Basketball - Reutlinger Center Mahir Agva will mit den Tigers Revanche nehmen für die schlechte Leistung im Hinspiel. Gäste aus Bayreuth mit schwacher Auswärts-Bilanz

Ab sofort ist bei den Walter Tigers Tübingen alles möglich

VON FRANK WILD

TÜBINGEN. »Deinen Baby-Speck hast du ja erfolgreich losbekommen«, lobte der Ex-Tiger Vaughn Duggins seinen ehemaligen Mitspieler Mahir Agva mit einem Lächeln, als er Ende Januar mit den EWE Baskets Oldenburg in Tübingen vorbeigeschaut hatte. Nicht nur die Tatsache, dass aus Agva mittlerweile ein Muskelpaket geworden ist, seit er Ende Februar 2013 mit damals gerade mal 16 Jahren, 7 Monaten und 28 Tagen als bis dato drittjüngster Akteur der Spielklasse sein Debüt in der Basketball-Bundesliga gegeben hatte, hat sich seither geändert. Der Reutlinger ist mit seinen immer noch jugendlichen 19 Jahren bereits eine feste Größe auf der Center-Position im Team von Tigers-Cheftrainer Tyron McCoy.

Mahir Agva. FOTO: VEREIN
Mahir Agva. FOTO: VEREIN
»Wir müssen von Anfang an zeigen, dass bei uns nichts zu holen ist«
 

Und an Selbstvertrauen mangelt es dem deutschen U 20-Nationalspieler auch keineswegs. »Wir müssen von Anfang an zeigen, dass bei uns nichts zu holen ist«, tönt der Youngster vor dem Heimspiel am Samstag (20.30 Uhr, Paul-Horn-Arena) gegen Bayreuth. Damit spricht er seinem Trainer aus der Seele. Für ihn beginnt nach der zweiwöchigen Pokal-Pause nun die heiße Phase der Saison: »Ab sofort ist alles möglich.« Das meint er nicht nur bezüglich seines Teams, sondern auch mit Blick auf die gesamte Liga-Konkurrenz.

Im Hinspiel bei den Oberfranken hatten die Tübinger Ende Oktober »sehr schlecht gespielt«, erinnert sich Agva. Damals unterlag das Team gegen Bayreuth, das eine magere Punkteausbeute (74,18) und ein schlechtes Reboundverhalten (31,1) aufweist, mit 75:82. Für eine erfolgreiche Revanche spricht, dass das Team von Trainer Michael Koch bislang nur eines seiner bereits elf Auswärtspartien gewann. Und die Tatsache, dass das Spiel der Tigers immer mehr die Handschrift von McCoy trägt, der zwischen den Jahren das Traineramt von Igor Perovic übernommen hat.

»Das ist mittlerweile mehr mein Team«, erklärt der 43 Jahre alte US-Amerikaner. »Wir haben zwischenzeitlich ein viel besseres gegenseitiges Gespür füreinander.« Was ihm bisher noch nicht gelang, ist, einen Anführer für die Mannschaft zu finden, der in kritischen Situationen das Zepter in die Hand nimmt und sie auf Erfolgskurs bringt. Ob sich daran in den vergangenen 14 Tagen etwas geändert hat, können die Jungs um den wieder genesenen Kapitän Jesse Sanders am Wochenende unter Beweis stellen.

Agva wird mit seinen noch nicht mal 20 Lenzen wohl noch kein Kandidat für den »Go-to-Guy« sein. Der 2,07-Meter-Mann, der von der nordamerikanischen Profiliga NBA mittlerweile als Perspektivspieler weltweit auf Rang 14 der nicht-US-amerikanischen Akteure des Jahrgangs 1996 auf der Center-Position gelistet wird, will an seiner Konstanz arbeiten und wird von McCoy für seine »ordentliche Auffassung von Basketball« gelobt: »Er wird noch Fehler machen – das ist zu erwarten.« Hoffentlich nicht allzu viele im Spiel gegen Bayreuth. (GEA)

Keine Wechsel mehr


Am Montag endet die Wechselfrist in der Basketball-Bundesliga. Bei den Walter Tigers wird es keine Veränderungen mehr im Kader geben. »Wir haben unsere Mannschaft zusammen und wollen so den Rest der Saison bestreiten«, erklärt Tigers-Manager Robert Wintermantel. Die Situation mit sieben Ausländern sei »gut für uns«. An einem Spieltag dürfen jedoch nur sechs von ihnen eingesetzt werden. (wil)

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