Basketball - Tigers-Flügelspieler Sid-Marlon Theis zeigt vor dem Gastspiel beim Spitzenreiter in München keine Angst

Walter Tigers Tübingen bei Spitzenreiter München

VON FRANK WILD

TÜBINGEN. Der Glamour des FC Bayern München hat bei den Tübinger Bundesliga-Basketballern schon vor ein paar Wochen Einzug gehalten. Kris Richard hatte sich zuletzt mit mehreren Fußball-Trikots eingedeckt. Der rote Dress des Rekordmeisters durfte dabei natürlich nicht fehlen. »Es ist eine tolle Sache, gegen so einen Verein zu spielen«, berichtet sein Teamkollege Sid-Marlon Theis vor dem Gastspiel am Sonntag (17.30 Uhr) bei der Münchner Basketball-Abteilung.

Der Tübinger A2-Nationalspieler Sid-Marlon Theis (rechts) weiß, dass er beim Rebounden besser werden muss.
Der Tübinger A2-Nationalspieler Sid-Marlon Theis (rechts) weiß, dass er beim Rebounden besser werden muss. FOTO: Eibner
Der FC Bayern - Reggie Redding ist als Ex-Tübinger dort einer der Leistungsträger - schickt sich an, als aktueller Spitzenreiter den zweiten Meistertitel nach 2014 in Angriff zu nehmen. »Angst« vor dem vermeintlich übermächtigen Gegner habe Theis aber deshalb trotzdem »auf gar keinem Fall«. Ganz im Gegenteil: »Es ist eine tolle Chance, einen weiteren Schritt nach vorne zu machen - und vielleicht können wir sie ja ein bisschen ärgern.«

»Vielleicht können wir den FC Bayern ja ein bisschen ärgern«
 

Für seine gerade mal 24 Jahre wirkt der 2,05 Meter große Flügelspieler schon ziemlich abgeklärt. Sowohl bezüglich der misslichen Situation seines Vereins mit bereits acht Niederlagen und noch keinem Sieg als auch bezüglich seiner ganz ordentlichen Leistung, mit der er »grundsätzlich zufrieden« sei, erklärt Theis souverän und unaufgeregt: »Das ist alles ein Prozess.« Offensiv habe er an die Leistungen aus seiner Zeit zuletzt beim Ligarivalen Braunschweig anknüpfen können. »Aber beim Rebound muss ich mich natürlich noch verbessern.«

Den Sommer über konnte Theis mit der A 2-Nationalmannschaft bei der Universiade in Taipei City/Taiwan »viel Selbstvertrauen sammeln. Das hat mich einen guten Schritt nach vorne gebracht«. Mit dem deutschen Team schloss er das Turnier auf Platz fünf ab. Mit den Tübingern ist er nach wie vor Tabellenletzter. »Wir haben uns den Start natürlich anders vorgestellt«, erklärt der gebürtige Hamburger, der seinen basketballerischen Feinschliff beim renommierten Nachwuchsprogramm der Urspringschule im schwäbischen Ehingen bekommen hatte.

Weil der bislang vor allem offensiv stark aufspielende Rookie Reggie Upshaw auf Theis' Position wegen einer Schulterverletzung aus dem Spiel gegen Ulm wohl geschont wird oder vielleicht auch gar nicht zum Einsatz kommt, werden auf ihn sicher mehr als die bislang im Schnitt 17 Einsatzminuten zukommen.

»Wir müssen weiter an unseren Baustellen arbeiten und die kleinen Fehler abstellen, die uns schon mehrere Male den Sieg gekostet haben«, sagt der Youngster und gibt damit die Worte seines Trainers Tyron McCoy weiter. Gegen den übermächtigen FC Bayern haben die Tigers noch Schonfrist. Am darauffolgenden Samstag (20.30 Uhr) muss dann zu Hause gegen den Vorletzten Rockets Erfurt definitiv der erste Sieg her. (GEA)

Sieg gegen einen Großen

Ein Sieg gegen eines der großen Teams ist den Tigers schon sehr lange nicht mehr gelungen. Die Gäste aus Ludwigsburg waren am 24. Januar 2015 als Tabellen-Zwölfter nur ein vermeintlich »Großer«, als Tübingen gewann. Artland war unter dem damaligen Trainer Tyron McCoy beim 104:64 der Tigers am 12. April 2014 zumindest Fünfter. Als letzter echter »Großer« wurden aber die Bayern am 9. März 2013 in Tübingen als damaliger Zweitplatzierter tatsächlich schon mal geschlagen. (wil)

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