifft sich die baden-württembergische Triathlon-Elite zum Saisonauftakt der LBS-Cup Liga an der Reutlinger Kreuzeiche. Für Stephan Vuckovic war es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Der Silbermedaillengewinner von Olympia 2000 in Sydney war zum neuen Jahr von der TSG Reutlingen zum Magic-Sportfood Team des TSV Crailsheim gewechselt. Für seinen neuen Verein hat er sich am Sonntag gleich mal richtig ins Zeug gelegt und ihm damit zum Sieg verholfen.
Der Sieg gehörte am Ende dem Neu-Crailsheimer Stephan Vuckovic.
FOTO: Uschi Pacher
Vuckovic kam bei seinem Triathlon über 300 Meter Schwimmen, 6,6 Kilometer Radfahren und 2,8 Kilometer Laufen im Rahmen des »Staffel-Kurzsprint«-Wettbewerbs als Erster der zweiten Disziplin ins Ziel. »Das war mal etwas anderes und hat riesig Spaß gemacht«, meinte der ehemalige SSV-Kicker, der erst am Abend zuvor aus dem Trainingslager in Mallorca zurückgekehrt war. »Hart war's aber schon«, meinte der mittlerweile 37-Jährige zur ungewohnt kurzen Distanz. »Ein alter Dieselmotor braucht normal eine Weile, bis er auf Touren ist.«
Aufholjagd von Anja Knapp
Für eine große Überraschung sorgte der Steinhilbener Timo Zeiler. Der Bergläufer hatte für einen Gastauftritt im Team der TSG Reutlingen die Sportart gewechselt und zu Beginn des Rennens den Hausherren mit seinem grandiosen Duathlon gleich mal die Führung beschert. »Das hätte ich nie gedacht«, freute sich der amtierende deutsche Meister seiner Spezialdisziplin. Als Erster aufs Rad gestiegen, schaffte es Zeiler nach dem Fahren, einen Rückstand von 60 Metern zuzulaufen.
»Das ist richtig krass«, meinte der neue Sportliche Leiter der TSG, Stefan Hildenbrand, der mit dem Abschneiden der ersten Mannschaft in der ersten Liga sehr zufrieden war. »Das ist fast schon mehr, als wir uns erwartet haben«, kommentierte er den achten Rang. Die Reutlinger »Zweite« wurde in der dritten Liga sogar Sechster.
In der zweiten Liga musste die SG Dettingen/Erms mit einem zehnten Platz eine kleine Enttäuschung hinnehmen. Frieder Reusch war als Startläufer wohl zu schnell angegangen und musste dem hohen Anfangstempo in der Folge Tribut zollen. »Ich weiß nicht, was los war«, meinte der Dettinger Teamchef Frank Alber. Neuzugang Jens Lehnen machte durch einen engagierten Triathlon nochmals einige Plätze gut.
Für ein packendes Finish sorgte die Dettinger Nationalkader-Athletin Anja Knapp bei den Frauen. Als Schlussläuferin ging die deutsche Nachwuchshoffnung auf der olympischen Distanz von Rang sieben aus ins Rennen. Ihren Triathlon beendete die Auszubildende der Firma Bosch in Reutlingen vier Positionen weiter vorn und sicherte ihrem Team damit den dritten Rang. »Ich hab gesehen: Im Laufen geht noch was«, meinte die 21-Jährige, nachdem sie ein riesiges Loch zugelaufen hatte. Bereits im Wasser hatte Anja Knapp umgehend zwei Plätze gut gemacht.
Grandios gestartet und am Ende doch an einer besseren Platzierung gescheitert sind die Mädels des VfL Pfullingen mit ihrem siebten Rang. Starterin Steffi Kuhnert übergab als Erste an ihre Schwester Julia, die in der Folge nur den späteren Sieger AST Süßen ziehen lassen musste. Trotzdem war man im Lager der Pfullinger zufrieden. Auch die beiden Organisatoren Gerd Junginger und Matthias Klumpp von der ausrichtenden TSG zogen eine positive Bilanz, wenn auch nicht alles reibungslos verlief. (GEA)