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Bayreuth - Tübingen 57:79 - Tigers nach zweitem Sieg in Folge gewappnet fürs Derby gegen Ludwigsburg

Duggins meldet sich zurück

BAYREUTH. Vaughn Duggins hat seine Durststrecke beendet. Der Distanzschütze der Tübinger Bundesliga-Basketballer blieb in den vergangenen Wochen hinter den Erwartungen, nachdem er sich zu Beginn der Saison so grandios eingeführt hatte.

Fand zu alter Stärke zurück: Tigers-Neuzugang Vaughn Duggins. FOTO: EIBNER
Fand zu alter Stärke zurück: Tigers-Neuzugang Vaughn Duggins. FOTO: EIBNER
Am Samstag nun kehrte der wurfgewaltige US-Amerikaner in die Erfolgsspur zurück. Beim überzeugenden 79:57 (34:30)-Erfolg in Bayreuth steuerte der 24-Jährige in knapp 30 Minuten Einsatzzeit allein 20 Punkte bei und war damit, wie so oft zu Beginn der Runde, effektivster Tübinger.

Nicht einmal 60 Punkte in eigener Halle - das schmerzt Bayreuth mächtig. »Wir wussten, dass wir eine Chance haben«, freute sich Cheftrainer Igor Perovic nach dem Erfolg mit 22 Punkten Unterschied. Damit haben die Tübinger nach der blamablen 53:69-Niederlage im Hinspiel sogar noch den direkten Vergleich für sich entschieden. »Wenn man so vorgeführt wird in eigener Halle, dann zehrt das schon an einem«, beschrieb Tigers Pressesprecher Tobias Fischer die geglückte Revanche für die desolate Leistung Mitte November. Als kleines Bonbon verschob Perovic das heutige Krafttraining von 11 Uhr auf 14 Uhr. Damit hatten die Amerikaner im Team die Gelegenheit, in der Nacht zum Montag den Super Bowl, das glamouröse Finale der National Football League (NFL), live am Fernsehen zu verfolgen.



»Vaughn hat sich damit selbst aus seinem kleinen persönlichen Loch herausgezogen«, sagte Fischer. Duggings legte bestens los. Bereits in der vierten Minute erzielte er seinen achten Punkt und bescherte den Gästen vor 3 505 wie immer frenetischen Zuschauern in der Bayreuther Oberfrankenhalle eine 11:3-Führung. Nach einer kurzen schöpferischen Pause legte der 1,88 Meter große Shooting Guard wieder los. Sieben Punkte in Serie des Neuzugangs bedeuteten das 34:27 für die Tübinger (20.), ehe es mit einem 30:34 in die Kabinen ging. Die vom Verletzungspech gebeutelten Hausherren lagen bis dahin nur einmal in Front (13:12/10.). Daran sollte sich auch in der Folge nichts ändern.

Dann brannten die Mannen um Kapitän Louis Campbell ein wahres Feuerwerk ab. Der Tigers-Routinier steuerte im dritten Viertel, das sein Team am Ende mit 20:10 für sich entschied, allein sechs Punkte bei. In den letzten fünf Minuten des Spielabschnitts legten sie einen 14:2-Lauf hin und leiteten damit die fünfte Bayreuther Niederlage in den zurückliegenden sechs Spielen ein.

Dann fiel zu Beginn des Schlussviertels die Uhr in der Halle aus. Die Partie wurde daraufhin für fast zehn Minuten unterbrochen. Das sollte die Perovic-Schützlinge allerdings nicht aus dem Rhythmus bringen. Bayreuths Trainer Marco van den Berg nahm 7:30 Minuten vor der Schlusssirene eine neuerliche Auszeit. Verzweiflung machte sich breit bei den Franken. Der Fisch war zu diesem Zeitpunkt bereits geputzt, nachdem Reggie Redding vier Punkte in Folge zum 43:60 beigesteuert hatte.

Knallharte Abwehrarbeit


Die wurfgewaltigen Aufbauspieler des Aufsteigers der vergangenen Saison, Danny Gibson (3 Punkte) und Osvaldo Jeanty (4), hatten Campbell & Co. durch knallharte Abwehrarbeit vollkommen aus dem Spiel genommen. »Unser Plan ist damit aufgegangen«, sagte Perovic und war stolz auf die geschlossene Mannschaftsleistung. Einzig Brandon Hunter (16 Punkte) und den 2,06 Meter großen Flügelspieler Ekene Ibekwe bekamen sie zeitweise nicht in den Griff. Zusammen hatten beide ihr Team durch acht Punkte in Folge auf 38:40 (25.) herangebracht. Ibekwe steuerte mit 17 Punkten und zwölf Rebounds als bester Akteur der Partie sein zweites Double-Double der Saison bei.

Durch den zweiten deutlichen Sieg in Folge nach der Allstar-Spiel-Pause - bereits gegen den FC Bayern München gewannen die Tübinger mit 15 Punkten Unterschied - orientieren sich Coach Perovic und seine Schützlinge mit acht Siegen in Richtung Tabellenmittelfeld. Nun kommt es am Samstag (20 Uhr) zum wichtigen Heimspiel gegen die an vorletzter Stelle rangierende EnBW Ludwigsburg. Der ebenfalls souveräne 82:57-Sieg am Samstag gegen Frankfurt war für den Lokalrivalen der erste seit dem 80:73 Anfang Januar gegen Tübingen. (GEA)



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